Auf der Retrobörse 5

Bereits zum fünften Mal fand in Bochum die Retrobörse statt. Da wir zu fünft waren, fuhren wir mit meinem alten Espace zur Börse. Was wir dort alles erlebten will ich Euch nicht vorenthalten. Bereits zum fünften Mal fand in Bochum die Retrobörse statt. Die „Rhein-Main-Gang“, eine Untermenge der HomeCon, traf sich mitten in der Nacht, also um 07:30 Uhr in FFM. Da wir zu fünft waren (AntaBaka, Draco, Erby, Hessi und Quarkbeutel), fuhren wir mit meinem alten Espace zur Börse. Auch wenn die hinteren Sitze eher für Kinder geeignet sind, da sie zu tief am Boden angebracht sind, passten wir da alle bequemer rein, als in ein normales Auto.


(Bei der Abfahrt fotografiert: Messeturm in Frankfurt)

Hinten hatte ich nur drei Sitze montiert und die restlichen zu Hause gelassen. Draco sass ganz hinten, vor ihm AntaBaka und Erby. Quarkbeutel gab den Beifahrer. Die Hinfahrt lief reibungslos und wir hatten nur einen kurzen Stau. Zum Leidwesen Quarkis bin ich maximal 130 km/h gefahren, bei ihm zittert die Nadel immer um die 200 km/h. Das störte gerade Erby weniger, der nahezu sofort einschlief und so die angeregten Gespräche während der Fahrt verpasste. Legendär aber seine Fähigkeit aus dem Tiefschlaf zu erwachen und sich ansatzlos an der Diskussion zu beteiligen.

Draco dozierte über die Nachteile der nonverbalen Onlinekommunikation in Foren und der Tatsache, dass man sich im Real Life oftmals besser leiden kann als im Cyberspace. Nichtdestotrotz tauschten wir noch die von uns ignorierten Benutzer aus, wie es Kinder vor der Fussballweltmeisterschaft mit Pannini-Bildchen machen, und stellten fest, dass wir die gleichen „Bildchen“ sammelten. 🙂

Um 10:00 Uhr waren wird dann auch pünktlich in Bochum, wo wir kurz die Lage vor der Börse im Falkenheim checkten und dann wie üblich zu „unserem“ Bistro marschierten um erstmal in Ruhe zu Frühstücken. Ohne eine angemessene Dosis Koffein könnte man ja schliesslich ein Schnäppchen auf der Börse übersehen. Die Tupperbüchse (der Espace besteht aus GFK) parkten wir auf unserem üblichen Parkplatz, ein paar Meter vom Eingang entfernt. Keine Ahnung, was die Leute immer mit der Parkplatznot haben. Schätze, einige hätten halt gerne eine Drive-In-Retrobörse.

Nach so einer langen Fahrt tut frische Luft gut und so nahmen wir den Weg zum Bistro per Pedes. Aber was war das?
Cool, da sehe ich ein weisses Opel Rekord C Coupe, schönes Auto! Und so selten!
Ach, da ist ja noch eines, in gold-braun-metallic…
Und…
Wah!
Ein rotes Kadett A Coupe!
Und ein gelber Manta A!

O.k. da hat wohl ein Opel-Club eine Wallfahrt nach Bochum organisiert. In der Luft hängt der Geruch nach ungereinigten Abgasen. Tief einatmen! Ja, so war früher die Stadtluft: würzig und ungesund! Dieser Retrotrip beamt uns mit allen Sinnen zurück in die gute, alte Zeit!


(Manta A, Kadett C, Rekord C)


(Kadett A, links im Hintergrund unser Bistro)

Im Bistro schien die Zeit ebenfalls stehengeblieben zu sein. Es sah alles genauso aus, wie letztes Jahr. Wir bestellten Kaffee, Rührei oder französisches Frühstück und waren voller Vorfreude auf die kommenden Schnäppchen.

