Der pas­sen­de PC

Lese­dau­er 13 Minu­ten

Seit mehr als zwan­zig Jah­ren quält mich die c’t mit der jähr­lich im Novem­ber wie­der­keh­ren­den Arti­kel­se­rie „Der opti­ma­le PC”. Das hat mich noch nie inter­es­siert und wird mich auch nicht inter­es­sie­ren, denn vor den Fei­er­ta­gen habe ich ande­res im Kopf als einen PC zusammenzubasteln.

Trotz­dem: Auch mich fra­gen die Leu­te immer wie­der, wel­chen PC sie sich zusam­men­stel­len sol­len. Die o.a. Arti­kel­se­rie schlägt ver­schie­de­ne Sys­te­me für die ver­schie­de­nen Ansprü­che vor. Meis­tens mit exak­ter Produktbezeichnung.

Ich mache das nicht.

Hier gibt es mal wie­der Hil­fe zur Selbst­hil­fe, denn wer will denn bit­te­schön immer bis zum Novem­ber war­ten, um sich einen PC nach dem Vor­schlag der (von mir sehr ver­ehr­ten) Hei­se-Redak­teu­re zu bau­en? Ich habe auch gar nicht die Zeit und auch nicht im Ansatz den Bock, jeden Monat einen neu­en Bau­vor­schlag zu erstellen.

War­um ver­traue ich so oft Geiz­hals in die­sem Artikel?
Nein, Geiz ist nicht geil! Defi­ni­tiv nicht! Aber bei Geiz­hals gibt es einen guten Marktüberblick.

Wo kau­fen?

Kauft am Ende bit­te beim Händ­ler vor Ort oder bei den gro­ßen deut­schen Ver­sen­dern oder klei­ne­ren Fach­händ­lern wie:
Alter­na­te
Case­king
Com­pu­ter­uni­ver­se
CTN​-Sys​te​me​.de
Pol­lin
Rei­chelt

Für die ganz Eili­gen, die ger­ne direkt auf Links klicken:
Pas­sen­des Pro­dukt durch Fil­tern finden:
Geiz​hals​.de

Kom­po­nen­ten in der Leis­tung vergleichen:
User​bench​mark​.com

Gra­fik­kar­ten in der Leis­tung vergleichen:
Gra­fik­kar­ten­rang­lis­te

Passt die Hard­ware von der Leis­tung zusammen?
Bot­t­len­eck Calculator

Pas­sen­des Netz­teil für den PC finden:
Netz​teil​rech​ner​.de

Pas­sen­de Hartd­wa­re für einen Hack­in­tosh finden:
Tony-MacX86-Buy­ers-Gui­de

 

Fan­gen wir mit dem Pro­dukt an, das Euch am längs­ten beglei­ten wird:

Das Gehäu­se!

Cor­sair Car­bi­de Seri­es Air 240

 

Das Main­board

Es gibt ver­schie­de­ne Grö­ßen der Haupt­pla­ti­ne eines Com­pu­ters. Ich unter­schei­de hier nur die drei wichtigsten:
ATX für nor­ma­le (Tower)-PCs, die i.d.R. unter dem Schreib­tisch stehen
Micro-ATX (mATX) für Mini-Tower u.ä., die z.B. noch gera­de so auf den Schreib­tisch passen
Mini-ITX für wirk­lich schreib­tisch­taug­li­che PCs

Wie belie­ben? Ja, es gibt noch vie­le ande­re, von denen nur noch die win­zi­gen Intel NUCs halb­wegs inter­es­sant sind, aber auch nur, wenn man zu viel Geld für zu wenig Leis­tung aus­ge­ben will. Ein NUC ist eher leis­tungs­mä­ßig mit einem Note­book als mit einem PC zu ver­glei­chen. Allei­ne das (so gut wie nicht vor­han­de­ne) Kühl­sys­tem steht einer hohen Leis­tung im Weg.

Und, ja, klar, die PC Her­stel­len bie­ten noch SFF (Smal Form Fac­tor) und USFF (Ultra…) an. Aber da dort nicht ein­mal das Netz­teil, geschwei­ge denn das Board­for­mat irgend­wel­chen Stan­dards ent­spricht, man also den Rech­ner schlecht auf­rüs­ten kann, fal­len die hier raus.

