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- 1 Hersteller
- 2 Systeme
- 3 Atari Lynx
- 3.1 Atari ST
- 3.2 Atari VCS (VCS 2600)
- 3.3 Amiga
- 3.4 Apple Performa 5200
- 3.5 BBC Micro
- 3.6 Brotkasten
- 3.7 ColecoVision
- 3.8 Commodore 264-Serie
- 3.9 Commodore C16
- 3.10 Commodore C116
- 3.11 Commodore C64
- 3.12 Commodore C65
- 3.13 Commodore PET/CBM
- 3.14 Commodore Plus/4
- 3.15 Commodore SX64
- 3.16 Commodore VC 20
- 3.17 Fairchild Channel F
- 3.18 Game Boy
- 3.19 Interton VC4000
- 3.20 Robotron KC-Serie
- 3.21 Mattel Intellivision
- 3.22 Magnavox Odyssey
- 3.23 MEGA 65
- 3.24 MSX
- 3.25 Nintendo NES (Nintendo Entertainment System)
- 3.26 Nintendo SNES (Super Nintendo Entertainment System)
- 3.27 Nintendo 64
- 3.28 Philips G7000/G7400
- 3.29 Philips G7200
- 3.30 Philips G7401
- 3.31 Schneider CPC-Serie
- 3.32 Schneider Joyce
- 3.33 Sega
- 3.34 Sega Master System
- 3.35 Sega Saturn
- 3.36 Sega Dreamcast
- 3.37 Sega Game Gear
- 3.38 Sinclair QL
- 3.39 Sinclair ZX81
- 3.40 Sinclair ZX Spectrum
- 3.41 Sony Plastation
- 3.42 Texas Instruments TI-99/4A
- 3.43 Web.it
- 4 Software
- 5 Zubehör
- 6 Personen
Unfair, gemein, parteiisch, sarkastisch und politisch vollkommen unkorrekt: Hessis Homecomputer- und Telespielglossar. Man sollte über sein Hobby auch lachen können. Die meisten Retro-User können das auch, nur einige Amiganer verstehen keinen Spaß, wenn es um ihre Amiga (spanisch für „Freundin“) geht. Das trifft aber auch auf Atarianer zu, die sind allerdings seit eh und je nur Opfer. Pro-Tipp: einfach nicht weiterlesen!
Hersteller
Amstrad
Unbritisch-britische Firma von Unterhaltungselektronik. Im Jahre 1968 von Alan M. Sugar gegründet. Machte den gleichen Scheiß wie seinerzeit hierzulande Schneider – nur eben in erfolgreich. Lies die bekannte CPC-Heimcomputer-Reihe aus billigen Billigteilen entwickeln und verkaufte sie zu Discount-Preisen an Leute, die einen Computer suchten, der zur schrottigen „1.000-Watt“-Kompaktanlage aus dem gleichen Hause passte. Übernahm 1986 die Fa. Sinclair und vertrieb auch deren Speccies weiter. Übernahm ebenfalls den nicht mehr existenten deutschen Heimcomputermarkt, nachdem Schneider in den späten 1980ern in den Sack gehauen hatte.
Atari
Amerikanische „Computer“firma (*kicher*), gegründet 1972 vom mittellosen Nolan Bushnell. Hersteller von Spielautomaten, Telespielen, Computern für Spiele und Spielen für Computer. Bekannte Produkte: Pong, Pacman, VCS (VCS 2600), Atari 800XL und Atari ST. Im Jahr 1984 vom Commodore-Gründer Jack Tramiel übernommen. Seit 1996 untoter Wiedergänger. Zwischenzeitlich ein Label für diverse Spielehersteller und immer wieder mal pleite. Damit haben die aber wirklich reichlich Erfahrung und beherrschen das besser als Spiele zu coden. Aktuell im Begriff Computerspiele-für-Leute-die-Computerspiele-hassen auf den Mobiltelefonmarkt zu werfen. Ja, genau, das klingt nicht nur wie eine Scheißidee, das ist es auch. Leben augenscheinlich vom Verkauf von T-Shirts an Hipster.
Apple
Amerikanischer Hersteller der besten Computer, tollsten Betriebssysteme und ansprechendsten Produkte der Welt. Gegründet 1976 von his Steveness Steven Jobs und dem besten Hardwareentwickler aller Zeiten, Prof. Dr. Dr. Steve Wozniak. Ohne Apple würden PC-Benutzer immer noch DOS-Befehle eintippen. Apple-User haben generell einen kleinen Zipfel.
Commodore
Amerikanische Computerfirma, gegründet 1954 von Jack Tramiel. Dieser verließ 1983 Commodore im Streit und kaufte Atari. Commodore war berüchtigt dafür, Reste aus der Lagerbereinigung auch Jahre später noch in Produkte zu verbauen – notfalls passend zum neuen Gehäusedesign angepinselt. Wirre Produktpalette, aber dynamische, ahnungslose und arrogante Manager. Steter Niedergang. 1994 Exitus. Seitdem untoter Wiedergänger. Wechselnde, halbseidene Besitzer, die den Markennamen an dubiose Fernost-Hersteller lizenzieren, die absurd teure Produkte fragwürdiger Qualität darunter verkaufen. Ein Lizenznehmer verschachert sogar beige angemalte „Pro-Gamer“-Tower-PCs im C64-Look. Es wurden auch schon Einsteiger-Androiden gesehen, die – durch das C=-Logo geadelt – zu HighEnd-Preisen feilgeboten wurden. Wäre es nicht so traurig, könnte man ja lachen.
Interton
Hörgerätehersteller aus Deutschland, der zeitweise auch Telespiele (VC4000) entwickelte und produzierte. Wurden auch als Grundig oder Radiofin umgelabelt. Auch eine der wenigen noch existierenden Firmen der damaligen Zeit. Beim Kauf der Hörgeräte wurde damals immer eine Konsole beigelegt, sodass die verwöhnten Kackbratzen-Enkel in den Besitz dieser uncoolen Teile kamen. Es gibt auch einen Emulator für AmigaOS: Loser-System auf einem Loser-System, passt ja.
Microsoft
Erfolgreicher amerikanischer Kopier- und Ausspähkonzern. Gegründet 1975 vom Studienabbrecher Bill Gates (Beruf: Sohn) und seinen langhaarigen Komplizen.
Winzigweich kopiert jede Idee, derer man habhaft werden kann, und implementiert diese dermaßen umständlich in das eigene verkorkste „Betriebssystem“, dass niemand diese neue Funktion benutzen will oder kann. Erfolgreichste Kopien: DOS, Office und Windows. Letzteres lässt sich mit der Maus so beschissen bedienen wie DOS mit der Tastatur.
Lizenzierte in den 1980ern die Programmiersprache BASIC – die selbstverständlich auch geklaut war – an die meisten namhaften Heimcomputerproduzenten. Brachte in den 2000er Jahren Telespiele auf den Markt, die sie unter Wert verkaufen mussten, damit überhaupt jemand die Kisten mitnahm. Weltweit die einzigen Telespiele mit „Blue Screen of Death“.
Würde J. Edgar Hoover noch leben, würde ihm bei Anblick des immer weiter steigenden Ausmaßes der Kundendatensammelwut von Windblow$ die Schamesröte ins Gesicht steigen.
Die Klitsche gibt es immer noch, auch wenn keiner weiß, wie die ganze Scheiße überhaupt so weit kommen konnte. Gilt als bestes Beispiel, dass Korruption und Erpressung von Firmen sehr wohl zum Erfolg führen kann.