Auf dem Weg zurück zur Akademiestrasse begegneten wir auf der Straße einigen Freaks und Nerds. Die können sich noch zu gut tarnen, man erkennt sie doch. Schwer zu sagen woran, aber die meisten sind vielleicht modisch unauffällig und eher praktisch gekleidet, Anfang 30 bis Anfang 50 und haben entweder ein entspanntes Grinsen im Gesicht oder laufen bereits mit diesem Schnäppchenkauf-Adlerblick herum. Allen gemein sind mitgebrachte Transportbehältnisse – meist Rucksäcke, aber wir sahen auch schon Trollies – in denen sie ihre Beute für den Rücktransport in die heimische Zockerhöhle verstauen wollen. Wie dem auch sein, man erkennt halt seinesgleichen.

Nicht so der ältere Herr, der uns verwundert und belustigt fragte, in welches Stadion wir denn alle unterwegs seien. Offenbar dachte er, er würde was verpassen. Tat er ja auch: Die Retrobörse! Unterwegs kommt der Gedanke auf, dass sich der arme Kerl richtig wundern würde, wenn er wüsste, dass wir uns anschickten, gutes Geld für Elektronikschrott auszugeben! Wir beschleunigten unwillkürlich unseren Schritt.


(Werbeplakat der Retrobörse)

Punkt 11:00 Uhr standen wir vor der Kasse. Also gut, also ungefähr 20 Meter vor der Kasse, denn der Weg dorthin war mit ungeduldigen Freaks und Nerds verstellt, die alle Einlass begehrten. Wir kennen und hassen dieses Phänomen auch als „Kassenschlange“.

Die Wartezeit überbrückten wir mit dummen Sprüchen und Nerdgesprächen über die Vorteile von russischen Fileservern und Bundeswehrrucksäcken. An den Gesprächen beteiligten sich dann auch Umstehende. Plötzlich sah ich ein bekanntes Gesicht von Youtube: Scorpius stand neben dem Eingang und wurde von männlichen Groupies umlagert. Ich hatte ihn dann gründlich irritiert, indem ich prollig „Ayyy! Scorpius! Kriegisch nen Autogramm?“ über der Hof gröhlte. Er war sichtlich peinlich berührt und rief „Äh? Ah! Der Hessi!“ zurück – so als ob das Wort „Hessi“ eine Entschuldigung für diese Szene gewesen wäre. Den umstehenden Fanblock konnte er dadurch aber wenigstens mit seiner Fähigkeit beeindrucken, Leute anhand ihres Avatars erkennen zu können.

Ja, mein Gott, der Mann ist bekannt aus dem „Fernsehen“, da muss er damit leben, dass ihn alle wie einen guten Bekannten behandeln. Das ist sein Schicksal: Der Fluch der Prominenz.

Endlich sind wir an der Reihe! Mit zitternden Fingern 4,- EUR auf den Tresen legen, Stempel auf die Hand drücken lassen und los geht’s!
In der Theorie zumindest. Praktisch hätte mich bei dem – durch die Menschenmassen vorgegebenen – Tempo jede Oma mit Rolator wüst schimpfend überholt. Man liess sich also mit dem Strom durch die Gänge schieben und erriet, solange man nicht an einem Stand vorbeikam, die Marke des Deos der umgebenden Menschen – sofern sie dankenswerter Weise überhaupt eines benutzten. 🙁


(Elektronikschrottanhäufungen)


(Proppenvoll)


(Videofreak, Scorpius, HOL2001 und Controlport2)

Kurz nach der Treppe in den ersten Stock bekam ich einen massiven Flashback! Aus den Augenwinkel sah ich ein petrolfarbenes kleines Gerät mit einem schwarzen Bildschirm und einer weissen Tastatur! Wie ein Blitz durchfuhr es mich: Dieses Teil hatte ich als Kind! Kein Zweifel. O.k., ich hatte das die letzen 33 Jahre vollkommen verdrängt, aber das war mein „Logic 5„! Ja gut, es war echt scheisse weil kompliziert und langweilig, da bin ich vollkommen ehrlich. Zudem frass das Ding 9V-Blöcke wie kein zweites. Auf ein elektronisches Mastermind hatte selbst damals niemand gewartet, aber im hier und jetzt schob ich alle beiseite, die zwischen mir und meinem ganz persönlichen heiligen Gral der fünften Retrobörse standen.