Über­legt also, was Ihr haben wollt. In der Regel gilt: „Je klei­ner, des­to teurer.”

Muss ein Gehäu­se teu­er sein? Nein, es reicht auch voll­kom­men eines für unter 20 Euro. Die ent­spre­chen in der Ver­ar­bei­tung, im Design, der Raf­fi­nes­se und der Hap­tik selbst­ver­ständ­lich nicht guten Gehäu­sen, die ab rund 80 Euro anfan­gen. Nach oben gibt es kei­ne Grenzen.

Wo bekommt Ihr PC-Gehäuse?
Preis­such­ma­schi­ne Geiz​hals​.de
Case​king​.de
Pol​lin​.de

Corsair Air 240
Netz­teil von be quiet im Air 240

AT-Netz­teil ab anno 1987Das Ding, was Euch am zweit­längs­ten beglei­ten wird ist…

Das Netz­teil

Hier kann man spa­ren, soll­te es aber nicht tun. Das ist so wie mit bil­li­gen Rei­fen. So ein Rei­fen ist alles, was zwi­schen Euch, der Stra­ße und dem Baum am Stra­ßen­rand steht. Ver­sagt er, wird es teu­er und gefähr­lich. Ich habe schon sehr vie­le Rech­ner gebaut und sehr vie­le Rech­ner in den Fir­men als Admin und frü­her als POS-Tech­ni­ker betreut und dabei eini­ges erlebt. Ich bekom­me jetzt kein Geld für mei­ne Emp­feh­lung, aber ich sage ein­fach mal: Sea­so­nic baut die bes­ten Netz­tei­le, die man kau­fen kann. Die stel­len die Netz­tei­le für die gan­zen Gehäu­se­her­stel­ler her, die die dann umla­beln. Sea­so­nic wur­de 1975 gegrün­det und baut seit 1980 Netz­tei­le. Die wis­sen was sie machen.

ATX-Netz­tei­le unter­schei­den sich grund­sätz­lich in der Effek­ti­vi­tät bei gerin­ger Last (meist „bron­ze” oder „gold”) und in der Modularität.

Nicht modu­lar: Alle Kabel sind fest mit dem Netz­teil verbunden
Teil­mo­du­lar: Das Kabel zum Main­board ist fest mit dem Netz­teil ver­bun­den, alle ande­ren (SATA, PCI‑e) kön­nen nach Bedarf ein­zeln ange­schlos­sen werden.
Voll­mo­du­lar: Alle Kabel kön­nen nach Bedarf am Netz­teil ange­schlos­sen werden.

Wie viel Watt braucht Euer Netzteil?
Kal­ku­la­tor von Seasonic
Kal­ku­la­tor von Netz​teil​rech​ner​.de

Bezugs­quel­len:
Preis­such­ma­schi­ne Geiz​hals​.de: Seasonic-Netzteile

Zum Moni­tor:

5″-Monitor im Com­mo­do­re SX64 anno 1983

Was guckst Du?

Der Moni­tor

Auch der Moni­tor soll­te Euch vie­le Jah­re beglei­ten. Nach­dem in den letz­ten Jah­ren die Qua­li­tät und Halt­bar­keit von tech­ni­schen Gerä­ten immer wei­ter abge­nom­men hat, habe ich mir nun einen 28″ 4K-Moni­tor von Swe­dx gekauft. Die Schwe­den haben ein Gesetz gegen geplan­te Obso­le­s­zenz und so hof­fe ich, dass mir der Moni­tor län­ger als mein LG erhal­ten bleibt.

Als Stan­dard für Gamer hat sich AMDs Free­Sync (Adap­ti­ve Sync) auch für Kar­ten von Nvi­dia eta­bliert. Dadurch wird bei schnel­len Quer­be­we­gun­gen das Bild nicht mehr „zer­ris­sen”.

Grob lässt sich sagen: je höher die Auf­lö­sung, des­to schär­fer das Bild. Eine 4K-Auf­lö­sung wird zwar nie­mand direkt auf einem 28″-Monitor benut­zen, aber die Betriebs­sys­te­me erken­nen sol­che „Ultra-Auf­lö­sun­gen” und stel­len die Schrift ent­spre­chend grö­ßer dar, wobei der User die Schrift­grö­ße je nach Belie­ben wäh­len kann, ohne dass die Schrift durch Inter­po­lie­rung unscharft wird.

