Was­ser ist ein Arschloch! ™

Lese­dau­er 4 Minu­ten

Um es mit den abge­wan­del­ten Wor­ten eines eben­so lang­jäh­ri­gen wie weit­läu­fi­gen Bekann­ten von mir, dem KLE (Elek­trik ist ein Arsch­loch), zu sagen: Was­ser ist ein Arsch­loch! ™ Aber sehet selbst, mei­ne Jün­ger! Sehet und weinet! 

Mit­ten in der Nacht, so gegen 09:00 Uhr, rie­fen die Hand­wer­ker an. Hek­tik, Panik, Fuß­pilz! Sie rie­fen – wir kamen und fluchten.
Okay, es war ja klar, dass es in den Räu­men ein dezen­tes Was­ser­pro­blem­chen geben könn­te. Aber… WTF? So ein heftiges?
Jetzt wer­den eini­ge Selt­sam­kei­ten des Vor­be­sit­zers und Bau­herrn auch irgend­wie verständlicher.

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Ah! Der The­ra­peut ruft zum Wassertreten!

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Oben links im Bild ist ein mehr als deut­li­cher Höhen­un­ter­schied im Boden­ni­veau fest­stell­bar. Da ist eine Scheiß-Kuhle.
Aber die ver­hin­dert, dass die gan­ze Soße zur Tür raus läuft. Das Was­ser sam­melt sich darin.
Ha! Und ich dach­te, der wäre zu blöd, einen waa­ge­rech­ten Est­rich ein­zu­zie­hen. Neeee! Das was Absicht!

 

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Im ein­zig ande­ren geflies­ten Raum im Kel­ler befin­det sich eine Tür­schwel­le aus Beton. Ein Schelm, wer böses dabei denkt!
Auch da trat etwas Was­ser ein.
In die­sem… Loch stand auch Was­ser. Soll ja irgend­was mit der Zis­ter­ne zu tun haben, auch wenn wir das nicht verstehen.

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Arbei­ten am Vor­rats­raum (der mit der Elek­tro­un­ter­ver­tei­lung des Hau­ses. Hier wird der Putz nur bis auf Außen­ge­län­de­hö­he mit Sanie­rungs­putz erneuert.
Aber in der hin­te­ren lin­ken Ecke trat immer wie­der Was­ser ein.
Ein undich­tes Fallrohr?
Wur­zeln des Bau­mes in der Hauskanalisation?

Die Hand­wer­ker mei­nen, dass hier das Was­ser zur Abwechs­lung nicht aus der Wand, son­dern aus dem Boden kommt.
Also ham­mer mal nach­ge­se­hen, nisch?

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Der Hand­wer­ker war sprach­los. Ich glau­be das meis­te Wort war „Schei­ße!” oder so.
Ja, hier gibt es kei­ne Peri­me­ter­däm­mung (okay, war bei dem Alter nicht zu erwarten).
Es gibt aber auch kei­ne Bitu­men­pap­pe an der Aus­sen­sei­te (okay, ist eigent­lich Stand der Tech­nik seit 200 Jahren)
Es gibt nicht ein­mal einen Bitu­men­strei­fen zwi­schen Fun­da­ment und Mau­er­stei­nen (auch üblich seit 200 Jahren)

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Und der Est­rich liegt ein­fach auf feuch­tem Sand. Klar, dass da Feuch­tig­keit hochkommt.
Wo kommt die aber her?
Wir ver­mu­ten eine über­vol­le Zis­ter­ne. Das ist die ehe­ma­li­ge Sicker­gru­be, denn eine Kana­li­sa­ti­on gibt es in die­sem beschau­li­chen Ört­chen erst seit den 1980er Jah­ren. Jaaaa, Deutsch­land ist ja sooo zivilisiert.

Wie war das noch mit einem Gas­an­schluß im Ort?
Gib­bets net!

Und Han­dy­emp­fang?
Jo, mit den Tele­ko­mi­kern gehts so lala.

Und die­ses Internetz?
DSL mit 6 Mbit! Deutsch­land, Indus­trie­stand­ort! Muhahaha!
Aber Kabel soll es geben. Wur­de ja schon angeschlossen.

Also, wie dem auch sei, wir brau­chen einen Rohr­tech­ni­ker, der mit einem Endo­skop die Abwas­ser­lei­tun­gen checkt.
Ein­mal war der Anschluss ja schon kom­plett zu.

Wie war das mit die­sem Rat­ten­nest… ähm… Nutz­holz­sta­pel im Gar­ten? Der liegt doch direkt auf dem Deckel der Zisterne.
Also im Nie­sel­re­gen mit Frau™ für _​etwas_​ Ord­nung gesorgt.

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Ich kann den Mist echt nicht mehr sehen! Das sind noch die Res­te der Holz­ver­klei­dung des Dach­ge­schos­ses. Und dar­un­ter noch die vier gefäll­ten Bäu­me, die schon bebend auf mei­ne gut geöl­te Ket­ten­sä­ge warten.
Lass sie warten!

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So kann man da rein. Wie lan­ge der wohl nicht offen war? Zehn Jah­re? 20 Jahre?
Oh wel­che freu­di­gen Über­ra­schun­gen dar­in wohl lauern?

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Mean­while im Haus. Die Hand­wer­ker leer­ten zwölf 10-Liter Eimer in den Aus­guss, bevor der Boden nicht mehr kom­plett mit Was­ser bedeckt war.

Mor­gen um 10:30 kommt der Rohrk­erle mit sei­nem lan­gen Schlauch, um ihn in jede Öff­nung des Hau­ses zu ste­cken und die­se ganz genau zu untersuchen.
Das Ferkel.

 

 

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