Verkleidung Luftheizung Küche – 1

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So langsam geht das Haus ist die Endphase (auch wenn wir immer noch keine Wärmepumpe und keinen Monteur haben!). Aber vom Dach aus nach unten beginnen die Malerarbeiten.

Ich lasse meinen Frust noch einmal Revue passieren. Die Trockenbauer sollten eigentlich einen hautengen Kasten um die Lüftungsrohre aus Aluflexrohr bauen. Dafür sollte ich so einen sachkteueren Rohrkasten von Ultrament kaufen. Habe ich auch gemacht. Also, wollte ich, aber es gab nur noch einen – und der war gebrochen. Quasi ein Brett mit einer V-Fuge. Gab es halt billiger.

Der Trockenbauer hatte den Kasten auf den Boden gelegt und mit Fliesenkleber geklebt. Als er getrocknet war, war der Kasten nicht mehr im Winkel von 90 Grad, sondern eher so 100 Grad. Er klebte den ganzen Mist aber bereits mit Fliesenkleber auf den Boden und an die Wand. Ja, an der Wand war noch die Tapete. Also war der Kasten mit Tapetenkleister mit der Wand verbunden. Dolle Show!


Wozu kaufe ich ein teures Winkelrohr mit kurzem Nippelabstand, wenn das nach vorne gezogen wird?


Hauteng? Da kann ich noch mit meiner Wohnzimmerwand einziehen, verdammte Scheisse!


Der Durchgang sollte so schmal wie möglich sein.

Es war nicht so, dass ich das nicht bereits dreimal(!) mit ihm besprochen hätte! Zuletzt am Tag zuvor! Hauteng und oben kommt eine Schräge in den Kasten, wo das Flexrohr einen Bogen um den Deckenbalken macht.
Jetzt weiß er davon nichts mehr?
Er hält uns für blöd, drückt den Kasten mit Gewalt Richtung Kamin und verdengelt dabei noch das Flexrohr. Alter! Was war ich sauer!
Schräg! Mann! Schräg!
Jetzt fällt ihm das Gespräch von vor 16 Stunden doch noch wieder ein.
Ja, die Schräge wäre seine Idee gewesen.
Ja, is klaaaa!
Aber das ginge nicht.
Lass stecken, ich mache das selber.
Er hat oben noch einige Malerarbeiten gemacht und danach kam ein Kollege.

Selbstbau:

Für die Verkleidung der Lüftungsrohre habe ich mir eine Abstandlehre gebaut. Die halte ich an die Wand, an der der Kasten bündig anschließen soll. Die Dachlatte wird dann automatisch in die korrekte Position gedrückt. Wie kann man eine Dachlatte noch verrücken? Nun, das geht, wenn man die klebt. Und kleben muss man die, weil man nicht in einen Kamin bohren darf.


Die Abstandlehre aus Reststücken.


Polymerklebstoff von Pattex. 4,99 Euro im Action. Ja, richtig, das ist die Hälfte des regulären Preises. Keine Ahnung warum, aber das Zeug kommt aus Holland. Da ich mit dem Klebstoff aber keine Konversation führen wollte, isses mir total egal.


Ja, nettes Muster, oder? Die Latte setzte ich an die Wand, positionierte sie mit der Lehre und schlug mit dem Fäustel die Latte gegen die Wand. Position wieder kontrolliert, passt.
Was? Richtig! Die Tapete schnitt ich ein und entfernte sie natürlich, sodass die Latte wenigstens mit dem Putz verbunden ist.


Unten rechts war kein Platz mehr für eine Latte. Hier sieht man aber auch die Funktionsweise der Lehre, nachgestellt mit einer Dachlatte und einem Stück Rigips.
Ja, auch links fehlt ein Stück auf Höhe des Rohres. Auch dieses Stück Dachlatte ist mit Polymer-Kleber befestigt worden.


Ja, das ist Fliesenkleber. Bitte nicht fragen. Danke.
Auch die Latte an der Decke ist verklebt und verschraubt. Hält absolut Bombe. Unglaublicher Kleber!
Die Latte an der Wand ist oben noch mit einem Winkel am Dachbalken gesichert.
Das Stück Rigips dient als Abstandhalter und provisorische Befestigung.
Ja, korrekt, der Winkel ist größer als nötig, aber so sieht er besser aus.


Und die linke Seite der Konstruktion. Ich habe einige der Latten mit Weißleim verklebt und verschraubt. Eventuelle Rempler sollen gleichmnäßig über die gesamte Konstruktion an die Latten an der Wand abgeleitet werden.


Hmmm, hatte keine kleineren Winkel mehr zur Hand.


Das nennt man wohl hauteng, oder?


Verkleidung angebracht. Stabilitätskontrolle: Alles super!


Das passt so!


Hier kommt noch ein Regal rein.


Grundgerüst steht!


Macht einen schlanken Fuß!


Das wird was!


Ich bin zufrieden.

Aber dann kam Frau™ zur Kontrolle.
Und hatte eine Idee…

*sic*

Nun gut, die Schräge sollte breiter werden.
Okay, dann mache ich aber Licht in die Schrägen.


Noch eine Leitung vom Deckenauslass geklaut.
Alles mit einem großen flachen Schraubenzieher „gefräst“.
Ach, dann kann auch noch gleich ein Top-Down-Licht in das Regal.


Noch die Tapete entfernt und drei Latten an die Wand und die Decke geklebt.

Wenn das morgen trocken ist, kann ich weitermachen. Die anderen geklebten Latten wurden ja nicht zusätzlich von der Schwerkraft nach unten gezogen, gell?

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