Auf der ande­ren Sei­te habe ich schon das Ange­bot für einen 42″ FullHD-„Monitor” gese­hen, der für einen Schreib­tisch sicher zu groß ist und viel zu grob auf­löst. Die Schrift kann man hier natür­lich nicht ohne Schär­fe­ver­lust klei­ner machen.

In der Regel greift man zu Moni­to­ren ab einer Grö­ße von 24″.

IPS/​VA, etc? Die Unter­schie­de ver­schwim­men immer mehr. IPS hat zwar immer noch ten­den­zi­ell das bes­te Bild (Farben/​Blickwinkel), aber die Reak­ti­ons­zeit (wich­tig bei Spie­len) ist meis­tens etwas lang­sa­mer. Das heißt aber nicht, dass die nicht zum zocken geeig­net wären.

DVI/​HDMI/​DP? Der Dis­play­po­rt wird sich wohl durch­set­zen, HDMI bleibt wei­ter bestehen, DVI stirbt aus. Gamer mit Moni­to­ren über 120 Hz und auch Auf­lö­sun­gen über 4K brau­chen DP 1.4, Moni­to­re mit bis zu 4K benö­ti­gen eben­falls DP (1.2 reicht) , bzw. HDMI 2.0. Gra­fik­kar­ten, Kabel und Moni­tor müs­sen die­sen Stan­dards entsprechen.

Noch ein Wort zur Bild­qua­li­tät. Die meis­ten von Euch fin­den das Bild eines farb­ka­li­brier­ten Moni­tors zu hell und blass. Die Fern­seh­her­stel­ler mit ihren blöd­sin­ni­gen „Bild­op­ti­mie­run­gen” (gaaa­anz schlimm: 100 Hz!) haben die Seh­ge­wohn­hei­ten der Men­schen gründ­lich versaut.
Eben sowe­nig erschließt sich mir der Sinn von krum­men („Cur­ved”) Moni­to­ren. Man biegt einen 16:9‑Monitor also solan­ge, bis er in der Front­sicht wie ein 4.3‑Monitor aus­sieht und Krei­se im Rand­be­reich zu Ova­len wer­den. Klingt total logisch. Ist eher was für Poser als für Leu­te, die damit arbei­ten müssen.

Zur CPU:

intel 8088 cpu
CPU Intel 8088, 1979

Das Wich­tigs­te in einem Rech­ner ist…

Die CPU

Ob AMD oder Intel ist dabei wurscht, solan­ge Ihr kei­nen Hack­in­tosh auf­bau­en wollt. Da Apple kei­ne CPUs von AMD nutzt, ist es für macOS bes­ser, wenn Ihr zu einer Intel-CPU ab i3 greift.

Zwi­schen AMD und Intel gab es schon immer ein Ren­nen. AMD trieb Intel immer vor sich her. Die Kali­fo­nier führ­ten zuerst die Out-of-Order-Exe­cu­ti­on und Spe­cu­la­ti­ve Exe­cu­ti­on ein, durch­bra­chen zuerst die 1 GHz-Schall­mau­er, imple­men­tier­ten als Ers­te den Spei­cher­con­trol­ler in die CPU, schaff­ten den FSB ab, setz­ten die Stan­dards für 64-Bit und brach­ten Pro­zes­so­ren mit leis­tungs­fä­hi­gen Gra­fik­ein­hei­ten heraus.

Aktu­ell… nein gene­rell bekommt man bei AMD das bes­te Preis-Leistungsverhältnis.

Bei CPUs gilt: eine auf dem Papier dop­pelt so schnel­le CPU fühlt sich nur etwas schnel­ler an. Bei Arbei­ten wie 4K-Video-Schnitt sieht das natür­lich anders aus. Ich per­sön­lich wür­de kei­ne CPU mit weni­ger als vier Ker­nen /​ vier Threads mehr kau­fen, wenn man mehr als Office und You­tube im Sinn hat.

