Update: Pro­be­fahrt Ssan­gYong Rext­on W

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Auf der Suche nach einem Auto mit Platz für fünf und einem Hund sowie etwas Gepäck, das auch noch einen Wohn­wa­gen mit 1.500kg nicht nur zie­hen darf, son­dern auch kann und das über eine rich­ti­ge Auto­ma­tik und kein DSG-Spiel­zeug ver­fügt, kommt man zwangs­wei­se irgend­wann zu Ssan­gYong. Hier die Pro­befraht mit einem Rext­on aus dem Modell­jahr 2014.

Ände­run­gen der Modell­jahrs 2015, wel­ches wohl de fac­to erst gera­de bei den Händ­lern erscheint:
– neu­es Lenk­rad ohne Schaltmöglichkeit
– LED-Rückleuchten
– neue Instrumente
– ver­chrom­te Tur­ver­rieg­ler („Knöp­fe”)
– ande­res Rext­on W‑Logo auf der C‑Säule
– Sitz­hei­zung auch in den Rücken­leh­nen der mitt­le­ren Sitzreihe

Ab 2016 (frü­hes­tens Dezem­ber 2015) dann Ent­fall des 2.0 Liter Die­sels. Die­ser wird durch einen Euro-Norm 6 erfül­len­den 2,2 Liter Die­sel mit vor­aus­sicht­lich 185 PS ersetzt. Der 2,2 Liter darf wie­der die 3.500 kg des alten 2,7er Fün­fen­ders zie­hen. Der Zwei­li­ter „nur” 2.600 kg, aber schon dafür benö­tigt man heu­te bereits einen BE-Füh­rer­schein. Ein Inha­ber der Füh­rer­schein­klas­se B darf (nicht nur) mit dem Rext­on nur einen 750kg Anhän­ger fah­ren. Wer einen B96-Lap­pen hat, der darf mit dem Rext­on knapp 1.5 Ton­nen schwe­re Anhän­ger zie­hen, weil man dann bereits real am 4.250kg-Limit (Gesamt­zug­ge­wicht) des B96 kratzt.

Mei­nung!
Ach­tung! Sub­jek­ti­ve und pola­ri­sie­ren­de Mei­nun­gen! :-)War­um ein Siebensitzer?
Ach­tung! Sub­jek­ti­ve und pola­ri­sie­ren­de Meinungen! 🙂

Irgend­wann hat mal ein­mal genug von Kompromissen.
Unser aktu­el­ler Tra­jet ist so ein Kom­pro­miss. Ben­zi­ner, Schal­ter, sie­ben voll­wer­ti­ge Sit­ze, Anhän­ge­last von 1.800kg, tol­le Ver­si­che­rungs­ein­stu­fun­gen, gerin­ge Unter­halts­kos­ten, war­tungs­arm. Soweit so gut.
Was nervt? Mit sie­ben Sit­zen hat er so gut wie kei­nen Kof­fer­raum, er hat kei­ne Auto­ma­tik, die Kraft des Motors ist für den Wohn­wa­gen aus­rei­chend, wenn man fleis­sig schal­tet, das Fahr­werk ist unaus­ge­wo­gen, wird erst kom­for­ta­bel, wenn man zulädt oder etwas dranhängt.

War­um müs­sen es sie­ben Sit­ze sein?
Mit einem Hund müs­sen es zumin­dest drei Sitz­rei­hen sein. Es sei denn, einer möch­te den Hund die gan­ze Zeit auf den Füßen lie­gen haben. Der Hund soll in den Kof­fer­raum? Gut, und wo kommt das Gepäck hin? Etwa in den Wohn­wa­gen oder auf das Dach? Im Sin­ne der Fahr­sta­bi­li­tät sind bei­des ziem­lich schlech­te Ideen.
Liegt mal eine kur­ze Stre­cke an, ein Kurz­trip von bis zu 400km z.B., dann wäre es schön, wenn man auch auf der mitt­le­ren Sitz­bank zu dritt sit­zen könn­te, das Fahr­zeug also breit genug ist, so dass man nicht mit der Schul­ter dau­ernd den Neben­mann berührt.

So ein Dop­pel­kupp­lungs­ge­trie­be ist doch total toll!
Ja, klar, für den Her­stel­ler. Die Din­ger haben sogar zwei Kupp­lun­gen, die ver­schlies­sen kön­nen, vor allem, wenn man einen Wohn­wa­gen zieht. Mir ist egal, ob das Auto 0,2 Liter Sprit auf 100km mehr ver­braucht, ich will einen Drehmomentwandler.

War­um nicht was klei­ne­res? So Tou­ran- oder Zafira-klasse?
Kein Kof­fe­raum, hin­ten nur Not­sit­ze für Kurz­stre­cken – und auch das nur für Klein­kin­der. Die Anhän­ge­last hat bei den bes­se­ren, wie dem Carens, auch nur 1.500kg. Klar, die Moto­ren sind mehr als kräf­tig genug, aber die Din­ger wie­gen mit Ach und Krach gera­de mal so viel wie der Wohn­wa­gen. Tem­po 100 ist da ein Glücks­spiel – und das zu Recht! Das Auto soll den Wohn­wa­gen zie­hen und nicht der Wohn­wa­gen das Auto schieben.

War­um kei­nen Gala­xy, Sharan oder Freemont?
Alles schö­ne Autos, aber die haben kei­nen Kof­fer­raum. Zudem kann der Fre­e­mont mit 170 Die­sel-PS nur lächer­li­che 1.100kg zie­hen! Und mal so einen Gala­xy kon­fi­gu­riert? 40.000,- EUR sind da pro­blem­los mit einer ein­fa­chen Aus­stat­tung zu errei­chen. Net­te­re Aus­s­at­tun­gen auch ger­ne 50 Kilo­eu­ro! Selbst ein Alham­bra lan­det mit klei­ner Maschi­ne, ein­fa­cher Aus­stat­tung und sogar mit Rabat­ten bei über 30.000! Und dann hat er auch nur eine Spiezeugautomatik.

Dann einen VW Bus!
Hal­lo? Wer soll das Ding bezah­len und unter­hal­ten? Ande­re Bus­se von Opel oder Renault sind auch ganz nett, sind aber meis­tens eher unkon­for­ta­bel und laut. Auf kei­nen Fall geeig­net für die täg­li­che Fahrt zur Arbeit.

Muss es ein Die­sel sein?
Ja, nein… ja! Die­se klei­nen Tur­bo­mo­to­ren sind toll, kei­ne Fra­ge. Die haben im Kel­ler sogar mehr Dreh­mo­ment als ein Die­sel! Und das steht auch noch län­ger an! Zum zie­hen ist da ein 1,4er Tur­bo mehr als aus­rei­chend. Auch die Kfz-Steu­er ist extrem nied­rig. So wie der Ver­brauch (wenn man sie nicht tritt). Aber ich traue den Din­gern nicht. 🙂

Schang­Was?
Ssan­gYong ist neben Hyun­dai und Kia der drit­te Auto­bau­er aus Süd­ko­rea. Dae­woo zählt ja nicht, die wur­den von GM geschluckt.
Ja, rich­tig, der Mut­ter­kon­zern war fast plei­te (das war Kia Ende der 90er übri­gens auch) und wur­de erst von einem Chi­ne­sen über­nom­men – was aber nicht so recht funk­tio­nier­te. Nun ist er in indi­scher Hand (Mahin­dra) und da steckt nun rich­tig Koh­le dahin­ter. Ich bin ganz zuver­sicht­lich, dass das jetzt was wird.
Den Ver­trieb in Deutsch­land hat­te erst ein Fami­li­en­un­ter­neh­men, nun ist da eine bel­gi­sche Fir­ma dahin­ter, die auch über das nöti­ge Know­How und die Geld­mit­tel verfügt.
Ssan­gYong baut seit mehr als 60 Jah­ren all­rad­ge­trie­be­ne Fahr­zeu­ge. Die sind qua­si der korea­ni­sche Sub­a­ru. Nur mit nicht so exo­ti­scher Technik. 🙂

Wir haben heu­te eine Pro­be­fahrt mit dem Rext­on (Sap­phi­re, 2.0 D, Auto­ma­tik) gemacht. Hier mei­ne rein sub­jek­ti­ve Ein­schät­zung. Ich besit­ze das Auto nicht, muss es mir also nicht schön­re­den. Vie­le Besit­zer wer­den mei­ne Kri­tik­punk­te für irrele­vant hal­ten. Das mögen sie auch sein, aber jeder bewer­tet Gegen­stän­de nun ein­mal etwas anders.

