Dolles Dorf Ober Beerbach (UPDATE 3)

Lesedauer 5 Minuten

Gestern Abend wurde Ober Beerbach von der Hessenschau des Hessischen Rundfunks als „Dolles Dorf“ für eine Reportage ausgewählt. Heute sind wohl schon die Kamerateams unterwegs.

Dolles Kaiserwetter!

Es nieselt ununterbrochen, ein kalter Wind weht, alles ist grau und trist. Ideale Bedingungen, um Ober Beerbach ins rechte Licht zu rücken. 🙁 Zum Glück sind die Gelben Säcke schon abgeholt worden, so bleibt uns wenigstens der Dritte-Welt-Flair erspart.

Dolle Auffahrt

Passend zum „Dollen Dorf“ arbeitet der Benny heute bei uns in der Einfahrt und im Garten. Die Grüne Hölle kommt immer wieder und mit Bordmitteln ist ihr einfach nicht mehr beizukommen. Andere gestalterische Lösungen müssen her, denn im Gegensatz zum Vorbesitzer Ludwig März gehören wir nicht zur Fraktion der passionierten Gärtner, die täglich Stunden im Garten verbringen wollen und können. Alles muss pflegeleichter werden.

Dolles Grün

Wir haben viel Grün geerbt. Sehr viel Grün. Und Tiere wie Rehe, Waschbären, Marder und Füchse. Manche leben, manche sind tot. Letztes Jahr habe ich im Garten die größte Blindschleiche gefunden, die ich in meinem ganzen Leben gesehen habe. Sie sah aus wie eine große Schlange! Wahnsinn! Aber auch schön, dass unser Garten auch für diese Viecher einen Lebensraum bietet.

Spoiler: Auch eines „unserer“ Rehe ist tot. An Weihnachten lag es tot im Garten. Ob der Weihnachtsmann mit einem A380 kollidierte, der vom nahen Frankfurter Flughafen startete, und es in unseren Garten fiel, konnte auch der Jagdpächter nicht feststellen.

Doller Benny

Benny arbeitet trotz des Wetters unermüdlich an unserer Auffahrt. Jetzt haben wir noch mehr Grün zum Verbrennen oder Häckseln. Aber auch diese Gartenabfälle schafft kein handelsüblicher Häcksler mehr. Unser Olympiabecken benutzen wir als Lagerstätte für die ganzen abgeschnittenen Bäume, Büsche und Sträucher.

Dolle Traditionen

Typisch für die Bergdörfer am Rande des Odenwaldes sind die abgemeldeten Fahrzeuge auf den Grundstücken. Auch wir haben keine Kosten und Mühen gescheut und uns eines zugelegt, um nicht unangenehm aufzufallen.

Ja nee, eigentlich wollte ich den Picanto wieder flott machen. Da ist nicht viel dran. Ventildeckeldichtung, Bremsen und ein paar Fahrwerkslager müssten erneuert werden. Aber… aber halt. Wenn ihn jemand haben will, bitte melden. Er ist aus erster Hand, also wäre es schön, wenn er in gute Hände käme und nicht an jemanden, der sich daran bereichern will. Ich hänge an dem Auto. Viel mit erlebt und er ist eine treue, zuverlässige Seele, die unglaublich günstig im Unterhalt war.

Dolle Fortschritte

Mittlerweile sieht man Fortschritte. Die waren aus notwendig, denn das Haus stand lange Jahre leer, bevor wir es kauften. Der Garten konnte in der Zeit wuchern. Auch wenn er noch regelmäßig gepflegt wurde, so fehlte im trotzdem der Feinschliff im Detail.

So waren sämtliche Wegeinfassungen überwachen und im Garten fanden sich unter mehreren Zentimetern Mutterboden tatsächlich komplett angelegte Gehwege aus Waschbetonplatten. Wir kamen uns vor wie Archäologen. Auch bei den heutigen Baggerarbeiten kamen wieder Dinge zum Vorschein, bei denen wir nur staunen konnten. Irgendwelche Plastik … dinger und auch eine Lampe.

Cool, wenn die Leitungen noch okay sind und Leerrohre verlegt wurden, dann kann ich endlich die Zufahrt wieder beleuchten! Die ist zappenduster! 🙂

 

Dolles Update!

Gerade wollte ich schauen, ob das Ober-Beerbach-Video bereits online ist, da erlebe ich eine Überraschung, über die ich lachen musste:

Dolle Suchergebnisse

Aha, eigentlich war ein solcher Anblick früher für mich normal, da ich bis zum Google Helpful Content Update immer auf der ersten Seite der relevanten Suchergebnisse zu finden war.

Nicht, dass ich meine Suchergebnisse jemals „in echt“ außerhalb der Search Console überprüfen würde, denn in der Console sehe ich die Rankings der Suchergebnisse sehr übersichtlich und alle auf einmal. Meine Besucherzahlen sind seit dem Update eingebrochen, das sehe ich auch an den Zugriffszahlen in Matomo und in WordPress selbst.

Egal, man muss die kleinen Dinge des Lebens genießen. Danke Google, dass du mich bei der Suchanfrage „Dolles Dorf Ober Beerbach“ noch vor der Hessenschau auf den zweiten Platz gesetzt hast. Und das ohne direkten Bezug zu Owern-Beerwisch, denn der gesamte Artikel dreht sich doch nur um Gartenarbeiten. Chapeau!

