True Wireless In-Ear-Kopfhörer für 22 EUR getestet

Meine geliebten kabelgebundenen In-Ears gingen kaputt. Aber es gibt billi … preiswerten, schnurlosen Ersatz. Was taugen True Wireless In-Ear-Kopfhörer für nur 22 EUR?

Vorgeschichte

Vor vielen, vielen Jahren kaufte ich mir Koss The Plug. Mit diesen In-Ears wurde die Umgebung komplett abgeschirmt. Egal, ob es das laute Hupen eines SUVs, dessen kreischenden Bremsen, die entsetzten Schreie der Unfallzeugen oder das blökende Martinshorn des Rettungswagens ist: mit Koss The Plug bekam Noice-Canceling eine völlig neue Bedeutung.

Satte Bässe, präsente Mitten und klare Höhen, diese In-Ears waren einfach nur gut. Leider wurden die Leitungen im Laufe der Jahre hart und spröden, bis sie schließlich brachen. 🙁

Einen Ersatz fand ich 2018 beim Lidl im Vorbeigehen. Schnurgebundene In-Ear-Kopfhörer komplett aus Silikon für 2,99 EUR. Die hielten wirklich ewig – bis meine Frau mein Notebook mit eingesteckten Kopfhörern nahm und so „wegräumte“, dass der Stecker der Kopfhörer brach. 2,99 EUR, vier Jahre gehalten, was will ich mehr?

Ja, gut, klanglich waren die … keine Offenbarung. Bässe waren nicht (sonderlich) vorhanden, aber die Sprachverständlichkeit war hervorragend. Ich konnte die halboffenen (keine Abschirmung von Umgebungsgeräuschen) Kopfhörer aber wortwörtlich den ganzen Tag tragen, ohne dass sie in den Ohren wehtaten.

True Wireless In-Ear-Kopfhörer für 22 EUR

Wie üblich für mich konnte ich auf die Schnelle schlicht keinen Ersatz finden. Schnurgebunden? Schnurlos? Gibt es Testberichte? Wie sehen die Kundenrezensionen auf Amazon aus? Sind die echt? Am Ende blieben nur zwei oder drei Angebote übrig, bei denen die Rezensionen augenscheinlich nicht in der Masse von Claqueuren geschrieben wurden.

Ich entschied mich für ein Angebot, bei dem man diesen dummen 5-Euro-Coupon anklicken musste. Warum gibt Amazon nicht freiwillig diesen Rabatt? Warum muss man den anklicken? Ja, ja, das ist eine rhetorische Frage.

Wekily Bluetooth 5.2 Kopfhörer in Ear für 21,99 EUR

Vorweg: 5.2? Damit ist die Bluetooth-Version gemeint, kein Surroundsound. 🙂

Bluetooth 5.2

Bluetooth 5.2 unterstützt den neuen LC3-Codec, der eine höhere Audioqualität bei geringerer Bitrate bietet. Mit weniger Daten eine bessere Klangqualität? Oh, Wunder der Technik!

Es bietet eine höhere Energieeffizienz als frühere Versionen, was in einer längeren Akkulaufzeit resultieren soll.

Außerdem unterstützt die verbesserte Verbindungsfunktion „LE Audio“, die eine stabilere Verbindung und eine bessere Synchronisierung zwischen den Geräten ermöglichen soll.

Blah, blah, blah. Neuer, schneller, besser – das kennt man ja.

Klangunterschiede

Aber wie sieht das in der Realität aus? Ich testete mit folgenden Geräten:

  • Redmi Note 5 mit BT 5.0
  • Odys Thanos 10 mit BT 4.0
  • Terra Mobile 1712 mit BT 4.0

Alles alte Brocken? Richtig. Aber für meinen Einsatzzweck ist jedes Einzelne ideal.

