Gara­gen­bau Teil 7

Lese­dau­er 13 Minu­ten

Von einem, der aus­zog, eine Gara­ge für einen Wohn­wa­gen zu bau­en: Teil 7: Die Gara­ge an sich wird gebaut. Was es dabei alles zu beach­ten gibt, und wie man so eine Stahl­ga­ra­ge über­haupt auf­baut – und ob am Ende der Wohn­wa­gen tat­säch­lich in die Gara­ge passt – erfahrt Ihr hier.

Gara­gen­bau Teil 1: Pla­nung, Geneh­mi­gung und Vermessung
Gara­gen­bau Teil 2: Trag­schich­ten und Bordsteine
Gara­gen­bau Teil 3: Scha­lung und Verdichtung
Gara­gen­bau Teil 4: Boden­plat­te betonieren
Gara­gen­bau Teil 5: Ver­le­ge­plan ausarbeiten
Gara­gen­bau Teil 6: Pflasterarbeiten
Gara­gen­bau Teil 7: Die Gara­ge an sich

Teil7: Die Gara­ge an sich

ACHTUNG:
Ich haf­te nicht für Schä­den, die Ihr beim Nach­ma­chen die­ser Arbei­ten anrich­tet. Irr­tü­mer sind aus­drück­lich vorbehalten.
Wenn Euch irgend­was abfa­ckelt, explo­diert, auf die Füße fällt, zusam­men­bricht und Euch unter sich begräbt, Ihr eine gefa­ckelt bekommt, irgend­je­mand in Eure unge­si­cher­te Bau­gru­be fällt, oder Ihr Euch einen Fin­ger­na­gel abbrecht: Ich bin nicht schuld! Ich sage nicht: „Macht es genau so!”, ich sage nur: Ich habe es so gemacht. Jeder muss sel­ber wis­sen, was er da tut. Macht Euch vor­her über Bau- und Aus­füh­rungs­vor­schrif­ten schlau und fragt den Lie­fe­ran­ten der Gara­ge nach den Vor­ga­ben für die Bodenplatte.

Ein letz­ter Check der Boden­plat­te. Irgend­wel­che Feh­ler gemacht?

diagonalen checken
(Dia­go­na­len checken)

Die Plat­te noch ein­mal aus­ge­mes­sen. Die bei­den Dia­go­na­len sind exakt gleich lang. Ich hat­te Angst, dass die Plat­te nicht recht­wink­lig sein könn­te. Schein­bar habe ich aber kei­ne Feh­ler gemacht. *puh*

abstand nachbar
(Abstand zum Nachbarn)

Auch zwei Zen­ti­me­ter Luft zum Nach­bar. Der Höhen­un­ter­schied rührt vom schrä­gen Grund­stück her, wel­ches nach rechts hin stark abfällt.


(Schrä­ge Sache)

Ja, das ist tat­säch­lich alles krumm und schief. Und ich mache mir Sor­gen, dass ich das nicht so gut hin­be­kom­me wie Leu­te, die das gelernt haben? 😉

garage schief
(Schie­fe Garage)

Das täuscht nicht. Die Gara­ge ist schief. Das Fun­da­ment auch nicht im Was­ser und auch nicht par­al­lel. Die haben da links ein­fach dicke Plas­tik­plat­ten unter­ge­legt, damit die Gara­ge _​etwas_​ gera­der wur­de. Habe das mit der Was­ser­waa­ge gecheckt: Bei­de Sei­ten der Gara­ge sind unter­schied­lich schief. Kein Witz. An der Was­ser­waa­ge liegt es auch nicht. Die­se Fer­tig­ga­ra­ge ist schon in sich schief. Aber das ist sicher noch alles in den Tole­ran­zen. Als Heim­wer­ker macht man sich immer ganz ver­rückt. Da fehlt einem ein­fach die Ent­spannt­heit. Ist aber auch gut so. Lie­ber drei Mal kon­trol­lie­ren als sich spä­ter ärgern – oder etwas repa­rie­ren müssen.