Nintendo
Japanischer Spielkartenhersteller, welcher in den 1970ern auf die bescheuerte Idee kam, Telespielchen herzustellen. Wurde bereits 1889 gegründet. Der Laden hält sich bis heute, da er sich auf grenzdebile, infantile Erwachsene und Kinder spezialisiert hat – also auf 90% der Weltbevölkerung. Produzieren Billigsthardware und verchecken die für teuer Geld, so dass die auch massenhafte Raubkopiererei nicht stört. Markenzeichen sind zwei fette italienische Brüder mit Pornobalken im feisten Mondgesicht – verstehe das wer will. Verklagen jeden, der ein Video von deren Spielchen veröffenlicht oder deren Namen verwendet… Moment, die GSG9 klopft gerade die Haustür ein…
Robotron
Volkseigener Betrieb aus der Ostzone mit coolen Namen. Vetrieb auch unter den Namen „Präsident“ und „Somtron“ *kicher* Peripheriegeräte in (West-)Deutschland. Aufgrund des enromen Gewichtes der Geräte war der Transport deutlich teurer als die Herstellungskosten. Stellten auch die Mechnanik für Commodore Typenraddrucker her: Unfähigkeit trifft Inkompetenz.
Schneiderwerke
Deutscher Hersteller von günstiger Unterhaltungselektronik eher zweifelhafter Qualität. Gegründet 1898, endgültig ruiniert 2005. Ebenfalls untoter Wiedergänger als Markenname für Dinge, die ohne das Schneider-Logo unverkäuflich wären. Markenzeichen der Geräte: graubraune Farbe, übles Design, benutzen gerne Presspappe und Sperrholz für die Gehäuse ihrer Produkte. Unterhielt die Schneider Computer pision, die die Amstrad CPC-Serie in Deutschland vertrieb.
Sinclair Research
Britische Firma, 1962 von Sir Clive Sinclair gegründet. Stellte Homecomputer her, die über eine Tastaturattrappe verfügten. Geräte folgten der Maxime: „Klein, schwarz, schwach“. Form, Farbgestaltung und Funktion sprachen eine eher spezielle Kundschaft an. Bekannte Rechner: ZX80/81, ZX Spectrum, Sinclair QL. Wurde 1986 von Amstrad übernommen und überlebte so ziemlich alle anderen Hersteller aus den 80ern. Fertigt seit den 1990ern auch Elektromobile – die sehen aber auch nicht besser aus, als die Computer.
Sony
Japanischer Unterhaltungselektronikriese. War mal vor 20 Jahren dick im Geschäft und sogar innovativ. Gäbe es die jetzt plötzlich nicht mehr, würde das niemand bemerken. Sind solche Spätzünder, dass die erst mehr als 10 Jahre nach den anderen Herstellern den Videospielmarkt für sich entdeckten. Glauben, aus deren Hintern scheine die Sonne und sie könnten alles wo Sony draufsteht zu völlig überzogenen Preisen verkaufen. Ähnliche Kundschaft wie Apple, nur in dumm: Fabrikarbeiter mit Doppelschicht und Kohle, die in Bier, Sony-Geräte und Cluburlaub investiert wird.
Systeme
Acorn Archimedes
Britischer ‚Wissenschaftscomputer‘ *kicher* für Leute, die zu dumm für einen Commodore Amiga waren, aber trotzdem etwas „Besseres“ als der gemeine Pöbel haben wollten. Der ARM-Prozessor war seiner Zeit voraus, nur leider gab es keine Spiele dafür, außer ‚Elite‘ in noch hässlicher. Fangemeinde: Akademiker mit Realitätsverlust.
Atari 400/800
Sehr frühe (1979), aber leistungsfähige Heimcomputer der Spielefirma Atari. Die Geräte waren gegen den Apple II lanciert worden, hatten aber für ein Produkt einer Spielefirma einen viel zu knackigen Preis. Der 400er hatte eine Tastaturimitation aus bunt bedruckter Folie, der 800er neben einer echten Tastatur gleich zwei Schächte für ROMs, so dass man das BASIC-Modul UND ein Spielemodul gleichzeitig einsetzen konnte. Der 800er machte einen durchaus seriösen Eindruck, wären da nicht an der Front die vier(!) Joystickports. Intern waren die Rechner durch eine geschlossene, massive Druckgussverkleidung gegen Strahlungen von Staubsaugern, Neonlampen und Atombomben geschützt. Fangemeinde: groß, Ebay-Preise: Hosssssa! Sind halt selten.
Atari 600XL/800XL
Direkte Nachfolger der Atari 400/800-Serie. Nahezu 100% kompatibel in Hard- und Software – kein Wunder, war ja nichts Neues in den Kisten verbaut worden! Hilfloser Versuch, Marktanteile gegen den eigentlich noch schlechteren C64 zu behaupten. Design war sogar relativ elegant, die Verarbeitung besser als Produkte der Mitbewerber. Aber wer wollte denn bitte einen Computer von einem Spielehersteller?! Auf dem Schulhof musste man peinlich berührt schweigen, wenn das Gespräch auf Computer kam. Oder man sagte lieber, man habe gar keinen Computer, als dass man zugab einen von Atari zu besitzen. Atari-Besitzer waren neidisch auf die Raubkopien-Sammlungen der C64-Eigner. Fangemeinde: peinlich berührt. Preise: geschenkt ist noch zu teuer!
Atari Lynx
Ein gescheiterter „Konkurrent“ für den Nintendo Game Boy. Er war so übel designt, dass er schneller die Batterien leer saugte, als man ‚California Games‘ sagen konnte. Wenigstens musste man danach nicht mehr die verwaschene, kontrastarme „Grafik“ der erbärmlich schlechten Spiele ertragen. Aber wie alles von Atari wird dieses Augenkrebs verursachende Schrottteil von den Atarianern vergöttert. Es hat sogar einen eigenen, ausführlichen Wikipedia-Eintrag!
Atari ST
Schamlos 1985 vom Commodore Amiga kopierte Heimcomputerserie von Atari. Merkmale: billig, unbunt, klanglos, langsam, instabil, grau. Wurden mit Hilfe von Werksspionage in Rekordzeit entwickelt, nachdem Jack Tramiel von Commdore zu Atari wechselte und den Bieterstreit um die Firma Amiga verloren hatte. Wurden mit der heißen Nadel gestrickt, sodass die ersten Serien noch handverdrahtet die Fabrikhallen, Garagen und Verschläge verliessen. Auslieferung mit dem SM24 S/W-Monitor. Musiker griffen zu diesen Kisten, weil sie serienmässig eine Midi-Schnittstelle boten. Der noch aus 8-Bit-Computern stammende Soundchip verursachte mit einen Krächzgenerator und zwei Stimmbrüchen einen sofortigen Hörsturz. Grafische Oberfläche – nicht mal selber entwickelt – bot dem geizigen, aber musikalisch hoffentlich begabten Mausschubser, genug Platz sich auszutoben, bis er mal wieder bei einem Crash Bömbchen auf dem Screen zählen durfte. Zum Gluck hatte 1994 Atari ein Einsehen und der Spuk ein Ende. Da half auch der hoffnungsfrohe grüne Desktop nichts, den man natürlich nur auf einem Farbmonitor sah. Fangemeinde: groß. Preise: von nehm-ich-mit bis zu wofür-denn-du-spinner?
Atari VCS (VCS 2600)
Erfolgreichstes Telespiel seiner Generation. Design: Das Armaturenbrett eines Cadillac Impala kreuzte sich wild kopulierend mit der Eiche-Rustikal-Schrankwand von der Oma. Das VCS wurde in Europa trotz seines Aussehens gekauft, in den USA, weil es dort zur geschmacklos-rustikalen Wohnzimmereinrichtung passte. Das VCS verkörpert Atari bis heute und ist in etwa auch genau so seriös. Es gab für die Kiste gefühlte 2-3 Millionen Spielmodule und sogar ein Modul, das es ermöglichte Originalmodule auf Audio-Cassette zu kopieren. Das Teil war genauso grausam zu programmieren wie es aussah. Die zweite Generation sah sogar noch übler aus, als die erste. „Junior“ hiess das Ding – ja so sah es auch aus: klein, billig, geschmacklos. Fangemeinde: jammernde Opfer. Ebay-Preise: Blödsinn, kauft den Scheiss auf dem Flohmarkt!
