Meine Erfahrung mit ChargePoint

Fr├╝her waren die Schrecken aller Reisenden die Wegelagerer. Wer glaubt, dass man heute auf seiner Reise durch Deutschland nicht ausgeraubt werden kann, der kennt ChargePoint noch nicht.

Warum dieser Artikel?

Damit andere Kunden vorgewarnt sind, und nicht in die gleiche Falle wie ich tappen. Ich werde den Artikel aktualisieren, wenn sich etwas Neues ergibt. Dieser Bericht schildert, mit Belegen, meine Erfahrungen mit der Firma ChargePoint.

Ausgangssituation

Ich las auf mehreren Sites, wie toll ChargePoint sein solle. Mit dieser Karte k├Ânne man jede Lades├Ąule freischalten und zu g├╝nstigen Tarifen laden. Da eine physikalische Karte mit RFID-Chip die Vorteile hat, dass sie auch ohne Akku und mobilen Internetzugang funktioniert, orderte ich so eine Karte beim Anbieter.

Ich benutzte sie in der Vergangenheit bereits vier Mal:

  1. In Alsbach-H├Ąhnlein an der Lades├Ąule der GGEW am Autohaus Bayram f├╝r 7 Minuten als Test. 15. April 2022.
  2. In Pfungstadt an der Lades├Ąule der GGEW am Bahnhof f├╝r ca. eine Stunde. Wird in der App nicht aufgef├╝hrt.
  3. In Dieburg an einer Lades├Ąule der GGEW f├╝r 56 Minuten.
  4. In Bickenbach an der Lades├Ąule der GGEW am Bahnhof f├╝r ca. 1 Minute als Test.

 

Keiner dieser Ladevorg├Ąnge wurde mir jemals in Rechnung gestellt, die Vorg├Ąnge sind ausgegraut. Pfungstadt fehlt vollkommen.

nichtberechnet

Ich nahm also an, dass ChargePoint erst einmal Abrechnungen sammelt, da die Betr├Ąge einfach zu klein sind, um sie sofort in Rechnung zu stellen. Das ist ja nicht mein Problem. Ich tat bisher alles, um herauszufinden, wie hoch die tats├Ąchlichen Preise ├╝ber ChargePoint sind.

Aber es sollte noch mein Problem werden, denn ChargePoint bucht offenbar erst ab, wenn es sich so richtig lohnt. Oder wenn man weit genug von zu Hause entfernt ist, um via ChargePoint-Karte laden zu m├╝ssen. Stichwort: Ausnutzung einer Notlage.

Abgerippt

Nun gab also doch ein Problem. Auf meiner Fahrt von Seeheim-Jugenheim nach Herford zu einem Workshop kehrte ich in einem Caf├ę in Altenstadt ein. Ich hatte Empfang im Laden und bekam eine Mail von ChargePoint.

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10 Euro abgebay. Ja, das geht klar, ist eine Art PrePaid. Au├čerdem hatte ich schon in vier mal (s.o.) mit der Karte geladen. Alles gut.

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Beim n├Ąchsten Stopp in Echzell bekam ich eine weitere Mail:
20 Euro wurden abgebay. „Basierend auf dem k├╝rzlichen Verbrauch.“
Hmmm … das finde ich etwas ├╝bertrieben. Glauben die, ich w├╝rde nun jede Stunde laden? Rechnen die das auf eine ganze Woche hoch?

Naja, gut, was soll es, das wird sich einpendeln. Ich vertraute ChargePoint in dieser Hinsicht.

Im Ort M├╝cke kehrte ich mittags bei einem Griechen ein. Ich bestellte erst eine Apfelsaftschorle, denn ich hatte noch keinen Appetit.