Ers­ter Eindruck

Die Kis­te sieht auf den Bil­dern immer deut­lich klei­ner aus, als sie es in Wirk­lich­keit ist. Uns kam unter­wegs z.B. ein S‑Max ent­ge­gen. Ich mein­te nur zu mei­ner Frau: „Hast Du gese­hen? Die­ser… Klein­wa­gen da unten war ein S‑Max…!”. Ja, man konn­te dem Auto auf das Dach schauen!

Der Rext­on W ist aber auch ein ech­ter Trumm von einem Auto, man sieht es ihm nur nicht gleich an. Er ist kein SUV. Er ist ein Gelän­de­wa­gen mit Lei­ter­rah­men und zuschalt­ba­rem Front­an­trieb und Gelän­de­un­ter­set­zung. Der Rext­on schreckt auch vor grö­be­ren Gelän­de nicht zurück. Ziel­grup­pe sind aber eher Men­schen, die einen schwe­ren Anhän­ger über eine Wie­se oder einen unbe­fes­tig­ten Feld­weg zie­hen wol­len und dabei nicht auf Kom­fort ver­zich­ten wol­len. Wie wol­len damit unse­ren Wohn­wa­gen zie­hen. Dazu benö­ti­gen wir kei­nen per­ma­nen­ten All­rad­an­trieb. Ver­mut­lich benö­ti­gen wir ihn extrem sel­ten, aber wenn, dann sind wir dar­über froh. Unser Espace steck­te auch ein­mal im Sand eines Cam­ping­plat­zes fest. Hät­ten wir da einen Wohn­wa­gen dabei gehabt, wäre das ein mehr als inter­es­san­ter Tag geworden.

Rexton/​Eindruck

Innen­raum
Ich saß zuerst auf dem Bei­fah­rer­sitz und habe mir von da alles ange­se­hen. Das Inte­ri­eur ist akzep­ta­bel, die Mate­ri­al­aus­wahl geht voll­kom­men in Ord­nung, vor allem in Rela­ti­on zu dem Preis. Das Design ist zeit­los. Die Dis­plays im Radio, Uhr und der Kli­ma­au­to­ma­tik sind etwas „old fashio­ned”. Letz­te­re funk­tio­niert unauf­fäl­lig und gibt in der Bedie­nung kei­ne Rät­sel auf.

Per­sön­lich mag ich sogar das grü­ne LED-Dis­play der Kli­ma­au­to­ma­tik mit den Pik­to­gram­men. Aber ich fin­de auch die 70er-Jah­re VF-Dis­plays im Voya­ger tot­schick. Trotz­dem ist das wohl nicht das, was man jetzt z.B. in einer M‑Klasse erwar­ten würde.

Die Ver­ar­bei­tung ist im Detail etwas durch­wach­sen. Ich glau­be, dass ich zuletzt in den 90ern so leicht ungleich­mäs­si­ge Spalt­mas­se an der Abde­ckung des Bei­fah­rer­air­bags gese­hen hat­te. Eigent­lich sieht man schon seit mehr als 10 Jah­ren die Air­ba­g­ab­de­ckun­gen selbst bei Klein­wa­gen nicht mehr. Sei es drum, stört mich nicht.

Hört sich sicher komisch an, aber wenn ich gegen das Dach klop­fe, macht das dar­un­ter lie­gen­de Blech den Ein­druck einen hal­ben Zen­ti­me­ter dick zu sein. Fühlt sich sehr viel soli­der an, als man es erwartet.

Der Innen­raum riecht nicht pene­trant nach Neu­wa­gen. Man riecht nur das Leder. Das ist sehr ange­nehm. Nach ande­ren Pro­be­fahr­ten hat­te ich öfter Kopf­schmer­zen, hier nicht. Aber bei der Suche nach einem Auto hat­te ich nach eini­gen Auto­häu­sern an einem Tag auch die Nase voll. Ich konn­te kei­ne Neu­wa­gen mehr riechen.

Sitzkomfort
Man sitzt hoch (logisch) und mir sind die Sit­ze nicht nega­tiv auf­ge­fal­len. Der Bei­fah­rer­sit­ze ist mit Schal­tern, seit­lich rechts an der Kon­so­le, zu ver­stel­len. Sitz und Leh­ne vor und zurück, nicht mehr. Da erhoff­te ich mir noch eine Höhenverstellung.

Die Arm­leh­ne in der Tür ist recht breit und der Arm fin­det dort auch bequem Platz. Der Schal­ter für den Fens­ter­he­ber ist genau da, wo man ihn erwar­tet. Was man nicht erwar­tet ist der Schal­ter für die Zen­tral­ver­rie­ge­lung, aber dazu gleich mehr.

In der Wind­schutz­schei­be, die sehr steil steht, stö­ren Reflek­tio­nen. Die schei­nen durch die recht stark gewölb­ten Sei­ten zu ent­ste­hen, wenn ich mich gera­de recht ent­sin­ne. Ist nicht schlimm. ist nur unge­wohnt, wenn man seit Jah­ren nur noch Vans mit sehr fla­cher Schei­be gefah­ren ist. Die Rund­um­sicht ist gut. Vor allem fal­len die rela­tiv schlan­ken A‑Säulen ange­nehm auf. Dafür sind die C‑Säulen mehr als mäch­tig und stö­ren den Blick nach schräg hin­ten. Der Rext­on hat gut funk­tio­nie­ren­de Parksensoren.

Wind­ge­räu­sche
Was mich per­sön­lich wirk­lich am meis­ten stör­te, sind die Wind­ge­räu­sche ab 80 km/​h. Ob die­se noch schlim­mer wer­den, wenn man schnel­ler fährt, weiss ich nicht, denn wir sind auf der Land­stras­se nicht mal 100 km/​h gefah­ren. Ich habe natür­lich kein Mess­ge­rät und so gebe ich nur mei­ne sub­jek­ti­ve Emp­fin­dung wei­ter. Es kann auch dar­an lie­gen, dass der Rext­on W tat­säch­lich sehr, sehr lei­se ist. Vom Motor hört man nur ein lei­ses, hel­les Knur­ren. Die Klei­ne frag­te: „Was ist das für ein Geräusch?”. Ich erwi­der­te: „Wel­ches Geräusch?”. Sie: „Die­ses Tssss-Tsssss…?”

Rich­tig, der Motor klingt nicht nach Die­sel. Im Schie­be­be­trieb hört man rein gar nichts. Auch kei­ne Abroll­ge­räu­sche. Das ist schon echt schick. Nur die­se Wind­ge­räu­sche an den A‑Säulen… :-/​

Die nicht ganz so bil­li­gen Plätze
Nun setz­te ich mich nach hin­ten, hin­ter den Fah­rer­sitz. Da hört man gar kei­ne Wind­ge­räu­sche mehr. Ver­mut­lich ein zei­chen dafür, dass sie sehr lei­se sind und einem nur auf­fal­len, weil das Auto sonst eben sehr lei­se ist.