Amiga
Computerserie von Commodore. Der Konkurrenz um Jahre voraus. Grandios von jungdynamischen „Entscheidern“ vor die Wand gesetzt. Der Amiga 1000 erschien 1984. Wurde in der Frankfurter Oper mit einer an Langeweile kaum zu übertreffender Show fachwissenfrei von Frank Elstner präsentiert. Die Serie wurde kaum weiterentwickelt, sollte aber plötzlich vom Heimbereich über die Raubkopiererszene sowie über die Buchhaltung und die Marketingabteilung, jedem Einsatzzweck gerecht werden. Gleiche Technik wurde in unterschiedliche Gehäuse gepackt und zu unterschiedlichen Preisen verkauft. Wurde als Telespiel entwickelt und endete auch als solches. Hatte bereits eine Maus (Rollkugeleingabegerät) und eine grafische Oberfläche auf der die Leute herumklicken konnten, bis ein Bildschirm mit Guru-Meditation-Schriftzug erschien, als IBM noch laut auf seinen Modell M-Tastaturen klapperte. Dem Amiga verdanken wir die erste große Virenschwemme. Fangemeinde: groß und fanatisch. Im Prinzip die Taliban der Retrocomputing-Szene. Preise von billig bis zu „lass-meine-brieftasche-los-du-geldgeier“
Apple Performa 5200
Was kommt raus, wenn BWL-Vollhorste die Eckdaten eines Computers festlegen? Nix gutes, bzw. der grandiose Verkaufserfolg Performa 5200. Diese 75 MHz-Krücke mit einem kastrierten Systemtakt von schnachlangsamen 25 MHz war die Inkarnation des Silikon gewoirdenen Komas. Erweitern konnte man diese Kiste nicht, denn sie steckte mit einem CD-ROM-Lauferk im gleichen hässlichen Gehäuse wie der Monitor. Man muss es selber einmal erlebt haben, sonst glaubt man nicht, wie langsam sich so eine Möhre anfühlt. Der Kollege hat oft sogar noch einen Infrarotempfänger für eine Fernbedienung und eine TV-Karte eingebaut, deren Qualität jeden Blindenhund dazu nötigt jaulend den Raum zu verlassen. Apple hätte es, alleine nur durch diese Kiste, verdient. gurgelnd im Lokus der Geschichte zu verschwinden.
BBC Micro
Der eigentliche Hersteller war eigentlich Acorn, aber weil die Kiste im britischen Staatsfunk als (abschreckendes) Lehrbeispiel diente, landete sie prompt im staatlichen Unterricht – und damit in den Haushalten der stattlichen Besserverdiener-Eltern. Acorn hatte das Ding in vier Tagen zusammengelötet, und leider sah es auch genauso aus. Technisch durchaus anspruchsvoll und innovativ. Dafür kostete es aber auch so viel wie ein gebrauchter Kleinwagen – war nur nicht so schnell und hatte noch weniger Erfolg als ein Morris Minor außerhalb des britischen Marktes. Was der Rost für Autos war, war die dicke Staubschicht für den BBC Micro.
Brotkasten
Name für den C64 in der Ur-Form, die er vom VC20 geerbt hatte. Unwissende nennen auch den C64-II im flachen Gehäuse Brotkasten. Dieser sieht aber höchstens aus wie ein weißer angemalter Brotkasten, über den ein Lkw gefahren ist. Der echte Brotkasten sieht aber aus wie ein Brotkasten, nur dass kein Brot hineinpasst. Außer ein paar Scheiben Toast vielleicht.
ColecoVision
Klobige Spielkonsole mit Controllern, die niemand länger als zehn Minuten halten konnte, ohne unmenschliche Ganzkörperverspannungen zu erleiden. Coleco warb zwar mit „Arcade-Qualität„, aber daher stammt ja der Name der Konsole: „Vision“. Die wenigen Spiele brachten allesamt schlechtere Grafik auf die heimische Glotze. Konnte Atari-VCS-Spiele abspielen – weil eigene Ideen fehlten oder weil man einfach nur kackendreist war? Fangemeinde: Liebhaber von guter Grafik.
Commodore 264-Serie
1984 Commodores Antwort auf eine Frage, die niemand gestellt hatte. Sollte angeblich von Tramiel vor dessen Weggang auf den Weg gebracht worden sein. In der Geschichte der Computertechnik gab es sicher nettere Abschiedsgeschenke. Zur 264-Serie gehören C16, C116, Plus/4. Alles die gleiche Jauche, nur in anderen Kübeln.
Commodore C16
Sieht aus wie ein schwarzer 64er, kann aber eigentlich nicht viel mehr als ein VC20. Nicht mal die Joysticks der Vorgänger passen. Nur im einer Sache schneller als der C64: im kaputtgehen! Fangemeinde: Naja, der läuft so mit, wenn man einen hat ist gut, wenn nicht, noch besser. Preise auf Ebay: Porto ist teurer.
Commodore C116
Gehäuse wie aus dem Kaugummiautomaten, gummibewehrte Tastaturimitation, genauso wenig Speicher wie der C16. Das Erscheinen wurde schon vor der Veröffentlichung mehrfach dementiert. Irgendwer scheint aber Probleme gehabt zu haben, die Bedeutung des Wortes „Nein“ zu erfassen, so dass der C116 in den Läden Staub ansetzen konnte. Fangemeinde: nicht wirklich vorhanden. Ebay-Preise: Hoch! Gibt ja kaum noch welche, da die meisten Besitzer froh waren, als der Dreck endlich kaputt war.
Commodore C64
Erfolgreister Computer aller Zeiten in absoluten Verkaufszahlen. Die schräge Hardware wurde nur durch das rudimentäre BASIC noch übertroffen. Raubkopiergerät Nummer eins der 80er Jahre. Besass man einen CeVi, galt man als Computerfreak, konnte man ein Spiel starten, galt man als Hacker. Fetisch für die Ewiggestrigen. Da millionenfach, selbst beim Aldi, verkauft, auch heute praktisch nichts wert. Ebay-Sofortkauf-Preise dienen nur zur Erheiterung der Szene. Große Fangemeinde von Leute, die Probleme haben, eine Maus motorisch unter Kontrolle zu bekommen.
Commodore C65
Prototyp, welcher 1993 nicht veröffentlicht. Zweifelhafter Nutzwert. 99,99 % der Bevölkerung kennt ihn nicht, 0,01 % liebt ihn, 0,01 % hasst ihn – aber von den 0,02 % will ihn jeder haben. Gilt als einer der Sargnägel Commodores und als feuchter Traum jeden Nerds. Vermutlich der leistungsfähigste 8-Bit-Rechner. Ebay-Preise erreichen die Regionen neuer Mittelklassefahrzeuge.
Commodore PET/CBM
Die Urahnen des C64. Sahen aus wie Schreibmaschinen mit oben aufgespaxtem Monitor und passten optisch gut in jedes Atomkraftwerk mit Havariepotenzial. Dazu passend: Gruselig grün leuchtende Monitore – damit man auch im Dunkeln noch Tabellenkalkulationen machen konnte. Spiele gab es auch dafür: China-Syndrom, Reaktorkatastrophe und Atom-Tycoon. Nein, das ist natürlich nur ein Spaß! Es gab keine Spiele für diese Leistungsverweigerer. Fangemeinde: Verstrahlte Buchhalter mit Hang zum irrationalen Irrsinn.
Commodore Plus/4
Die eierlegende Wollmilchsau mit vier eingebauten Applikationen, die alles können sollte, aber so richtig nichts konnte. Wurde zum Lebensende auf den Shoppingkanälen im 10.000er Pack zu symbolischen Preisen verramscht. Wollte aber auch dann immer noch keiner haben. Fangemeinde soll es angeblich geben. Preise bei Ebay: tralala, gab ja genug davon.
