Keine Aussendämmung im KBZ

Im Wintergarten (KBZ) musste die Außendämmung zum Wohnzimmer hin entfernt werden. Wer mag schon eine Styropordämmung mitten im Raum haben? Wer weiß, das eine Dämmung ausdünstet, die für den Außenbereich gedacht ist? Außerdem wird irgendwann einmal eine Tür zum Wohnzimmer hin durchbrochen – wenn die Katzen nicht mehr sind. Da möchte man ja nicht eine unnötig tiefe Türzarge haben. Ja, mir wäre es auch lieber gewesen, wenn dieser Kelch an mir vorbeigegangen wäre.
Damit ich nicht eine böse Überraschung erlebe, zum Beispiel einen völlig verwitterten, nicht tragfähigen Putz, der fast nur aus Sand besteht, machte ich eine Probebohrung.
Ja, das sieht echt gut aus.


Mit der Parkside-Flex und einer Steinscheibe schlitzte ich den Putz und das Armierungsgitter regelmäßig ein. Ich hatte schon bei den Heizungsrohren bemerkt, dass man den Putz mit dem Gitter abziehen kann.


Eigentlich schade um den schönen Putz. Alles gerade.


Bis dahin kam ich mit einer Scheibe, dann war die weg.
Die orangen Punkte sind die Dämmstoffdübel.


Armierungsgewebe in der Mülltonne. Und darunter nur weiterer Putz von dieser Wand.


Die Steinscheibe ist am Arsch.


Der Mülleimer füllt sich mit Putz. Er wiegt bereits eine gefühlte Tonne. Ob es noch reicht?


Ein Meter Putz sieht abgezogen so aus.


Putz ist weg!


Tonne ist voll!


Mit dem Kratzer, der wie ein kleiner oranger Spaten aussieht, trennte ich die Dämmplatten von der Wand. Knochenarbeit.


Frau™ packte die Dämmstoffplatten, die nicht voller Putz oder Zementkleber waren, in Säcke.
Mal gucken, wie wir die entsorgen können. Offiziell eigentlich nicht mit dem Gelben Sack – zumal wir die noch umfüllen müssten.


Die Dämmstoffdübel und der Kleber sind das nächste Problem.


Dem Kleber rückte ich mit dem Bohrhammer zu Leib. Das war easy und schnell.


Die Dübel… abflexen? Ach neee! Ist laut, Funken fliegen und dann ist der innere Metallnagel immer noch eher über den Putz stehend.
Abgesehen davon, runiert der Mix aus Putz und Metall jede Trennscheibe innerhalb von Minuten.
Also brach ich die Dübel einfach ab und schlug die Reste mit einem Hammer weiter in die Wand.


Danach bürstete ich die Wand noch einmal mit einem groben Besen ab. Da kam noch jede Menge Putzstaub und Dreck mit runter.
Auch wenn ich noch nie etwas verputzt habe, so war mir ja klar, dass ich die Wand grundieren musste. Gesagt, getan: Tiefgrund von B1 aus dem Toom ist so gut wie jeder andere.


Danach versuchte ich mich mit Rotband. Die Mischung passte nicht, war zu dünn, aber ich wollte mir nicht wieder das Rührgerät des Fliesenlegers leihen, der mich von meinem durch das Fliesen des Flures abgeschnitten hatte.
Also testete ich verschiedene Auftrags- und Glättungstechniken.


Jo! Zum Kotzen, der Putzauftrag ist einfach zu dünn.


Mit etwas dickerem Auftrag und einem festeren Mischungsverhältnis ging es gut.
ABER: Die Handwerker haben wohl mein Schwammbrett mitgenommen, so dass ich die Oberfläche nicht abreiben konnte.
Hilft nix. Muss ich halt ein neues Brett kaufen und noch einmal dünn über diese Stelle. Der Rest der Wand muss dann aber passen, sonst muss ich später noch alle Macken mit Uniflott beiziehen und wohl möglich beischleifen.
Nun ja, einen Endschliff muss die Wand schon bekommen, denn eigentlich möchte ich sie nur ungern mit Vliestapete tapezieren.

 

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