BTW: Eine Was­ser­waa­ge kann man schnell und ein­fach an jeder Art von Flä­che tes­ten, indem man ein­mal misst, dann die Waa­ge her­um­dreht (also links nach rechst, nicht auf den Kopf) und wie­der misst. Die Was­ser­waa­ge soll­te nun exakt die glei­che Schrä­ge anzei­gen. Macht sie das nicht, ist sie kaputt. Ich tes­te so jede Waa­ge vor dem Kauf und der Benutzung.

markierungen
(Eck­mar­kie­run­gen)

mitte betonplatte
(Mit­tel­mar­kie­rung)

Ich habe an allen vier Ecken der Plat­te die Mar­kie­run­gen, aus­ge­hend von der Mit­te, ange­bracht, wel­che nach­her die Aus­sen­ab­mes­sun­gen anzeigen.

Die Gara­ge konn­te nun kom­men – und sie kam auch pünktlich!

garage einzelteile
(Gara­ge in Einzelteilen)

dach tor
(Dach und Tor)

Sieht aus, als ob Ikea etwas hat lie­gen las­sen, oder?
Eine Stahl­ga­ra­ge ist auch nicht viel anders als ein gro­ßer Pax-Schrank.

Feh­ler

Vor­weg, denn das stört sonst den Fluss:
Shit hap­pens. War­um? Weil tat­säch­lich gleich bei uns zwei Din­ge schief gingen:
– Die Durch­fahrts­hö­he war zu gering
– Die Dach­plat­ten waren zu kurz

Dass die Dach­plat­ten zu kurz waren, merk­ten wir nach dem Auf­bau. Nach­mit­tags ange­ru­fen und schon stand am nächs­ten Mor­gen ein LKW mit Ersatz vor der Tür. Abso­lut super.
Die Num­mer mit der Durch­fahrts­hö­he war schon zeit­auf­wän­di­ger. Denn es muss­te extra ein Schwing­tor bei Hör­mann gebaut wer­den. Das dau­er­te vier Wochen! *schreck*

Wer je ein Haus hat bau­en las­sen – und das mit einem Sach­ver­stän­di­gen und auch mit per­sön­li­cher Kon­trol­le – der kann ein Lied von Hand­wer­kern und deren teil­wei­se laxen Umgang mit Bau­nor­men sin­gen. Der weiss, wie oft man dis­ku­tie­ren muss, damit ein Gewerk nach Vor­schrift aus­ge­führt wird.

Nicht so bei der Deut­schen Car­port­fa­brik! Unser Ansprech­part­ner dort hat­te nie­mals mei­ne Aus­sa­gen ange­zwei­felt, wie das Bau­trä­ger und Hand­werks­be­trie­be ger­ne machen. Am Tele­fon merk­te ich, wie unan­ge­nehm ihm der Feh­ler mit den Dach­plat­ten war. Aber wie gesagt: Schon am nächs­ten Tag stand der LKW mit Ersatz vor der Tür.

Als es dann um die Durch­fahrts­hö­he ging, kann man sich das Ent­set­zen vor­stel­len. Ich dach­te schon, der Ärms­te wür­de im Boden ver­sin­ken. Aber auch da: null Dis­kus­si­on! Im Bera­tungs­ge­spräch nahm der Kol­le­ge an, dass ein Sek­tio­nal­tor eine grö­ße­re Durch­fahrts­hö­he als ein Schwing­tor bie­tet. Er hat­te sich wohl in den Zei­len der Tabel­len ver­tan. „Ich wuss­te ja, wel­che Durch­fahrts­hö­he Sie benö­ti­gen! Mein Fehler!”.
Ich war jeden­falls sehr erstaunt, dass der Feh­ler zuge­ge­ben wur­de. Kann­te ich vom Haus­bau eben ganz anders.

Ja, so ein Schwing­tor ist in der Grö­ße deut­lich teu­rer als ein Sek­tio­nal­tor. Aber auch hier: Kei­ne Dis­kus­si­on um einen Aufpreis:
„Unser Feh­ler, unser Problem.”
Super, so muss das sein!

Trotz der Feh­ler – eben gera­de wegen dem per­fek­ten Kri­sen­ma­nage­ment – kann die die Fir­ma nur empfehlen!

Noch mehr Fehler!

Um es gleich zu sagen: Mein Feh­ler!