Es wur­de schon immer ver­sucht, die Leis­tung einer CPU in Bench­marks zu bestim­men. Dabei gibt es teils gro­ße Unter­schie­de in den Ergebnissen.
Lis­te nach User­be­wer­tung und Bench­mark von Userbenchmark
Lis­te von Passmark
Lis­te von UL Benchmarks

Gamer ste­cken das Geld aber bes­ser in eine bes­se­re Gra­fik­kar­te, als für 10% mehr CPU-Leis­tung 100% Auf­preis zu bezahlen.

Kau­fen:
Intel-CPUs bei Geiz​hals​.de
AMD-CPUs bei Geiz​hals​.de

Und noch ein alter Witz zur Auflockerung:
Intel trat im Bench­mark gegen AMD an:
AMD beleg­te einen her­ovrra­gen­den zwei­ten Platz, wohin­ge­gen Intel nur ent­täu­schend Vor­let­zer wurde.

Zum CPU-Küh­ler:

„Red Coo­ler” für AMD Ath­lon anno 2001

Küh­len Kopf bewah­ren mit…

Der Kühl­kör­per

Oft­mals kom­men CPUs mit einem Kühl­kör­per in der Ver­pa­ckung daher. Dies nennt man meis­tens „boxed”. Dage­gen ist auch erst­mal nichts ein­zu­wen­den. Die Küh­ler machen die Arbeit leid­lich gut, sind leicht zu mon­tie­ren, wer­den aber i.d.R. unter Vollast sehr laut.
Es gibt so vie­le Pro­zes­sor­küh­ler, dass man hier kei­nen direkt emp­feh­len kann. Er muss halt auf die CPU, bzw. den Sockel und in das Gehäu­se pas­sen. Je grö­ßer und je mehr Pipes (Wär­me­leit­röhr­chen) das Ding hat, des­to bes­ser ist es in der Regel. Akzep­ta­ble Küh­ler bekommt man ab… pffff… 25 Euro, sage ich mal. Nach oben gibt es kei­ner­lei Gren­zen. Abso­lut keinerlei.
Die rich­ti­ge Wär­me­leit­pas­te ist wichtig!
Dein Ernst? ROFL. Ja, klar, das ist eine Reli­gi­ons­fra­ge. Kennt man sonst aus dem Hifi-Bereich. Sauer­stoff­ar­me Kabel, vom Papst per­sön­lich geseg­net. Schon recht. Kauf Dir ein­fach eine Mar­ken­wär­me­leit­pas­te für fünf Euro und gut ist.
Was­ser oder Luft?
Ach je… also… lei­ser ist eine Was­ser­küh­lung auf kei­nen Fall. Aber eine gute Was­ser­küh­lung kann die CPU küh­ler hal­ten und die Abwär­me bes­ser aus dem Sys­tem abfüh­ren. AIO oder lie­ber sel­ber bau­en? Wenn Du Dir die­se Fra­ge stellst, ist die­ser Arti­kel sowie­so nichts für Dich.
Rein optisch ist die Was­ser­küh­lung in der Regel anspre­chen­der als ein rie­si­ger Klotz mit Lüf­tern mit­ten im PC. Aber wehe, die Pum­pe geht kaputt oder sie ver­liert gar das Was­ser! Wäh­rend ein Metall­klotz mit ste­hen­den Lüf­tern noch die Wär­me mit­hil­fe der Gehäu­se­lüf­ter abfüh­ren kann, wird bei einer ste­hen­den Was­ser­küh­lung die CPU bei der kleins­ten Last gna­den­los her­un­ter­ge­tak­tet. Eine AIO-Was­ser­küh­lung muss kom­plett ersetzt wer­den, bei einem Luft­küh­ler meist nur der Lüfter.

Zum RAM:

Haupt­spei­cher anno 1994: PS/​2‑SIMM

Hub­raum ist durch nichts zu erset­zen, außer durch…

Das RAM

Je mehr, des­to bes­ser. Acht GB müs­sen es auch für einen Brow­ser mit prall gefüll­ter Tab-Leis­te und dem neben­her geöff­ne­ten Mail­pro­gramm sein. Mit 16 Giga­byte kann man sehr gut arbei­ten und spie­len, mit 32 GB muss man sich kaum noch um wei­te­re offe­ne Pro­gram­me Gedan­ken machen, auch wenn man gera­de den vier Stun­den Urlaubs­film schneidet.
Die Geschwin­dig­keit? Oh bit­te… klar, wenn Du Bench­marks fah­ren willst, dann ach­te halt dar­auf. Aber hier ist Mas­se wich­ti­ger als Geschwin­dig­keit, um ein schnel­les Sys­tem zu haben.
Muss RAM einen guten Küh­ler haben? Ein­fa­che Ant­wort: Nein. Punkt. Aus. NEIN.

