Garagentor erneuern

Lesedauer 4 Minuten

Endlich wollen wir aus Wärmedämmgründen das Garagentor erneuern. Da wir es vielleicht einmal im Monat öffnen, reicht ein günstiger Anbieter aus.

Ausgangslage

Unsere Garage befindet sich im Haus. Das Bild täuscht, denn von der Auffahrt geht es hinab zum Tor. Wie so oft an diesem Haus haben Flächen ein Gefälle zum Haus hin. *seufz* Wir benutzen die Garage nicht als Garage. Sie soll ein Werkraum und eine Werkstatt werden. Wenn wir das Tor einmal im Monat öffnen, dann ist das oft. Der Rodius meiner Frau würde ohnehin weder um die Ecke kommen, noch von der Höhe in die Garage passen. Meinen Twizy würde ich nur zum Schrauben hineinstellen. Der steht beim Laden immer unter dem Balkon, das reicht.

Wo wir gerade davon sprechen: Der Twizy würde tatsächlich unter den Balkon passen, auch wenn man an diesem z.B. ein Rolltor anbringt. Eine Garage vor der Garage? Auch nicht schlecht! Dieser überdachte Bereich ist auch toll für Fahrräder. Wie dem auch sei: Das kann alles warten. Wärmetechnisch bringt so ein Vorraum ohnehin nicht viel.

funktionieren mit 230 Volt.

Das mehr als 50 Jahre alte Garagentor der Firma „Odenwald-Tore“ entspricht in den Punkten „Einbruchsschutz“ und „Wärmedämmung“ … ähm … das ist zu kompliziert … einfacher: Beide Punkte sind nicht existent. Besonders ersterer nicht, da der untere Rahmen des Tores im Prinzip nur noch durch den Lack zusammengehalten wird. Und der hat sich, da seien wir mal ehrlich, bereits vor Jahren aufgelöst. Das ist nicht übertrieben. Aktuell habe ich das Tor einfach mit Dachlatten in den Führungsschienen von innen blockiert. So kann man es auch mit Gewalt nicht mehr öffnen.

Torarten

Preislich geben sich die verschiedenen Torarten nichts. Bei einer Maßanfertigung ohnehin nicht.

Schwingtor

So wie jetzt auch. Das ist nicht die schlechteste Wahl, aber irgendwas steht immer dicht vor dem Tor, sodass man es von innen nicht öffnen kann, denn ein Schwingtor, man ahnt es, schwingt beim Öffnen etwas nach außen. Ich habe so ein Tor, nur sehr viel größer, auch einmal eingebaut. Das ist absolut kein Akt und hat von allen Torarten sicherlich die einfachste Montage. Einbruchsschutz ist gut, denn ein Schloss soll keinesfalls außen angebracht werden. Wärmedämmung kann man zur Not noch mit Dämmplatten verbessern.

Rolltor

Das wäre meine erste Wahl gewesen! Da passt ein Standardmaß, z.B. 2500 x 2500 mm. Die Führungsschienen kann ich ja kürzen und ob ein paar Lamellen mehr oder weniger im Rollladenkasten verbleiben, ist völlig wurscht. Mir machte eher der Einbruchsschutz Sorgen. Das ist ja nur ein normaler Rollladen mit etwas PU-Schaum, der mit Alufolie umwickelt wurde. Einmal beherzt dagegen springen und man ist drin. Von der katastrophalen Wärmedämmung fange ich erst gar nicht an. Standard ist 12 mm und die besseren haben 20 mm starke Lamellen. Hier stehen der einfachen Installation die Probleme entgegen, die wir bereits jetzt schon haben.

Sektionaltor

Sektionaltore gibt es bis 67 mm Dämmung, das ist von der Wärmedämmung her ist super. Da sie auch nur aus mit Kunststoff ummantelten PU-Schaum bestehen, sollte man sich einen verbesserten Einbruchsschutz überlegen. Toll ist, dass die Breite unserer Durchfahrt wurscht ist, denn das Tor wird von innen vor die Öffnung geschraubt. Ob von innen links und rechts fünf Zentimeter Mauer nach dem Öffnen zu sehen ist, spielt keine Rolle. Kritisch ist nur die Höhe! Die muss passen!

