Alles über Wasserenthärtung

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Was kommt auf einen zu, wenn man eine Ent­kal­kungs­an­la­ge ein­bau­en (las­sen) will? Pla­nung, Instal­la­ti­on, Inbe­trieb­nah­me und Erfah­run­gen mit ent­kalk­tem Wasser.

Alle paar Tage(!) muss­te ich den Fil­ter des Dusch­kop­fes rei­ni­gen. Das ging mir so auf den Geist, dass ich immer wie­der zu mir sag­te: „Kalk, ich has­se Dich!”.

Dabei dach­te ich auch immer an mei­ne Kind­heit. War­um? Als Kind las ich den Roman „Mars, ich has­se Dich!“. Das war so um 1980 her­um. Damals waren Ent­kal­kungs­an­la­gen in Pri­vat­häu­sern die kras­se Ausnahme.

wasserenthärtung
Hes­si hasst Kalk! (ca. 2020)

start trek raumschiff enterprise taschenbuch 1979
Hes­si liest im Zug das Taschen­buch „Enter­pri­se 6″ (ca. 1980)

Hier und heu­te, in Ober Bär­bauch, sind Ent­kal­kungs­an­la­gen aber ein not­wen­di­ges Übel, wenn man nicht dau­ernd den Kalk aus dem Sie­ben krat­zen will und alle zwei Tage die Kaf­fee­ma­schi­ne ent­kal­ken möchte.

Wir haben so ein Direkt-Brüh-Gerät(1) von Phil­ips, das das Was­ser erst auf­brüht und dann heiß über den Kaf­fee lau­fen lässt. Wenn in dem Glas­be­häl­ter rie­si­ge Kalk­flo­cken tan­zen, hat man schon kei­ne Lust mehr auf einen Koffein-Schub.

Ver­schie­de­ne Techniken

Wel­ches Gerät neh­men? Ich las viel in die­sem Inter­netz bei Fir­men, die einem den Kram teu­er ver­kau­fen wol­len. Hier gibt es wenigs­tens ech­te Erfah­run­gen mit einer rea­len Anla­ge und mei­ne völ­lig sub­jek­ti­ve Mei­nung zu dem gan­zen Thema.

„Alter­na­ti­ve“ Geräte

Der Quer­den­ker freut sich, denn end­lich gibt es eine Alter­na­ti­ve zu der Main­stream-Tech­nik, die uns alle nur mit Salz ver­gif­ten will.

Auf­fal­lend: Es wird nichts über die phy­si­ka­li­sche Wir­kungs­wei­se geschrie­ben, nur gegen ande­re Tech­ni­ken rei­ße­risch gehetzt. Man soll die­se Gerä­te ohne Ein­griff in die Was­ser­in­stal­la­ti­on „instal­lie­ren“ können.

Die Tech­nik kommt also nicht mit dem Was­ser in Berüh­rung und wirkt über …? Aber gut, das sind eben gefühl­te Vor­gän­ge, die das Was­ser … ja, was? Fil­tern? Reinigen?

Ich las auch über eso­te­ri­sche Tech­ni­ken, die Was­ser „rich­ten“ oder gar „bele­ben“ und ihm etwas Unbe­kann­tes in sein „Gedächt­nis“ schwur­beln sollen.

So einen Magnet-Mini-Kar­tu­schen-Blöd­sinn hat­te der Vor­be­sit­zer auch ein­ge­baut. Soll­te das etwa doch funk­tio­nie­ren? Es ist ja bereits instal­liert, was kann es scha­den? Kurz getes­tet, kei­nen Unter­schied bemer­ken kön­nen und somit für über­teu­er­te und sinn­lo­se Bau­ern­fän­ge­rei erach­tet. Welch Über­ra­schung! Weg damit.

Umkehr­os­mo­se

Eine Umkehr­os­mo­se-Anla­ge(1) funk­tio­niert super. Die ist auch nicht teu­er, im Gegen­teil. Die Anschaf­fung ist wirk­lich erschwinglich.