(Logic 5)

Das Preisschild des Händlers Look Collectibles zeigte eine freundliche „4“, die ich diskussionslos hinnahm und meinen Schatz schnell im mitgebrachten blauen Ikea-Beutel – der Allzweckwaffe jedes professionellen Einkäufers – verschwinden liess. Das fing ja schon mal gut an. Ich war sicher, dass ich heute meine Videopac-Sammlung annähernd vervollständigen könnte. Ich sollte mich irren, bitter irren. 😉


(Der leere Platz ganz unten, quasi zwischen den beiden Joysticks, unter dem G7000: Da stand mein Logic 5! 🙂

Videopacs konnte ich kaum welche ausmachen, dabei waren auf der letzten Retrobörse ganze Lastwagenladungen davon vorhanden. Nachfragen bei den Verkäufern ergaben, dass die das Zeug nicht mehr mitschleppen würden, kauft sowieso niemand. Sollte ich der letzte G7000-Fan auf Erden sein? 🙁

Ich liess mich weiter mit dem Strom treiben – die Freunde hatte ich längst verloren. Nur ab und zu sah man ein Stück vertraute Frisur oder eine bekannte Jacke in der Ferne. Plötzlich hörte ich hinter mir einen vertrauten kölschen Dialekt: Der Videofreak! Und in seinem Schlepptau: Der Schlonkel aus dem Forum64! Den habe ich gleich aus einem Web-Video wiedererkannt.

Ja, das ist schon komisch, wenn man von jemanden wildfremden angesprochen wird, der meint: „Ah! Der Schlonkel ist auch da!“. Um es abzukürzen: Er hat mich net erkannt: Mein Avatar wäre nicht grau genug und ich hätte offensichtlich zugenommen.
Ja, danke, habbisch verstanden. Nun… kleine Sünden (Scorpius) bestraft der liebe Gott eben unmittelbar.

Wir haben uns dann noch nett unterhalten, obwohl ich durch das frühe Aufstehen und die 200km Fahrt mit der Rhein-Main-Gang (die Stimmung an Bord hatte schon etwas von einer Kegelvereinsfahrt nach Malle) ziemlich müde und daher eher maulfaul war. Aber ich muss sagen: Der Schlonkel ist ein Supertyp! Da gibt es keine Diskussion drüber.


(Typischer Nerd)


(Auch typische Nerds: Monty Mole und Thomas)


(Noch mehr typische Nerds: Sign-Set, Spider-J, DERhoques, Monty Mole, Scorpius und eine potentielle Return-Magazin-Kundin)

Nach und nach erwies sich die Retrobörse als Forum64-User-Treffen. Das war ein angenehmer Nebeneffekt. Ausführliche Gespräche ergaben sich trotzdem keine, da jeder auf der Suche nach Schnäppchen und daher rastlos war. Wir sollten während des Tages folgende Forenuser treffen: Videofreak, Marquisor, Sign-Set, Finchy, Camper, Schlonkel, Cyberdyne, HOL2001, Monty Mole, Spider-J und Cochin. Nicht getroffen haben wir @rndt, Bruno, Plus4Vampyre, Tronix2009, 68kBase1,Kratznagel und Controlport2, die aber alle glaubwürdig versicherten ebenfalls die Börse besucht zu haben. 🙂

Die Devise hiess also wieder: In der Menge Abtauchen und zu neuen Fischgründen schieben lassen. Manchmal wünscht man sich eine Aufnahmefähigkeit wie der kleine Roboter aus dem Film „Nummer 5 lebt“: „Mehr Input!“. Aber so war es vermessen auch nur glauben zu wollen, dass man im Vorbeigehen einen ganzen Stand nach interessanten Gegenständen abscannen könnte. Drei, vier, fünf oder sechs Runden waren nötig um das Gefühl loszuwerden, man habe etwas in der Masse von angebotenen Waren übersehen.