Zur Gra­fik­kar­te:

Bild von alexramos10 auf Pixabay: ATI Rage Pro Tur­bo anno 1998

Alles so schön bunt hier!

Die Gra­fik­kar­te

Wenn Du nur Brie­fe schreibst, im Inter­net surfst und Po… Vide­os schaust, viel­leicht mal älte­res Spiel spie­len willst, dann brauchst Du Dir kei­ner­lei Gedan­ken um eine dedi­zier­te Gra­fik­kar­te zu machen. Das ist Geld- und Ener­gie­ver­schwen­dung. Grei­fe bit­te zu einer CPU mit inte­grier­ter Grafik.
Bist Du Gele­gen­he­ist­zo­cker und Dir reicht eine FullHD-Auf­lö­sung? Du hast kei­nen 4K-Moni­tor? Dann reicht Dir eine Ein­stei­ger- oder Unte­re-Mit­tel­klas­sen-Gra­fik­kar­te bis um die 150 Euro.
Du zockst ger­ne? Dann musst Du schon min­des­tens das Dop­pel­te für eine Mit­tel­klas­sen­gra­fik­kar­te ausgeben.
Du bist Pro­Ga­mer? Dann fra­ge doch mal die Oma, ob sie Dir zu Weih­nach­ten eine Gra­fik­kar­te der 900-Euro-Klas­se kauft, mit der Du auf dem Schul­hof ange­ben kannst – und die in einem hal­ben Jahr 500 Euro bil­li­ger ist. Muss Dich nicht küm­mern, war ja nicht Dein Geld.
Wer kauft aber dann bil­li­ge Gra­fik­kar­ten? Die wer­den meis­tens für das Auf­rüs­ten von älte­ren PC mit schwa­cher Gra­fik­lö­sung gekauft. Okay, es gibt auch aktu­el­le CPUs ohne inte­grier­te Grafiklösung.
AMD oder Nvi­dia? Der ist völ­lig Lat­te – außer für Fanboys.
Wie viel RAM? Bis FHD rei­chen 4 GB i.d.R. aus.

Leis­tungs­auf­nah­me:
Beim Auf­rüs­ten unbe­dingt dar­auf ach­ten, dass Euer Netz­teil die pas­sen­den Strom­an­schlüs­se für die gewünsch­te Gra­fik­kar­te bereitstellt.
Bis 75 Watt kön­nen Gra­fik­kar­ten über das Main­board ohne sepa­ra­tes Kabel ver­sorgt werden.
Zwi­schen 75 und 150 Watt Leis­tungs­auf­nah­me benö­tigt man min­des­tens ein 6‑poliges Kabel.
Bis 225 Watt benö­tigt man zwei 6‑polige Anschlüsse.
Dar­über (bis zu 375 Watt) müs­sen es schon zwei 8‑polige Kabel sein.
Tja, aber das steht in der Beschrei­bung der Gra­fik­kar­te, die Ihr Euch aussucht.
Denkt dar­an, dass das Netz­teil auch alle ande­ren Kom­po­nen­ten mit Strom ver­sor­gen muss und des­we­gen aus­rei­chend (bes­ser: pas­send!) dimen­sio­niert wer­den sollte.

Anschlüs­se auf dem Mainboard:
Gra­fik­kar­ten haben in der Regel einen PCI‑e x16 Anschluss zum Main­board hin. Aktu­ell ist Ver­si­on 6.0 des PCI-Express-Bus­ses, aber alle zwei Jah­re kommt eine neue Ver­si­on her­aus. Eine neue Gra­fik­kar­te wird zwar in einem alten Sys­tem funk­tio­nie­ren, aber dort ggf. nicht die Leis­tung brin­gen, die sie könnte.

Moni­tor­an­schluss:
Heu­ti­ge Moni­to­re haben i.d.R. einen Dis­play­po­rt­an­schluss (DP), aber HDMI soll­te es min­des­tens sein. Ist der Moni­tor älter, dann ach­tet dar­auf, dass Ihr das pas­sen­de Kabel zwi­schen Gra­fik­kar­te und Moni­tor kauft.