Der verging mir f├╝r den Rest des Tages, als sich mein Telefon meldete:

Screenshot 2022 08 11 12 34 53 114 com.fsck .k9

70 EUR? Bitte was? Wof├╝r?
Ich schrieb eine Mail mit der Bitte um ├ťberpr├╝fung. Aber diese kam zur├╝ck.
Solche One-Way-Mail-Adressen sollten eigentlich mit „no-reply“ anfangen, aber gut, was soll es. Einmal mit Profis arbeiten …

Screenshot 2022 08 20 12 12 00 060 com.fsck .k9

Aber wer denkt, dass ChargePoint nun hinreichend Geld abgebay h├Ątte, der sei eines Besseren belehrt:

Screenshot 2022 08 20 12 11 32 310 com.fsck .k9

Weitere 30 EUR! Warum auch nicht? Wenn man gerade dabei ist …
Insgesamt buchte ChargePoint mir an diesem Tag 130 EUR ab.
F├╝r 7,597 kWh!
Das ist Wucher.
Punkt.

Grob ├╝berschlagen h├Ątte mich die gesamte Fahrt nach Herford mit ChargePoint rund 1.400 EUR gekostet.

Plakativere Darstellung

Sp├Ąter, als ich in Herford ankam, installierte ich die ChargePoint-App in der Hoffnung, mehr ├╝ber diese absurden Rechnungen herauszufinden.
Aber auch da fanden sich keinerlei erhellenden Informationen in der Auflistung der Abbuchungen.

Diesen Screenshot zeigte ich allen anwesenden E-Auto-Fahrern.
Ungl├Ąubige Gesichter.
Das h├Ątten sie noch nicht erlebt und das sei komplett absurd.

Dieses Bild sagt mehr als tausend Worte.

abgerippt

Ladestopps

An allen S├Ąulen konnte ich mittels des normalen Schuko-Steckers laden, den der Twizy besitzt, denn jede einzelne S├Ąule bot eine Schuko-Dose(!) an. Dass bei maximal 3,5 kWh Ladeleistung irgendwelche an der Haaren herbeigezogenen Minuten-Preise abgerechnet werden k├Ânnten, erwartet kein normaler Mensch. Das ist schlicht Wegelagerei durch ChargePoint.

Die sollen doch gerne auch f├╝r ihre aufwandsarme automatisierte Dienstleistung ein paar Cent verdienen, keine Frage! Die OVAG stellt 42 Cent pro kWh in Rechnung. Meinetwegen kann ChargePoint den Betrag verdoppeln und auch aufrunden, aber doch nicht Verdreissigfachen! Und das auch noch ohne jedwede Gegenleistung und damit ohne wirtschaftlich nachvollziehbare Grundlage. Das ist und bleibt Wucher unter Ausnutzung einer Notsituation.

Mittlerweile habe ich in einem Forum auch gegenteilige Meinungen lesen k├Ânnen. Vermutlich von Tesla-Fahrern, die mir bisher eigentlich sympathisch waren, aber wohl in v├Âllig anderen finanziellen Verh├Ąltnissen als die Masse von uns leben. Die glauben, man k├Ânne 130 EUR einfach als Lehrgeld ansehen und 50 Cent Parkgeb├╝hren seien auch irgendwie normal. Hallo? Relationen? F├╝r drei├čig EUR die Stunde h├Ątte ich mir einen Wachmann engagieren k├Ânnen, der sich w├Ąhrend des Ladevorganges neben mein Fahrzeug stellt und es bewacht.

Datum: 11.08.2022
Zeit: 08:22:11 bis 09:01:45 Uhr
Dauer: 02:18:55
Ort: Wiesenstra├če 9, Altenstadt, 63674, Germany
Anbieter: Oberhessische Versorgungsbetriebe AG
Karte: CNLC0000290XXXX
Energie: 1,257 kWh
Typ: Schuko-Dose
Kosten: 19,98 EUR
Preis pro KWh: 15,89 EUR
Kosten, die mir normalerweise (0,45 EUR/kWh) entstanden w├Ąren: 0,57 EUR
Zu viel erhobene Geb├╝hren: 19,41 EUR