  • Das Notebook halt 12 GB RAM und hält durch den neuen, superbilligen Akku wirklich ewig durch. Zudem ist es in Wirklichkeit ein Clevo der Serie W310CZ. Kenner wissen, was das bedeutet. Perfekte Wartungs- und gute Erweiterungsfähigkeiten zum Beispiel. Unterwegs arbeite ich damit an der Website oder schaue Filme und Serien. Man kann sogar eine kleine Session 0 A.D. darauf spielen, wenn die Map nicht zu groß wird.
  • Das Thanos benutze ich zum Schauen von Filmen und Serien im Bett, weil es einen wirklich guten IPS-Bildschirm hat.
  • Mein Redmi Note 5 … tja … meine Frau will mir seit Jahren immer wieder ein neues Xiaomi kaufen. Aber ich weiß nicht so recht … der Akku hält immer noch wie am ersten Tag und außer NFC reizt mich an einem neuen Telefon nicht viel. Ich benutze es meistens als Kamera für Bilder auf der Website.

Die neuste Bluetooth-Version hat das Xiaomi. Am besten sollte also das Redmi Note 5 klingen, richtig?
Falsch!

Den mit weitem Abstand besten Sound hatte ich mit dem Tablet, den schlechtesten mit dem Smartphone. Auf dem Notebook war YouTube asynchron, der Klang aber in Ordnung.

Auf dem Handy klangen die Kopfhörer dumpf und undynamisch. Tests mit Equalizer-Apps verschlimmbesserten den Sound noch gravierend. Wer nicht weiß, wie sich Klangartefakte anhören, kann es hier erleben. Gru-se-lig!

Ursachensuche

Warum die Spotify-App aber auf dem Tablet so viel besser als auf dem moderneren Smartphone klingt, konnte ich erst nicht nachvollziehen. Gleiche Android-Version (9.0), gleiches WLAN und auch ein Test mit eingesteckter Stromversorgung änderte nichts. Auch bei YouTube und den Streamingdiensten gab es hörbare Klangunterschiede.

Wenn es nicht an der Bluetooth-Version liegt, woran dann? Vielleicht am verwendeten Codec der Quelle? Der Codec ist der Algorithmus, der das Audiosignal komprimiert und dekomprimiert, bevor es über Bluetooth übertragen wird. Daher kommt die BT-Version hier nicht zum tragen.

Verschiedene Quellen und Geräte verwenden unterschiedliche Codecs wie SBC, AAC oder aptX. Jeder Codec hat seine eigene Vor- und Nachteile und kann die Tonqualität signifikant beeinflussen.

Wenn ein Gerät beispielsweise nur den SBC-Codec unterstützt, ist die Klangqualität bei der Audioübertragung über Bluetooth schlechter als bei einem Gerät, das aptX oder AAC unterstützt.

Die Kopfhörer unterstützen offiziell AAC-, SBC- und MSBC-Audiodekodierung. Augenscheinlich aber kein aptX oder gar LDAC. 🙁  Folglich ist AAC die beste Wahl, die man bei der Audioquelle wählen muss.

Eine Erklärung scheint die Verwendung von anderen Codecs zu sein. Hier eine Liste mit aufsteigender Qualität:

  • MSBC (mSBC) ist ein Codec, der für die Übertragung von Sprachinhalten über Bluetooth-Verbindungen entwickelt wurde. MSBC wird häufig in Headsets und anderen drahtlosen Geräten für die Sprachkommunikation verwendet. Im Vergleich zu SBC bietet MSBC eine höhere Qualität bei der Sprachübertragung.
  • SBC (Subband Coding) ist ein verlustbehafteter Audiocodec, der häufig für Bluetooth-Verbindungen verwendet wird. Es ist ein Standard-Codec für die Übertragung von Audioinhalten über Bluetooth, aber die Qualität kann je nach Implementierung und Gerät variieren.
  • AAC (Advanced Audio Coding) ist ein verlustbehafteter Audiocodec, der üblicherweise für die Übertragung von Audioinhalten über das Internet oder Mobilfunknetze verwendet wird.
  • AptX HD ist ein von Qualcomm entwickeltes Audio-Codec-Format, das eine höhere Bitrate und damit eine bessere Audioqualität als herkömmliche Bluetooth-Codecs wie SBC (Subband Codec) unterstützt. Im Vergleich zu SBC kann aptX HD eine höhere Abtastrate und eine höhere Bitrate von bis zu 576 kbit/s unterstützen. Dies ermöglicht eine höhere Audioqualität, insbesondere bei hochauflösenden Musikdateien.
  • LDAC (erst ab BT 4.1) ist ein verlustbehafteter Codec, der jedoch eine höhere Übertragungsrate und damit eine bessere Audioqualität als herkömmliche Bluetooth-Audio-Codecs ermöglicht. Er verwendet eine adaptive Bitratentechnologie, die es dem Codec ermöglicht, die Übertragungsrate in Abhängigkeit von den verfügbaren Bluetooth-Funkfrequenzen und der Qualität der drahtlosen Verbindung anzupassen. Dadurch erreicht LDAC Datenraten von bis zu 990 kbps bei einer Abtastrate von 96 kHz. LDAC wird von vielen Sony-Produkten wie Kopfhörern, Lautsprechern und Audio-Receivern unterstützt, wird aber auch von einigen anderen Herstellern verwendet und ist in der Regel auf Android-Geräten verfügbar.

Die guten Audiocodecs, bis auf LDAC, gab es bereits ab Bluetooth Version 4.0. Auf dem Tablet stand bei den Bluetooth-Einstellungen der Kopfhörer nach der Verbindung „HD-Audio AAC“, was den besseren Sound erklärt. In den Bluetooth-Einstellungen kann man vorher „HD Audio“ aktivieren, bzw. ist dies eben auch die Voreinstellung.

Leider bietet MIUI 11.0.3 nicht die Wahl des Codecs in den Bluetootheinstellungen der Ohrhörer auf meinem Telefon an. Das ist echt doof.

Besserer Klang!

Aber es gibt da noch die Entwickleroptionen unter Android, unter denen man solche Dinge einstellen kann:

Damit klingen auch die Kopfhörer endlich mit dem Smartphone ebenso gut wie mit dem Tablet. Ich konnte erwartungsgemäß keinen Unterschied zwischen AAC und AptX feststellen, da die Kopfhörer AptX auch nicht unterstützen.

Und das Notebook? Auf dem läuft Ubuntu 22.04 LTS. Ab 21.04 gibt es bereits Pulseaudio 15, welches die HiFi-Codecs schon standardmäßig mitbringt.

Ich kontrollierte die Einstellungen:

Ja, HD-Audio ist aktiv. Trotzdem sind die YouTube-Videos nicht lippensynchron und stocken kurz, wenn Bild und Ton zu weit auseinanderlaufen und neu synchronisiert werden. An Chrome liegt es nicht, denn Streamingdienste funktionieren ganz normal. Ich werde mit dem YT-Problem wohl leben müssen. Edit: Auf dem Tablet ist es dasselbe. Das ist ein googlebares, übliches Problem von YouTube mit Bluetooth-Lautsprechern.

Fazit Sound

Der steht und fällt mit der Quelle. Klingt das Headset wie ein Blecheimer, ist der falsche Codec aktiviert.

Burn-In

Als Burn-In, oder „Einspielen“ von Kopfhörern oder Lautsprechern bezeichnet man einfach nur den Klangunterschied nach einigen Stunden Betrieb. Bei den Wekily True Wireless In-Ear-Kopfhörern verbesserte sich der Klang tatsächlich enorm nach einigen Stunden Betrieb. Der Klang wurde deutlich dynamischer und klarer, kein Witz!

Klangen Songs über Spotify, welches ja eh schon nicht so dolle klingt, anfangs noch undifferenziert und anstrengend, so besserte sich der Sound nach einigen Folgen „Fear the Walking Dead“ doch enorm.