Commodore SX64
Riesenklotz mit Minibildschirm, sieht aus wie ein Oszilloskop nur in hässlich . Da steckt auch noch eine 1541-Floppy drin. Tastatur dient als Deckel. Kann nix besser als ein normaler CeVi, ist (und war) dafür aber heftig teurer. Soll tragbar sein, sorgt aber nur für einen Bandscheibenvorfall. Der Bildschirm lässt den Wunsch nach einer Brille mit 25 Dioptrien aufkommen. Gesuchte Ersatzteile sind Tastaturkabel, blaue Deckelchen für den massiven Tragegriff und Spachtelmasse für die viele Löcher, die die Vorbesitzer in das Gehäuse gebohrt und gesägt haben. Die Preise im unteren dreistelligen Bereich.
Commodore VC 20
Einfachst-Computer, der 1980 angeblich um einen Videochip für ein Terminal herum entwickelt wurde. Textauflösung wie ein Webegeschenktaschenrechner, nur in bunt. Hiess eigentlich VIC 20, aber Commdore Deutschland hatte nicht im Duden nachgeschlagen und meinte VIC wäre ein schlimmes Pfui-Wort. Dabei wird doch der Fick ganz anders geschrieben. Wurde wegen des geänderten Namens dann doch nicht an die Schwinger-Club-Kette verkauft. Auf der Verpackung wurde er mit „Volkscomputer“ beworben. Gerüchte, dass dort ein KdF-Prozessor verbaut wäre, erwiesen sich als böswillige Angriffe der nicht vorhandenen Konkurrenz. Ursprünglich in weisser Farbe ausgeliefert, changieren die Farben nun zwischen Nikotingelb und Senffarben. Fangemeinde eher von der ruhigen Sorte. Preise bei Ebay gehen in Ordnung.
Fairchild Channel F
Die erste Konsole überhaupt, die mit Modulen daherkam, um die Kunden auch langfristig abzuzocken! So alt, dass die meisten Retro-Nerds noch in den Sandkasten kackten, als das Ding auf den Markt kam. Moment … machen Retro-Nerds das heute nicht auch noch? Egal. Spiele in Schwarz-Weiß und Klötzchen Kotz-Grafik – da war selbst Pong spannender. Fangemeinde: pensionierte Museumswärter und unterbezahlte Technik-Historiker an der Universität von Pixelbreihausen an der Mattscheibe.
Game Boy
Nintendos aufgedunsener Game & Watch-Nachfolger. Schwarz-Weiß-Display, vier Batterien, ein aus der UdSSR gestohlenes Tetris und Milliardengewinne – mehr benötigten die Nintendo-Manager nicht, um sich jede Nacht in den Schlaf zu lachen. Das Display des Game Boy war der Hauptgrund für die Gründung der Optikerkette Fielmann und kurbelte den Absatz von Blindenhunden weltweit an.
Interton VC4000
Seltsames Telespiel, welches damals jedem Hörgerät beilag, und dass man sogar in Modul-Ausführung in einige Grunddigfernseher schieben konnte. Fand daher große Verbreitung, vor allem unter Liebslingsenkeln. Aber nicht nur das Telespiel gab es umsonst, nein auch das Mitleid der Mitschüler, wenn man den Fehler machte und erwähnte, dass man so eine Kackkiste besaß.
Robotron KC-Serie
„Computer“-Serie aus der Zone. KC steht für Kleincomputer. Aber die Leute in der Tätärää hielten ja auch den Trabi für ein Auto. Wurde von einem Z80-Nachbau (nur eben langsamer), dem U880 betrieben. Alleine für diese Dreistigkeit hätten die Amis in der Ostzone einmarschieren sollen. Benutzt einen sächsichen BASIC-Dialekt (Bsp.: bränt, föhr, nächsd, gödö)
Mattel Intellivision
Telespiel vom Barbiepuppenhersteller, der dachte, er könnte jeden Scheiß auf den Markt kloppen. Das Gerät war ein toller Erfolg – wenn man Erfolg daran misst, wie viel Geld man verbrennt. Mattel kündigte eine Computererweiterung an, die aber erst kam, als die amerikanische FCC androhte, jeden Tag 10.000 $ Strafgeld einzuziehen, wenn die Kunden nicht endlich beliefert würden. Dieser Albtraum in Braun und Gold war tatsächlich ‚besser‘ als das Atari VCS, aber wer wollte schon „besser“, wenn „schlecht“ bereits reichte? Controller mit Ziffernfeld – für Leute, die auch ihre Telefonnummer im Spiel eingeben wollten, oder was? Fangemeinde: Sammler von Kuriositäten.
Die Ursuppe aller Telespiele. Die Odyssey kam ohne Mikrocontroller aus, denn sie bestand nur aus ein paar lieblos zusammengebratenen Transistoren und Widerständen. Sie war also so analog, dass man fast noch mit dem Lötkolben spielen musste. Benutzte bunte Overlay-Folien für den Fernseher – weil die ja auch alle gleich groß waren, oder was? *facepalm*
Spielspaß? Muhahaha! Vergiss es! Der einzige Sound, den es bei dem Schrott gab, war der Klang, den die Verkäufer beim Klingen der Kasse vernahmen! Trotzdem kopierte Atari-Gründer Nolan Bushnell illegal-scheissegal das Basisspiel der Konsole und brachte es als das Arcadespiel „Pong“ auf den Markt. Jeder Trottel glaubt heute, dass Bushnell Pong erfunden hätte. Fangemeinde: Leute, die Lochkarten sammeln und Birkenstock tragen.
MEGA 65
Wenn ein alter Homecomputer ein harter Rohrkrepierer war, der eine ganze Firma mit in den Abgrund riss und der nicht einmal das Alphaentwicklungsstadium erreichte, was macht man da? Richtiiiig! Man baut die Rotze nach und verkauft sie heute für noch mehr Kohle als das Original! Was soll schon schiefgehen, wenn täglich ein neuer Kunde aufsteht, dessen IQ umgekehrt proportional zum Kontostand ist, der sich begeistert über den Tisch ziehen lässt und die dabei entstehende Reibungshitze seiner schmelzenden Kreditkarte für die wohlige Wärme der Retro-Community hält. Unnötig zu sagen, dass für diesen Fake-Computer einige Originale vernichtet werden mussten, aber selbstverständlich nur für einen guten Zweck. Die Fangemeinde findet man hier.
MSX
Das „M“ steht für Microsoft. Denkbar schlechtes Vorzeichen für eine Computerserie, die von zig Herstellern 1982 gegen den neu lancierten Commodore C64 entwickelt wurde. Klar, dass Philips und Sony da ihre Finger im Spiel hatten, aber auch zahlreiche andere japanische Firmen der Unterhaltungselektronik wollten an MSX verdienen. Selbstverständlich einigte man sich umgehend auf den kleinsten gemeinsamen Hardwarenenner und so hob ein C64-Eigner nicht einmal die linke Augenbraue beim Überfliegen der Systemspezifikationen. Viele Köche verderben den Brei, ist doch klar. Aber wie ein Nest mit Kakerlaken, war auch MSX nicht beizukommen. Sogar eine zweite sowie eine dritte und vierte Serie (nur in Japan) wurde von dem Müll noch bis in die 90er Jahre verkauft. Vor allen Japaner mochten die Möhren, aber was erwartet man von Leuten, die Harakiri als ehrenvolle Art aus dem Leben zu scheiden ansehen? Richtig! Masochismus! Fangemeinde: ja, groß. Preise bei Ebay: im Keller bis verstörend hoch.
Nintendo NES (Nintendo Entertainment System)
1983 erschienenes System. Wurde mitten in den Telespielcrash verkauft, weil die Entscheider den Schuss nicht gehört hatten. Unglücklicher Weise gab es genügend Käufer, die mit der Bedienung eines Computers hoffnungslos überfordert waren und deren IQ mit der Temperatur des Gemüsefachs im Kühlschranks korrelierte, so dass diese wenig leistungsfähige Konsole doch ein Erfolg wurde. Fangemeinde: alle bescheuert geblieben. Preise: beknackt hoch.