Datum: 11.08.2022
Zeit: 09:26:27 bis 11:45:19 Uhr
Dauer: 02:18:55 h
Ort: Hauptstra├če 178, Echzell, 61209, Germany
Anbieter: Oberhessische Versorgungsbetriebe AG
Karte: CNLC0000290XXXX
Energie: 4,380 kWh
Typ: Schuko-Dose
Kosten: 69,69 EUR
Preis pro kWh: 15,91 EUR
Kosten, die mir normalerweise (0,45 EUR/kWh) entstanden w├Ąren: 1,97 EUR
Zu viel erhobene Geb├╝hren: 67,72 EUR

Datum: 11.08.2022
Zeit: 12:48:51 bis 13:50:02 Uhr
Dauer: 01:01:15 h
Ort: Rathausgasse 10, M├╝cke, 35325, Germany
Anbieter: Oberhessische Versorgungsbetriebe AG
Energie: 1,960 kWh
Typ: Schuko-Dose
Kosten: 30,73 EUR
Preis pro kWh: 15,68 EUR
Kosten, die mir normalerweise (0,45 EUR/kWh) entstanden w├Ąren: 0,88 EUR
Zu viel erhobene Geb├╝hren: 29,85 EUR

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Stellungnahme ChargePoint

Ich f├╝hrte mit den involvierten Firmen mehrere Gespr├Ąche, da anfangs nicht klar war, wer diese Parkgeb├╝hren erhebt. Ich rief sogar bei der Stadtverwaltung M├╝cke und beim Land Hessen (Strom bewegt) an.

Der (immer gleiche!) Mitarbeiter der Hotline der ChargePoint verweigerte mir am Ende das Gespr├Ąch mit seinem Vorgesetzten.
Der sei (Pause) nicht da und k├Ânne mich auch nicht zur├╝ckrufen.

Die Motivation des Mitarbeiters erschien mir als nicht vorhanden. Die Verbindung brach immer wieder ab und war durchsetzt von St├Ârger├Ąuschen.

Mir wurde mitgeteilt, dass die Rechnungen nur an mich weitergegeben w├╝rden und die „Parkgeb├╝hren“ von 50 Cent pro Minute (auf ├Âffentlichem Grund!) nicht von ChargePoint k├Ąmen. Ich solle mich an den Makler „ChargeCloud“ oder den Betreiber der Lades├Ąule (OVAG) wenden. Diese w├╝rden die Parkgeb├╝hren erheben.

Ich habe Bilder von allen Seiten der Lades├Ąule und des Displays gemacht. Dort werden keine „Parkgeb├╝hren“ ausgewiesen. Wie auch? Das ist ├Âffentlicher Grund! Aber vielleicht ist der Chef des ChargePoint-Mitarbeiters deutschlandweit unterwegs, um die Stellpl├Ątze zu fegen und Unkraut zu j├Ąten?

Stellungnahme OVAG

Der Betreiber der Lades├Ąulen, die OVAG, erhebt keine Parkgeb├╝hren.

Der mehrfache Kontakt war immer erfreulich und hilfreich. Die Mitarbeiter waren stark motiviert und die Verbindung glasklar.

Die OVAG ist massiv verstimmt und will weiter ├╝ber meinen Fall informiert werden, damit sie ggf. ChargePoint an ihren S├Ąulen sperren k├Ânnen.

Stellungnahme ChargeCloud

Der Makler, ChargeCloud, erhebt ebenfalls keine Parkgeb├╝hren.

Der mehrfache Kontakt war immer erfreulich und hilfreich. Die Mitarbeiter waren stark motiviert und die Verbindung glasklar. Der Fall wurde intern recherchiert, da man anfangs einen Abrechnungsfehler vermutete und ich wurde wie versprochen zur├╝ckgerufen.

Was ChargeCloud, der „Makler“, von ChargePoint, dem Kartenunternehmen h├Ąlt, gebe ich hier besser nicht wieder.