(Rechner, Module, Zubehör)


(Schiere Massen an Modulen!)


(Relativ seltene Geräte und wieder: Module, Module, Module – nur nicht für das G7000)


(Atari-Kram)


(Na was wohl? Module!)


(Zur Abwechslung mal ein paar Module)


(Spiel… äh… module)


(Kein HomeCon-Bericht ohne Donkey Kong! Hier als Modul für Atari 8-Bit-Rechner)


(SignSet zeigt einem Kunden, wo er Module finden kann!)


(HOL2001 freut die große Auswahl an Spielmodulen)


(Die Sega-Ecke)


(„Finger weg! Ich hab’s zuerst gesehen!“. Dramatische Szene an den Wühlkisten)

Ab und zu kam der träge Menschenfluss gänzlich zum Erliegen. Meistens lag das daran, dass zwei oder drei Personen einfach stehenblieben und sich angeregt unterhielten. Man hatte sich offenbar länger nicht gesehen und es gab viel zu erzählen. Schön, aber doch nicht mitten im Gang, oder? Dafür gibt es doch das Bistro!

Dort fand auch die Rhein-Main-Gang zu Mittag wieder zueinander. Der Blutzuckerspiegel ist unten und es ist zudem Zeit, seine Beute zu begutachten und anderen zu präsentieren: „Schaut! Ich ganz alleine habe dieses seltene Gerät ergattert!“. Zustimmendes Gebrumme und – zwischen zwei Bissen an der Bockwurst – sogar anerkennende Worte: „Oh! Schön!“.

Auch ich ziehe meine Fänge aus der Tasche: das „Logic 5“, einen Game Gear-Master-System-Converter und einen Game Gear TV-Tuner. Einst ein gesuchtes und teures Zubehörteil, nun aber, in Zeiten von DVB-T, denkbar sinnlos. Einzig der Videoeingang ist interessant, daher fragte ich auch gleich den neben uns sitzenden Scorpius, der erst neulich ein Game Gear-Snippet veröffentlichte, ob die Klinkenbuchse drei- oder vierpolig wäre. Sie ist dreipolig, ein einfaches Adapterkabel mit Klinkenstecker und zwei Cinchsteckern funktioniert damit einwandfrei.


(Logic 5 von MB)


(Quarkbeutel mit seinem neuen Game & Watch „Donkey Kong“)


(Draco geniesst den Kaffee)


(Erby geht es auch gut)


(Wahlfreiheit: saubere oder dreckige Kaffeepötte)

Die Preise im Bistro waren äusserst moderat, die Bedienung flott und das Essen gut. Man konnte dort sogar Kaffeepötte mit Inhalt für 5,- Euro käuflich erwerben. Am Eingang gab es die für das gleiche Geld, nur leer. Meine Frage an den Veranstalter Jens, wieso die gleich teuer wären, beantwortete er mit: „Die hier sind sauber, die oben durch den Kaffee schmutzig.“. Ah, so!

Als wir uns ausreichend gestärkt hatten, trafen wir noch Cochin im Bistro. Die Welt ist ein Dorf. Für einen Schwatz blieb leider keine Zeit, wir mussten zurück in’s Getümmel, alte Schätze suchen.

Auf die nächste Retrobörse nehme ich ein Fieberthermometer mit. Meine Herren! Was einige der Hochglanzhändler als Preise aufriefen schreit ja direkt nach einer rektalen Fiebermessung.