Nintendo SNES (Super Nintendo Entertainment System)
„Super“ war an dem Ding nur der Preis und die Dummheit der Käufer. Die Module waren aber so verdammt groß, dass selbst ein geistig minderbemittelter Bewegungslegastheniker – also der normale Nintendo-Kunde – ein Spiel ohne fremde Hilfe wechseln konnte. Die Grafik war… bunt. Geräusche kamen auch aus der Glotze. Bot eigentlich nix anderes als das NES, wurde aber wie geschnitten Brot verkauft. Nintendo muss sich ein Loch in den Anus gefreut haben, dass so viele Kunden so viel Kohle in so wenig Technik steckten. Neben den Fabrikhallen in Kyoto entstanden drei Geldspeicher. Fangemeinde: fanatisch. Preise: fantastisch.
Nintendo 64
Knubbelige Spielkonsole mit Modulen(!), heruasgebracht 1996. Alle Welt benutze damals schon CDs, nur Nintendo war zu blöd ein Laufwerk in die Konsole zu frickeln. Aber der normale Nintendo-Kunde benutzte zu dieser Zeit auch noch einen Plattenspieler. Nintendo hoffte, dass die Zahl „64“ etwas Glanz vom Commodore 64 auf diese wenig leistungsfähige Konsole werfen würde. Wurde mit Silicon Graphics entwickelt – bekannt für deren Spieleerfahrung, oder was? (*kopfschmerz*) In 3D waren die fetten Italienerbrüder auch nicht schöner. Fangemeinde: 64 Personen weltweit. Preise: nach Kilogramm.
Philips G7000/G7400
In den Staaten seit 1978 als Magnavox Odyssey bekannt. Hat eine nutzlose Analogtastatur (also analog zu Analogkäse, gell?). Um die 60 Module wurden dafür veröffentlicht. Die grafischen Fähigkeiten lagen zwischen einem Pong und einem Atari VCS, der Sound zwischen einem 5-Euro-Funkwecker aus dem Lidl und einer alten Autohupe. Das Teil konnte man nicht mal auf die gigantischen, eckigen Glotzen der 70er-Jahre stellen, da es selbst dafür viel zu groß (tief) war. Der Nachfolger von 1981 hiess G7400 und bot neue, völlig sinnlose Hintergrundgrafiken bei den gleichen alten Spielen. Natürlich wurden die gleichen alten Spiele mit neuer Hintergrundgrafik als neue Module für neues Geld verkauft. Es gab sogar Erweiterungen von sehr zweifelhaften Nutzen: Spachausgabemodul, Microsoft-BASIC-Computermodul, Schachmodul, etc.. Wer das Ding programmieren wollte, konnte zum Modul „Computing“ greifen und in stundenlanger Arbeit mühsam gegen die heftig prellende Tastatur ankämpfen, um endlich ein Assembler-Programm in den winzigen Speicher zu hacken – nur um festzustellen, dass es keinen Massenspeicher gibt! Wie dämlich muss man da sein? Fangemeinde: rudimentär. Ebaypreise: Das Porto ist der dickste Batzen auf der Rechnung.
Philips G7200
Ein G700 im Gehäuse eines hässlichen Terminals, passend dazu ein eingebauter Grün-Monitor, der aber der eh schon grausamen Grafik des G7000 keinen Abbruch mehr tat. Die Folientastaur muss ich ich explizit erwähnen, damit man ahnt was das Gerät war: Ein Schuss in den Ofen!
Philips G7401
Die Franzosen wollten in den 1980ern deren merkwürdige Idee eines AV-Steckers durchsetzen und so musste auch von Staatswegen eine Scartbuchse nicht nur in ein G7400 eingebaut werden. Wer mal im Dunkeln und hinter dem Fernseher blind so einen Stecker in die Glotze fummeln musste, der fragte sich unter Krämpfen, Tränen und Flüchen, wer das erfunden hat. Die Schweizer? Tut denen kein Unrecht! Die reden zwar ähnlich komisch, aber wenn die sich das ausgedacht hätten, dann würde es wenigstens funktionieren! Man fragt sich unwillkürlich, ob Europas Atommacht Nummer eins eigentlich die Technik für deren Raketen und Atomkraftwerke auch selbst entwickelt …
Schneider CPC-Serie
Computerserie für Leute, die nichts mit einem Computer anzufangen wussten. Wurde auf der Insel von der Firma Amstrad entwickelt. Auslieferung fand mit Datensichtgerät statt. Lieferbare Monitorausführungen: grüne Farbe und bunte Farbe. Monitore dienten auch als Netzteil für den Rechner. Monitor passte nur an den jeweiligen Computer (464/646/6128). Geräte hatten auch bereits die Laufwerke eingebaut. Das hatte den Vorteil, dass man bei einem Defekt des Rechners, des Monitors oder des Laufwerks gleich den ganzen Mist entsorgen konnte. Fangemeinde: existiert. Ebay-Preise nach Tidenstand.
Schneider Joyce
Nach der Tippse von Amstrad-Gründer Allan M. Sugar benannter Bürocomputer auf CPC-Basis mit eingebautem Grünmonitor. Eine Art iMac der 80er Jahre – nur eben in schlecht. Fangemeinde: Die sammeln auch Briefmarken. Preise: normal.
Sega
Noch ein japanischer Telespielchenhersteller, der sich mit den ständig verreckten und erfolglosen Konsolen gleich mehrere blaue Augen gegen den Konkurrenten Nintendo einhandelte. Zog sich schmollend auf die Herstellung von Spielchen für Fremdkonsolen zurück. Die Klitsche gibt es seit 1940. Wappentier ist ein hyperaktiver, gestresst dreinblickender Igel mit blauen(!) Stacheln.
Sega Master System
Auch direkt in den Videogamecrash geschoben und mit mehr Glück als Verstand ein Erfolg geworden. Schräges Design mit gleich zwei verschiedenen Kartensystemen, da sich die Entwickler nicht einig wurden und auch drei Runden Schere-Stein-Papier kein eindeutiges Ergebnis ergaben. Gleicher Müll wie der Krempel von Nintendo, nur halt in schwarz und mit dicklichen Igel in fast allen Spielen. Fangemeinde: verstorben. Preise: tot.
Sega Saturn
Dicke, schwarze und schlechte Kopie der Playstation von Sony. Erschien 1995 und enthielt soviel Rechenpower wie ein kleiner Serverraum, damit die schlechten Spiele unfähiger Programmierer darauf auch einigermassen flott liefen. 3D-Leistung war sehr zweidimensional, da das Machwerk nie als 3D-Konsole gedacht war. Verreckte gerne. Benutze CDs, die man besser als Module kopieren konnte und die auch besser zerkratzen. Fangemeinde: Wo? Preise: nachgeworfen.
Sega Dreamcast
1999 erschienen. Sollte eigentlich eher „Nightmare“ heissen. Letztes Aufbäumen mit interessanter Technik, zumindest auf dem Papier. Der PowerVR-Grafikchip war schon auf PCs scheisse, warum der auf einmal in einer Konsole was taugen sollte bleibt rätselhaft. Dazu wurde noch ein MIPS-Prozessor verwendet, der eher in aufgemotzen Taschenrechnern zu Hause ist. Der Soundchip war ein umgemoddelter ARM, die wurden mal in den 90ern von Acorn im Archimedes als Prozessor eingesetzt – und sowas soll Geräsuche machen? Beim draufhauen mit einem Hammer vielleicht! Verfügte im Gehäuse aus recycleten Joghurtbechern über einen nervigen Lüfter, der den schnellen Hitzetot akustisch begleitete. Mit den Konsolen starb auch die Konsolenherstellung bei Sega. Fangemeinde: Lebt vom Märtyrer-Mythos. Preise: billigst, wie die Verarbeitung.