Hin­ten sitzt man sehr gut. Aus­ge­spro­chen gut! Die Rück­leh­ne ist in der Nei­gung ver­stell­bar, die Kopf­frei­heit fürst­lich, die Bein­frei­heit her­vor­ra­gend, die Sei­ten­schei­ben sind sehr groß und nicht zu dun­kel getönt. Die Gür­tel­li­nie ist ange­nehm nied­rig. Wer mal hin­ten in einem Kia Carens geses­sen hat, weiss was ich mei­ne. Die Kopf­stüt­zen der vor­de­ren Sit­zen sind aber recht groß und stö­ren den Blick nach vor­ne. An der Decke fin­det sich mit­tig eine Leuch­te mit nor­ma­len Glüh­bir­nen, kei­ne LEDs. Eben­so über der drit­ten Sitz­rei­he, die aber bei unse­ren Test­wa­gen aus­ge­baut war.

Lei­der war die Abde­ckung nicht ver­baut wor­den, die wohl in dem Fall auf den Lade­bo­den mon­tiert wird. Dadurch hör­te man die Aus­puff­ge­räu­sche lei­se durch den nun unver­klei­de­ten Kofferraumboden.

Schön wäre es, wenn die Gurt­schlös­ser starr wären. So benö­tigt man immer zwei Hän­de, um sich oder einen Kin­der­sitz anzu­schnal­len. Das Pro­blem haben aber unver­ständ­li­cher Wei­se immer noch vie­le Fahr­zeu­ge. Auf die ISO-Fix-Befes­ti­gun­gen habe ich nicht geach­tet, die sol­len aber vor­han­den sein.

In der Mit­tel­kon­so­le zwi­schen den Vor­der­sit­zen befin­den sich Luft­aus­strö­mer für die hin­te­ren Pas­sa­gie­re. Die Hap­tik und Mate­ri­al­aus­wahl könn­te ver­trau­ens­er­we­cken­der sein, aber es tut sei­nen Dienst. Unter dem Luft­aus­strö­mer kann man zwei Dosen­hal­ter ausklappen.

Rexton/​Innenraum

Die Sit­ze der zwei­ten Rei­he sind im Rext­on ganz klar Logen­plät­ze. Hier sitzt man tat­säch­lich gerne.

Auf­ge­zwun­ge­ne Sicherheit
Ab Tem­po 50 ver­rie­gelt die Zen­tral­ver­rie­ge­lung auto­ma­tisch. Per­sön­lich kann ich das nicht nach­voll­zie­hen. Im Urlaub in Rom fährt man sel­ten über 50 km/​h – und das wäre so ziem­lich die ein­zi­ge Situa­ti­on, in der ich mich über ver­rie­gel­te Türen freu­en wür­de. Man hört ja oft, dass dort Die­be auf Motor­rol­lern die hin­te­ren Türen auf­reis­sen, Wert­ge­gen­stän­de grei­fen und durch die Lücken im Stau unbe­hel­ligt entkommen.

Offen­sicht­lich fah­re ich nicht so schlecht wie die Ssan­gYong-Inge­nieu­re, denn bei mir hat­te noch kei­ner das Bedürf­nis wäh­rend der Fahrt aus­zu­stei­gen. Gebe­te? Ger­ne und oft, aber ich bin da tole­rant und wenn jemand wäh­rend der Fahrt das Bedürf­nis hat mit sei­nem ima­gi­nä­ren Kum­pel in Kon­takt zu tre­ten, so hal­te ich ihn nicht davon ab. Was ich sagen will: Wie­so die Türen ab 50 km/​h ver­rie­geln bleibt mir ein Rätsel.

Die Ver­rie­ge­lung wird auch erst wie­der gelöst, wenn man den Motor aus­schal­tet. Mal eben am Stra­ßen­rand raus­ge­wor­fen zu wer­den funk­tio­niert nicht so ein­fach. Am Bei­fah­rer­sitz befin­det sich zwar auch ein Knopf, der die Türen ver- und ent­rie­gelt, aber nicht so an den hin­te­ren Türen. Will einer der hin­te­ren Pas­sa­gie­re aus­stei­gen, muss jemand vor­ne das Knöpf­chen drücken.

Fah­ren
Letzt­lich nahm ich auf dem Fah­rer­sitz platz. Scha­de, denn der ist in mei­nen Augen der schlech­tes­te Platz. Audi-Fah­rer wer­den sich hier wohl füh­len, man ist zwi­schen Tür, Arma­tu­ren­brett und Mit­tel­kon­so­le ein­ge­klemmt. Man­che emp­fin­den das als… „sport­lich” – ich mag es nicht son­der­lich. Tat­säch­lich muss­te ich mei­ne lin­ke Hand ziem­lich zwi­schen Tür und Sitz­kon­so­le quet­schen, um an die Ver­stel­lung zu kom­men. Auf dem Bei­fah­rer­sitz war da mehr Platz. Seltsam.

Gut, wenn man dann sitzt, passt alles. Da gibt nichts Rät­sel auf, alles an sei­nem Platz. Also Schlüs­sel rein und Zün­dung an! WTF? Der Sitz bewegt sich nach vor­ne? Die Leh­ne eben­falls? Aha, mei­ne Frau hat­te den Sitz auf sich pro­gram­miert. In der Tür fin­den sich Tas­ten für drei vor­ein­stell­ba­re Pre­sets. Eigent­lich eine net­te Sache, muss man nur wis­sen. Wit­zi­ges Gimick: die Aus­stiegs­hil­fe. Auf Knopf­druck fährt der Sitz nach hin­ten und man kann leich­ter aussteigen.

Was aber gar nicht geht ist der Tacho. Sieht ja schick aus, aber man kann ihn tat­säch­lich von Bei­fah­rer­sitz bes­ser able­sen als vom Fah­rer­sitz. Das ist sehr unschön. De fac­to konn­te ich im Tages­licht nicht erken­nen, wie schnell ich in der Stadt war. Licht an oder aus, die offen­bar dau­ernd akti­ve Beleuch­tung des Tachos schluck­te alle Kon­tras­te, da sie eben­so hell war wie das Tages­licht, wel­ches auf das Arma­tu­ren­brett schien. Ja, doch ein Rät­sel gab die Bedie­nung auf: Ich konn­te den Reg­ler für die Arma­tu­ren­hel­lig­keit auf Anhieb nicht fin­den. Kei­ne Ahnung, ob ich damit den Tacho hät­te bes­ser able­sen können.
UPDATE: Die Instru­men­ten­be­leuch­tung kann man aus­rei­chend hell ein­stel­len, wenn man weiss, wie das geht. Das läuft über den Umschal­ter des Tages­ki­lo­me­ter­zäh­lers. Solan­ge drü­cken, bis „ILL” erscheint, dann kann man in aus­rei­chend vie­len Stu­fen die Beleuch­tung so ändern, dass sie nachts nicht stört und tags­über auch aus­rei­chend hell ist.

Wahl­he­bel von P wie Par­ken auf D, wie Don­nern – die Zwi­schen­stu­fen wer­den jeweils mit einem leich­ten Rucken im Antriebs­strang quit­tiert – und los geht es. Alles geht ein­wand­frei und dem Wagen sehr ange­mes­sen von stat­ten. Tritt man an einer Stei­gung das Gas ganz durch, schal­tet der Auto­mat zurück und man wird sogar kurz leicht in die Sit­ze gedrückt. 155 PS und 360 Nm wir­ken mit den über 2 to schwe­ren Trumm nicht über­for­dert. Hat­te ich schlech­ter erwar­tet. Aber ein Renn­wa­gen ist der Rext­on natür­lich nicht.