Die Gara­ge besteht, ähn­lich wie ein Bil­ly-Regal, aus vie­len Ein­zel­ele­men­ten, die zusam­men­ge­schraubt wer­den. Zum Schluss wird die Gara­ge mit Metall­d­ü­beln in der Boden­plat­te verankert.
Eigent­lich kein Problem. 🙂
In der Auf­bau­an­lei­tung steht genau drin, wel­che Sei­ten­kan­te nach vor­ne kommt. Man muss es nur lesen können.
Okay, das tat ich nicht! 🙁
Die Falz muss nach hin­ten schauen! 😛
Als wir mit der rech­ten Wand fer­tig waren, sah ich, dass der Tor­rah­men dort nicht dran pass­te. *mööööp*
Nochmal!

erste wände
(ers­te Garagenwände)

Garagenbau
(Die Wän­de müs­sen abge­stützt wer­den, solan­ge die Gara­ge noch nicht kom­plett mit dem Tor­rah­men steht)

Unbe­dingt die Wän­de abstüt­zen! Dazu habe ich Dach­lat­ten mit­ein­an­der ver­schraubt. Beim Auf­bau weh­te nach­mit­tags ein böi­ger Wind. Ich erwähnt ja, dass es bei uns teil­wei­se wie an der Küs­te stürmt…

Die Wän­de wer­den mit kur­zen Schrau­ben mit­ein­an­der verschraubt.

verschraubung wände
(Ver­schrau­bun­gen, hier nicht angezogen)

Klammer
(Klam­mer oben)

Die Ele­men­te der Wän­de wer­den oben und unten mit Klam­mern aus hoch­fes­tem Stahl ver­bun­den. Hoch­fest? Woher ich das weiss? Ich muss­te teil­wei­se in die­se Tei­le boh­ren – und ich benutz­te wrik­lich teu­re Boh­rer aus dem Fach­han­del – und dach­te, da käme ich nie durch.

Eckverbinder stahlgarage
(Eck­ver­bin­der)

eckverbinder unten
(Eck­ver­bin­der)

In die obe­ren und unte­ren Ecken kommt eben­falls eine Versteifung.

dachneigung markieren
(Dach­nei­gung markieren)

dachneigung
(Dach­nei­gung)

dachneigung
(Dach­nei­gung hinten)

Die Dach­nei­gung mar­kiert man nach dem Auf­bau der Wän­de mit einer Mau­rer­schnur. An die­ser rich­tet man die Pfet­ten aus. Die Pfet­ten haben alle unter­schied­lich hohe Auf­nah­me­la­ger, die oben auf die Wän­de gelegt werden.
Bei uns war die Dach­nei­gung von vor­ne nach hin­ten geplant, es kann auch auch durch­aus genau anders­her­um sein.

pfetten
(Pfet­ten)

pfette vorbohren
(Pfet­te verschraubt)

Die Pfet­ten lose auf­le­gen, alles kon­trol­lie­ren und erst dann festschrauben.

Aber kom­men wir zu einem Video. Ein Video erklärt mehr als 1.000 Bil­der, oder?

doogee dagger dg550
(Die „Kame­ra”, ein Chi­na­pho­ne Doo­gee Dag­ger DG550. Damit ent­stan­den auch die meis­ten Bil­der der Anleitung)

Mit den obi­gen Bil­dern soll­te sich so ein gutes Gesamt­ver­ständ­nis für den Gara­gen­bau einstellen.
Wie man nach der Hälf­te des Vide­os sieht, ging der erneu­te Auf­bau sehr zügig. Das ist alles eine Übungs­sa­che. Am Ende ist man sehr flott beim Aufbau.

{youtube}z‑BREC3SmJs{/youtube}
Auf­bau­vi­deo in Zeitraffer

Das Video endet, als wir die neu­ge­lie­fer­ten Plat­ten am nächs­ten Tag auflegten.
Das macht aber nichts, denn erstein­mal muss die Regen­rin­ne mon­tiert werden.

Regen­rin­ne

Die vom Werk aus bestell­ba­re Regen­rin­ne order­te ich nicht. Ich war mir nicht schlüs­sig, ob ich nicht ein­fach eine Trauf­kan­te machen soll­te. Ich woll­te ein­fach am Ende sehen, ob der Platz für eine Regen­rin­ne über­haupt da ist.
Letzt­lich wur­de es eine rela­tiv klei­ne Regen­rin­ne. Eigent­lich viel zu klein. Bei einem rich­ti­gen Unwet­ter wird die ein­fach über­lau­fen. Aber dann habe ich eben eine Traufkante. 😉
Es soll­te nur nicht bei jedem Regen­guss Was­ser zwi­schen die bei­den Gara­gen laufen.