Sega Game Gear
Nintendo musste durch den Gameboy bereits den vierten Geldspeicher bauen, während Sega in die Röhre schaute. Sie hauten richtig auf die Kacke, stopften ein Master System mit einem unterirdisch schlechten Display in ein viel zu großes Gehäuse und brachten so den überteuerten Game Gear heraus. In Farbe und in bunt! Und mit Sonic! Leider sah dagegen selbst der Atari Lynx wie ein Energiesparwunder aus. Jeder Game Gear-Besitzer mutierte fortan zum Altbatterienhersteller und wechselte die sechs Mignonzellen mit zitternden Händen im Minutentakt wie ein Junkie auf Entzug. „Das ist die Letzte! Ich schwör’s!“
Sinclair QL
Unergonomisch geformtes Gehäuse, welches einen völlig kastrierten Prozessor, zwei drollige Microdrives und eine als richtige Tastatur getarnte Gummiattrappe beherbergt. Angeblich soll es Leute geben, die das Gerät 1984 gekauft haben, aber das sind nur bösartige Gerüchte. Sollte in Konkurrenz zu Amiga, Atari ST und den frühen PCs stehen. Stoppte zeitweise tatsächlich den Vertrieb von Konkurrenzprodukten, da deren Manager mit Lachkrämpfen in die Kliniken eingewiesen werden mussten. Gerät besass tatsächlich so etwas wie eine Grafik und auch eine Oberfläche, auf der die notorische Mausschubser mit dem Nager alles anklicken konnten, was nicht bei Drei im Papierkorb war. Da es keinen Papierkorb auf dem Desktop gab… Fangemeinde gab es nie. Preise bei Ebay, als ob es sich bei dem Ding um einen echten Computer handeln würde.
Sinclair ZX81
Erster wirklich bezahlbarer Homecomputer (1981). Hat die Größe eines Unterlegkeiles für einen PKW-Anhänger, ist aber zu flach dafür. Eignet sich auf Grund des geringen Gewichts ebensowenig als Türstopper. Hat eine bedruckte Plastiktüte als Tastatur. Lässt sich nur über ca. 45-fach belegte Sondertasten programmieren. Schwarz-Weisses Bild, keine Grafik, Ton nur, wenn er vom Tisch fällt. Als Zubehör gab es einen Thermodrucker, gegen den ein Kassenbondrucker wie ein Posterprinter aussieht. Der ZX81 wurde auch von Timex in den USA vertrieben, dabei konnte das Ding nicht mal die Uhrzeit anzeigen. Fans: Lösen auch gerne 10.000-Teile-Puzzle. Ebay-Preise: je nach Mondphase.
Sinclair ZX Spectrum
Ein ZX81 in Farbe – auch auf dem Gehäuse. Konnte leise Geräusche ausgeben, die Fans als Musik interpretierten. Erschien 1983. Hatte eine Tastaturattrappe mit knubbeligen Gummitasten, die das Gerät befähigten, umgedreht auch als Türstopper Verwendung zu finden. Speicher war nicht der Rede wert. Konnte auch mit den witzigen Microdrives als „Massenspeicher“ *kicher* umgehen. Fangemeinde soll sogar über die natürlichen Grenzen einer gewissen Insel hinaus existieren. Preise bei Ebay: schwierig, die meisten erkennen das Ding nicht als Computer, wenn sie es auf dem Dachboden finden und denken, dass an diesem hässlichen Taschenrechner das Display kaputt ist.
Sony Plastation
1994 mit extremern Marketingaufwand auf den Markt geschmissen. Gleicher 3D-Pixelbrei wie die Mitbewerber, nur teuer. Sollte eigentlich mal ein CD-Laufwerk für das SNES von Nintendo werden. Nintendo liess die Entwicklung stoppen, die Sonyaner blieben auf ihrer Entwicklung sitzen und so schuf sich Nintendo den größten Konkurrenten. Die Sony-Entwickler packten einfach die billigsten Teile, die sie am Markt bekommen konnten, um dieses Laufwerk herum und verkauften es als eigenständige Spielekonsole. Wurde dank leicht kopierbarer Datenträger ein voller Erfolg. Sony tat so, als besserten sie den Kopierschutz in den verschiedenen Versionen der Konsole nach, aber ein wirksamer Kopierschutz hätte den Verkaufserfolg verhindert. Wurde unglaubliche zwölf Jahre lang verkauft. Diese Dummheit fand man normaler Weise nur bei der Nintendo-Kundschaft. Fangemeinde: Spieler mit irreparablen Sehschäden. Preise pro Kubikmeter.
Texas Instruments TI-99/4A
Amerikanischer (noch einer) 16-Bit-Computer für Leute, die zu viel Geld hatten und zu wenig Ahnung. Die Entwickler wurden von TI aus der nahegelegenen Nervenheilanstalt rekrutiert, anders kann man nicht erklären, wieso das Ding so verkorst war. Der Auftrag lautete: „Macht mal irgendwas, Hauptsache es steht 16-Bit drauf!“. Tastatur so unergonomisch, dass man nach 10 Minuten Programmieren einen Bandscheibenvorfall in den Fingern hatte. Spiele waren Mangelware, aber dafür konnte man Tabellenkalkulationen in 16 Bit rechnen! Fangemeinde: Masochisten mit Goldesel.
Web.it
Schlimmes Stück Kacka, welches von einem der unzähligen hirnlosen aber geldgeilen Commodore-Logo-Lizenznehmern unter die Leute gebracht wurde. Zielgruppe sollten Rentner sein, die aber dadurch wirkungsvoll vom Kauf abgehalten wurden, dass der Hersteller aus irgendeiner Quelle uralte Windows 3.1-Lizenzen geordert hatte. Selbst für Renter ist 3.1 zu langsam. Ja, Hauptsache billig! Nostalgiker sollten die Büchse kaufen, weil da „Commodore 64“ draufstand. Wie armselig, denn jeder Fan weiss, dass nur der C16 im ähnlichen grauschwarz des Web.it ausgeliefert wurde. Dass der C16 ebenfalls 1a gefloppt ist, steht doch völlig ausser Frage.
Apropos „Flop“: Im ätzenden Web.it werkelte ein AMD Elan, das ist so ein CPU-Imitat, das einen Chipsatz virtualisiert – also eher emuliert! Handbremse oberste Zacke! So ein Mist machte noch Sinn – in Waschmaschinen und Toastern – aber doch wohl nicht im „Brotkasten“ Web.it. Damit das Ding auch C64-Programme abspielen konnte, wurde ein C64-Emulator für DOS(!) mitgeliefert. Dummer Weise war der Web.it selbst unter DOS noch um Größenordnungen zu langsam, so dass auch diese Funktion genauso beschissen wie die ganze Kiste war. Fangemeinde: Ebay-VERkäufer, Preise: Muhahaharrr! Bei Ebay 100,- EUR, auf dem Flohmarkt 5,- EUR
Software
Amiga OS
Minimalisten-Betriebssystem von und für Ewiggestrige. Kann nix, sieht scheiße aus, lässt sich scheiße bedienen und sinnvolle Software gibt es seit Jahrzehnten nicht mehr dafür. Läuft auf verschiedenen Hardwareplattformen, die auch alle hoffnungslos veraltet sind. Die Preise, die den Amiga-Idi…Fans abverlangt werden treiben selbst einem Bill Gates die Schamesröte auf das Gesicht. Ist untrennbar mit der instabilen Apple-Vierthand-Uralthardware verdongelt, so dass man das OS neu kaufen muss, wenn die Kiste nach ein paar Wochen abraucht. Das kann man aber verstehen, denn „Amiganer“ ist ein Synonym für „Raubkopierer“. Solange eine Handvoll gieriger Geldgeier die Rechte an dem Namen und dem OS halten und solange es Vollidio… äh… enthusiastische Amiganer gibt, wird sich an der Masche auch nix ändern.