Ab und zu bemerkt man die Schalt­vor­gän­ge. Auch die Schalt­ge­schwin­dig­keit könn­te bes­ser sein. Da ist z.B. die Sechs­gangau­to­ma­tik von Kia/​Hyundai, die eben­falls mit einem Dreh­mo­ment­wand­ler arbei­tet, deut­lich über­le­gen. Dort bemerkt man kei­ne Schalt­vor­gän­ge. Aber wie gesagt: Zum Motor und die­sem Fahr­zeug passt es hier sehr gut.

Immer wenn ich drauf ach­te­te, befand sich die Nadel des Dreh­zahl­mes­sers bei 1.500 Umdre­hun­gen. Da ste­hen bereits die vol­len 360 New­ton­me­ter an, so dass auch aus sanf­tem Dahin­glei­ten immer genug Reser­ven zum Beschleu­ni­gen vor­han­den sind.

Auto­ma­tik
In der Stadt schal­tet ich auch mal manu­ell gleich in den fünf­ten Gang. Das ging unbe­merkt von stat­ten, ich sah es nur am Dreh­zahl­mes­ser. Fei­ne Sache. Neben den Tas­ten vor­ne am Lenk­rad, mit denen man die Gän­ge durch­wäh­len kann, gibt es noch am Schalt­he­bel eine Wip­pe, die man mit dem Dau­men betä­ti­gen kann. Wenn ich es recht ver­ste­he, ist die drit­te Mög­lich­keit durch die Gän­ge zu schal­ten, den Wahl­he­bel auf Stel­lung D nach links und rechts zu bewegen.

Im Gegen­satz zum Carens mit Auto­ma­tik ist uns hier auf­ge­fal­len, dass wir nicht das Reflex hat­ten, mit bei­den Füßen zu brem­sen, also aus Gewohn­heit beim Brem­sen auch die „Kupp­lung” tra­ten. Viel­leicht kommt das daher, dass der Carens sich eher sport­lich gibt?

Len­kung
Kom­men wir zur Len­kung. Der abso­lu­te Alb­traum eines jeden Auto-Motor-und-Sport-Jour­na­lis­ten! Leicht­gän­gig, gefühl­los, indi­rekt! Ich fin­de sie abso­lut klas­se, per­fekt, wun­der­bar. So muss sie sein. Wenn ich ne direk­te Len­kung haben will, die Stras­sen­kon­takt bie­tet, dann buche ich ne Stun­de auf der Kart­bahn. Im Gegen­satz zum gemei­nen (deut­schen!) Auto­zeit­schrif­ten-Jour­na­lis­ten ist mein Arbeits­weg nicht der Nür­burg­ring – und die ande­ren Fahr­zeu­ge sind kei­ne Gegner.

Mei­ne Frau hat sich sofort in das Lenk­rad aus einer Mischung von Leder und… glat­ten, hoch­glän­zen­den Kunst­stoff ver­liebt. Sie mag die Hap­tik der unter­schied­li­chen Materialien.

Fahr­werk
Das Fahr­werk ist in mei­nen Augen viel­leicht eine Spur zu straff. Ich war schon echt erstaunt, dass er so Schlag­lö­cher bis zu den Pas­sa­gie­ren durch­drin­gen lässt. Dabei schien mir der Luft­druck der Rei­fen eher mode­rat zu sein. Mein Fahr­zeug wür­de ich mit deut­lich mehr Druck auf den Pneus fah­ren. Gut, bis auf manch kur­ze Rück­mel­dung über den Stras­sen­zu­stand glei­tet der Rext­on sehr sou­ve­rän über die Stras­se. Fühlt sich gut an. Vom Fahr­werk hört man kei­ner­lei Geräu­sche. Ich konn­te weder Abroll­ge­räu­sche oder Pol­tern ver­neh­men. Im Fahr­zeug knis­tert oder Klap­pert auch nichts.

Hand­lich­keit
Der Wen­de­kreis ist rich­tig gut. Im Gegen­satz zu mei­nen Tra­jet ist der auch rund zwei Meter gerin­gen, da der Rext­on Nor­ma­ler­wei­se mit Heck­an­trieb unter­wegs ist und dadurch die Vor­der­rä­der weit aus grö­ßer ein­schla­gen kön­nen, als dies bei einem Front­trieb­ler der Fall ist. Um eine Ver­kehrs­in­sel zu wen­den ist abso­lut kein Problem.

Auf dem Dis­coun­ter­park­platz dann die Ein­park­übun­gen. Jo, der Pas­sat, eigent­lich ein rela­tiv gro­ßes Auto, der neben uns stand sah aus wie ein Spiel­zeug gegen den Rext­on. Der Rex passt von der Län­ge gera­de so auf den Park­platz. Ich befürch­te aber, dass so ein Park­platz in der Regel nicht län­ger als 4,70m ist. Mein jet­zi­ger Tra­jet hat das glei­che „Pro­blem”: er steht immer über oder ich ste­he mit der Schnau­ze über dem tren­nen­den Grün­strei­fen, sofern vorhanden.

Die Brei­te wird schon eher zum Pro­blem, gera­de bei den hin­te­ren Türen, die mir etwas län­ger vor­ka­men. Steht ein Pas­sat mit­tig in der Park­bucht neben­an, dann wird man die Tür kaum bis zur ers­ten Ras­te öff­nen kön­nen. Man soll­te sich also bes­ser einen Smart als Nach­bar suchen.

Böse Men­schen könn­ten nun mut­ma­ßen, dass die Eltern-Kind-Park­plät­ze so breit sind, damit die Mut­tis mit ihren SUVs dort noch die Türen auf bekom­men. Gut. Das las­se ich unkom­men­tiert mal so stehen.

Rexton/​Diverses

Mit der Wohn­do­se am Zigeunerhaken?
Das konn­ten wir natür­lich nicht aus­pro­bie­ren. Aber da der Rext­on ein Gelän­de­wa­gen alter Schu­le ist, wird sich schwer­lich etwas bes­se­res zum Zie­hen fin­den las­sen. Die Stürz­last beträgt 130kg, die Anhän­ge­last kann (in Deutsch­land) bis zu 2,6 Ton­nen betra­gen. In ande­ren Län­dern liegt sie bei 3,5 Ton­nen. Kei­ne Ahnung, war­um das so ist.

Durch das Gelän­de bügeln?
Klar, war­um nicht? Auch wenn wir das eben­falls nicht tes­ten konn­ten, so kan man doch zahl­lo­se Vide­os auf You­tube & Co fin­den, in denen sich der Rext­on z.B. mit einem Jeep misst. Der All­rad­an­trieb mag nicht der tech­nisch aus­ge­feils­te zu sein, aber Ssan­gYong besitzt immer­hin 60 Jah­re Erfah­rung mit all­rad­ge­trie­ben Fahr­zeu­gen. Zudem ist der Rext­on durch sei­nen Lei­ter­rah­men prin­zi­pi­ell sehr viel robus­ter als aktu­el­le SUVs. Der Rext­on ist unter dem Blech bein Blen­der, der steckt was weg. Die Achs­auf­hän­gun­gen sind schon sehr mas­siv ausgeführt.