Wer rippte mich ab?

Ich pr├╝fte die Angaben von ChargePoint ganz einfach gegen, indem ich die App Mobility+ von EnBW benutzte, die ich augenscheinlich vor Monaten installierte und einrichtete, sie aber komplett vergessen hatte.

In M├╝cke lud ich mit dieser App nach einigem hin- und herlaufen ├╝ber den Platz, auf der Suche nach Empfang jenseits von Edge, weiter. Ich zahlte ausschlie├člich die Kosten von 0,45 Cent pro kWh und keinerlei Parkgeb├╝hren.

Also noch einmal zur Klarstellung: Ich lud mit der App eines zur OVAG im Prinzip in Konkurrenz stehenden Energie-Unternehmens ├╝ber dasselbe Roaming-Netzwerk wie ChargePoint auf, es wurden mir aber nur 45 Cent pro kWh in Rechnung gestellt? Die EnBW hat nicht einmal drei Cent Gewinn pro kWh gemacht? Das ist wirtschaftlich f├╝r die? Aber nicht f├╝r ChargePoint? Das ist f├╝r einen Endkunden nicht nachvollziehbar.

Dass man eine App in der hessischen Pampa mit wackligem Internet benutzen soll, obwohl das Unternehmen eine RFID-Karte ausgegeben hat und ich diese auch benutzte, ist nicht akzeptabel. Im Display wurden weder vor dem Ladevorgang, noch w├Ąhrenddessen wie auch immer geartete Geb├╝hren angezeigt. Somit k├Ânnen diese kein Vertragsbestandteil sein.

In den AGB wird nur schwammig von Geb├╝hren Dritter gesprochen, die angeblich weitergegeben werden k├Ânnen. Aber diese Geb├╝hren werden eben weder von der OVAG noch von ChargeCloud erhoben.

Also erhebt ChargePoint diese „Parkgeb├╝hren“ eigenm├Ąchtig, ohne weitere Nachweise, ordentlicher Rechnung und damit ohne vertragliche Grundlage, solange nicht eine ordentliche und detaillierte Rechnung ausgestellt wird.

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Rettung durch PayPal?

Zum Gl├╝ck habe ich PayPal als Zahlungsquelle angegeben. Zwar wurde meine Kreditkarte bereits belastet, aber PayPal hat telefonisch(!) den Fall aufgenommen und p├╝nktlich eine Woche sp├Ąter automatisch auf einen Antrag auf K├Ąuferschutz umgewandelt, da sich ChargePoint immer noch nicht meldete und eine detaillierte Rechnung pr├Ąsentieren konnte, aus der eindeutig hervorgeht, dass die Geb├╝hren nicht durch sie erhoben wurden. Bei PayPal wurde ich automatisch mit deren Vorgesetzten verbunden, die sich sehr viel Zeit nahmen, den Fall zu bearbeiten.

Gegenwehr

Ich kann in den AGB von ChargePoint keine Parkgeb├╝hren von 50 Cent entdecken. Aber selbst wenn w├╝rde hier definitiv ┬ž 305c (├ťberraschende und mehrdeutige Klauseln) und ┬ž 138 (Sittenwidriges Rechtsgesch├Ąft; Wucher) BGB greifen. Niemand erwartet 50 Cent Parkgeb├╝hren pro Minute, wenn er bereits kostenpflichtig l├Ądt. Aber bereits vorher k├Ânnen diese omin├Âsen 50 Cent pro Minute Ladezeit kein Vertragsbestandteil sein, weil sie nirgends ausgewiesen wurden.

Chargepoint
ChargePoint-Karte, deaktiviert

Die ChargePoint-Karte landete umgehend in der Mikrowelle, damit sie keinen Schaden mehr anrichten kann.