Zwei passende Anekdoten zum Thema „Feilschen“:

Ich: „Was kostet das Videopac?“
Er: „7,- Euro!“
Ich: „Ach, o.k., hat sich erledigt, danke.“. Ich feilsche nicht bei solchen Mondpreisen, schicke mich an zu gehen.
Er: „Ja, was wolltest Du denn zahlen?“
Ich: „3,- EUR, wie die letzen Male auch.“
Er: „Neee, alles wird teurer.“
Ich: „Ja, klar, trotzdem zahle ich nicht soviel Geld für ein Videopac. Kein Thema.“. Will wieder gehen.
Er: „Du musst was sagen.“
Ich: „Äh? Was denn?“
Er: „Vier Euro?“
Ich: „Nö, drei Euro!“
Er: genervt, winkt ab
Ich: „Kein Problem.“, drehe mich um, will wieder gehen
Er: „Nein! Nein! Drei Euro! Nimm es mit!“
Ich zahle
Er: „Willst Du den ganzen Stapel haben? Jedes Videpac für 2,- Euro?“
Ich wollte nicht, die hatte ich alle und dann ist auch mal Schluss mit Doppelkäufen.

Anderer Händler:
Er: „Habe ein G7000 mit vier oder fünf Videopacs: 55,- Euro!“
Wir schauen uns das Ding an: OVP, Konsole und vier Pacs, die ich schon habe.
Ich: „Och, schade, die habe ich schon alle, von den Konsolen habe ich auch zwei und die OVP… mein Gott, egal.“
Er: „O.k.: 30,- Euro!“
Ich: „Äh, ich habe das nicht zu feilschen gesagt. Ich kann nur einfach nicht noch mehr von dem Zeug sammeln, irgendwann ist mal gut.“

AntaBaka fühlte sich an die berühmte Feilsch-Szene aus „Leben des Brian“ erinnert. Mir ging es genauso, ich wollte nicht feilschen, es wurde mir aufgezwungen.

Mir war das alles letztlich zu Konsolenmässig dort. Ja, das sage ich als Telespiel-Fan! Millionen SNESse und Milliarden Mastersystemmodule. Laute hochpreisige Sammeldinger mit denen ich nichts anfangen konnte. 25,- Euro für ein olles Modul? Hallo? Ich mag das Zeug, bin aber kein Hardcoresammler.

Einer meiner Lieblingshändler ist der Michael, ein echter Flohmarktprofi. Seine Geräte mögen nicht schön sein, nicht auf Hochglanz poliert, aber dafür kann man alles ausführlich testen und seine Preise sind wirklich volksnah. Auch mein anderer Stammhändler, hinten links in der Ecke, dessen Namen ich nie erfragt habe, war wieder da. Auch bei ihm tätigte ich einige Frustkäufe, von Videopacs auch bei ihm nicht viel zu sehen. Leider schnappte mir AntaBaka an diesem Stand ein Parker-Modul für das G7000 weg. Aber, um ganz ehrlich zu sein, ich hätte es sowieso übersehen.

Als Notkauf sehe ich Dracos Apple ][ mit zwei Diskettenlaufwerken an. Er fand irgendwie nichts anderes und da die alten Apple noch 6502-CPUs benutzen, nahm er das Ding eben mit. Mit der CPU kennt er sich aus und ich bin mir verdammt sicher, dass er auch dafür wieder etwas „aus Resten und mal eben schnell“ baut, das uns wieder vom Hocker reisst.

Es gab auf der Retrobörse nicht nur altes Zeug zu kaufen, man fand auch aktuelles rund um das Thema „Retro“.

Ganz neu war der Stand der „Return„, das Magazin „für die Generation C64“. Die Präsentation war sehr professionell aufgemacht und fiel sofort in’s Auge. Kostenlos wurden dort wunderbare Poster des Titelbildes der aktuellen Ausgabe verteilt, die eine 3D-Version des C64-Klassikers „Impossible Mission“ zeigten. Quarkbeutel nutzte die Gelegenheit und kaufte die ihm fehlenden Ausgaben nach – also alle beide. 🙂


(Ausgabe 04/10)


(Stand der Return)

Der CSW-Verlag lud zu einer Lesung Constantin Gillies‘ aus seinem brandneuen Buch „Der Bug“. Diese stand um 15:00 Uhr im Bistro auf dem Programm.