Fazit
Bis auf die Wind­ge­räu­sche stört mich abso­lut nichts an und in dem Auto. Der Auf­tritt ist viel­leicht einen Hauch zu fett um wirk­lich stil­si­cher zu sein, aber das zwei­te Face­lift ist Ssan­gYong gut gelun­gen. Ich has­se Autos die ein Face­lift beka­men. Die ers­te Serie ist in der Regel bei alles Fahr­zeu­gen die schöns­te. Aber der Unter­schied zur ers­ten Serie ist mar­gi­nal. Bei­de Seri­en sehen sich zum ver­wech­seln ähn­lich, wobei die neue natür­lich mit mit LED-Rück­leuch­ten – und nach der Modell­pfle­ge auch mit LED Tag­fahr­licht daherkommt.

Alles in allem macht es uns der Rext­on nicht leicht. Sol­len wir ihn neh­men? Oder doch den Rodius?

Der Rext­on hät­te den Vor­teil, dass er kür­zer ist. Er ist in der Ver­si­che­rung etwas güns­ti­ger, benö­tigt aber etwas mehr Sprit als der Rodi­us. Aktu­ell benö­ti­gen wir eigent­lich den Platz des Rodi­us, denn mit zwei Erwach­se­nen, zwei Jugend­li­chen, einem Schul­stür­mer und einem Hund benö­tigt man doch oft viel mehr Platz, als vor­han­den ist.

Aller­dings ist es abseh­bar, dass in den nächs­ten drei bis fünf Jah­ren die bei­den gro­ßen mit ihren eige­nen Autos fah­ren wer­den. Dann wir­ken die hin­te­ren fünf Sit­ze mit einem Kind etwas ver­waist. Die Rück­bank aus dem Rodi­us her­aus­neh­men? Man kommt ja schon jetzt nicht mehr an Gegen­stän­de, die man bis an die Rück­bank her­an­ge­scho­ben hat, wenn die­se in der vor­ders­ten Ras­te steht. Mehr Platz braucht man dann ein­fach nicht mehr.

Es ist knifflig.

Update 24.07.2015:
Es wur­de genau die­ser Rexton!

Zwei Fahr­zeu­ge waren noch in der enge­ren Wahl: Ein Rodi­us Sap­phi­re aus 11/​2014 mit 3.500km auf der Uhr, Stand­ort bei Trier – und die­ser  Rext­on, ein Sap­phi­re mit Sap­phi­re-Paket vom Ende 01/​2015 mit 2.200 Vor­führ­ki­lo­me­tern runter.

Bun­des­weit waren die bei­den die attrak­tivs­ten Ange­bo­te. Zum Rabatt für „kin­der­rei­che Fami­li­en”, die von San­gYong mit immer­hin 20% auf den End­preis bedacht wer­den, kamen noch ein­mal etwas über 5% für das hal­be Jahr Nut­zungs­dau­er hin­zu. Für mei­nen abge­lieb­ten Tra­jet wur­de mir noch eine Sum­me gebo­ten, die mei­ne Kinn­la­de auf das Brust­bein klap­pen liess und die ich wohl nie­mals auf dem frei­en Markt hät­te erzie­len können.

Bei­de Händ­ler waren – im Gegen­satz zu eini­gen wirk­lich selt­sam pat­zi­gen und unin­ter­es­sier­ten Händ­lern – wirk­lich bemüht und freund­lich. Den Aus­schlag mach­te aber am Ende der um (nur) 500,- EUR höhe­re Preis des Rodi­us, den wir für uns sel­ber als Ent­schei­dungs­hil­fe nah­men. Wäre er gleich gewe­sen, hät­ten wir den Rodi­us gekauft.

Die Erfah­run­gen von 1.200km fast am Stück:
Die Wind­ge­räu­sche wer­den nicht lau­ter mit stei­gen­der Geschwin­dig­keit. Motor- und Abroll­ge­räu­sche blei­ben auch sehr zurück­hal­tend. Bei Näs­se hört man aber das Abroll­ge­räusch deut­lich. Auf der letz­ten Bank wird es aber durch die Nähe zum Aus­puff ab 150 km/​h deut­lich lauter.

Der Ver­brauch steigt mit der Geschwin­dig­keit an. Mit Tor­que wird ein aktu­el­ler Ver­brauch zwi­schen 2,3 Liter (bei 60 km/​h) und 23 Litern bei Voll­gas und End­ge­schwin­dig­keit ange­zeigt. Inwie­weit das der Rea­li­tät ent­spricht…? Mit dem Wohn­wa­gen über die Alpen nach Vene­zi­en wur­den am Ende durch­aus Erfreu­li­che 9,1 Liter verbraucht.

Die Auto­ma­tik ist ein abso­lu­ter Traum. Gera­de im Hän­ger­be­trieb. Nie­mals kam uns auch auf den steils­ten Päs­sen der Gedan­ke auf, dass wir manu­ell ein­grei­fen müssten.

Die Leder­sit­ze haben noch nicht die Belüf­tung des Mj 2016, trotz­dem war es nicht unan­ge­nehm in der Hit­ze dar­auf zu sit­zen. Sie sind weni­ger schweiss­trei­bend als wir erwarteten.

Das ist viel­leicht nur für Leu­te inter­es­sant, die das wie ich empfinden:
In Renault-Sit­zen tut mir noch ca. 300km der Hin­tern weh. In VW-Sit­zen nach 400km der Rücken. Immer die Stan­dard­sit­ze, kei­ne Reca­ros o.ä.
Ein­zig in Hyun­da­is oder Kias mer­ke ich gar nichts. Die­se Bei­spie­le füh­re ich an, weil ich in sol­chen Autos halt meh­re­re 10.000 Kilo­me­ter abge­spult habe.
Im Rext­on tat mir nach 400 km auch der Hin­tern weh, ging aber mit etwas rum­rut­schen und einer etwas ande­ren Ein­stel­lung dann wie­der weg.

Die Kli­ma­au­to­ma­tik mach­te Ihre Sache sehr gut, aber ich fin­de, die Lüf­tung könn­te etwas lei­ser sein. Aber wir hat­ten hier in Ita­li­en auch echt hef­ti­ge Temperaturen…

Die Siche­rung der rech­ten Stand­lich­ter brann­te durch. Mit dem alten Tab­bert haben wir ja dau­ernd irgend­wel­che Beleuch­tungs­spä­ße. Das Hand­buch des Rext­on schweigt sich zu den Siche­run­gen aus. Das ist sehr schlecht! Letzt­lich fand sich die Siche­rung (10A) im Siche­rungs­kas­ten im Motor­raum und hör­te auf den selt­sa­men Namen „Tail LD(RH)”. Es gibt noch „Tail LD(LH)”, die folg­lich für die lin­ke Sei­te zustän­dig ist. Tail ist klar, L heisst wohl Light. D? Kei­ne Ahnung. R ist right und L ist left. Aber das H?

Ich habe noch eine Heck­ka­me­ra und eine für die Front ein­ge­baut. Letz­te­re fand ich eher unnütz, denn damit par­ke ich nicht so dicht ein, wie mit den Sen­so­ren, aber die hat unse­ren Hund wohl geret­tet, der sich vor das Auto leg­te und von den Sen­so­ren wohl nicht erfasst wir­den wäre.

Was auch nicht erfasst wird, ist die schma­le Sil­hou­et­te eines Anhän­gers mit Ein-Rohr-Deich­sel. Ich hat­te ver­ges­sen, dass ich den Anhän­ger _​vor_​ die Ein­fahrt gestellt hat­te und fuhr gleich mal gegen den Hän­ger und die­sen gegen unse­ren Pican­to. Der hat­te dann ne Beu­le im Kenn­zei­chen. Das stärk­te nur den Ent­schluss, eine Kame­ra hin­ten einzubauen. 😉

Die Heck­ka­me­ra kam an die rech­te Sei­te der Griff­mul­de neben die Kenn­zei­chen­be­leuch­tung, da die eigent­lich dafür vor­ge­se­he­ne Stel­le links durch den Griff der sepa­rat zu öff­nen­den Heck­schei­be belegt ist. Die Front­ka­me­ra fin­det ihren Platz unter dem Logo im Grill.

