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Kennt ihr das? Manchmal entdeckt man ein Küchengadget, das im ersten Moment richtig praktisch erscheint. So ging es mir mit diesen Melonenlöffeln. Für gerade einmal vier Euro pro Stück dachte ich mir: „Warum nicht?“. Schließlich lieben wir Melone und alles, was das Essen dieser Frucht erleichtert, ist bei uns willkommen. Doch schon beim Auspacken des ersten Löffels machte sich Ernüchterung breit. :-(
Erst wollte ich gar keinen Artikel über diesen Löffel schreiben, aber ich bin verstimmt und muss das loswerden. :-)
Transparenz
Die Melonenlöffel wurden mir über Amazon Vine kostenlos zur Verfügung gestellt. Allerdings muss ich solche Artikel als geldwerten Vorteil versteuern – wirklich „kostenlos“ sind sie also nicht.
Ich entscheide mich für Produkte, die ich benötige oder spannend finde, aber vielleicht doch nicht gekauft hätte. Ich verkaufe sie nicht, sondern nutze sie im Alltag und ich lasse meine Rezensionen auch nicht durch eine KI erstellen, wie viele andere Kollegen.
Amazon profitiert von ehrlichen Bewertungen – enttäuschte Kunden springen ab, und das ist schlecht für das Geschäft. Schließlich gibt es genug Alternativen im Sortiment, die genauso verkauft werden können.
Ihr könnt Euch daher auf meine ehrliche Meinung verlassen. Weder ich noch Amazon haben etwas davon, wenn ich ein Produkt schönrede.
Qualität
Während der Melonenschneider selbst noch einen akzeptablen Eindruck macht, ist die dazugehörige Gabel wirklich enttäuschend. Das Material fühlt sich so unglaublich billig und weich an, dass man schon beim Aufspießen eines reifen Melonenstückes Angst hat, sie zu verbiegen. Ein etwas festerer Zug, und schon hält man den oberen Teil der Gabel in der Hand. Wer kennt nicht diese Küchenhelfer aus dem 1-Euro-Discounter? Genau dieses Qualitätsniveau erwartet Euch hier.
Funktion
Immerhin: Der Melonenschneider erfüllt seinen Zweck. Die Melone lässt sich damit tatsächlich in mundgerechte Stücke zerteilen. Allerdings sieht das Ergebnis in der Realität nicht ganz so perfekt aus, wie auf den retuschierten Produktbildern.
Im Vergleich zu meiner üblichen Methode, bei der ich die Melone halbiere und in schöne Würfel schneide, fällt mir auf, dass bei der Verwendung dieses Schneiders deutlich mehr Fruchtwasser austritt und sich in der Melone sammelt. Das Resultat: klebrige Finger sind gewissermaßen garantiert.
Spaßfaktor
Die Idee hinter dem Set ist durchaus charmant. Es macht Spaß, die Melone zu zweit auf diese Art zu vertilgen. Doch die Freude darüber wird schnell durch die mangelhafte Qualität der Gabel getrübt. Man hat ständig das Gefühl, dass sie beim nächsten Einsatz ihren Dienst quittieren könnte.
Warum trotzdem eine neutrale Bewertung?
Trotz meiner deutlichen Kritik an der Qualität vergebe ich eine neutrale Bewertung. Die Grundidee des Sets ist gut, und der Melonenschneider funktioniert im Prinzip. Das gemeinsame Essen einer Melone kann damit durchaus unterhaltsam sein. Das möchte ich nicht abstreiten. Nur ist der Preis dafür einfach zu hoch.
Fazit
Angesichts des Preises von vier Euro pro Löffel erwarte ich einfach eine bessere Qualität, insbesondere bei einem so oft genutzten Teil wie der Gabel. Hier wurde meiner Meinung nach an der falschen Stelle gespart. Wer über die minderwertige Haptik hinwegsehen kann und den reinen Spaßfaktor in den Vordergrund stellt, mag mit diesem Set vielleicht zufrieden sein. Meine persönliche Empfehlung ist jedoch: Lasst lieber die Finger davon, es sei denn, ihr mögt klebrige Hände. ;-)
Kaufen
Habt Ihr eine Lese- oder Lernschwäche? Nicht verstanden, was ich gerade geschrieben habe? Hmmm, na gut, Ihr könnt dieses Melonengabelset für 7,99 EUR bei Amazon erwerben. Allerdings war es bis vor kurzem auch noch deutlich billiger zu haben und kostete deutlich angemessenere 5,49 EUR. Vielleicht solltet Ihr auf dieses Angebot warten.