Google Assistent mal wieder verschlimmbessert

In Wellen, wie mir scheint, werden die Google Assistants verschlimmbessert. Momentan scheint wieder so eine Welle über die Geräte und deren Nutzer hereinzubrechen.

Mittlerweile ärgert mich nur noch, dass die Google Nest Minis, von denen wir 12 Stück im Einsatz haben, sukzessive immer langsamer und vor allem „dümmer“ werden. Natürlich sind auch meine Erwartungen durch ChatGPT gestiegen, das möchte ich gar nicht abstreiten. Was mich immer gestört hat, war, dass die Assistenten den Kontext nicht berücksichtigen, und man so man jede Frage neu formulieren musste, anstatt im Kontext bleiben zu können.

Vor ca. 1,5 Jahren ging das alles noch relativ gut, aber dann wurde es in jeder Hinsicht immer schlechter. Das kommt immer in Wellen. Aktuell scheint seit ca. 2 Wochen wieder so eine Welle der Verschlechterung über die Assistenten zu rollen.

Im Moment kann man die Ansagen nicht mehr wiederholen. Er will bei „Durchsage wiederholen“ irgendwelche Telefonnummern nennen, die ich aber erst hinzufügen soll.
Wenn ich die Ansage wiederhole, spielt er eine Musik ab, die irgendwann unterbrochen wurde. Man wird wirklich verrückt.

Toll auch: Stereo-gekoppelte Geräte spielen Durchsagen nur als unverständlichen Kanon ab. Musik läuft synchron. Generell ist die Spracherkennung von „Hey Google“ beim Stereo-Paar unterirdisch. Mal bleibt sie tot, mal leuchten die LEDs und gehen dann kommentarlos wieder aus oder das Gerät antwortet nur, dass „etwas schief gelaufen ist“.

Im Gegensatz dazu der Google Nest Mini im Schlafzimmer: Der hat heute morgen sogar meine Frau ganz leise aus der Küche „Hey Google!“ sagen hören, sich dann aber entschieden, wieder auszugehen, weil das Pärchen in der Küche sich doch dazu durchgerungen hat, zuzuhören.

Die Handwerker sind im Haus und hören gerne Musik bei der Arbeit. Es ist auch mal schön, Musik ohne Werbeunterbrechungen zu genießen und von dynamischen, überdrehten Moderatoren verschont zu bleiben. Leider hatte meine Frau den GNM auf 100% Lautstärke gestellt. Man glaubt gar nicht, wie laut die Dinger werden können. Also gab ich den Befehl: „Okay, Google, mach leiser! Das hat bisher immer funktioniert. Aber was macht das Ding? „Okay, ich spiele „Leiser“ von „Lea“ … “ AAAAAAAAAAARRRRRRRRGH!

Gerade noch habe ich gefragt: „Wie ist die Temperatur im Lagerraum?“, eine meiner üblichen Fragen. Er antwortet nur, dass er mir irgendeine Internetseite vorlesen will, auf der die ideale Temperatur für einen Lagerraum stehen soll. Ich wiederholte die Frage und er nannte mir die richtige Temperatur. Das macht mich am frühen Morgen richtig aggressiv.

Wenn ich schon dabei bin: GA ist so einfach gestrickt, dass er mir auf die Frage nach den idealen Gewürzen beim Kochen immer irgendwelche Rezepte vorlesen will. Gleiches Spiel, wenn ich die Kochzeit von Fleisch oder Gemüse wissen möchte. Diese Fragen sind nicht überkomplex, sollte man meinen. Aber nein, ich muss diese Fragen in die Google-Suchmaschine manuell eingeben, um eine sinnvolle Antwort zu bekommen.

Vorgestern fiel bei uns das Internet für 13 Stunden aus. Danach war selbst das Stereo-Paar in der Küche nicht wiederzuerkennen. Einwandfreie Spracherkennung und sofortige Reaktion. Und heute Morgen? Die vier LEDs leuchte für rund zehn Sekunden und gehen dann kommentarlos wieder aus.

Inzwischen habe ich alle Tipps, die die Reaktionszeit und die Spracherkennung verbessern sollen, aus dem Netz durch und überlege, ob ich das Zeug nicht einfach wieder verkaufe.
Meinen Nerven zuliebe.

Meine Hoffnung ist nur, dass Google seine KI Bard in die Assistenten integriert. Also warte ich es doch lieber ab.

Über den Autor

Hessi

Michael "Hessi" Heßburg ist ein erfahrener Technik-Enthusiast und ehemaliger Informatiker. Seine Website, die er seit über 25 Jahren betreibt, deckt vielfältige Themen ab, darunter Haus & Garten, Hausrenovierung, IT, 3D-Druck, Retrocomputing und Autoreparatur. Zudem behandelt er gesellschaftspolitische Themen wie Datenschutz und Überwachung. Hessi ist seit 20 Jahren freiberuflicher Autor und bietet in seinem Blog fundierte Einblicke und praktische Tipps. Seine Beiträge sind sorgfältig recherchiert und leicht verständlich, um Leser bei ihren Projekten zu unterstützen.

2 Gedanken zu „Google Assistent mal wieder verschlimmbessert“

  1. Ich kenne alle genannten Probleme und es regt nur noch auf, gebe es YouTube fur Alexa wäre ich schon lange gewechselt.
    Echt schade das Google das Thema so Stiefmütterlich behandelt und sich eigentlich gar nicht mehr um seine Smart Home Geräte kümmert.

    PS: Am meisten nervt mich wirklich Leiser von Lea….

    Antworten
    • Aktuell ist sogar ein neuer Tiefpunkt erreicht. Ich denke immer, dass ich nuschele oder die Spracherkennung versagt hätte. Aber nein, wenn man bittet zu wiederholen, was das Ding verstanden hat, kommt exakt das raus, was man gesagt hat. Für eine Schrecksekunde konnte man sogar mehrere Befehle kombinieren wie „Schalte das Licht im Flur aus und im Bad ein.“ Aber das geht auch nicht mehr.
      Was richtig hart nervt ist „Google, stop!“. Früher stoppte er einfach die Wiedergabe, heute muss er noch unbedingt labern: „Gerne, ich stoppe die Wiedergabe auf Küche Stereo.“
      Sie scheinen es doch weiterzuentwickeln, aber die gehen mit jeder Alpha augenscheinlich sofort live, testen es ein paar Stunden und nehmen es wieder offline. Wir sind deren Produktentwickler. Unfreiwillig. Kostenfrei.

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