(„Was habe ich denn da geschrieben?!?“, Constanin Gillies bereitet sich auf die Lesung vor.)


(Hat Spass: Constantin Gillies)


(„Der Bug“ ist spannende Lektüre: Ein CSW-Mitarbeiter versank im neuen Buch, während alle anderen der Lesung lauschten)


(Nach der Lesung: Verleger Enno Coners und Autor Constantin Gillies)

Auf dem CSW-Stand gab es Zeitschriften, Bücher und allerlei Retro-Devotionalien zu kaufen: Joysticks, Kaffeebecher und sogar Space-Invaders-Eiswürfelbereiter fanden ebenfalls ihre Abnehmer. Ganz neu erschien im Verlag der „Elektrospieler„, die zweite Zeitschrift neben dem bekannten „Retro Magazin„.


(Stand des Vereins zum Erhalt klassischer Computer)

Natürlich durfte auch der Verein zum Erhalt klassischer Computer nicht fehlen. Auf seinem Stand trafen wir den Camper und den Cyberdyne, die neugierigen Besuchern unter anderem Cyberdynses portablen LCD-C64, ein Vectrex und ein DDR-Telespiel zeigten.


(Fussball einigte sonst so verschiedene Systeme im Spiel)

Ganz im Zeichen der nahenden Fussballweltmeisterschaft konnte man im Ausstellungsraum an allen möglichen Systemen gegeneinander im Fussball antreten.

Scorpius hat zu der ganzen Veranstaltung noch ein schönes Snippet gedreht – das mittlerweile sechsundsechzigste! ^_^

Nachmittags machten wir uns erschöpft auf dem Heimweg. Während der Fahrt diskutierten wir die Angebote und waren von der Konsolenlastigkeit der Retrobörse etwas enttäuscht. Die Veranstalter können nichts dafür, wir nehmen an, dass das Angebot schlicht durch die Nachfrage entstanden ist.

Die nächste Retrobörse findet Ende September wieder im Falkenheim in Bochum statt. Die Bayern müssen nicht solange warten, denn bereits am 24. Juli können sie die Retrobörse in Rosenheim besuchen.

Nach insgesamt 525km, einer Ereignislosen Heimfahrt und einer Phantomtankstelle, die wohl nur unser Navi kannte (danke, Becker!), waren wir wieder in Frankfurt am Main. Es hat uns exakt 75,- EUR gekostet, durch fünf geteilt waren das 15,- EUR pro Nase. Beim Geldwechseln mussten die Jungs mir wie einen Doofen erklären, welche der bunten Scheine ich rausgeben sollte – ich war nur noch müde und froh bald wieder mit meinen Einkäufen zu Hause zu sein.

Dort sortierte ich meinen kleinen Beutel:
– Tetris-Taschenrechner: geschenkt
– N64-Controller 3,-
– grünes XBox-Gehäuse: 3,-
– Tuner Sega GG: 2,50
– Master Gear-Converter: 2,50
– Super GB-SNES: 2,50
– 3x N64-Module + XONOX (RHood/Karate) + MD HangOn/WC90 + Pitfall SNES + Qbert VCS + Qbert G7000 + MoonPatrol VCS: 27,-
– 4x Videopac: 9,- EUR
– Logic 5: 4,-

Für 15,- Euro Versandkosten hätte ich bei Ebay den ganzen Krempel nicht einkaufen können, insofern war der Besuch der Retrobörse mal wieder eine richtige Entscheidung gewesen. 🙂

Bilder- und Videonachweise:
Sascha Bader
Lars Bernhofen von Lust-auf-Nostalgie
Boris Kretzinger vom Returnmagazin
Timo Leßmöllmann von creativeemotions.de
Scorpius vom Circuit Board

Danke Leute, dass Ihr mir die Bilder zur Verfügung gestellt habt. Ich hatte meine Kamera völlig vergessen. 🙁

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