Die Fol­ge­kos­ten sind aber abhän­gig von der Was­ser­här­te vor Ort. Je här­ter, des­to schnel­ler set­zen sich die Fil­ter zu und des­to öfter muss man sie tau­schen. Dadurch sind die­se Gerä­te wartungsintensiver.

Haupt­nach­teil für uns: Sol­che Anla­gen fil­tern wirk­lich alles aus dem Was­ser. Auch Mine­ral­stof­fe. Das ist danach gewis­ser­ma­ßen wie destil­lier­tes Wasser.

Die Mei­nun­gen über die Aus­wir­kun­gen auf die Gesund­heit sind kon­tro­vers. Jeden­falls nimmt man mit so einer Anla­ge kein Cal­ci­um mehr über das Trink­was­ser auf und muss sich ande­re Quel­len wie Milch, Joghurt oder Käse (zur Not Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel?) suchen. Ähn­li­ches Spiel wie wei­ter unten beim Natri­um: 100 Gramm Käse, ein hal­ber Liter Milch und der Tages­be­darf ist glo­cker edeckt.

Impf­kris­tall­bil­dung

Klingt eso­te­risch? Kei­nes­wegs! Die deut­sche Fir­ma Judo bie­tet, neben den Ionen­aus­tausch-Gerä­ten mit Kar­tu­sche und Salz, eine inter­es­san­te Alter­na­ti­ve an: Ein Elek­tro­ly­se-Gerät, mit Impf­kris­tall­bil­dung: Judo i‑Blance(1).

Sieht auch echt schick aus das Teil. Nimmt kaum Platz weg. Instal­lie­ren, ein­schal­ten, vergessen.
Vor­teil: Kei­ne War­tung, kei­ne Fol­ge­kos­ten und es bie­tet sogar eine Lecka­ge-Erken­nung für das gesam­te Haus!
Smart-Home-fähig ist es obendrein!

Die­se Impf­kris­tall-Tech­nik  funk­tio­niert sogar. Nur … sie ent­här­tet das Was­ser nicht wirk­lich, denn der Kalk ist wei­ter­hin im Was­ser. Er „ver­klumpt“ nur, sodass man ihn ein­fach von Ober­flä­chen und Arma­tu­ren abwi­schen kön­nen soll. Auch das Ent­kal­ken der Gerä­te soll damit viel weni­ger oft nötig sein. Des­we­gen spricht der Her­stel­ler auch von „Kalk­schutz“ und nicht von „Ent­kal­kung“.

Span­nen­des Gerät mit vie­len Vor­tei­len, gera­de im Bereich der Gesund­heit. Wir haben vie­le Instal­la­teu­re und Bekann­te gefragt; alle kann­ten sol­che Gerä­te, respek­ti­ve hat­ten sie selbst schon ver­baut. Funk­tio­nie­ren auch wie beschrieben.

Lan­ge über­leg­ten wir, ob das etwas für uns ist, ent­schie­den uns aber am Ende dage­gen, nicht zuletzt wegen des hohen Prei­ses. Auch die tan­zen­den Kalk­flo­cken in der Kaf­fee­ma­schi­ne woll­ten wir nie wie­der sehen müssen. 🙂

Im Übri­gen: Es gibt auch kata­ly­ti­sche Gerä­te, die die glei­che Funk­ti­on, aber rein „mecha­nisch“ bie­ten sol­len. Dar­über konn­te ich nicht viel in Erfah­rung bringen.

Ionen­aus­tausch

Der bewähr­te Stan­dard unter den Ent­kal­kungs­an­la­gen. Die Anschaf­fungs­kos­ten für ein­fa­che Gerä­te sind nicht wirk­lich güns­tig, hoch­wer­ti­ge, voll­au­to­ma­ti­sche Gerä­te kos­ten vier­stel­li­ge Sum­men. Die Was­ser­här­te des Trink­was­sers lässt sich ein­stel­len. Das Rege­ne­ra­ti­ons-Salz ist güns­tig zu haben. Die Tech­nik kennt jeder aus sei­nem Geschirrspüler.