Die Regen­rin­ne wird mit den Sys­tem­hal­te­run­gen und den Schrau­ben, die beim Gara­gen­bau in mehr als aus­rei­chen­der Men­ge gelie­fert wur­den, stumpf in der Wand ver­schraubt. Dabei auf das Gefäl­le ach­ten! Alle Steck­ver­bin­dun­gen wer­den mit dem dazu­ge­hö­ri­gen Regen­rin­nen­kle­ber ordent­lich ver­klebt (ver­schweisst).

regenrinne
(Regen­rin­ne)

Das Fall­rohr kann nur an einer Stel­le bei mir befes­tigt wer­den, denn unten ist ja Nach­bars Gara­ge im Weg. Also soll­te die­se Stel­le auch ordent­lich belast­bar sein. Dazu benutz­te ich ein Dach­lat­te auf der Innen­sei­te der Garage.

innenseite verstärkung
(Ver­stär­kung)

Fallrohr regenrinne
(Fall­rohr Regenrinne)

Fallrohr unten
(Fall­rohr, Abgang)

Das Fall­rohr endet erst ein­mal auf Nach­bars Grund­stück. Sobald er (irgend­wann ein­mal) auch eine Gara­ge baut, wer­den wir eine gemein­sa­me Lösung für das Regen­was­ser finden.

So, das reicht erstein­mal. Jetzt kommt das Dach und die Atti­ka dran:

Dach

Die Dach­plat­ten wer­den nun mit den Dach­pf­et­ten ver­schraubt. Dabei emp­feh­le ich drin­gend vor­zu­boh­ren, sonst kön­nen Euch die Schrau­ben nach der Hälf­te des Weges ein­fach abreis­sen. Das ist mir mehr­fach passiert.
Zuerst legt man die hin­te­ren Plat­ten auf, dann die vor­de­ren Plat­tem über­lap­pend, so kann kein Was­ser dazwi­schen lau­fen. Ich habe die Dach­plat­ten noch ein­mal jeweils am Ende der vor­dern und hin­te­ren Plat­ten mit­ein­an­der verschraubt.

dachplattem-ueberlappung.jpg
(Seit­li­che Überlappung)

Die Über­lap­pun­gen auf den Längs- und Kopf­sei­ten müs­sen vom Vlies (Son­der­aus­stat­tung) befreit wer­den. Es darf sich kein Vlies zwi­schen den Plat­ten befin­den. Die­se auf­ein­an­der legen und an den Kan­ten mit einem Cut­ter­mes­ser ein­schnei­den. Das Vlies dann abziehen.

dachplatten
(Hin­te­re Dachplatten)

kein vlies zwischen den platten
(Kein Vlis zwi­schen den Platten!)

Mein Feh­ler dabei war, dass ich aus Angst, dass der Wind unter die seit­li­chen Über­lap­pun­gen grei­fen könn­te, die­se nicht wie vor­ge­se­hen über­lap­pen ließ (von rechts nach links auf­le­gen), son­dern falsch her­um. Das erkennt man dar­an, dass das Vlies an der Stel­le nicht vor­han­den ist, an der die Plat­ten über­lap­pen sol­len. Das Vlies darf aber auch so oder so nicht zwi­schen den Dach­plat­ten sein, das muss an der Stel­le ent­fernt werden.

Hät­te ich aber mal kurz nach­ge­dacht, hät­te ich die Plat­ten ein­fach um 180 Grad gedreht, so dass die frei­en Stel­len nach links zeig­ten. Nach­her und schlau­er, nicht wahr?

Ich habe also nun zwei Strei­fen an der Decke, an denen Kon­dens­was­ser kon­den­sie­ren könn­te. Als Tipp wur­de mir von den Mon­teu­ren genannt, dass ich da ein „Vlies­spray” auf sprü­hen könn­te. Habe ich bis­her aber noch nicht gemacht.

Dachverschraubungen
(Dach­ver­schrau­bun­gen)

Am Ende soll­te das Dach von oben wie im obi­gen Bild aussehen.
Der merk­wür­di­ge Schrau­ben­ver­lauf ergibt Sinn, denn zwi­schen den Schrau­ben unter der Lat­te, die als Mar­kie­rung dient, und zwei­ten Rei­he von vor­ne liegt die Dach­über­lap­pung auf der Längs­sei­te. Die seit­li­chen Über­lap­pun­gen haben jeweils min­des­tens eine Schrau­be auf der Erhö­hung, damit auch da die Plat­ten spalt­frei über­ein­an­der lie­gen. Die Rei­he ganz vor­ne ist noch nicht kom­plett fertiggestellt.