Ich habe bereits meine Rechtsschutzversicherung und einen Anwalt kontaktiert. Der Fall wird ├╝bernommen, wenn ich das Geld nicht ├╝ber PayPal zur├╝ckerhalte, da hier die „Parkgeb├╝hren“ eindeutig kein Vertragsbestandteil sind und auch nirgends ausgewiesen wurden. Somit kam kein wirksamer Vertrag zustande.

Bisher reichte es immer, wenn ich meine Rechtsschutzversicherung kontaktierte und um Unterst├╝tzung bat. Erfuhr dies die Gegenseite in ├Ąhnlichen F├Ąllen, so lenkte sie bisher immer ein. Mal sehen, wie dickfellig ChargePoint sein wird.

Sollte ChargePoint auf die Idee kommen, die geforderten Kosten nach der Erstattung durch PayPal eintreiben zu wollen, wird es wie folgt laufen:

  1. Ich sende ein Einwurfeinschreiben, in dem ich die Forderung bestreite und auf den Rechtsweg verweise.
  2. Sollten weitere Schreiben eintreffen, werden sich meine Rechtsschutzversicherung und mein Anwalt um alles Weitere k├╝mmern.
  3. ChargePoint erh├Ąlt von mir die ihnen zustehenden 3,42 Euro.
  4. Die Gerichtskosten werden von ChargePoint am Ende getragen werden m├╝ssen, da der Fall rechtlich eindeutig ist.

Parkgeb├╝hren?

Die OVAG, wie auch andere seri├Âse Anbieter, erheben eine Blockiergeb├╝hr, wenn man an der Lades├Ąule l├Ąnger als vier Stunden steht. Diese betr├Ągt 10 Cent die Minute und ist auf 12 EUR gesamt gedeckelt. Ich habe niemals mehr als zwei Stunden und achtzehn Minuten geladen.

Letztlich betr├Ągt der Preis pro kWh, den ChargePoint mir in Rechnung gestellt hat, ziemlich exakt das 33,33-Fache des markt├╝blichen Preises an deutschen Lades├Ąulen. Wenn das nicht sittenwidrig und unerwartet ist, was dann?

Fazit

Insgesamt wurden mir 130 EUR durch ChargePoint abgebay.
Die markt├╝blichen Kosten h├Ątten sich auf 3,42 EUR belaufen.
ChargePoint hat folglich 126,58 EUR zu viel eingezogen, bzw. 121,58 EUR, wenn man den Mindestpuffer von 5 EUR ber├╝cksichtigt.

Zusammenfassung

Mein Beitrag

  • AGB gelesen, keine Preise aufgef├╝hrt
  • Testladungen durchgef├╝hrt, viermal, keine Abbuchungen
  • Keine Hinweise auf Parkgeb├╝hren oder Zeittarife auf den Lades├Ąulen oder in den Displays
  • Erste Lades├Ąule auf der Reise hatte kein Internet = keine App m├Âglich
  • Benutzte in der Folge die RFID-Karte
  • Benutzte nur die einfachen Schuko-Dosen der Ladestationen, da erwartet man keine hohen Kosten

