Erste Netzwerkdosen

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Lange habe ich es vor mir hergeschoben, dabei hatte ich als ITler bei einem Consultingunternehmen auch mal beim Kunden das eine oder andere Netzwerkkabel gezogen. Oder vielleicht war genau das der Grund?

Ja, vermutlich. Mit ein anderer Grund ist sicherlich, dass ich die Investition von knapp 600 Euro (für 450 Meter Netzwerkkabel (1.500 MHz), zehn Cat 6a (500 MHz) Netzwerkdosen, zehn UP Elektronikdosen, zwei 10″ 12-Port Patchfelder (Cat 6a), ein 10″ 16-Port Switch (billig und unmanaged von Zyxel), ein 10″ 7 HE Wandrack und einige bunte Patchkabel) scheute. Ja, ich weiß, das ist alles ein Spaßpreis. Ein ordentlicher managed Switch mit PoE kostet schon soviel und als ITler bin ich im professionellen Bereich ganz andere Summen gewohnt, da sind 600 Euro nun echt gar kein Geld.

Aber für uns privat sieht die Sache ganz anders aus. Braucht man wirklich ein kabelgebundenes Netzwerk? Reicht nicht das WLAN? Die Hausautomation wird doch sowieso fast ausschließlich über ein (dediziertes) WLAN laufen. Nennt mich paranoid, aber ich muss nicht jedes Paket über Funk versenden. Nennt mich einen Spinner, aber ich will die volle Leistung der Backupplatten des NAS auch im Netzwerk haben.

Und richtig: Das NAS ist noch gar nicht im Preis mit drin. Aber wie bemisst sich der Wert geistigen Eigentums? Was ist die werdende Dissertation meiner Frau wert? Was die Artikel im Entstehen? Es geht nichts über ein verlässliches Backup.

Egal, Du wirst jetzt u.a. sicher fragen, warum die Qualität des Kabels viel höher ist als die der anderen Netzwerkkomponenten.

1.) Cat 6a ist auch noch für 10 Gigabit gut. Das sind immerhin 1,25 Gigabyte pro Sekunde und reicht aktuell auch für SSD-Geschwindigkeiten. Das Kabel ist aber schwerer auszutauschen, auch wenn es in Leerrohren liegt. Die Preisunterschiede sind so marginal, dass sich schlechtere Qualität nicht lohnt.

2.) Warum aber so ein billiger Switch? Ach, ich hatte immer managed Switche zu Hause, deren Fähigkeiten ich selten ausnutzte. Jetzt kann man es mal mit so einem probieren.

3.) Warum kein PoE-Switch? Ach ja, ich weiss nicht so recht. Kann man für die VoIP-Telefone nutzen, klar. Aber ob die dann energieeffizienter als ein modernes kleines Schaltnetzteil sind? Außerdem will ich keinen PoE-Switch mit dem Außenbereich verbinden. Im Zweifel fällt da das Netzwerk aus. Dann lieber noch einen kleinen PoE-Switch für diese Geräte kaufen und über den Uplink verbinden. Failsafe ist mir halt lieber.

4.) Zehn Dosen und insgesamt 24 Ports auf dem Patch und nur 16 Ports auf dem Switch? Wie passt das alles zusammen. Nun, es sind ja pro Dose zwei LAN-Anschlüsse (20 Ports), dazu kommen noch Anschlüsse im Gartenbereich und die Kamera an der Tür (Garten-WLAN, zwei Kameras, Türsprechstelle = 24 Ports). Nicht alle Dosen sind immer geschaltet. Zur Not kauft man eben noch für 50 Euro einen zweiten Switch.

Genug geschrieben. Ich hatte nur einen Nachmittag Zeit, also habe ich nur zwei Netzwerkdosen vorbereiten können. Die Löcher hatte ich schon mit den Steckdosen vorgebohrt. Etwas abseits, weil ich nicht den Stress mit passenden Schalterprogrammen haben wollte, sondern die mitgelieferte Abdeckung ausreichen soll.

Nach oben habe ich die Elektronikdose angezeichnet. Was? Nerv nicht! Ja, nach oben! Das ist nicht verkehrt herum! Also… ja, vom Hersteller aus wäre es falsch herum, aber der Hersteller muss die Dinger ja auch nicht benutzen. Ich male es Dir und dem Hersteller mal auf: Das Kabel kommt nun von unten in die Dose, läuft in einem Bogen durch den oberen Teil der Dose und kann dann bequem angeschlossen werden. Käme das Kabel als Erstes in den „hohlen“ Bereich, könnte es keinen Bogen bilden. Alles klar soweit?

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Die obere Hälfte habe ich mit der Metabo aufgestemmt.

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Reichte noch nicht.

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Mist! Schon wieder eine der Kammern der Steine zerstört. Ich hasse das.

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Nun passt es aber.

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Die Durchführung in den Keller vorgebohrt und dann erweitert.

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Von oben gesehen.

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Von unten gesehen.

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Hmmm… irgendwie muss ich noch an den Warmluftrohren vorbei… Mache ich mir aber erst dann Gedanken drum, wenn es soweit ist.

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Wo ich gerade im Keller bin: In diese Ecke kommt vermutlich das Netzwerk hin. Also Switch & Co.

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Das Flexrohr angepasst.

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Die Kammer mit Steinen gefüllt.

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Noch mehr Steine.

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Dose eingegipst. Mit Elektrikergips, das geht am schnellsten.

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Rohr in die Dose geführt und den aufgestemmten Teil des Estrichs und der Wand (das Kabel/Rohr darf ja nicht potenziell unter Zug stehen dürfen) mit einem Stück Styropor getrennt (Körperschallschutz).
Das Rohr wollte freiwillig keinen Bogen behalten. Mit einem Nagel überredet.

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Passt.

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Verputzt.

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Nicht zu weit in der Dose. Alles gut.

Die Elektrik im Schlafzimmer ließ mir keine Ruhe. Ich verlegte einige Kabel und grübelte… da fehlt noch die Zuleitungen für das Licht auf der anderen Bettseite, richtig? *planstudier* Ja, richtig, das stimmt, der fehlt.
Naja, Platz ist da ja noch für das Kabel. Aber wie kann ich das elegant anklemmen?
Hmmm, die Steckdose ist direkt daneben. Aber von da aus geht das Kabel wieder Richtung Schrank.
Okay, das ist eine tiefe Dose, dann klemme ich die Zuleitungen an eine Dreier-Klemme: rein, Steckdose raus, Wechselschaltung raus. Muss gehen. Ist auch zulässig. Aber… irgendwie unperfekt und unelegant. 🙁

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Der waagerechte Schlitz wird für alle Kabel nicht reichen. Da muss ich noch einmal kräftig nachhelfen.

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Das rechte Kabel wird die Beleuchtung für den Kleiderschrank. Hallo? Warum leckt sich der Hund die Eier? Weil er es kann.

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