BASIC
Interpreter-Programmiersprache für Leute, die nicht wissen, was eine Programmiersprache ist. Entwickelt 1963 von „amerikanischen Wissenschaftlern“. Wurde gerne in den 1980ern als „Benutzerschnittstelle“ für Homecomputer verwendet, um die Käufer zu quälen. Hervorragend geeignet, um Programme völlig strukturlos und nahezu unlesbar zu coden. Hält sich bis heute hartnäckig und wird – wen wundert es – immer noch von Microsoft aktiv angeboten.
Great Giana-Sisters
Vollkommen überschätztes Hüpfspiel für den Brotkasten. Erreichte Bekanntheit, weil es ein dreistes Plagiat von Super Mario Bros. war. Bei Ebay werden dafür absurde Gebote abgegeben. Vielleicht, weil sich die Macher aus dem Gefängnis freikaufen müssen?
Linux
Alternatives OS, welches von einem dauergrinsenden, übergewichtigen Berufsstudenten entwickelt wurde. Steht seit Jahrzehnten auf dem Desktop kurz vor dem Durchbruch! Aber ganz, ganz kurz! Echt jetzt! Microsofts Ende naht! Zielgruppe: Besitzer von Grünmonitoren.
Windows
Von diversen anderen (richtigen) Herstellern schamlos kopiertes, rundenbasiertes (mit regelmässigen Reboots) Klick-And-Point-Adventure. Große, ebenso stupide wie aggressive Fangemeinde weltweit. Hersteller Microsoft. Version 1.0 wurde 1985 veröffentlicht. Basierte lange Zeit auf dem Textadventure „DOS“. Schaffte den Umstieg auf den NT-Kernel erst, als dieser bereits völlig veraltet war. Hauptverwendungszwecke: Spiele abstürzen lassen, Viren verbreiten, Trojaner beherbergen, Spam versenden, User ärgern. Würde man alle Sicherheitslücken von Windows ausdrucken, reichte der Papierstapel vom Merkur bis zum Pluto.
Bestes Feature: Die „Klaut“ „Cloud“-Anbindung! Hier sind Deine Daten sicher! Sicher vor Dir selbst, aber nicht vor neugierigen Geheimdiensten, findigen Hackern und „interessierten Dritten“. Perfekt für alle, die schon immer davon geträumt haben, ihre persönlichen Informationen in einem digitalen Schließfach aufzubewahren! Bitte? Ja, gut, zu einem Schließfach zu welchem sie leider keinen eigenen Schlüssel haben. Bonus: Kostenlose Zwangsupdates, die Deinen Rechner in unpassenden Momenten zuverlässig in einen teuren Briefbeschwerer verwandeln.
Fangemeinde besteht in der Regel aus IT-Experten mit objektiven Ansichten
Zubehör
Commodore 1530 (Datasette)
Das Kassettenlaufwerk für die Commodore-Computer. Brauchte ungefähr so lange, um ein Spiel zu laden, wie der Bau des Kölner Doms dauerte. War aber immerhin billiger als eine Festplatte – die es für den C64 ohnehin nicht gab.
Commodore 1541
Diskettenlaufwerk für Disketten in Maaskruguntersetzergröße, ähnliche Speicherkapazität wie dieser. Gab es in den verschiedensten Varianten. Je nachdem, was bei Auffegen des Lagers wieder zum Vorschein kam, wurden bei Commodre aus allen möglichen Resten Floppies gebaut. Die 1541 verfügt über einen leistungsfähigen internen Rechner, der die Daten aber so schnell durch den seriellen Bus drücken wollte, dass die Leitung verstopfte – was zur Folge hatte, dass der Commdore 64 auf der anderen Seite jedes Bit mit Handschlag und einem Glas Prosecco begrüssen konnte. So langsam das Ding war, so heiss wurde es auch. Konnte mit dem Steppermotor solange Musik machen, bis dieser durchbrannte.
Competition Pro
Legendärer Achtwege-Joystick. Die Version mit schweizerischen Microschaltern war nahezu unzerstörbar. Die Form folgt der Funktion, sodass man diesen Stick auch nicht länger als zehn Minuten am Stück halten kann, ohne Gicht zu bekommen. Wird noch heute produziert.
Joystick
Deutsch: Freudenknüppel. Eingabegerät für Computerspiele. Bewegungslegastheniker zerstörten bei Summergames reihenweise die billigen Knackschalter im Inneren der Standardversionen.
S-VHS
Video(cassetten)standard – wird aber von Unwi… ähm… aller Welt für die kleinen Buchsen/Stecker für Seperate-Video (S-Video) benutzt.
Sinclair ZX Microdrive
Winzige, nicht einmal Streichholzschachtelgroße Kassettchen mit Endlosband, denen nur total Durchgeknallte ihre Daten anvertraut hatten. Da passten aber sowieso nur rund 100 KByte drauf. Natürlich eine Entwicklung der verrückten Wissenschaftler von Sinclair Research. Ja, die aus GB, von der Insel! Das erklärt doch schon alles. Zu allem Überfluss hiess der Chefentwickler auch noch Cheese, also „Käse“. Sinclair: Die Erfinder des elektronischen Datenverlustes.
VESA-Local-Bus
32-Bit-Slot für IBM-PC-kompatible Rechner. Man sollte auch mindestens 32 Bit(burger) intus haben, bevor man sich ein Gerät mit diesem Bus zulegte. Gab es (eigentlich) nur für 486er-Mainboards, da der Daten- und Speicher-Bus dieser CPU-Krücke direkt auf den VL-Bus durchgeschleift wurde. Plug&Pray kannte der VL-Bus selbstverständlich nicht. Der Slot bestand aus einem 16-Bit-ISA-Bus mit angehängter VL-Erweiterung und war einen gefühlten Meter lang. Spezialeinsetzwerkzeug war ein 2.000g-Fäustel oder eine Hochdruckpresse, denn entweder war die Karte zu lang oder der Slot zu kurz oder umgekehrt. Ganz clevere steckten eine VL-Karte in einen ISA-Bus, liessen die VL-Erweiterung in der Luft hängen und rannten dann zum Kistenschieber, weil die Karte nicht erkannt wurde. Der VL-Bus hauchte sein erbärmliches, aber glücklicher Weise sehr kurzes Leben mit Erscheinen des PCI-Busses aus, aber nur ausgewiesene Masochisten weinten ihm eine oder zwei Tränen nach.
Personen
Alan M. Sugar
Britischer Milliardär und Schulabbrecher, der seinen Reichtum damit erwarb, der britischen Unterschicht trashige Stereoanlagen und Computerderivate anzudrehen. Dafür wurde er prompt in den Adelsstand erhoben und bekam einen Platz im Parlament. Ist jüdischer Abstammung und trotzdem ein kleiner Rechter. Sonderlich intelligent kann er also nicht sein. Moderiert nebenbei „The Apprentice“, wo er jungen Möchtegern-Geschäftsleuten beibringt, wie man mit dem Charme eines Staubsaugervertreters und der Weisheit eines Glückskekses seine Karriere vor die Wand fährt.
Atarianer
Haben einen eigenen Eintrag in der Wikipedia —> *klick*
Amiga-User (Amiganer)
Ewiggestrige, die ihren Uralt-Rechner (aus Vierthand von Applefanboys für 80 % des Neupreises von vor zehn Jahren auf Ebay ersteigert) auch heute noch zum *hust* „arbeiten“ nehmen. Benutzen die Tastatur meistens, um damit irgendein Spiel zu steuern. Weinerliche Weicheier waren diese erbärmlichen Mausschubser ja schon immer, aber dass die ernsthaft erwarten, dass man Webseiten im 21. Jahrhundert noch so schreibt, dass sie diese mit ihren Minimalstbrowsern mit VGA-Auflösung auch noch lesen können, das ist schon ordentlich weltfremd. Na ja, wer ein hüpfendes buntes Vieleck auch als „Ball“ bezeichnet, der hält auch einen Amiga für einen Computer. Nachbauamigas mit lustigen, altersschwachen Alternativ-Prozessoren werden von Amiganern gerne für teuer Geld gekauft und tatsächlich auch noch eingesetzt. Diese Möchtegern-PCs werden dann auch noch in bunte Modding-Gehäuse gebaut, die auf der vorletzten LAN von den Gamern in den Altmetallcontainer geworfen wurden.
