Renaults Batteriemietverträge

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In der Twizy-Gemeinde geht gerade um, dass Renault sich wohl weigert, Batterien auszutauschen, die unter 75 % Restkapazität gefallen sind, wie es eigentlich in den Batteriemietverträgen zugesichert wurde.

Sie würden den eigenen Diagnosetools nicht trauen und teilweise auf einer Probefahrt durch einen Autohausmitarbeiter bestehen, der die Restkapazität im Fahrversuch ermitteln solle. TwizyChrisy hat darüber in einem Video berichtet.

Da ich auf YouTube unter seinen Videos nicht mehr posten kann – das Problem tritt wohl bei seinem Kanal sporadisch auf (zur Information: Bin mit meinem Notebook am Hotspot meines Handys unterwegs, Anbieter: FUNK) – hier meine aufgebohrte Antwort als Artikel:

Meine reale Situation

Kapazität

Der Vorbesitzer hatte im August eine neue Batterie bekommen. Habe die Batterie selbst ausgelesen: Zellspannungen liegen bei 3,97 – 3,98 Volt. Die Kapazität wird mit 97 Prozent angegeben.

Aktuelle Batteriemietverträge

Batteriemietverträge
Batteriemietverträge

Ich habe einen aktuellen Vertrag vom 13. Oktober 2021. In diesem steht ein Grenzwert für den Akkutausch von 75 % Restkapazität. Nach zehn Jahren (also bei mir in einem halben Jahr): 60 % Restkapazität.

Für aktuelle Fahrzeuge ab Zulassung 01.10.2020 sind es 70 und 60 Prozent.

Auszug aus dem Batteriemietvertrag:

"Sofern die Mieter entgegen der Meinung der Vermieterin der Auffassung
sind, dass die Leistungsfähigkeit der Batterie permanent über einen zu-
sammenhängenden Zeitraum die vereinbarte Leistungsfähigkeit unter-
schreitet, können die Mieter auf eigene Kosten von einer anerkannten
Werkstatt, die berechtigt ist, über „After Sales Dokumentationen von ZE“
zu verfügen, eine Diagnose der Ladekapazität der Batterie durchführen zu
lassen. Sofern die Vermieterin die Diagnose verlangt, trägt sie auch die
Kosten.
Wenn im Rahmen dieser Diagnose ein Leistungsniveau festgestellt wird,
das unterhalb des obigen Grenzwertes (s. o. Ziffer IX. 2.) liegt, hat die Ver-
mieterin zunächst das Recht auf Reparatur.
Ist nach Reparatur die Leistung eingeschränkt, haben die Mieter das Recht
auf Mietminderung und können verlangen, dass die Vermieterin die Miete
für die Zukunft im Verhältnis der Minderung anpasst.
Sofern die Batterie nach der Prüfung durch den Hersteller nicht soweit re-
pariert werden kann, dass sie über eine ausreichende Ladekapazität ver-
fügt (s.o. Ziffer IX. 2.), können die Mieter den Austausch der Batterie for-
dern und eine Batterie mit mindestens entsprechender vertragskonformer
Ladekapazität verlangen.

„mit mindestens entsprechender vertragskonformer Ladekapazität verlangen.“ – das bedeutet wohl, ich bekomme, wenn meine Batterie unter 60 % sinken wird, eine neue Batterie mit irgendwas über 60 % Restkapazität? Oder ich muss eben weniger Miete bezahlen, wenn die Batterie nicht mehr „repariert“ werden kann.

„After Sales Dokumentationen von ZE“ – wie diese „Diagnose“ durchgeführt wird, steht nicht im Vertrag. Da muss man wohl die After Sales Dokumentationen von Renault zur Hand haben. Da im Vertrag kein Datum dieser Dokumentationen erwähnt wird, kann man die vermutlich auch naträglich anpassen – aber ich bin kein Anwalt.

Fazit

So oder so. Eventuell wäre es das schlaueste, wenn ich die Batterie kaufe, statt monatlich 50 Euronen dafür abzudrücken. Dann besitze ich die und könnte die Zellen selbst kostengünstig tauschen, wenn es so weit wäre.

 

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