Anlei­tung Kadon­g­li F20 Zugangskontrolle

Lese­dau­er 4 Minu­ten

Die Anlei­tung für die Kadon­g­li (KDL) F20-Zutritts­kon­trol­le ist nicht so schlecht gemacht, aber mir ist das lang­sam alle schlicht zu klein und zu blass gedruckt, was aus Chi­na als Anlei­tung bei­gelegt wird. Des­we­gen hier mal les­bar und auf Deutsch:

Kadon­g­li F20

Zugangs­kon­trol­le mit RFID (Mifa­re 13,56 MHz, MF1K), Fin­ger­ab­druck oder Codeeingabe.
Betriebs­span­nung 12 V, Strom­auf­nah­me 100 mA. WG26 Wie­gand-Pro­to­koll, I/​O‑fähig.
Auf dem Wie­gand-Bus gibt das Gerät bei posi­ti­ver Iden­ti­fi­zie­rung die zuge­wie­se­ne Benut­zer­num­mer aus.

Default-Pass­wör­ter:

Pro­gram­mier-Pass­wort ist „123456
Tür­öff­nungs­code ist „7890

LED-Far­ben:

rot: bereit
grün: Zutritt gewährt
blau: Programmiermodus

Benut­zer­ver­wal­tung:

Es kön­nen je 500 RFID-Tags und 500 Fin­ger­ab­drü­cke gespei­chert werden.
Jedem Benut­zer kön­nen zwei RFID-Tags oder zwei Fin­ger­ab­drü­cken gleich­zei­tig zuge­wie­sen werden.

Grund­funk­tio­nen programmieren

Um in den Pro­gram­mier­mo­dus zu kom­men, muss man kurz die Rau­te­tas­te (#) halten.

Wur­de das akzep­tiert, kann man fol­gen­de Funk­tio­nen mit den ange­ge­be­nen Zif­fern ausführen:
(1) Benut­zer hinzufügen
(2) Einen Tür­öff­nungs-PIN setzen
(3) Einen ein­zel­nen Benut­zer löschen
(4) Alle Benut­zer löschen
(5) Die Öff­nungs­zeit des Tür­öff­ners ändern
(6) Werksreset
(7) Einen RFID-Tag als Mas­ter (Hin­zu­fü­ge-Tag) setzen
(8) Einen RFID-Tag als Dele­te (Löschen-Tag) setzen
(9) Das Pro­gram­mier­pass­wort ändern (wich­tig!)

Kadongli

In den Pro­gram­mier­mo­dus wechseln

Dazu vor jedem Befehl fol­gen­des eingeben:

#-Taste ---> Programmiercode

oder einen RFID-Tag zum Mas­ter (die bei­lie­gen­de Add-RFID-Kar­te z.B.) machen:

#-Taste ---> Programmiercode ---> 7 ---> RFID-Tag vor Gerät halten

 

Pro­gram­mie­ren:

Die Ver­wal­tungs­kar­te (den RFID-Tag) vor das Gerät hal­ten, die blaue LED leuchtet.
Oder „# —> PROGRAMMIERCODE” eingeben.

(1) Benut­zer hinzufügen:

---> 1 ---> dreistelliger Benutzernummer (z.B. "001") ---> Karte oder Fingerabdruck

Kar­te dazu 1x vor das Gerät hal­ten oder den Fin­ger­ab­druck 3x ein­le­sen lassen.
Direkt danach kann die nächs­te (oder die­sel­be für einen wei­te­ren Fin­ger­ab­druck oder Tag) Benut­zer­num­mer ein­ge­ge­ben wer­den und die Pro­ze­dur so in einem Durch­gang wei­ter durch­ge­führt werden.

(2) Tür­öff­nungs-PIN ändern

---> 2 ---> neue PIN eingeben ---> neue PIN wiederholen

(bei mei­nem Gerät ist die Bestä­ti­gung nicht nötig)

(3) Ein­zel­nen Benut­zer löschen:

---> 3 ---> dreistellige Benutzernummer eingeben


(4) Alle Benut­zer löschen

---> 4 ---> Programmiercode


(5) Öff­nungs­zeit des Tür­öff­ners ändern

---> 5 ---> zweistellige Zeit in Sekunden


(6) Werkseinstellungen

---> 6 ---> Programmiercode


(7) Mas­ter RFID wählen

---> 7 ---> RFID-Tag vor Gerät halten


(8) Lösch-Tag auswählen

---> 8 ---> RFID-Tag vor Gerät halten


(9) Pro­gram­mier­pass­wort setzen

---> 9 ---> neuen Code eingeben (sechsstellig) ---> Code wiederholen

Hin­wei­se:

(0) und (Glo­cke) sind nicht dokumentiert
Die #-Tas­te bricht die Vor­gän­ge ab. Solan­ge man sie nicht drückt, kann man z.B. wei­te­re Benut­zer, RFID-Tags und Fin­ger­ab­drü­cke hin­ter­ein­an­der einprogrammieren.
Benutzt man einen RFID-Tag als Mas­ter (Ver­wal­tungs­kar­te), spart man sich die Ein­ga­be von „# —> Pro­gram­mier­code” und kann gleich mit den Funk­tio­nen loslegen.

Lei­tun­gen:

Schwarz: GND (- vom Netzteil)
Rot: 12V+ (+ vom Netzteil)
Gelb: NO (- zum elektr. Türöffner)
Vio­lett: NC (- von einem unter Dau­er­strom ste­hen­dem Schloss, irrelevant)
Grau: COM (- vom Netzteil)
Braun: BTC (Tür­öff­ner –> GND)
Grün: D0 (Wie­gand)
Weiß: D1 (Wie­gand)
Blau: Klin­gel (+/-)
Blau: Klingel (+/-)

Was „BTC” bedeu­tet, weiß ich nicht. Konn­te ich auch nicht ergoo­geln. Über Hin­wei­se wür­de ich mich freuen.