Eine abnehm­ba­re Anhän­ger­kupp­lug war recht ein­fach zu instal­lie­ren, da sie ein­fach mit vier Schrau­ben an den Lei­ter­rah­men geschraubt wird. Der E‑Satz ist Fahr­zeugspe­zi­fisch und alle Löcher für die beque­me Ver­le­gung sind bereits von Ssan­gYong aus­ge­spart wor­den. Man benö­tigt nur einen 20mm Boh­rer um die unte­ren (nur die unte­ren!) Löcher im Lei­ter­rah­men für die Stütz­hül­sen etwas auf­zu­boh­ren. Das Fahr­zeug muss nicht auf­ge­bockt wer­den, wenn man dafür eine Haus­halts­bohr­ma­schi­ne (und kei­ne Hil­ti) nimmt.

Zu guter Letzt kam noch ein Android-Navi­ga­ti­ons­ra­dio in den Rext­on. Eigent­lich over­si­zed, aber im Zusam­men­spiel mit einem auto­ma­ti­schen Kame­ra­um­schal­ter sehr prak­tisch. Auch wenn das Radio aus­ge­schal­tet ist, fun­giert es als Moni­tor. Legt man den Rück­wärts­gang ein, erscheint das Bild der Heck­ka­me­ra. Nimmt man ihn raus, wird für eine knap­pe Minu­te auf die Front­ka­me­ra umge­schal­tet. Da man von der Park­po­si­ti­on immer über „R” auf „D” kommt, wird vor dem los­fah­ren stets das Bild der Front­ka­me­ra ange­zeigt. Unser Hund sen­det Grü­ße an die Entwickler.

Update 14.08.2016:
Nach einem Jahr gönn­ten wir ihm den zwei­tem Wasch­stras­sen­be­such und eine ober­fläch­li­che Poli­tur mit dem „Trockenreiniger”-Spray vom Lidl. Gab es mal im Ange­bot. Soll ohne Was­ser das Auto waschen und ver­sie­geln. Ja, kam noch etwas Schmutz mit run­ter. Fühlt sich danach auch poliert an. Den­ke aber, dass das nur bis zum nächs­ten Regen hält.

Der ers­te Wasch­stras­sen­be­such war nach einer Fahrt im Stein­bruch fäl­lig. Es hat­te gereg­net und wir tes­te­ten mal den All­rad­an­trieb mit dem Anhän­ger. Das war lang­wei­lig fuhr sich wie auf der Stra­ße. Trotz­dem war die Kis­te vor allem von unten völ­lig eingesaut.

Neu­lich sind sind mal schnel­ler unter­wegs gewe­sen. Auch da bleibt der Rext­on stets ruhig und liegt satt und lang­wei­lig auf der Stras­se. Der alte Rei­hen­sech­ser hat­te über 200 PS, man kann sich also auch vor­stel­len, mit dem Ding deut­lich zügi­ger als die ver­spro­che­nen 185 unter­wegs zu sein. Bis 150 geht das Ding ordent­lich vor­an, danach wird es deut­lich zäher. Der Zwei­li­ter hat ja nur 155 PS, wiegt leer 2,2 to und hat den Luft­wi­der­stands­bei­wert von Nach­bars Gartenlaube.

Inter­es­sant war nur, dass der Tem­po­mat kaum Gas gibt. Hat­te den auf 150 ein­ge­stellt (geht nur bis 170 zu akti­vie­ren) und da wur­de er doch an einer deut­li­chen Stei­gung im Huns­rück lang­sa­mer! Ich schät­ze, dass der Tem­po­mat nicht mehr als 75% Gas gibt.

Win­ter­rei­fen drauf, Win­ter­rei­fen run­ter, Inspek­ti­on gemacht. Es gibt sonst nichts zu berich­ten. Auto fährt, lenkt und bremst.

Rexton/​einjahr

25 Gedanken zu „Update: Pro­be­fahrt Ssan­gYong Rext­on W“

  1. Wow, ein echt detail­lier­ter Bericht 🙂
    Vie­le Grü­ße von einem, der es eben­falls gewagt hat, so ne Kis­te zu bestellen 😆 

    Gun­nar

    Antworten
  2. Vie­len Dank für den tol­len Bericht. Auch wir sind seit 03/​2015 stol­ze Rext­on-Eig­ner und hoch zufrie­den. Glei­che Far­be, Auto­ma­tik, Quartz-Aus­stat­tung, da wir Leder­sit­ze nicht mögen.
    Ich woll­te an die­ser Stel­le zur „Erhel­lung” hin­sicht­lich der Ver­rie­ge­lung der Türen bei 50 km/​h bei­tra­gen. Wer mit­er­lebt hat, wie die 4‑jährige Toch­ter auf der Auto­bahn die hin­te­re Tür öff­net, kennt die pani­sche Freu­de auf den Vor­der­sit­zen in die­sem Moment. Aller­dings kann man die Kin­der­si­che­rung auch ein­fa­cher gestal­ten bzw. das Limit zur Ver­rie­ge­lung so weit redu­zie­ren, dass die Funk­ti­on auch als Car­nap­ping-Schutz dient. Soll­te eigent­lich nur ein Soft­ware-Update sein.

    Vie­le Grü­ße aus Wand­litz
    Hol­ger Abraham 

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  3. Hal­lo!

    Ich bin über dei­nen Leser­brief in der Old­ti­mer-Pra­xis hier gelan­det.
    Da ich auch eine Schwä­che für „Rand­grup­pen-Autos” tei­le (sie­he mein Blog) habe ich natür­lich auch die Rext­on-Arti­kel gele­sen.
    Aus mei­ner Erfah­rung mit eng­li­schen Fahr­zeu­gen kann ich das Mys­te­ri­um „Tail LD(RH)„und „Tail LD(LH) klä­ren.
    „Tail” war ja schon klar. „LD” ist die eng­li­sche Abkür­zung für „Light” (frag mich nicht…, ist aber Her­stel­ler­über­grei­fend so). „RH” und LH” ste­hen für „right hand” und „left hand”, die eng­li­schen Fahr­zeug­sei­ten-Bezeich­nun­gen.
    Ansons­ten kann auch ich nur für die kurz­wei­li­ge Unter­hal­tung danken!

    Herz­li­che Grü­ße
    Adri­an

    Edit: Adri­ans Blog

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  4. Leser­brief?! 😮
    Ich hat­te denen mal was auf Face­book geschrie­ben, aber haben die das echt abge­druckt? In wel­cher Markt ist das? In der aktu­el­len? Muss ich direkt mal nachschauen.

    Edit Old­ti­mer-Pra­xis 09/​2015
    Und es liest sich gedruckt ganz schreck­lich. War nur ein Kom­men­tar zu deren Edi­to­ri­al. *grum­mel*

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  5. Hi!
    Ein echt tol­ler Bericht, der mich dar­in bestärkt mir doch einen Rext­on zuzu­le­gen. Wie sieht es denn mit dem „nor­ma­len” Ver­brauch aus? Und wie siehts mit dem Ser­vice rund um die­ses Auto aus?
    Gruß Frank

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  6. Hi Frank;

    dan­ke. 🙂

    Der rea­le Ver­brauch zur Arbeit liegt bei rund 10 Litern. Das sind 17km eine Stre­cke, die Hälf­te mor­gens Auto­bahn wenn er noch kalt ist, ein paar Meter Land­stra­ße und der Rest Stadt­ver­kehr. Jeden drit­ten Tag, wenn die AB zu ist, kom­plett Land­stra­ße, eben­so weit. Mit­tags manch­mal noch zum Ein­kau­fen ein paar Meter.