Für FullHD benö­tigt man min­des­tens einen HDMI-Anschluß, für 4K einen HDMI-Anschluss der Ver­si­on 2.0. Für 8k muss es Ver­si­on 2.1 sein.

Zukunftsi­che­rer und leis­tungs­fä­hi­ger ist der Displayport.
Ver­si­on 1.2: 4K Auflösung
Ver­si­on 1.3: 8K Auflösung
Ver­si­on 1.4: HDR (grö­ße­rer Farbumfang)
Ver­si­on 2.0: HDR auch bei 8K-Auflösung

Alle die­se Kabel gibt es in den ver­schie­dens­ten Grö­ßen: Nor­mal, Mini und Micro. Aber auch da gibt es noch sicher wei­te­re exo­ti­sche Anschlüsse.

Ja, es gibt Adap­ter auf alles mög­li­che. DP zu HDMI und umge­kehrt oder zu USB‑C oder Thun­der­bolt. Gibt wohl nichts, was es nicht gibt. Aber: Ist ein Adap­ter nicht zwin­gend nötig, soll­te man dar­auf ver­zich­ten und sich ein pas­sen­des Kabel kaufen.

Ori­en­tie­rung:
Gra­fik­kar­ten­rang­lis­te bei PC-Erfahrung
Bench­mark­lis­te und User­be­wer­tung bei Userbenchmark

Kau­fen:
PCI‑e Gra­fik­kar­ten bei Geiz​hals​.de

Zur SSD:

hdd open
Offe­ne Fest­plat­te mit 120 GB anno 2003

Schnell, schnel­ler…

Die SSD

Das Betriebs­sys­tem gehört auf jeden Fall auf eine schnel­le SSD. Sel­ten benö­tig­te Daten oder die Bil­der- und Video­samm­lung kann man auch pro­blem­los auf eine Fest­plat­te packen.
M.2‑SSD oder SATA-SSD?
Für den Haus­ge­brauch ist eine SATA-SSD aus­rei­chend. Baust Du ein sehr schnel­les Sys­tem auf, grei­fe unbe­dingt zur M.2‑SSD, die ist i.d.R. um eini­ges flot­ter. Aller­dings muss auch Dein Main­board einen M.2‑Schnittstelle haben.
Hat es nicht? Ich kann Dir hel­fen —> NVMe-Sata-SSD in PCI-E-Slot
Bench­marks? Ach ja, komm, lass ste­cken. Je teu­rer, des­to schnel­ler und oft auch halt­ba­rer. Ganz bil­li­ge SSD von dubio­sen Her­stel­lern sind vor allem eines: scheiße.
Mei­ne Emp­feh­lung: MX-Serie von Cru­cial. Preis­wert, flott und unproblematisch.

Bezugs­quel­len:
SSDs bei Geiz​hals​.de
SATA-Fest­plat­ten bei Geiz​hals​.de

Zum opti­schen Laufwerk:

cd drive
CD-RW-Lauf­werk anno 1998

Gucke­mal­schau.…

Das opti­sche Laufwerk

DVD oder Blu­ray? Ist total egal! Benutzt kei­ne Sau mehr. Selbst die 10-Euro-Spie­le vom Grab­bel­tisch haben im inne­ren meist einen Key mit dem ihr das Spiel laden könnt.
Habt Ihr noch alte Medi­en? Kauft Euch ein opti­sches USB-Lauf­werk. Das liegt zu 99,9% der Zeit dann sowie­so nur in der Schublade.

Zum Main­board:

Bild von Sven W. auf Pixabay Intel Pen­ti­um 4‑Mainboard aus Aldi-PC

Hält alles zusammen…

Das Main­board

Ihr habt Euch das Gehäu­se aus­ge­sucht, die CPU und den Haupt­spei­cher? Pri­ma, dar­aus erge­ben sich die Anfor­de­run­gen an das Main­board. Sucht Euch bei Geiz­hals die pas­sen­den Fil­ter raus und dann erhal­tet Ihr Vor­schlä­ge für Main­boards. Vie­le unter­schei­den sich dann noch in der Aus­stat­tung. Anzahl der SATA- und USBPorts, Mög­lich­kei­ten zum Über­tak­ten oder Anschlüs­se für RGB-LEDs in Lüf­tern oder gar auf dem RAM.
Emp­feh­lung? Da es Abit nicht mehr gibt, ist es wurscht, was Ihr kauft. Ich hat­te schon jeden Her­stel­ler und alle waren auf ihre Art gut.
Ein­zig für einen Hack­in­tosh soll­te Ihr vor­her nach geeig­ne­ten Main­boards googlen.