Vor­sicht! Die­se Zugangs­kon­trol­le nie­mals allei­ne ver­wen­den! Immer nur mit einem im Haus mon­tier­ten Wie­gand-Sboard installieren!
(Außer die bereits am Haus ver­bau­te Tür­sprech­an­la­ge öff­net die Tür durch das Außen­ge­rät – so wie die meis­ten Gerä­te in Deutschland)


Man könn­te sonst ein­fach mit einem Magne­ten die Tür­öff­nungs­funk­ti­on betä­ti­gen, denn die­se Zugangs­kon­trol­le hat ein mecha­ni­sches Relais ver­baut! Auch wenn man BTC mit GND ver­bin­det, öff­net die­ses Gerät die Tür sofort!
Wir haben es hier NICHT mit einem Design-Feh­ler des Gerä­tes zu tun, denn die aller­meis­ten Tür­sprech­an­la­gen an deut­schen Ein­fa­mi­li­en­häu­ser haben die­se Funk­ti­on ebenfalls:
Ver­bin­det man TÖ mit GND im Außen­ge­rät(!), betä­tigt das eben­falls den Türsummer!

Bit­te immer dar­an den­ken: Eine nicht abge­schlos­se­ne Tür gilt für Ver­si­che­run­gen als OFFEN!


Für den Anschluss an ein Sboard benö­tigt man daher nur fol­gen­de Leitungen:

Schwarz: GND
Rot: 12V+
Grün: D0 (Wie­gand)
Weiß: D1 (Wie­gand)

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Die Zugangs­kon­trol­le ist innen kom­plett mit einem durch­sich­ti­gen Harz ver­gos­sen. Zer­stö­rungs­frei kann man sie nicht öffnen.

Sie sen­det die akzep­tier­ten Codes über den Wie­gand-Bus an ein innen­lie­gen­des Sboard, wel­ches wie­der­um eine eige­ne Benut­zer­ver­wal­tung hat und selbst über den Zugang entscheidet.
Das bedeu­tet, dass, auch wenn die Außen­sta­ti­on einen Benut­zer posi­tiv iden­ti­fi­ziert hat, also die LEDs grün leuch­ten, ist es mög­lich, dass der Zutritt trotz­dem ver­wei­gert wird.

Zu Beden­ken habe ich:

  • Es gibt nur eine ein­zi­ge, vier­stel­li­ge Zutritts-PIN für alle Benut­zer! Die wür­de ich im Sboard ein­fach igno­rie­ren. Auf der ande­ren Sei­te… Bank­kar­ten haben auch kei­ne län­ge­re PIN. Und eine ein­zi­ge PIN ist schwe­rer zu erra­ten als vie­le PINs.
  • Es wird über den Wie­gan­dbus nur die drei­stel­li­ge, vor­her pro­gram­mier­te User­num­mer über­mit­telt. Man kann jedem Benut­zer zwei Merk­ma­le zuwei­sen: RFID und/​oder Fin­ger­ab­druck. Also wer­den nur die Num­mern von 1 bis 500 gesen­det. (001, 002, 003, etc.) und nicht der Code eines RFID-Tags oder der Hash­tag eines Fin­ger­ab­dru­ckes! Man soll­te also zuse­hen, dass man jedem in der Fami­lie eine Ran­dom-Zugangs­num­mer zuweist. 392, 972, 285, 497 und ähn­li­che. Aber: Jedem Benut­zer kön­nen zwei RFID-Tags oder zwei Fin­ger­ab­drü­cken gleich­zei­tig zuge­wie­sen wer­den. Damit man auch mit schmut­zi­gen oder nas­sen Fin­gern noch eine Chan­ce hat, in das Haus zu kom­men, soll­te man am bes­ten alle zehn Fin­ger­ab­drü­cke benut­zen. Das bedeu­tet, dass man allei­ne schon dafür fünf User anle­gen muss. Dazu noch min­des­tens ein Tag, macht sechs Benut­zer-IDs pro User. Ein vier­köp­fi­ger Haus­halt schlägt folg­lich mit 24 Benut­zern zu Buche. Rein rech­ne­risch kann man also nach 20 Wie­gand-Bru­te-For­ce Ver­su­chen in das Haus. Das alles nimmt sicher­lich weni­ger als die zwei Minu­ten in Anspruch, die ein Ein­bre­cher benö­tigt, um in ein Haus zu gelangen.

War­um mache ich mir die­se Gedan­ken, wenn man die aller­meis­ten Haus­tü­ren in Deutsch­land sowie­so mit einer Büro­klam­mer öff­nen kann (TÖ auf GND an der Tür­sprech­stel­le, s.o.)? Weil ich mit so einer Zugangs­kon­trol­le tat­säch­lich den Haus­schlüs­sel erset­zen will. Wenn das Wie­gan­dboard den Sum­mer öff­net, soll die Smar­tho­me­zen­tra­le via Z‑Wave die Tür öff­nen. Das Pro­blem ist nur, dass sich die­se Zugangs­kon­trol­len augen­schein­lich nicht in einen Slave-Mode ohne eige­ne Benut­zer­ver­wal­tung set­zen lässt.

Quel­len:

Anschluss­plan: http://obohands.com/en/download/download-57–119.html
Anlei­tung: http://obohands.com/en/download/download-60–862.html

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