Gesch├Ąftsgebaren ChargePoint mir gegen├╝ber

  • Mitarbeiter kann keine Ausk├╝nfte zur Kostenaufschl├╝sselung geben
  • Mitarbeiter nennt aber Parkgeb├╝hren von 50 Cent pro Minute, die durch Dritte entst├╝nden
  • Angebliche Geb├╝hren Dritter w├╝rden nur durchgereicht, aber …
  • … OVAG erhebt keine Parkgeb├╝hren
  • … ChargeCloud erhebt keine Parkgeb├╝hren
  • …┬á es gibt erst nach vier Stunden Blockiergeb├╝hren, die aber auf maximal 12 EUR gedeckelt sind
  • Kunde soll selbst bei den involvierten Unternehmen recherchieren, obwohl mit diesen kein Vertragsverh├Ąltnis besteht
  • Mitarbeiter verweigert Gespr├Ąch mit Vorgesetzten
  • Unerwartet: Bei Kartennutzung k├Ânnen unerwartet enorm hohe Kosten entstehen
  • Intransparent: Die Kosten werden in der Folge weder in der App, noch im Webportal aufgeschl├╝sselt
  • Wucher: Nicht nachvollziehbare, ├╝berraschende und marktun├╝bliche Preisgestaltung (der 33-fache Preis)
  • Ausnutzung einer Notsituation: hohe Kosten wurden erst weit von der Heimatanschrift erhoben
  • Gegencheck: Anderer Anbieter ruft nur 45 Cent pro kWh ohne „Parkgeb├╝rhen“ auf
  • Keine bessere Gegenleistung: gleiche Dienstleistung f├╝r den Endkunden wie Mitbewerber, nur 33x teurer
  • So wurden aus markt├╝blichen 3,42 EUR wundersamer Weise 126,58 EUR
  • Man kann kein Angebot annehmen, dessen Kosten man nicht kennt. Geb├╝hren sind somit vermutlich unwirksam
  • Hat man mit der RFID-Karte geladen, ist die Rechnung vermutlich anfechtbar
  • ChargePoint ist Kundenbindung mMn v├Âllig egal, es geht augenscheinlich nur um das schnelle Geld

Wie ging es weiter mit der Fahrt?

Screenshot 2022 08 19 15 31 50 869 com.enbw .ev
So sehen normale Betr├Ąge aus

14,87 EUR zahlte ich nur noch f├╝r die restliche Fahrt von rund 650 km quer durch Deutschland mit dem Renault Twizy, dank der Mobility+-App von EnBW.

Update 28. August 2022

ChargePoint hat wohl beschlossen, die Sache komplett zu ignorieren. Kein Wunder, wenn die augenscheinlich auch nur einen einzigen Mitarbeiter und einen Chef in Abwesenheit besch├Ąftigen.

PayPal hat mir mein Geld zur├╝ck├╝berwiesen. Die letzten zehn EUR kann ChargePoint behalten. Rest ist Trinkgeld. Die haben es n├Âtig.

Bildschirmfoto vom 2022 09 21 11 15 55 Bildschirmfoto vom 2022 09 21 11 16 30

Update 21. September 2022

Auch drei Wochen sp├Ąter gibt es noch keine Rechnung oder Mahnung oder ein sonstiges Lebenszeichen von ChargePoint. Die wollen offenbar keinen Pr├Ązedenzfall schaffen.

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├ťber den Autor

Hessi

Michael "Hessi" He├čburg ist ein erfahrener Technik-Enthusiast und ehemaliger Informatiker. Seine Website, die er seit ├╝ber 25 Jahren betreibt, deckt vielf├Ąltige Themen ab, darunter Haus & Garten, Hausrenovierung, IT, 3D-Druck, Retrocomputing und Autoreparatur. Zudem behandelt er gesellschaftspolitische Themen wie Datenschutz und ├ťberwachung. Hessi ist seit 20 Jahren freiberuflicher Autor und bietet in seinem Blog fundierte Einblicke und praktische Tipps. Seine Beitr├Ąge sind sorgf├Ąltig recherchiert und leicht verst├Ąndlich, um Leser bei ihren Projekten zu unterst├╝tzen.

9 Gedanken zu „Meine Erfahrung mit ChargePoint“

  1. Ich habe gestern bei denen mein Auto geladen. War ziemlich lang bis ich mich angemeldet habe. Hatte mich mit der Kreditkarte angemeldet auf der 15 Euro waren. Die Kosten waren 12,70. Am n├Ąchsten Tag kam eine Meldung das ich gesperrt bin und ich solle andere Zahlungsmittel angeben. Also hab ich Paypal angegeben. Und dann wurden 20 Euro als Abo abgebay. Ich habe nun 17,30 Euro guthaben bei denen. Habe es jetzt bei Paypal gemeldet. Bin mal gespannt was dabei rauskommt.