Gesund­heits­ri­si­ken

Kri­ti­ker (Anbie­ter von „alter­na­ti­ven Tech­ni­ken“) behaup­ten, dass man mit dem Trink­was­ser, wel­ches durch eine Ionen­aus­tausch­an­la­ge lief, zu viel Salz auf­neh­men wür­de. Die glei­che Angst­ma­che wie bei den Umkehr­os­mo­se-Anla­gen oder den Britta-Wasserfiltern.

Ja, Cal­ci­um und Magne­si­um im Was­ser wer­den durch Natri­um (Koch­salz) ersetzt.

Bei einem Här­te­grad von 20 Grad, wie bei uns, hat unser Was­ser nun ca. 75 mg Natri­um pro Liter.

Erwach­se­ne haben einen emp­foh­le­nen Tages­be­darf von 1.500 mg Natri­um. Mehr als 2.000 mg soll­te man nicht auf­neh­men. Ich müss­te folg­lich mehr als 27 Liter Was­ser am Tag trin­ken, um die­sen Wert zu errei­chen. Ich kann das ver­mut­lich ausschließen. 😀

Für Sport­ler emp­fiehlt man übri­gens etwa 1.000 mg Natri­um pro Liter Was­ser auf­zu­neh­men. Nur mal als Vergleich.

Auch rich­tig: Was­ser ist nicht die ein­zi­ge Natri­um­quel­le für heu­ti­ge Men­schen. Sorgst Du Dich um zu viel Natri­um im Was­ser, dann streue Dir weni­ger Salz auf Dein Früh­stücks­ei und geh mal ne Run­de jog­gen. Ist eh gesünder.

Gerä­te mit „Spar­be­sal­zung”?

Bringt nur etwas, wenn die Anla­ge über­di­men­sio­niert ist.
Idea­ler­wei­se soll­te sie immer kurz vor der Zwangs­re­ge­ne­ra­ti­on eine Men­gen-gesteu­er­te Rege­ne­ra­ti­on starten.

Im Prin­zip gibt es kei­ne Anla­ge, die zu klein ist, man muss dann eben dau­ernd Salz nachfüllen.

Eine über­di­men­sio­nier­te Anla­ge ist aber defi­ni­tiv umwelt­be­las­tend und teu­rer im Unter­halt. Wenn die Anla­ge kor­rekt dimen­sio­niert ist, gibt es kei­nen Vor­teil für die Umwelt, die Gesund­heit oder den Geld­beu­tel mit so einer „Spar­be­sal­zungs­an­la­ge“.

Unse­re Entscheidung

Unse­re Ent­schei­dung fiel auf eine Ionen­aus­tausch­an­la­ge. Halb­wegs bezahl­bar, güns­tig im Unter­halt, wirk­sam, Was­ser­här­te ein­stell­bar und war­tungs­arm. Jetzt kam die Pla­nung an die Reihe!

Wel­cher Hersteller?

Nach lan­ger Suche und Ver­glei­chen kamen wir auf die Fir­ma Aqmos, die am Tele­fon auch eine gute Bera­tung boten und IIRC in Rod­gau sit­zen. Es gibt auch ande­re Anbie­ter, die erstaun­lich ähn­li­che Gerä­te im Pro­gramm haben.

Das liegt ein­fach dar­an, dass die­se Gerä­te alle­samt in Chi­na (wie die meis­ten unse­rer Haus­halts­pro­duk­te) in Chi­na gefer­tigt werden.

In Chi­na bekommt man genau die Qua­li­tät, die man bestellt. Das kann die bil­li­ge Bohr­ma­schi­ne von B1 sein, oder ein teu­res iPho­ne. Wei­ter unten gehe ich genau­er auf die Qua­li­tät ein.

Prei­se

Die Prei­se (Stand Mit­te 2020) für die ver­schie­de­nen Gerä­te von Aqmos sind:
R2D2-36: 399,-
R2D2-72: 599,-
BM-40: 589,-
BM-60: 599,-

Wir ent­schie­den uns für das BM-40. Das gan­ze Gerät hat mit 100 kg Salz und Ver­sand ca. 480 Euro direkt beim Her­stel­ler gekostet.