Eigentlich wollte ich diese Kopfhörer schon aufgeben und den Klang als matschig akzeptieren, aber als ich nach dem Binchen wieder Musik testete, war ich angenehm überrascht! Mitten und Höhen klingen nun richtig transparent und dynamisch. Und die Bässe?

Die Bässe

Die In-Ears leiden unter einer enormen Basslastigkeit. Hey, ich mag Bässe! Diese hier klingen aber leicht künstlich. Zumindest aber nicht anstrengend. Am besten kann man den Klang mit Bose-Boxen vergleichen. Wer Bose mag, wird diese In-Ears lieben.

Wirklich störend sind die Bässe in YouTube-Videos, gerade bei denen aus der Halle 77, denn hier hört man ganz deutlich den Körperschall, wenn einer der Kameraleute den Griff an der Kamera ändert. Vielleicht ist diese Kritik unfair, denn es ist ja eigentlich gut, wenn die Ohrhörer auch Frequenzen unter 20 Hz übertragen.

Wie zuvor erwähnt: Der Bass ist durch irgendwelche DSP-Tricks, die die Frequenzkurven massiv verbiegen, „verbessert“ worden. Wer für 22 Euro „echten“ Sound erwartet, wird enttäuscht sein. Aber Hand aufs Herz: Die Leute wissen doch heute gar nicht mehr, wie wenig anstrengend ein guter Breitbandlautsprecher klingen kann.

Zusammengefasst: Die Bässe tummeln sich überrepräsentiert in einem recht engen Frequenzband. Mein persönlicher Eindruck ist, dass aber irgendetwas im Bereich zwischen 60 und 100 Hz fehlt. Das kann Spaß machen, denn die Bässe überraschen dadurch immer wieder mit ihrer (scheinbaren) Tiefe. Das kennt man von so ziemlich jeder Bose-Box her.

Und bevor jemand klugscheißt: Richtig! Rein physikalisch können so kleine Treiber nicht so tiefe Bässe übertragen. Das ist alles Psychoakustik, logisch!

Klang

Nach einiger Einspielzeit sind die Kopfhörer wirklich brauchbar. Der Klang ist eher warm und die Höhen folglich nicht scharf, aber trotzdem präsent. Die Sprachverständlichkeit ist wirklich gut – selbst für so billige In-Ears.

Die Dynamik könnte etwas größer sein, aber das ist Kritik der Kritik willen.

Für 22 EUR ist der Klang wirklich mehr als nur hervorragend. Und auch für 80 EUR würde ich mich vermutlich nicht sonderlich beschweren. Im Vergleich zu den Koss muss ich sagen, dass diese Ohrhörer tatsächlich in der Summe besser klingen – auch wenn das immer ein subjektiver Eindruck ist.

Ganz klar muss ich aber auch sagen, dass die Klangqualität enorm von der Quelle abhängt. Ich kann die Klangunterschiede nicht einmal an der Bluetooth-Version festmachen.

Lautstärke

Auch die Lautstärke ist von der Quelle abhängig. Am Notebook und am Tablet konnte ich die Lautstärke weiter aufreißen als auf dem Smartphone. Wann gibt es Verzerrungen? Ich kann es nicht sagen, denn mir war die verzerrungsfreie Lautstärke schon zu hoch – und das in meinem Alter, in dem die Hörleistung doch bereits abnehmen sollte. 🙂

Ausstattung

Die Kopfhörer sind in Blassblau, Roségold und Schwarz lieferbar. Ich entschied mich für die Metallic-rosafarbenen, denn nichts anderes ist Roségold.

Im Lieferumfang findet man:

  • Zwei „Earbuds“, IPX7-wasserfest
  • Ein USB-C-Ladeetui mit Display und Akku
  • Ein USB-C auf USB-A-Ladekabel
  • Eine lesbare(!) mehrsprachige Anleitung

 

Anleitung

Gerade die Anleitung ist ein ganz großes Lob wert! Sie ist ohne Lupe lesbar! Wahnsinn! Obendrein ist sie auf Deutsch und durchaus verständlich verfasst. Toll!

