Von Fens­tern, Rei­fen und Bremsen

Lese­dau­er 3 Minu­ten

Wir hat­ten einen Ter­min wegen der neu­en Rei­fen. Die Werk­statt ist in der Nähe des Cam­ping­plat­zes, also woll­te end­lich mei­nen Pican­to heim holen, der sich dort seit Febru­ar oder März (seit Coro­na halt) die Rei­fen im Wort­sin­ne platt steht. Aber am Abend vor­her ruft unser Hand­wer­ker an: Die feh­len­den Fens­ter wer­den mor­gen in den Win­ter­gar­ten ein­ge­baut! Er käme um 10:00 Uhr! HURRA! Das mit dem Ter­min in Seli­gen­stadt passt auch, der ist erst um 12:00 Uhr. Alles super, oder? LOL! Um 10 Uhr noch kein Hand­wer­ker da.
Von Fens­tern kei­ne Spur.
Kennt man ja.

War­ten ist angesagt.
Kennt man ja.

Dann, 45 Minu­ten zu spät, kommt der Hand­wer­ker. Allei­ne. Aha.
Wir laden die Fens­ter auf und hören: „Die Fens­ter­bau­er kom­men heu­te Abend gegen 17:oo Uhr.
Ja, sicherlich.
Kennt man ja.

Aber wir brau­chen neue Rei­fen. Die alten waren kom­plett weich gefah­ren. Die Traglast war ja zu gering.

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Fin­det noch jemand, dass 16„er auf so einem gro­ßen Fahr­zeug irgend­wie komisch aus­se­hen? Als ob die von einem Match­box-Auto abge­schraubt wären…
Egal, das lief alles ganz gut und wir fuh­ren noch recht­zei­tig zum Cam­ping­platz. Wir soll­ten um 17:00 Uhr also wie­der zurück sein.
Wenn der Pican­to anspringt.
Aber was klappt schon auf Anhieb?
Kennt man ja!

Nun, auf Anhieb sprang der Pic nicht an. Es war auf der Power­bank immer noch die Rest­la­dung von Anfang August drauf, ich hat­te das gebas­tel­te Lade­ge­rät wohl auf dem Platz vergessen.
Der Motor mach­te nur eine müde Umdre­hung, dann gin­gen die Lich­ter aus.
Frau kram­te im Rodi­us nach dem Über­brü­ckungs­ka­bel, aber ich rüt­tel­te noch ein­mal an den Kon­tak­ten des Jumpstarters.
Ein Druck auf den Kon­troll­schal­ter zeig­te mir aber an: Null Ladung! Nichts mehr drin! Nada.
Trotz­dem ver­such­te ich es erneut.
Ein müdes Röcheln aus dem Motor­raum, drei Umdre­hun­gen pack­te er noch und…
VROMMM!
Ach ja, Korea­ner sind halt unkaputtbar!

Aber die Brem­sen! Mei­ne Fres­se! Die sind bei dem Fahr­zeug kom­plett über­di­men­sio­niert und nei­gen daher nach ca. 150 tkm zum Hängen.
Ein zar­ter Tritt auf die Brem­se und schon wum­mer­te es, weil die Brem­se nicht lös­te. Wel­che? Kei­ne Ahnung, in so einem klei­nen Auto kann man das schlecht orten.
Ein Sat­tel ist ja schon neu, die ande­ren drei wer­de ich ein­fach aus Prin­zip erneu­ern. Kos­ten ja nicht die Welt. Unter 50 Euro das Stück.
Wie der Werk­statt­meis­ter, der nur auf Mar­ken­qua­li­tät (am bes­ten Ori­gi­nal) schwört, mein­te: „Ach, bei den Brem­sen kanns­te auch einen ande­ren Her­stel­ler neh­men, denn Kia hat ja bewie­sen, dass sie es nicht können.”

Wie dem auch sei: Im Sep­tem­ber ver­mein­te ich noch ein Klop­fen aus dem Motor­block im Leer­lauf zu ver­neh­men, aber das war wohl ein­ge­bil­det, denn selbst mit hän­gen­den Brem­sen pack­te der Pic noch 164 auf der Gera­den. Immer­hin 10 km/​h über Werks­an­ga­be. Der Motor scheint also noch soweit okay zu sein.

Im Gegen­satz zur Bat­te­rie. Die ist kom­plett tot. Scha­de, die war erst ein Jahr alt (IIRC). Als ich zu Hau­se in Ober Bär­bauch das Orts­schild pas­sier­te, stell­te ich den Motor ab und woll­te schau­en, ob er wie­der anspringt. Fehl­an­zei­ge! Nichts! Da glimmt nicht ein­mal ein Lämp­chen! Mit dem Schwung star­te­te ich den Motor halt über die Kupp­lung und fuhr noch ganz nor­mal bis zur Ein­fahrt hoch.

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Da steht er nun, der DA-TA 1530.

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Und was stand auch noch da?
Die Fenster!
Kamen die Hand­wer­ker noch?
NEIN!
Kennt man ja!

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