Aber die Hessenschau hat es auch wirklich hart verkackt, denn deren Link dreht sich nicht um Ober Beerbach, sondern nur um die Geschickte der Aktion „Unser Dolles Dorf“.

Aber daran sieht man, wie schlecht Google geworden ist, denn so etwas darf eigentlich nicht passieren.

Dolles Update 2

Der Baum, ein japanischer Zierahorn, ist umgezogen. Er drohte alle Versorgungsleitungen zum Haus zu beschädigen, denn er wurde direkt darüber gepflanzt. Man stelle sich vor, die Wasserleitung wäre geplatzt! Dann hätte es den halben Hang weggespült! Für den Zierahorn musste ein reppiger Irgendwas-Baum im Garten weichen. So viel Platz haben wir im Garten auch nicht.

Yasmine hat ein schlechtes Gewissen wegen meiner innigen Beziehung zu diesem Baum, denn ich habe das ganze letzte Jahr versucht, ihn (erfolglos) wieder aufzupäppeln. Aber nein, er blieb reppig. Pech und tschüss.

Dolle Bäume

Im letzten Frühjahr mussten wir ohnehin einige Obstbäume ausreißen, weil sie einfach in einem völlig unsinnigen Abstand gepflanzt worden waren. Wenn man einen so großen Garten hat, dann muss man auch zusehen, wie man den am besten und mit geringstem Aufwand pflegen kann. Sonst fängt man in einer Ecke an, arbeitet sich einmal drumherum und fängt dann wieder von vorne an.

Mit einem Hanggrundstück hat man aber immer auch im Auge, dass das Grundstück durch Bewuchs gegen Erosion hinreichend geschützt ist. Es gilt also eine Balance zu finden zwischen Tierschutz (Insekten, Vögel) Naturschutz, Arbeitsaufwand und Nachbarzufriedenheit zu finden. Letztere litt in den vergangenen Jahren massivst.

Doller Wuchs

In Ober Beerbach (oder auf unserem Grundstück) wuchert wirklich alles wie verrückt. Andere Leute müssen ihre Gärten bewässern und die Pflanzen pflegen, wir haben das gegenteilige Problem und fragen uns, wie wir der Sache Herr werden können.

Jede Ecke des Gartens war zugewuchert. Ich spreche hier von Wucherungen in einer Größenordnung, die heutige Reihenhäuser nicht einmal als ganzen Garten zur Verfügung haben. Jetzt haben wir hinten links eine Art Miniwald mit Fichten.

Nein, für die Vögel war diese grüne Hölle auch nicht geeignet. Weder wuchsen dort Früchte, noch fanden wir beim Roden irgendwelche Vogelnester. Selbst in der Hecke, in der wir massenhaft Vogelnester vermutet hatten, fanden wir nur eines.

Dolle Zufahrt

Jedenfalls haben wir jetzt endlich wieder eine Zufahrt, die man mit normalen Autos befahren kann. Nein, der Rodius ist kein normales Auto, aber die Auffahrt schafft er auch nur mit eingeschaltetem Allradantrieb. Der Twizy schafft die Steigung auch nur, weil man die Leistung eines Elektroautos viel feiner dosieren kann. Wenn ich mit dem zu viel Gas gebe, drehen die Räder durch.

Die neue Freifläche neben dem Weg werden wir mit Rasen bepflanzen. Das hat uns Benny jedenfalls geraten. Dann können wir mit dem Rasenmäher alles platt machen, was es wagt, vom Wegbegleitdickicht in Richtung Einfahrt zu wuchern.

Der Platz neben dem Balkon und dem Garagentor ist nun frei. Den werde ich pflastern. Für Fahrräder oder als Ladestation für den Twizy. Mal sehen, wie ich den gestalte. Und ja: die Mauer, die den Balkon trägt, die ist schief. Sah man vorher nicht. Aber das sind die Freuden dieses Hauses, immer wenn man etwas anfasst und verändern will, tut sich eine neue Baustelle auf.

Überraschung! Es fand sich eine Gehwegplatte und ein riesiger Stein (kein Foto!) im Dickicht.

Dolles Update 3

Die Hessenschau hat das Video veröffentlicht.

https://www.hessenschau.de/tv-sendung/dolles-dorf/dolles-dorf-ober-beerbach,video-192804.html

Hmmm, eigentlich ist der Prozentehannes, eine richtige Gaststätte, neben dem Kaufhaus Egner und das Dese Oddo ist keine Gaststätte, sondern eine Freiluftdisco für die Dorfjugend aller umliegenden Gemeinden. Der HR hätte ruhig die Skihütte vom Dese zeigen können. Kein Witz! Das ist eine richtige, riesige Skihütte! Das muss man gesehen haben! Aber klar, in fünf Minuten kann man keinen Ort umfassend porträtieren.

Der Vorbesitzer und Erbauer unseres Hauses war auch im Verschönerungsverein aktiv, und wie wir von den Nachbarn hörten, hat er den Baum-des-Jahres-Weg ins Leben gerufen. Auch unser Garten muss unter seiner Ägide einige Preise gewonnen haben. Heute nicht mehr vorstellbar. 🙂 Aber in unseren Köpfen ist er wieder schön. Wir brauchen nur mehr Zeit und Geld für die geplanten Umsetzungen.

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