Pas­sen­des Main­board bei Geiz­hals auswählen

Zur Tas­ta­tur:

Klip­per­dik­lap­per­di!

Gum­mi­tas­ta­tur des VTech Laser VZ-200 anno 1995

Die Tas­ta­tur

Akzep­ta­ble Tas­ta­tu­ren gibt es ab 20 Euro von Cher­ry oder Logi­tech. Zum Schrei­ben kann man die benut­zen, zum Spie­len eher weni­ger. Oft erken­nen Tas­ta­tu­ren mit Mem­bran-Schal­tern nicht gleich­zei­tig gedrück­te Tasten.
Gute mecha­ni­sche Tas­ta­tu­ren gibt es z.B. von Shar­ko­on für ab den ca. drei­fa­chen Preis.
Rot, blau, braun? Alles so bunt hier!
Mecha­ni­sche Tas­ta­tu­ren gibt es mit Schal­tern ver­schie­de­ner Her­stel­ler. Die meis­ten davon sind von Cher­ry kop… mit Cher­ry kom­pa­ti­bel und ver­wen­den das glei­che Farbschema.

Blaue Schal­ter:
Für Viel­schrei­ber und Gamer geeignet.
Spür­ba­rer Auslösepunkt.
Hör­ba­rer, eher lei­ser Klick.
Aus­lö­sung auf hal­bem Weg.
Benö­tig­te Kraft: mittel
In Deutsch­land der meist ver­wen­de­te Schalter

Brau­ne Schalter:
Viel Viel­schrei­ber geeignet.
Spür­ba­rer Auslösepunkt.
Kein Klick.
Aus­lö­sung auf hal­bem Weg.
Benö­tig­te Kraft: eher gering.

Rote Schal­ter
Für Gamer geeignet.
Kein spür­ba­rer Auslösepunkt.
Kein Klick.
Aus­lö­sung nach 2 mm (etwas weni­ger als hal­ber Weg)
Benö­tig­te Kraft: eher gering.

Schwar­ze Schalter
Der Klas­si­ker seit 1984
Für Spie­ler von Strategiespielen
Kein spür­ba­rer Auslösepunkt.
Kein Klick.
Aus­lö­se­weg: 2 mmm
Benö­tig­te Kraft: sehr hoch

Sil­ber­ne Schalter
Für prä­zi­se Schnell­schrei­ber und Gamer
Kein spür­ba­rer Auslösepunkt.
Kein Klick.
Aus­lö­sung nach nur 1,2 mm!
Benö­tig­te Kraft: sehr gering.

Es gibt drei ver­schie­de­ne Grö­ßen bei den Tastaturen:
Nor­mal: 105-Tas­ten mit Zehnerblock
TKL (Ten­key­yless) : ca. 80 bis 90 Tas­ten ohne Zehnerblock
60%: mit ca. 68 Tas­ten ohne Zeh­ner­block und Funktionstasten

Man unter­schei­det zwi­schen nor­ma­len Tas­ten­kap­pen und Chick­let-Tas­ten. Letz­te­re sind die ecki­gen, fla­chen, wie man sie bei Apple oder auch bei Note­books fin­det. Bis auf ganz weni­ge Aus­nah­men gibt es kei­ne mecha­ni­schen Chick­let-Tas­ta­tu­ren. Mecha­ni­sche Tas­ta­tu­ren sind immer wesent­lich höher als wel­che in Chicklet-Technik.

Dane­ben gibt es auch eini­ge „ergo­no­mi­sche” Tas­ta­tu­ren, die sind meist nach innen oder außen gewölbt und in der Mit­te geteilt. Muss man unbe­dingt vor­her ausprobieren.