Bill Gates
Der Studienabbrecher Bill Gates spielt Monopoly mit der Welt, hinterlässt gescheiterte Projekte und lächelt gerne bescheiden in Talkshows. Baute mit Windows ein Monopol-Imperium, das weltweit Computer regelmäßig abschmieren ließ und dabei immer wieder Schäden in dreistelligen Milliardenhöhen verursachte. Als die Gerichte wegen der Monopolbildung anklopften, entdeckte er plötzlich die Philanthropie – praktischerweise steuerfrei und mit globalem Einfluss.
Ob Impfstoffe, Landwirtschaft oder Bildung – Gates spielt den netten Weltverbesserer von nebenan. Klimaschutz predigt er aus dem Privatjet, während er den 10.000-fachen CO₂-Fußabdruck eines normalen Menschen hat (kein Witz!). Kritiker nennt er frustriert, dabei frustriert ihn selbst, dass die Welt sich nicht so leicht programmieren lässt wie ein Intel 8008.
Kann seine Finger weder von Bridge-Karten noch von russischen Bridge-Spielerinnen (die gibt es wirklich?) lassen, was ihn seine Ehe kostete.
Retro-Nerds
Äußeres Erscheinungsbild: Ungepflegt. Entweder fettig-langhaarig, ohne erkennbare Frisur, oder mit schlichtem Kurzhaarschnitt. Jüngere Exemplare tragen Fusselbärtchen. Die Hautfarbe changiert durch die massive Bestrahlungung der Kathodenstrahlröhre zwischen französischen Brie und der Farbe der Seiten eines VC20-Benutzerhandbuches. Nerds sind durch ihre gestörte Nahrungsaufnahme entweder unter- oder übergewichtig. Generell macht der Retro-Nerd auf den normalen Mitteleuropäer einen mehr oder weniger stark ausgeprägten autistischen Eindruck. Sie halten die Bash für eine benutzerfreundliche Schnittstelle zu ihrem besten Freund, den sie vom Wertstoffhof geklaut haben oder aus dem Sperrmüll fischten. Ihr Sinn für Humor ist in etwa so ausgeprägt wie der ihres elektronischen Kumpels, Fragen zum Real-Life irritieren diese Spezies, Irritation erkennt man an der schlagartigen Zuwendung zum (gerne auch Grün-) Monitor und dem mantra-ähnlichen murmeln der Bildschirminhaltes. Rotten sich gerne in Retro-Foren zusammen und tun so, als ob das, worüber sie sich austauschen, irgendeine Relevanz hätte. Falls sie jemals heirateten, sind sie alle längst geschieden. Oder noch Jungfrauen. Eine Teilmenge der Retro-Nerds sind die Incels. Hier ist ein Bild ihres natürlichen Habitats.
Retro-Vereine
Ewiggestrige ohne Familie und Hobbys treffen sich in stickigen, nach verschmorter Elektronik, ungewaschenen Socken, kalter Pizza und alten Männern riechenden Räumlichkeiten ohne Lichtquelle, um einander am Bürzel zu riechen. Nach monatelangem Brüten über vergilbten Schaltplänen und endlosen Debatten über die Überlegenheit von 8-Bit-Prozessoren gebären sie schließlich einen Verein.
Kaum ist die Satzung notariell beglaubigt, beginnt der Kampf um die Futtertröge. Die Gründerväter, stolz auf ihre Vision einer digitalen Rentnerkommune, sehen sich plötzlich von Trittbrettfahrern umzingelt, die zwar keine Ahnung, aber dafür umso mehr Geltungsdrang haben. Intrigen, Palastrevolutionen und passiv-aggressive E-Mails werden zur Tagesordnung. Die, die einmal im Monat das Klo putzen, greifen die an, die sich täglich für den Verein den Arsch aufreißen und eigenes Geld, Zeit und Urlaubstage in Ausstellungen versenken.
Wenn die Gründer clever sind, schaffen sie nach der Gründung die normalen Mitgliedschaften ab und bieten nur noch Fördermitgliedschaften an. Das ist ein eleganter Euphemismus für „Zahle, aber halte die Klappe“. So sichern sie sich nicht nur die Kontrolle, sondern auch einen stetigen Geldfluss von nostalgietrunkenen Mitläufern, die für das Privileg zahlen, einmal im Jahr einen verstaubten Commodore streicheln zu dürfen.
Treffen finden fortan in einer surrealen Mischung aus Technik-Messe und Senioren-Kaffeekränzchen statt, wo grauhaarige Männer in ausgebeulten T-Shirts mit Schweißrändern unter den Achseln ehrfürchtig vor flimmernden Röhrenmonitoren sitzen und von der guten alten Zeit schwärmen, als Computer noch echte Tasten hatten und das Internet ein Buch war.
Steve Ballmer
Amerikanischer (was sonst?) „Manager“ und Mitbegründer einer weltbekannten und -gehassten Softwareklitsche: Winzigweich. Bekannt durch seine Hyperaktivität und seine hysterischen Anfälle auf der Bühne, bei schlechten Präsentationen und in Interviews. Wirkt wie eine Mischung aus Fernsehprediger und Marktschreier. und ist der uncoole, grobe und laute Gegenentwurf Microsofts zu Apples Steve Jobs. Ballmers großes Vorbild ist Emile Ratelband. Sein legndäres Rumgehampel bei Produktvorstellungen (bzw. Produktandrohungen) macht jeden Shopping-Kanal-Verkäufer schwindelig. Im Nebenberuf ist der peinliche Kollege extrem gefragter Deodorant-Tester, der auch das stärkste 96-Stunden Deo für Gorillas mit einer Testosteronüberproduktion innerhalb weniger Minuten einfach wegschwitzt. Neigt zu grandiosen Fehleinschätzungen des Marktes und macht gerne öffentlich Versprechungen, die bei Microsoft die Softwareentwickler in den kollektiven Suizid treiben. Du weisst nicht, was fremdschämen ist? Schau Dir den Ballmer auf Youtube an, dann wirst Du es schmerzlich erfahren.
Systemkrieg (sozialer)
Hält bis heute an. Amiganer gegen Atarianer und Commodore-Jünger gegen Schneiderleins. Switcher gegen Playsis gegen Xboxer. Alle anderen sind doof!
VC20-Spieleprogrammierer
Verbraucht aussehende Endfünfziger mit masochistischen Neigungen. Programmierten Spiele für einen Computer mit lächerlichen 3,5 KB RAM und einer Grafik, gegen die Minecraft wie 8K/HDR-10 aussieht. Die Ergebnisse waren dementsprechend … minimalistisch.
WDR Computerclub
Kultserie des WDR in den 80er- und 90er-Jahren legten die Moderatoren überzeugend dar, dass sie noch weniger Ahnung von diesem Computerscheiss hatten, als die Leute auf der anderen Seite der Mattscheibe. Beim Absetzen der Serie im Jahre 2003 gab es eine große Protestwelle – wer verliert schon gerne das gute, warme Gefühl, dass dort Leute teuer von den eigenen Gebühren bezahlt werden, die deutlich weniger Plan hatten, als man selber? Der Computerbild-Leser wirkte gegen die Jungs wie ein IT-Dozent mit 40 Jahren Berufserfahrung. Fangemeinde: groß!
Habe dieses Glossar mehr als 6 Jahre nach seiner Entstehung entdeckt…. und ich kann nur feststellen: Diese 6 Jahre sind verlorene Jahre. Herzlichen Dank.
Ich bringe Dich ungern runter, aber das Glossar entstand schon zur Zeit der HomeCon. Mehr als zehn Jahre her. Aber ab und zu packt es mich und ich schreibe noch einen weiteren Eintrag. Ich nehme gerne Wünsche entgegen.