    Mit dem Wohn­wa­gen ver­brauch­ten wir im Schnitt durch die Alpen 9,1 Liter bis nach Vene­zi­en. Tem­po­mat 100.

    Ich hat­te ihn jetzt auf 12 Litern. Nur Kurz­stre­cke (3km), Schot­ter im Kies­werk geholt und eini­ge hun­dert Kilo­me­ter Auto­bahn bei Tem­po­mat 160 km/​h.

    Die 12 Liter sind der Worst-Case, glau­be nicht, das mehr geht. Habe ihn echt getre­ten wenn er warm war. Woll­te mal sehen, wie er sich dann fährt. 

    Die Ser­vo­len­kung wird immer direk­ter und här­ter, je schnel­ler man fährt. Rich­tig, in der Stadt muss man halt mehr kur­beln, aber der Lenk­ein­schlag ist auch deut­lich grö­ßer als bei Fronttrieblern.

    Es heisst immer, dass er sich nicht wie ein nor­ma­les Auto fah­ren lässt, aber das ist kom­plet­ter Blödsinn. 

    Ich dach­te auch immer, dass er sich z.B. bei hohen Geschwin­dig­kei­ten nicht wie z.B. ein Tua­reg fah­ren wür­de, aber auch das ist Blöd­sinn. Man merkt gar nicht, wie schnell man ist. Das Fahr­werk könn­te deut­lich mehr Leis­tung und Geschwin­dig­keit ver­tra­gen, als mit dem Zwei­li­ter zur Ver­fü­gung steht.

    Bei Kurz­stre­cke und schnel­ler Auto­bahn fängt er an zu sau­fen. Logisch: Das Gewicht und der Luft­wi­der­stand sind halt sehr hoch. 

    Für die Fahrt in den Urlaub ist er sen­sa­tio­nell güns­tig. Er ist defi­ni­tiv ein Cruiser.

    In dem hal­ben Jahr haben wir nun zu 23 nur Urlaubs­fahr­ten mit dem Rext­on runter. 

    Ich nut­ze jede Gele­gen­heit das Auto auch mal fah­ren zu kön­nen (ist ja das mei­ner Frau). Der Fahr­kom­fort mit nied­ri­gen Luft­druck ist nahe­zu per­fekt, aller­dings muss man auch sagen, dass man dabei nied­ri­ge Bord­stei­ne beim Ein­par­ken auch kaum bemerkt.

    Ser­vice? Gab es ja noch kei­nen. Gut, Weih­nachts­rei­fen kamen drauf. Dabei gab es auch gleich neue Alus, die alten wären nicht „aus­rei­chend gekenn­zeich­net” gewe­sen. Äh… ich glau­be, dass die beim Ein­kauf kei­nen Ursprungs­nach­weis bekom­men haben, das ist ja nicht selten.

    Mit den Win­terpneus und den klei­nen Fel­gen fährt er sich aber tat­säch­lich anders. Etwas ner­vö­ser und tat­säch­lich etwas här­ter. Die Toyos(?) pfei­fen auch etwas. Naja, mei­ne Frau hat sich noch nicht beschwert, aber mir ist es halt aufgefallen.

    Der Händ­ler war sehr zuvor­kom­mend und es war ihm unan­ge­nehm, dass wir beim Fel­gen­tausch 1,5 Stun­den war­ten muss­ten. Hat sich tau­send­mal ent­schul­digt. Naja, was kann er denn dafür, wenn Ssan­gYong neue Fel­gen raus­haut?
    Sind halt in der Zeit ein­kau­fen gegangen. 

    Wie dem auch sein, bis­her ist alles super und wir haben nichts bereut. Wir erwar­ten auch kei­ne gro­ßen Pro­ble­me. Unse­re Korea­ner erwie­sen sich bis­her immer als sehr zuver­läs­sig und sehr wirt­schaft­lich. Die ers­ten 10 Jah­re soll­te aus­ser Inspek­tio­nen, Rei­fen und Brem­sen auch nichts kom­men. Aber war­ten wir es ab.

    Hmm, da könn­te ich doch eigent­lich auch ein Update für den Arti­kel machen, oder? 

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  7. Hal­lo zusam­men,
    sehr gei­ler Bericht. Dan­ke dafür. Habe mir vor 4 Wochen das 2016 Modell in der Aus­stat­tung Sap­phi­re 4wd gekauft. Bis­lang super zufrie­den. Zieht den Wohn­wa­gen als hät­te man eine unge­füll­te Schub­kar­re anhän­gen. Bin das ers­te mal auf einen Korea­ner gekom­men als mein Bekann­ter sich einen Hyun­dai IX 35 als Zug­fahr­zeug zuge­legt hat. Auch sehr schön aber halt ein wenig klei­ner. Die Zug­kraft und die Stütz­last bei dem Rext­on spre­chen für sich, wobei ich anmer­ken muss, dass auf mei­ner abnehm­ba­ren Kupp­lung ein Stütz­ge­wicht von 200 Kg ange­ge­ben ist. In gewis­sen Foren wird die­se maxi­mal mit 140 Kg ange­ge­ben. Bin da ein wenig Rat­los, aller­dings sind 140 Kg immer noch bes­ser als die 75 Kg die mir bei mei­nem Vor­gän­ger­fahr­zeug zur Ver­fü­gung stan­den. Die ers­te grö­ße­re Tour mit dem Wohn­wa­gen steht nun bald an. Bin schon gespannt. 

    Antworten
  8. Hal­lo zusammen,

    nach­dem wir meh­re­re Wochen einen Nach­fol­ger für unser bis­he­ri­ges Auto gesucht haben, fiel die Ent­schei­dung auf einen Rext­on. Quartz, weiß, 6 Gang Schal­ter. Das war die Vor­aus­set­zung mei­ner Regie­rung zu Hause.

    Nächs­te Woche wird er wahr­schein­lich gelie­fert. Wir freu­en uns schon dar­auf. Dann bekommt er noch einen Anhän­ger­kupp­lung, ein 2‑Din Radio und eine selbst­ge­bau­te Lösung als Ersatz für die 3. Sitzreihe. 

    Antworten
  9. Mahl­zeit,

    mei­ne Regie­rung woll­te auch nie eine Auto­ma­tik. Heu­te fei­ert sie die. 😉 

    Was willst Du statt der drit­ten Rei­he ein­bau­en? Habt Ihr das Rück­rüst­set gleich mit bestellt? Kommt ein Hun­de­kä­fig hin­ten rein?

    Weiss ist sel­ten, ken­ne ich nur aus dem Pro­spekt. Anlei­tung zum Radio­ein­bau fin­dest Du ja auch hier auf der Seite. 

    Antworten
  10. Hal­lo Hessi,

    das Rück­rüst­set ist mir mit 500 Euro­nen zu teuer.Da muß es bes­se­re Lösun­gen geben. Da die Schei­ben dun­kel sind, ist ein Rol­lo wahr­schein­lich nicht not­wen­dig.
    Hin­ten kommt sonst nur Gepäck bei der Urlaubs­fahrt rein. 

    Antworten
  11. Na dann… 10mm MDF-Plat­te mit etwas Dämm­ma­te­ri­al dar­un­ter und einer Gum­mi­mat­te/-wan­ne oben­drauf soll­te ne güns­ti­ge Lösung sein.