Die Schrau­ben haben jeweils eine Unter­leg­schei­be. Dar­un­ter sitzt ein was­ser­dich­ter Dicht­ring aus Gummi.

Ver­an­ke­rung!

Jetzt muss die Gara­ge mit den mit­ge­lie­fer­ten Metall­d­ü­beln in der Boden­plat­te ver­an­kert wer­den. Die geschieht durch die Stoß­ver­bin­der sowie durch die mit­ge­lie­fer­ten losen Klam­mern, die man immer in die Mit­te der Wand­ele­men­te setzt.
Eben­so kamen nun bei unse­rer Gara­ge die Stüt­zen dazu, die unter die mitt­le­ren Pfet­ten gesetzt und mit der Boden­plat­te ver­schraubt wur­den. Vor­sicht! Die sind innen scharf­kan­tig! Die­se Pfei­ler gibt es nur bei den län­ge­ren Garagen.

verankerung
(Ver­an­ke­rungs­klam­mer)

zwischen den wänden
(Ver­an­ke­rung zwi­schen den Wänden)

stützpfeiler garage
(Stütz­pfei­ler oben)

stützpfeiler oben hinten
(Oben und von hin­ten – Ach­tung scharfkantig!)

pfeiler bodenverschraubung
(Pfei­ler im Boden verschraubt)

Atti­ka

Die Atti­ka (die ver­hin­dert, dass die Wän­de bei Regen schwar­ze Strei­fen bekom­men und eben­falls für eine Zwangs­ent­lüf­tung sorgt), wird mit Klam­mern dar­an gehin­dert, dass sie von der Wand absteht.

klammer attika(Klam­mer Attika)

klammer montiert
(Klam­mer montiert)

Die Klam­mer muss bün­dig an der Wand anlie­gen. Unter sie wird nach­her die Unter­kan­te der Atti­ka geschoben.

attika und klammer
(Atti­ka geklammert)

einschub attika
(Atti­ka eingeschoben)

Die Hälf­ten der Atti­ka sind unter­schied­lich und kön­nen inein­an­der gescho­ben wer­den. In die rechts zu sehen­den Falz greift nach­her die Klammer.
Am Ende soll­te das so aussehen:

attika
(Atti­ka)

attika in wasser
(Atti­ka im Wasser)

Die Atti­ka muss nun aus­ge­rich­tet und danach von oben in das Dach ver­schraubt wer­den. Vor­boh­ren nicht vergessen!

attika fast fertig
(Atti­ka fast fertig!)

Es wur­de Zeit für eine aus­ge­dehn­te Pau­se über die Mit­tags­zeit, denn das Dach erreich­te mol­lig 60 Grad Cel­si­us Oberflächentemperatur.

sonne brät
(PAUSE!)

Am Nach­mit­tag schraub­te ich dann noch die lin­ke Atti­ka an die gara­ge. Das war nur noch eine Fin­ger­übung und ging schnell.

Jetzt wird es kniffliger!
Die Atti­ka für die Regen­rin­ne! Jaaaa, die Regen­rin­ne ist ver­deckt. Und jaaa, genau, der Her­stel­ler hat eine „rich­ti­ge” Regen­rin­ne für das Dach vor­ge­se­hen, die ich aber so nicht unter­brin­gen woll­te, da ich um jeden Zen­ti­me­ter Stell­platz vor der Gara­ge kämp­fen muss­te. Im Bild unten könn­te man nun auch noch die „Täler” der Dach­plat­ten mit einer Rohr­zan­ge (und einem Lap­pen zum Schutz) nach unten bie­gen. Dies lei­tet das Was­ser schnel­ler in die Regen­rin­ne. Mit einer Gera­den Kan­te schiesst es wei­ter raus. Da mei­ne Regenr­in­ner schmal ist, habe ich die­sen Rat spä­ter befolgt (nicht in Bildern).

attika an regenrinne
(Atti­ka Regenrinne)

Ja, da ist der Abstand­hal­ter wohl etwas zu lang aus­ge­legt. Das muss man ändern.