War halt zufäl­lig mal in einem ech­ten Super-Son­der-Ange­bot! 100 Euro gespart. Gut für uns. Kann ja auch nicht andau­ernd irgend­was sein! 🙂

Preis­ver­gleich

Aqmos-Gerä­te kann man direkt vom Her­stel­ler auf deren eige­ner Web­site, auf Ama­zon oder bei Ebay ordern. Auf einem der Kanä­le sind sie oft im Ange­bot, also immer gut vergleichen! 🙂

Als Ama­zon-Kun­de schaut Ihr hier vor­bei: Aqmos-Shop(1)

Und hier auch noch der Link zum Shop(1) bei eBay.

Ist das Gerät über­all gleich teu­er, kann man auch auf den bei­den Ver­kaufs­platt­t­for­men bestel­len. Das ist für die meis­ten Leu­te, die dort schon Kun­de sind, ein­fa­cher und schnel­ler, als sich in einem wei­te­ren Shop zu registrieren.

Qua­li­tät

Es han­delt sich um die „bil­li­ge“ Vari­an­te, mit Tech­nik von BNT aus Chi­na. BNT ist tat­säch­lich ein nam­haf­ter Her­stel­ler von her­vor­ra­gen­der Qua­li­tät. Stei­ge­run­gen sind immer mög­lich, und so könn­te man auch das glei­che Gerät mit Tech­nik von Fleck oder Clack (Alter, was für Namen sind denn das?!:-) ) ordern.

Ein Gerät von Grün­beck(1) ent­kalkt das Was­ser phy­si­ka­lisch auch nicht bes­ser. Es ist wer­ti­ger und intel­li­gen­ter, kei­ne Fra­ge, aber das Was­ser, das hin­ten her­aus­kommt, ist das Glei­che. Für 2.500 Schlei­fen wäre es smart und man könn­te die Was­ser­här­te vom Gerät selbst­stän­dig mes­sen und ein­stel­len las­sen. Sogar mit Smar­thome-Anbin­dung. Ja, das ist schon ver­dammt cool, oder?

Ah, ja, sor­ry, aber 2.000 Euro Dif­fe­renz sind gera­de nicht drin. Die Haus­sa­nie­rung war schon teu­er genug! 🙁

Berech­nung der Anlage

War­um haben wir kei­ne BM-30 oder BM-60 gekauft? Die Preis­un­ter­schie­de sind doch nur mar­gi­nal. Das 50 Pro­zent grö­ße­re Gerät kos­tet nur 10 Euro mehr.

Zu klein

Nun, ist das Gerät zu klein, muss es halt viel öfter Spü­len und man müss­te dau­ernd Salz nach kip­pen. Der Salz­be­häl­ter ist ein­fach zu klein. Das bedeu­tet einen Komfortverlust.

Zu groß

Ist das Gerät zu groß, wür­de es nicht nach der ver­brauch­ten Was­ser­men­ge spü­len, son­dern immer wie­der in die Zwangs­re­ge­ne­ra­ti­on nach 10 Tagen ren­nen. Dadurch wür­de es mehr Salz ver­brau­chen als nötig wäre = umweltschädigender.

Für unse­re Ver­hält­nis­se ist das BM-40 ein­fach pas­send gewesen.

Über­schlags­be­rech­nung

3 Per­so­nen: 140 Kubik im Jahr
125 Liter am Tag/​Person
375 Liter gesamt = 0,375 Kubik
Här­te­grad bei uns: 20,4

Kapa­zi­tät = Was­ser­ver­brauch /​ Tag in m³ * Was­ser­här­te in °dh * 3 Tage Regenerationspause
0,45 * 20 * 3 = 27
0,38 * 20–7 = 5

Unter­schie­de bei 20 Grad Wasserhärte:
R2D2-36: 1.600 Liter, 8 Liter Harz, 25 kg Salz
R2D2-72: 3.600 Liter, 18 Liter Harz, 50 kg Salz
BM-40: 2.000 Liter, 10 Liter Harz, 60 kg Salz
BM-60: 3.000 Liter, 15 Liter Harz, 70 Kg Salz

Prei­se sind:
R2D2-36: 399,-
R2D2-72: 599,-
BM-40: 589,-
BM-60: 599,-

Unter­halts­kos­ten

BM-40: 2.000 Liter bei 20 Grad Was­ser­här­te bis zur Rege­ne­ra­ti­on = 5,33 Tage. Zwangs­re­ge­ne­ra­ti­on nach 10 Tagen. 10 Tage fin­de ich aber schon etwas sehr lange.