Klar: ob mit oder ohne Kabel ist auch Geschmacks­sa­che… Zum Arbei­ten und Spie­len emp­feh­le ich aber unbe­dingt kabel­ge­bun­de­ne Tas­ta­tu­ren. Ein­fach schnur­lo­se Tas­ta­tu­ren haben oft einen (wenn auch geri­in­gen) Lag (eine Ver­zö­ge­rung), Bat­te­rien gehen zur Unzeit leer, man hat dann kei­ne im Hau­se und die Umwelt freut sich über Alt­bat­te­rien auch nicht gerade.

Bezugs­quel­len:
Tas­ta­tu­ren bei Geiz​hals​.de

Zur Maus:

microsoft maus
Micro­soft-Maus 5.0 (eigent­lich erst die zwei­te über­haupt) („grey eyed mou­se”) anno 1985

Roll­ku­gel­ein­ga­be­ge­rät? Nein, …

Die Maus

Man kann eine Reli­gi­on draus machen.
Eine Auf­lö­sung von 800, 1.000, 2.000, 5.000 oder 20.000 DPI?
Eine Pol­ling­ra­te von 500, 1.000 oder 4.000 Hz?
In der Regel nur für Pro­fi­spie­ler interessant.
Zusatz­tas­ten und ‑gewich­te? Alles Geschmacksache.
Nur zwei Din­ge sind wichtig:
Zum zocken nur schnur­ge­bun­de­ne Mäu­se benut­zen (es gibt aber auch eini­ge schnur­lo­se Mäu­se ohne Lag)
Nehmt eine Maus mit Laser.
Ich hat­te schon eini­ge High-Tech-Gaming-Mäu­se. Die haben mich von der Hap­tik oder Qua­li­tät nicht überzeugt.
Haupt­sa­che, die Maus passt gut in die Hand. Steu­ert man die Maus mit auf­ge­leg­ter Hand? Dann nehmt eine recht gro­ße Maus. Bewegt Ihr sie zwi­schen den auf­ge­leg­ten Fin­gern? Dann nehmt eine recht klei­ne Maus. Prak­tisch ist ein Schal­ter zum Wech­seln der DPI. Damit wird die Maus ent­we­der schnel­ler oder präziser.
Logi­tech oder Micro­soft stel­len soli­de Mäu­se mit guter Hap­tik her.
Gamer grei­fen zu Roc­cat oder Razor.

Bezugs­quel­len:
Mäu­se, kabel­ge­bun­den, bei Geiz​hals​.de

Passt die Hard­ware zuein­an­der? Zum Test:

Defek­tes AMD-Ath­lon-Main­board anno 2000

Schuf ich Fran­ken­steins Monster?

Passt alles zusammen?

Eine Fra­ge, die gan­ze Foren füllt und die immer sub­jek­tiv beant­wor­tet wird.
Meist hat man nur ein beschränk­tes Bud­get für den Rech­ner zur Verfügung.
So in etwa hat man eine Vor­stel­lung davon, was man mit dem Gerät machen will.
Es hapert oft­mals dar­an, dass man nicht so genau weiß, ob die eine CPU oder Gra­fik­kar­te wie viel schnel­ler ist als die andere.
Eine gut Ver­gleichs­mög­lich­keit bie­tet die Site
User­bench­mark.
Dort kann man die Kom­po­nen­ten gegen­ein­an­der antre­ten las­sen. Die Ergeb­nis­se sind natür­lich nicht Got­tes Wort und schwach­sin­ni­ger Wei­se fließt dort die Markt­durch­drin­gung mit ein. Auch die User haben ein Wört­chen mit­zu­re­den Trotz­dem kann man einen Ten­denz dort aus­ma­chen, wenn man nur auf die rei­nen Bench­marks (OC und Non-OC) achtet.

Bot­t­len­ecks?

Habt Ihr alles bei­sam­men? Pri­ma! Aber gibt es eine Kom­po­nen­te, die die ande­ren ausbremst?
Dann schaut beim Bot­t­len­eck-Cal­cu­la­tor vor­bei und prüft Euren Wunsch-PC auf Engpässe.

Zusam­men­bau

Du hast Sor­ge, dass Du den Rech­ner nicht zusam­men­bau­en kannst? Kei­ne Sor­ge, ich zei­ge Dir anhand eines Hack­in­toshs, wie das geht: Zusam­men­bau eines PCs.
Viel Spaß mit Dei­nem neu­en PC!

 

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