Abstandhalter markieren
(Abstand markieren)

Markierung
(Abstand­hal­ter markiert)

neue halterung
(Umge­bo­gen)

Mit dem Schraub­stock und einem Ham­mer den­gel­te ich mir die Hal­te­rung neu. Die Nase, die nach innen stand muss­te aber weg, die stört bei der Montage.

abgeflext
(abge­flext)

Rich­tig, die Schei­be auf dem Win­kel­schlei­fer ist zum glät­ten. Der Rand soll­te ja nicht mehr scharf­kan­tig sein.

geglättet
(Kein Aua mehr!)

Abstandhalter fertig
(Die Abstand­hal­ter sind fertig)

Bereit zur Montage!

passt!
(Wie dafür gemacht)

passt!
(So geht das!)

Da die Atti­ka vom Werk aus groß­zü­gig aus­ge­legt war (in den meis­ten Fäl­len hat man halt genug Platz), muss­te ich nun noch eine Aus­spa­rung für das Fall­rohr herstellen.

fallrohr markiert
(Fall­rohr markiert)

fallrohr geschnitten
(Geschnit­ten und gefalzt)

fallrohr passt
(Fall­rohr passt!)

regenrinne hinter attika
(Regen­rin­ne hin­ter Attika)

Die Atti­ka wird nun bün­dig aus­ge­rich­tet und von oben sowie in den Ecken verschraubt.

attika ausrichten
(Atti­ka ausgerichtet)

von oben verschraubt
(Obe­re Verschraubungen)

attika ecke verschraubt
(Ecke verschraubt)

Das Gara­gen­tor!

Davor hat­te ich einen völ­lig unbe­grün­de­ten Respekt.
Ist aber ganz einfach:

- Tor in die Gara­ge an die Wand lehnen
– Drei Leu­te: zwei drin­nen, einer draussen
– Zu zweit das Tor gegen den Tor­rah­men lehnen.
– Aus­rich­ten mit Hel­fer aus­ser­halb. Der kon­trol­liert die kor­rek­ten Abstän­de zum Rahmen.
– Wenn aus­ge­rich­tet, das Tor ein­fach nur an den Sei­ten direkt mit dem Tor­rah­men ver­schrau­ben. Vorbohren!

verschraubung garagentor
(Simp­le Ver­schrau­bung durch das Tor in den Torrahmen)

- Unte­re Ver­stre­bung abschrau­ben und entsorgen.
– Tor­füh­rung oben in Klam­mern ein­hän­gen, die an die Wän­de gehängt und ver­schraubt werden.

torführung einhängen
(Tor­füh­rung ein­hän­gen und ausrichten)

torführung einhängen
(Am Haken verschrauben)

seitenführung verschrauben
(Sei­ten­füh­rung verschrauben)

- Tor öff­nen, kor­rek­te Abstän­de aus­mes­sen und das Tor auf Leicht­gän­gig­keit prü­fen, dann Tor­füh­rung und mit den Hal­te­bü­geln verschrauben
– Klemm­schutz anbringen:

klemmschutz schwingtor
(Klemm­schutz)

griff anschrauben
(Griff anschrauben)

- Griff anschrauben
– FERTIG!

Der Öff­nungs­be­reich die­ses fast drei Meter hohen Tores ist wirk­lich erstaun­lich! Es nimmt nicht viel Platz weg:

öffnungsbereich
(Öff­nungs­be­reich)

Naja, wir sind fast fer­tig! Jetzt noch die Näh­te aus­sen zwi­schen den Wand­ele­men­ten mit Acryl aus­sprit­zen und mit der mitt­ge­lie­fer­ten Far­be dünn über­strei­chen. Nicht zu dick auf­tra­gen! Das ver­färbt sich. Woher ich das wohl weiss? :-/

Jetzt kam die Hochzeit!

Wir scho­ben unse­ren Wohn­wa­gen in die Garage!

wohnwagen in garage
(Wohn­wa­gen passt rein?)

Höhe passt!
(Höhe passt!)

länge passt
(Län­ge passt auch!)

breite passt
(Brei­te passt!)

Puuuh! Die gute Vor­be­rei­tung hat sich also gelohnt. Am Ende hat alles genau­so gepasst, wie es sollte.
Auch wenn es nicht so aus­sieht: Man kann die Tür tat­säch­lich noch öff­nen und mit einer klei­nen Klapp­box in den Wohn­wa­gen gehen.

Und noch ein­mal der Öffnungsbereich:

öffnungsbereich
(Krass!)

Das Pro­jekt Cara­vanga­ra­ge ist damit abgeschlossen. 🙂

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