Kos­ten pro Tag

Salz

Der Salz­ver­brauch liegt bei 1,6 kg pro Rege­ne­ra­ti­on. Ich habe 50 kg ein­ge­füllt (maxi­mal 60 kg möglich).
Der Ver­brauch im Monat liegt also bei 9 kg.
Das reicht für 5,5 Monate.
Ein Sack mit 25 kg Salz­ta­blet­ten kos­tet im Bau­markt um die 8 Euro.
Die Ent­kal­kung kos­tet und also:
34,90 Euro im Jahr
2,90 Euro im Monat
0,72 Euro in der Woche
Am Tag also 9 Cent

Strom

Strom­ver­brauch liegt bei 3 Watt.
Das sind ca. 7,50 Euro im Jahr
0,62 Euro im Monat
0,15 Euro in der Woche
Am Tag also 2 Cent

Was­ser

Pro Rege­ne­ra­ti­on wer­den viel­leicht 50 Liter Was­ser benötigt?
Das sind 6,84 Euro im Jahr
0,57 Euro im Monat
0,14 Euro in der Woche
Am Tag 2 Cent

Gesamt­un­ter­halts­kos­ten im Jahr

50 Euro (Stand Ende 2020)
4,16 Euro im Monat
1,05 Euro in der Woche
0,14 Euro am Tag

Instal­la­ti­on

Der Hei­zungs­bau­er brach­te noch das Ver­schnei­de­ven­til an. Dazu muss­te nun mal das gan­ze alte „Geweih“ aus der Ver­roh­rung genom­men wer­den. Ich mag nicht am Was­ser her­um­fum­meln. Wasch­be­cken, Spü­le oder einen Durch­lauf­er­hit­zer anschlie­ßen ist ja noch okay, aber auf die fes­te Ver­roh­rung habe ich ein­fach kei­nen Bock mehr.

Nicht, dass ich das nicht könn­te, aber so rein nerv­lich ist das nichts mehr für mich, mache mir zu viel Gedan­ken dar­um. Gibt nichts Schlim­me­res als einen Was­ser­scha­den im Haus.

aqmos anschluss
Im Ori­gi­nal ging das alles vom Was­ser­fil­ter direkt nach oben im Sti­le eines Drei­zacks. Die­ses Ver­schnei­de­ven­til mit den drei Stell­rä­dern muss­te aber noch vor der Haus­ver­tei­lung ange­schlos­sen werden.

Die Ent­kal­kungs­an­la­ge habe ich dann instal­liert. War leicht. Ein Loch durch die Wand zur Gara­ge gebohrt und dort den Spül­schlauch an das Abwas­ser ange­schlos­sen. Das war die schwie­rigs­te Übung.

Mit Kabel­bin­dern noch die bei­den Pan­zer­schläu­che etwas aus­ein­an­der gehal­ten, damit die nicht bei der Was­ser­ent­nah­me anein­an­der schlagen.

aqmos entkalkung
Jo, eigent­lich fer­tig so weit. Aber nach ein paar Tagen habe ich doch noch eine Ände­rung vorgenommen.

aqmos anschluss
Der Spül­schlauch war leicht geknickt, also habe ich ihn nach oben geführt, sodass der Bogen wei­ter wur­de. Das ist doch kein Dra­ma, denn in dem Schlauch ist immer Was­ser, denn es wird mit Druck aus­ge­pumpt und dann bleibt es auch nach dem Abschal­ten der Pum­pe im Schlauch, da ja kei­ne Luft­zu­fuhr ein Aus­lau­fen ermöglicht.

Inbe­trieb­nah­me

aqmos display rinse
Ich habe dann noch ein­mal eine manu­el­le Spü­lung vor­ge­nom­men, da ich bei ers­tem Mal ver­se­hent­lich das Pro­gramm abge­bro­chen hat­te und dadurch der Salz­bot­tich nur mit den 12 Litern Was­ser gefüllt war, die ich manu­ell einfüllte.

