Gara­ge wei­ter auf­ge­räumt, Betrü­ger unterwegs

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In der Gara­ge war noch eini­ges zu tun. Ich woll­te die Din­ge von der Backe haben, die nur ich erle­di­gen kann. Den Rest kann man delegieren.

Ich habe die Anschluss­do­se für die Werk­bank­be­leuch­tung gesetzt. Wel­che Höhe die hat? Woher soll ich das wis­sen? Ich habe den Boh­rer ein­fach an die Wand gehal­ten und abge­drückt. Da kom­men Hän­ge­schrän­ke hin. Ich habe auch kei­ne Ahnung, ob die Dose am Ende viel­leicht genau zwi­schen zwei Schrän­ken liegt. Kann pas­sie­ren. Ist mir auch total egal. Und war­um? Weil es eine ver­kack­te Unter­putz­do­se ist, und nicht so ein blöd­sin­ni­ger Wand­aus­lass, wie ihn unser ers­ter Elek­tri­ker favo­ri­sier­te. Die Dose ist breit genug um eine Lei­tung anzu­schlie­ßen, selbst wenn zwei Schrän­ke mit den Sei­ten­wän­den direkt dar­auf liegen.

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Den unbrenn­ba­ren Stein­koh­le­hau­fen gibt es immer noch. Aber das Regal habe ich abge­baut und die bei­den obe­ren mas­si­ven Trä­ger, die beim Roh­bau in die Wand ein­ge­las­sen wur­den *sic*, habe ich mit der Flex abge­trennt. Kei­ne Chan­ce die raus­zu­klop­pen. Die sind bom­ben­fest in der Wand verankert.

Die Hand­wer­ker habe ich instru­iert, dass sie noch die Füße der Werk­bank ent­fer­nen und das Fens­ter ent­fer­nen, iso­lie­ren und zumau­ern. Das führt eh ins Nir­wa­na, so what?

Ach ja: Die Werk­bank war nicht so voll wie befürch­tet. Es gab auch nur rund 25% Aus­schuss. Den Rest an Werk­zeug und Mate­ri­al konn­te ich gut gebrau­chen. Sogar 4 mm metri­sche Schrau­ben für 3D-Druck-Pro­jek­te waren mit dabei.

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Die CEE-Dose habe ich mit Pap­pe abge­deckt. Scha­de, dass bei sol­chen Tei­len kei­ne Putz­de­ckel mit beiliegen.

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Der Lam­pen­aus­lass über der Werk­bank. Selt­sam… die oben zwan­zig Zen­ti­me­ter lie­ßen sich wie But­ter weg­meis­seln. Der Bohr­ham­mer drang tief in die Stei­ne ein. Eigent­lich ein Ding der Unmög­lich­keit, weil die Hohl­kam­mer­stei­ne im Kel­ler eigent­lich bru­talst hart sind.

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Die erstaun­lich vol­le Abzweig­do­se deck­te ich auch ab.

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Fer­tig zum verputzen!

Was gab es noch? Dem Nach­barn wur­de das Werk­zeug aus dem Schup­pen gestoh­len. Scha­den: ca. 400 Euro.
Ich gebe es mal wert­frei wie­der: Der ein­zi­ge Frem­de, der sich die Tage zuvor die­sem Schup­pen näher­te war so ein Dach­sa­nie­rungs-Fuz­zi, den sein Bru­der auf das Grund­stück ließ.

WARNUNG!
Freun­de! Wenn bei Euch so jemand klin­gelt und meint, dass Euer Dach drin­gend saniert wer­den müs­se, er Euch eine pro­fes­sio­nel­le *sic* Rei­ni­gung und „Ver­sie­ge­lung” anbie­tet, die man auch im Regen(!) auf­brin­gen könn­te und Euch mit einem Rabatt von 500 Euro lockt, wenn er gleich am nächs­ten Tag begin­nen kann, dann jagt die­sen Spin­ner vom Hof! Kein seriö­ser Hand­wer­ker klin­gelt bei Euch und bet­telt aggres­siv um Auf­trä­ge. Ihr könnt froh sein, wenn ech­te Hand­wer­ker in neun Mona­ten einen Ter­min für Euch frei haben!

Eine Dach­zie­gel­ver­sie­ge­lung ist Hum­bug! Die Flech­ten und das Moos scha­den Euren Zie­geln und auch Euren Beton­zie­geln nicht im gerings­ten! Was den Zie­geln scha­det, ist ein Nep­per, der über Euer Dach steigt, Zie­gel zer­bricht und mit einem Hoch­druck­rei­ni­ger die Ober­flä­che der Zie­gel auf­raut. Die Zie­gel kann man mit kei­nem Mit­tel der Welt mit nur einem oder zwei Durch­gän­gen danach wie­der „ver­sie­geln”. Und wenn, dann wür­de Ihr solch umwelt­schä­di­gen­des Zeug nicht auf Eurem Haus haben wol­len. Das, was die da Auf­brin­gen ist eine sinn­freie Rot­ze, die beim ers­ten Regen­schau­er wie­der abge­wa­schen wird.

Dach­zie­gel hal­ten Euer Leben lang und noch viel län­ger! Okay, zumin­dest die alten von frü­her. Ich tele­fo­nier­te mal mit einem Zie­gel­her­stel­ler. Die Frau mein­te, dass sie sel­ber 80 Jah­re alte Zie­gel auf dem Dach hät­te, die zwar nicht schön aus­sä­hen und bewach­sen sei­en, aber die rein tech­nisch abso­lut in Ord­nung wären und die sie ohne Not nicht aus­tau­schen wür­de. Also Leu­te, lasst Flech­ten Flech­ten und Moos Moos sein. Euer Dach wird es Euch danken!

BTW: Die woll­ten 3.000 Euro für die „Sanie­rung”. Man soll­te sofort die Poli­zei rufen.

BTW2: Ein Ver­mie­ter von uns turn­te mal eini­ge Tage mit dem Hoch­druck­rei­ni­ger auf dem Dach her­um. Im fol­gen­den Jahr waren alle Flech­ten wie­der da. 😀

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