Akkulaufzeit & Ladezeiten

Das Ladeetui hat einen eingebauten 400 mAh großen Akku, der die beiden Ohrhörer lädt, wenn sie darin aufbewahrt werden.

Die Ohrhörer sollen eine Laufzeit von 5 bis 6 Stunden haben, was ich nach meinen bisherigen Erfahrungen unterschreiben mag. Die komplette Laufzeit, wenn man die Ladezyklen durch das Etui einrechnet, soll bei „bis zu 40“ Stunden liegen. Hier möchte ich doch widersprechen. Meiner subjektiven Einschätzung nach erreichen wir keine 40 Stunden. Ich würde eher auf 24 h tippen, was ich immer noch für mehr als ausreichend halte.

Der Hersteller selbst listet in seinen widersprüchlichen Angaben eine Laufzeit der Ohrhörer von fünf bis sechs Stunden auf und meint, dass man die Ohrhörer mit der Box vier- bis fünfmal aufladen könnte. Nach Adam Riese macht das maximal(!) 20 bis 30 Stunden. Meine Schätzung ist also nicht ganz falsch. 🙂

Rein rechnerisch ist die Aufbewahrungsbox innerhalb von etwa einer Stunde wieder aufgeladen, auch wenn die Ohrhörer leer darin stecken.

Das Display auf dem Etui zeigt nicht den Ladezustand der Kopfhörer an! Die Balken sind animiert und sollen nur den Ladevorgang verdeutlichen. Im Bild erkennt man, dass der rechte Ohrhörer nicht geladen wird, weil er eben daneben liegt. Ansonsten wären hier zwei „pumpende“ Ladeanzeigen zu sehen.

Die „95“ zeigt den Ladestand des internen Akkus an, der die Ohrhörer lädt. Im Beispiel sind dies eben noch 95 %.

Ich habe die Kopfhörer nie ganz leer geritten und dann in der Schale geladen, daher kann ich nicht sagen, wieviel Prozent eine volle Ladung der Ohrhörer aus dem Akku zieht. Das entspricht ganz einfach nicht meinem Nutzungsprofil – und auch vermutlich nicht dem von anderen Personen.

Aus meiner Sicht ist das Laden der Box und der Hörer mehr als nur ausreichend schnell.

Verbindung

Der linke Ohrhörer leuchtet abwechselnd blau und rot, wenn er keine Verbindung zu einem bekannten Gerät aufbauen kann. Ich habe drei Geräte gekoppelt, mit denen sich die In-Ears auch jedes Mal sehr flott und vollautomagisch verbanden.

Reichweite

Ich kann zur Reichweite keine seriösen Angaben machen, denn ich testete die Kopfhörer nicht mit Bluetooth 5.2. Ganz normal in einem Zimmer genutzt, ist die Reichweite … eben normal. Mein Gott, was soll man dazu sagen? Als ob ich die Quelle im Dachboden stehen hätte, und dann in den Keller gehen würde. Das ist doch albern. Trotzdem habe ich es getestet: Mit Ach und Krach kommt man mit BT 5.0 durch eine Stahlbetondecke mit einer Fußbodenheizung. Mit jedem weiteren Meter gibt es dann aber auch schon Aussetzer.

Mit steigender Reichweite/Entfernung muss allerdings auch die Übertragungsleistung steigen, was die Akkulaufzeit negativ beeinflusst, das muss klar sein.

Bedienung

Die Bedienung funktioniert kapazitiv durch Antippen des rechten oder linken Ohrhörers:

  • 1-mal tippen: Play/Pause/Anruf annehmen/beenden
  • 2-mal tippen rechts: nächster Song/Video
  • 2-mal tippen links: vorheriger Song/Video
  • 3-mal tippen rechts: lauter
  • 3-mal tippen links: leiser

Das funktioniert an allen Geräten und in allen Apps/Programmen.