Alternative

Das jetzige Tor optisch aufarbeiten, Dichtlippen und Dämmung anbringen, die Bodenschiene ersetzen, bzw. ein Gegenstück für den Riegel fest im Betonboden verankern. Nutzten wir noch einen Motor, benötigt der Riegel noch ein Entriegelungskit für 35 EUR.

Angebot

Aktuell hat der Globus Baumarkt das IsoMatic Sektionaltor in passender Größe im Angebot für 529 EUR. Das Besondere an diesem Angebot ist die Stärke der Paneele von immerhin 40 mm, was gut für die Wärmedämmung ist. IsoMatic gehört mittlerweile zur Firma Hörmann, die wohl auch etwas für die Baumarktklientel im Programm haben wollten.

Problem?

Das Problem bei uns ist nur die lichte Öffnung des Garagentores von 2400 x 1850 mm.

Ein Standard-Tor hat eine Größe von 2500 x 2150 mm.

Hier die Abmessungen von Außen:

garagentor erneuern

Der Sturz ist außen 275 mm. Gut.
Aber innen ist er nur rund 150 mm. Die Geschossdecke ist stärker als die Platte des Balkons und on top …. oder sagt man on down? … kommt noch 60 mm Dämmung.

  • Die lichte Öffnung beträgt 2400 x 1850 mm.
  • Neben dem Tor sind jeweils mindestens 350 mm Mauerwerk vorhanden.
  • Der Sturz 150 mm.
  • Die Deckenhöhe liegt bei knapp 2020 mm.

Das Tor wird maximal einmal im Monat geöffnet. Qualität ist ausreichend dafür.

  1. Zu kleine Öffnung, Breite:
    Da die Segmente einige Millimeter hinter der Mauerflucht entlang laufen, stellt die zu kleine Öffnung kein Problem dar.
  2. Zu kleine Öffnung, Höhe:
    Rein rechnerisch müsste ich bei 1850 mm Höhe das unterste (oberste?) Segment an der Sicke kürzen können, um eine passende Höhe zu erreichen. Oben ist besser, da kann man die Rollen und den Antrieb besser befestigen, als eine Gummileiste.
  3. Gedämmte Decke
    Die Kellerdecke ist mit 60 mm Dämmung versehen. Eine kraftschlüssige Verbindung ist so nur eingeschränkt möglich. Große Unterlegscheiben? Bleche? Dünne Bretter?

Also würde das o.a. Sektionaltor von innen vor die Öffnung passen. Ob da links und rechts ein paar Zentimeter überstehen, ist völlig egal. Und wenn man die oberste oder die unterste Lamelle in der Mitte teilt, passt es von der Höhe perfekt.

Motorantrieb

Als ich die Stromleitungen in der Garage verlegte, hatte ich in geistiger Umnachtung zu dem Platz, den ich für den Motor an der Decke reservierte, nur eine normale 3 x 1,5 Leitung verlegt. Dort gehört aber eine 5 x 1,5 Leitung hin. Zwischen den beiden Rollladenschaltern liegt eine 5 x 1,5 Leitung, immerhin.

Die Lösung ist aber relativ einfach: Ein Shelly 2.5 steuert einen Shelly 2.5 an der Garagendecke. Das ist billiger und einfacher, als eine neue Leitung zu ziehen.

Aber: Billige Garagentorantriebe kann man idR schlecht auf einen Shelly umbauen, da sie mit einer Fernbedienung und, wenn ich mich recht entsinne, mit 20- bis 40 Volt-Motoren daherkommen. Die teuren Antriebe von Hörmann haben wohl einen 230 Volt-Motor.

Wie dem auch sei: bei den Temperaturen ist das Projekt erst mal auf Eis gelegt. Wortwitz. Hö hö hö! 🙂

 

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