Das dau­ert 20 Minu­ten. Hier sieht man die letz­te Minu­te. Danach wird der Bot­tich wie­der gefüllt.

aqmos salz einfüllen
50 kg Salz im Behäl­ter. Das Brauch­was­ser fließt durch die­se blaue Kar­tu­sche, die mit einem Gel gefüllt ist.

Das Gel nimmt den Kalk auf und wird durch den Regen­frak­ti­ons­zy­klus, der spä­tes­tens nach 10 Tagen auto­ma­tisch durch­ge­führt wird, wie­der aufgefrischt.

Im Brauch­was­ser befin­det sich somit auch kei­ner­lei Salz, bei­de Kreis­läu­fe sind von­ein­an­der getrennt.

Aqmos in betrieb
Hier stellt sich das Rad wie­der auf die Ein­stel­lung „Serv” und das Gerät ist danach einsatzbereit.

Här­te­grad einstellen

Den Här­te­grad von 20 auf 6–8 ein­zu­stel­len ist nun mal eine Sache von ein paar Tagen, wenn man nicht vor jeder Mes­sung sehr viel Was­ser ver­schwen­den möch­te. Im Sys­tem ist natür­lich immer noch har­tes Wasser.
Klar, man könn­te oben etwa die Bade­wan­ne voll auf­dre­hen und dann am Ent­nah­me­ven­til nach eini­gen Minu­ten den Här­te­grad tes­ten, aber ich bin doch kei­ne Umwelt­sau. Wir haben doch Zeit.

Am Gerät selbst ist ein klei­nes Plas­tik­rad, das man in Stu­fen ver­stel­len kann. Das ist bei unse­rem rela­tiv har­ten Was­ser recht emp­find­lich. Auch am Ver­schnei­de­ven­til könn­te man die Was­ser­här­te regeln, aber ich will das an einer Stel­le haben, an der nie­mand ver­nehm­lich oder aus Neu­gier her­um­dreht. Das Rad ist eben am Kopf unter dem blau­en Deckel.

Fazit

Ach ja: Und was hat es gebracht? HAMMER! End­lich wie­der vol­ler Was­ser­druck und die Arma­tu­ren sehen abso­lut sau­ber aus! Die Kaf­fee­ma­schi­ne und der Was­ser­ko­cher sehen nicht mehr ekel­haft aus. Das Geschirr ist sau­be­rer und für die WaMa benö­ti­gen wir viel weni­ger Waschmittel.

Nach­trag: Geschmack

Ich trin­ke viel Lei­tungs­was­ser. Ger­ne gespru­delt(1), mit einem Sirup oder etwas Zitronensaft.

Neu­lich setz­te ich eine Zitro­nen­mi­schung an und… spuck­te die direkt wie­der in die Spü­le – und kipp­te den Rest weg. Was für eine Verschwendung.

Ekel­haft! Metal­lisch! Bra­ckig! Muffig!
Untrinkbar!

Was war pas­siert? War die flüs­si­ge Zitro­ne abgelaufen?
Nein!

Ich hat­te ver­ges­sen, die Tablet­ten nach­zu­fül­len! Das Was­ser war schlicht nicht ent­här­tet und schmeck­te wirk­lich ekel­haft. Aus dem Grund hat­te ich frü­her auch immer einen Brit­ta-Was­ser­fil­ter(1) am Start. Das Was­ser in See­heim-Jugenheim ist schon schlimm, wenn man gefil­ter­tes im Ver­gleich trinkt, aber in Ober-Beer­bach ist das defi­ni­tiv kein Genuss.

Wenn wir das ent­kalk­te Was­ser fil­tern, wird es noch einen win­zi­gen Hauch bes­ser. Aber dazu sind wir dann doch zu faul, denn schon so kann man unser Was­ser end­lich trinken.

Ja, ja, ich bin ein Weich­ei, mag sein.
Oder ich habe noch Geschmacksknospen.
Sucht Euch was aus.

Fakt ist: Wir spa­ren uns seit der Ent­kal­kungs­an­la­ge den Kauf von Mineralwasser.

Hinweise
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