Telefonieren

Das habe ich nicht getestet. Aber ich habe das Mikrofon getestet und das hört sich an wie das aus dem Smartphone. Die Sprachverständlichkeit haben die Kopfhörer beweisen, folglich sollte auch die Telefonfunktion zur absoluten Zufriedenheit funktionieren. Ich werde die Dinger auf jeden Fall bei der nächsten Tour mit dem Twizy dabeihaben und kann dann unter sehr erschwerten Bedingungen berichten. 🙂

Komfort

Es werden Ohrmuscheln in S, M und L mitgeliefert. Bei meinen vorherigen In-Ears passten mir immer die vorinstallierten M. Nur hier wechselte ich auf S, denn nach einiger Zeit verspürte ich mit M doch … keinen Schmerz, nur ein unangenehmes Drücken an einer Stelle im Gehörgang. Würde ich mit den Kopfhörern laufen wollen, würde ich trotzdem M bevorzugen, da die Ohrhörer damit doch etwas fester im Ohr sitzen. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Negatives

Der linke Ohrhörer fiel einfach so aus der Box. Da scheint man einen der Haltemagnete vergessen zu haben, die die Ohrhörer fest im Etui halten. Eine kurze Mail an den Verkäufer und ich hatte drei Tage später einen Ersatz im Briefkasten.

Funktioniert der korrekt? Ich weiß es nicht, denn der liegt hier noch original verschweißt in der Schublade. Der fehlende Magnet ist für mich unwichtig, denn das Etui hat ohnehin einen magnetischen Verschluss, der so stark ist, dass der Deckel die Ohrhörer auch ohne extra Magnet fest an die Ladekontakte drückt.

Wenn ich mal eine Bootsfahrt mache, bei der ich unbedingt Musik hören müsste, würde ich mich vermutlich schon über zwei magnetisch im Etui gehaltene Ohrhörer freuen.

Fazit

Haben die Dinger taug? Würde ich die weiterempfehlen?

Ja, und ja. Und in Anbetracht des Preises sind die Dinger ohnehin absolute No-Brainer. Man kann beim Kauf nichts falsch machen!
Hallo? 22 EUR! Alter! Für den Kurs bekommt man nicht einmal gescheite schnurgebundene Kopfhörer. 🙂

Über den Autor

Hessi

Michael "Hessi" Heßburg ist ein ehemaliger Informatiker mit langjähriger Erfahrung und ein vielseitiger Technik-Enthusiast mit Interessen in Haus & Garten, Hausrenovierung, IT, 3D-Druck, Retrocomputing und Autoreparatur. Darüber hinaus beschäftigt er sich auf seiner Website mit gesellschaftspolitischen Themen wie Datenschutz und Überwachung. Hessi betreibt diese Website seit über 25 Jahren und ist seit 20 Jahren freiberuflicher Autor. In seinem Blog teilt er fundierte Einblicke und praktische Tipps, um seine Leser bei ihren Projekten und Hobbys zu unterstützen. Hessi legt großen Wert darauf, dass seine Themen sorgfältig recherchiert und auch für Laien verständlich aufbereitet sind.

2 Gedanken zu „True Wireless In-Ear-Kopfhörer für 22 EUR getestet“

  1. Hab mir die Dinger gerade mal kommen lassen, bin gespannt. Momentan gibt’s die für 17€ in schwarz, in diesem schäbigen rosé sogar für 11€, wenn man die Coupons dazuklickt. Ich bin dann aber eher Team schwarz =)

    Antworten
    • Für den Kurs ein absoluter Nobrainer. Benutze meine schäbigrosanen fast jeden Tag. Bin immer noch sehr zufrieden damit. Der Sohn meiner Frau hat die sich in weiß gegönnt, weil er seine Xiaomis irgendwo verloren hat.

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