    Antworten
    • Ich wei├č nicht ob ich Parkgeb├╝hren bezahlen muss. Die haben um 17,30 Euro zuviel abgebay. Das ist als Guthaben bei denen. Aber ich brauche kein Guthaben, ich will das bezahlen was ich Tanke, mehr nicht.

    • Ah, okay, Du hast also ungef├Ąhr 21 kWh geladen? Das Geld als Guthaben zu fordern, scheint mir nicht sonderlich seri├Âs. Da hat es wohl jemand n├Âtig.
      Ich kann Dir nur die EnBW-App empfehlen. Benutze ich nur noch. Die belasten das Geld IIRC einml im Monat. Die haben auch eine RFID-Karte, aber die kostet 9,90 EUR. Die App ist nat├╝rlich kostenlos.

    • Ich tanke nie au├čerhalb. Ich kann in der Arbeit kostenlos tanken. Ich habe erst drei mal in 2 Jahren extern tanken m├╝ssen. Daf├╝r brauche ich keine karten oder sonstiges. Ich habe eine kostenlose von der SWM M├╝nchen. Die reicht mir. Diese Karte geht halt nicht ├╝berall. Bisher war es immer problemlos sich anmelden mit der gew├╝nschten App und dann gleich Tanken. Das aber mir ein mehr abgebay wird als ich zu bezahlen habe ist eine Frechheit. Stell dir vor das passiert einem „Dieter-Diesel“. Da w├╝rde die H├╝tte brennen wenn er anstatt 12,70 Euro, 30 Euro bezahlen soll. Den Rest hat er als Guthaben.
      Geladen habe ich das: Mercedes-H├Ąndler Schreiner & W├Âllenstein GmbH Kostenpflichtig 18min 46s 13,335 f├╝r 12,70 Euro. Schon happig.

    • Bei EnBW h├Ątte Dich das 8,11 EUR gekostet. Chargepoint h├Ątte mir seinerzeit on top noch 9 EUR ÔÇ×Parkgeb├╝hrenÔÇť draufgeknallt. Vielleicht sind diese „Geb├╝hren“ nun g├╝nsitger geworden? ­čśë
      Die EnBW-App frisst doch kein Brot. Wenn Du die auf dem Smartphone hast, bist Du auf der sicheren Seite. Ich lade auch selten au├čerhalb, aber wenn, dann ist das damit wirklich bequem und schnell zu erledigen.

    • OK, hatte die App sogar installiert. Danke f├╝r den Hinweis. Mit der App habe ich an anderer Ladestation geladen und hatte funktioniert

  2. und das moderne Raubrittertum geht weiter!
    Wenn jemand eine Rechnung generiert und wei├č bei Nachfrage nichts ├╝ber die einzelnen Posten auf seiner Rechnung zu sagen ist das schon sehr sehr unseri├Âs. F├╝r manche Dinge habe ich zus├Ątzlich eine Revolut Visa zum aufladen, wenn nichts mehr drauf ist dann gibt’s auch keine Kohle, ganz einfach^^

    Pro Minute „Parkgeb├╝hren“ kassieren, ich dachte ich lese nicht richtig. Das ist genau wie diese Parkplatzbewacher beim Einkaufen. Bist du 3 Minuten ├╝ber der freien Parkzeit darfst du gleich 30ÔéČ bezahlen. Die sitzen da im Auto und beobachten die Leute genau und warten nur darauf das du zu sp├Ąt kommst und Zack hast du einen Zahlschein dran, dann beim Ansprechen verstehen die kein deutsches Wort……
    So leicht kann man in D Geld verdienen^^

    Antworten
    • Das nennt man „Bewirtschaftung von Parkraum“. Gerne auch vor Krankenh├Ąusern. Die zahlen eine Pacht an das Krankenhaus ÔÇô und die muss irgendwie wieder hereinkommen. Von den paar Parkgeb├╝hren wird ja kein Shareholder satt.

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