    Ohne Rück­bank ist er halt deut­lich lau­ter, wenn kein Rück­rüst­set ver­baut ist. 

    Antworten
  12. 🙂

    hal­lo rextonfan“s ,

    seit ich lesen kann, sau­ge ich mir wis­sen
    über unse­re auto­welt an.
    die­ser erwach­se­ne gelän­de­wa­gen hat ein
    bemer­kens­wer­tes preis/​leistungsverhältnis.

    sei­ne sta­bil gebau­ten lei­ter­rah­men-mit­be­wer­ber wie paje­ro, land­cru­ser usw. köm­nen nicht nen­nens­wert mehr, man müß­te jedoch den preis eines klein­wa­gen mehr zah­len um die­se zu bekommen.

    mit suvs kann man die­ses auto nicht ver­glei­chen da die­se nicht so viel­sei­tig sind, z.b. zwar oft mit all­rad erhält­lich aber kei­nes­wegs für off­road geeig­net sind.

    wer ver­gleicht wird oft für sei­ne mühe belohnt. euch rext­on­be­sit­zern kann ich nur gratulieren.

    .. euch all­zeit gute fahrt und eine schö­ne zeit. grüß­le, der flexfan. 

    Antworten
  13. Hal­lo,
    ges­tern einen neu­en Rext­on Sap­phi­re aus 2015 bestellt.
    Vor­her natür­lich alle Berich­te hier stu­diert, dan­ke.
    Wel­che AHK soll­te ich nehmen ? 

    Antworten
  14. Ich habe die­se genom­men: AHK mit 13-pol-E-Satz

    Die darf 2800 kg zie­hen, weni­ger als der Rext­on mit gro­ßer Maschi­ne (3500kg), aber mehr als unser 2 Liter (2.600 kg).

    Das Ding hat also Reser­ven und ist nicht eines die­ser rie­si­gen Tei­le, die 3,5 Ton­nen zie­hen dürfen. 

    Ein­bau war pro­blem­los laut Anlei­tung. Ein­zig einen 20er Stahl­boh­rer benö­tigt man, um die vier UNTEREN (nicht kom­plett durch­boh­ren!) Löcher im Längs­trä­ger auf­zu­boh­ren, damit man die Stahl­hül­sen ein­schie­ben kann, wel­che ver­hin­dern, dass man die Längs­trä­ger beim fest­schrau­ben verformt. 

    Emp­feh­le noch Wachs und Hohl­raum­ver­sie­ge­lung, damit man die auf­ge­bohr­ten Hohl­räu­me in den Längs­trä­gern kon­ser­vie­ren kann sowie die AHK ein­wach­sen kann. Die AHK der nam­haf­ten Her­stel­ler nei­gen immer zum Ros­ten. Aus­ser bei Brink, war­um auch immer.

    Einen Satz für Dau­er­strom hat­te ich auch noch geordert.

    Bis­her aber noch nicht ein­ge­baut. Sehe da kei­ne Not­wen­dig­keit im Moment. Wir kar­ren ja kei­ne Lebens­mit­tel mit in den Urlaub, so dass der Kühl­schrank im Wohn­wa­gen nicht mit Strom ver­sorgt wer­den müsste. 

    Antworten
  15. Habe mir den Rext­on Sap­phi­re 8 /​ 2015 mit Schie­be­dach und Spoi­ler mit 2 Heck­klap­pe mit 1000 km gekauft .
    Das Auto war 3 Mona­te alt und habe noch Win­ter­rei­fen und AHK anbau­en las­sen .
    Habe für das Auto kompl. 29000,- Euro bezahlt und es nie bereut .Wo bekommt man soviel Auto für so wenig Geld heu­te noch .
    Es ist auch das ein­zi­ge Auto wo mei­ne gro­ße Hun­de­box locker rein paßt .
    Da ich zur Jagd gehe und auch einen Fendt­wohn­wa­gen mit 1700 kg gesamt Gewicht zie­he ist das Auto nur ein Traum für mich .
    Habe jetzt 10000 km gefah­ren und bin ein­fach nur begeis­tert .Fah­re auch oft einen Anhän­ger mit einem Trak­tor dar­auf zum Trak­tor­tref­fen ein­fach eine Wucht das gan­ze den Anhän­ger merkt man kaum bei die­sem Gespann .
    Mal sehen was es jetzt im Win­ter gibt mit dem lei­der zuschalt­ba­ren All­rad bis her war ich nur per­ma­nen­der All­rad oder All­rad mit nur Frond­an­trieb gewöhnt .Die Auto­ma­tik im Hän­ger­be­trieb ist ein­fach auch eine Wucht .
    Dan­ke für den gro­ßen o.a objek­ti­ven Test­be­richt der hat mich auch total über­zeugt und wür­de mir den Rext­on immer wie­der kau­fen .
    Das ein­zi­ge was mir noch fehlt ist eine Rück­fahr­ka­me­ra bit­te um Rat wel­che man da am bes­ten nimmt . 

    Antworten
  16. Hal­lo Hes­si,
    ich hab nen 2015er Rext­on W und hab mir dazu eine AHK mit E‑Satz von Brink gekauft. Kannst du mir nähe­re Anga­ben zum Ein­bau machen . Du schreibst, es war nicht so schwer.
    Ansons­ten schö­nes Ato, der Rext­on
    Dan­ke
    Deis­ter

    Antworten
  17. Es gibt ja zwei ver­schie­de­ne Aus­füh­run­gen. Also… qua­si.
    Die einen AHK sieht man nicht und die, mit denen man (mit grö­ße­rem Motor) 3,5 (IIRC) Ton­nen zie­hen darf. Die­se kom­men wohl mit grö­ße­ren Rah­men daher. Jeden­falls sieht man einen Quer­trä­ger unter dem Stößfänger.

    Die klei­ne­re AHK ist (wie oben auch ange­führt) leicht nach der bei­lie­gen­den Anlei­tung anzu­brin­gen. Der ein­zi­ge Fall­strick ist der, dass Du ggf. nur die unte­ren(!) Löcher auf­boh­ren darfst, in die die Hül­sen gescho­ben werden.

    Bei allen mei­nen Asia­ten war der Ein­bau einer AHK immer Plug&Play. Es war immer alles dafür vor­be­rei­tet worden.

    Für die euro­päi­schen Autos sah das anders aus. Das war viel mehr Arbeit, Mate­ri­al und Gefummel.

    Wenn Du also bereits ein­mal eine AHK ein­ge­baut hast, wirst Du beim Rext­on auf kei­ner­lei Pro­ble­me stoßen.

    Hier auf der Site sind Anlei­tun­gen für Pican­to und Espace. Den Ein­bau in Tra­jet und den Rext­on zu doku­men­tie­ren habe ich mir gespart. Ist ja immer sehr ähnlich. 

    Antworten
  18. Hal­lo Hes­si,
    Vie­len Dank erst ein­mal für dei­ne aus­führ­li­chen Erfah­rungs­be­rich­te und Hil­fen. Ich habe vor einer Woche zum ers­ten mal einen Rext­on gefah­ren und bin sehr erstaunt dar­über, was man alles (in Korea) zu so einem Preis her­stel­len kann. Ich spie­le mit dem gedan­ken einen zu bestel­len! Was mich noch ein wenig skep­tisch macht ist die Ersatz­teil­ver­sor­gung nach der Garan­tie­zeit. Ich bin es gewohnt zu einem KfZ Zulie­fe­rer zu gehen und der hat alles für mein Auto inner­halb kür­zes­ter Zeit da, wenn nicht sogar vor Ort. Inner­halb der Garan­tie­zeit (bzw. Mobi­li­täts­ga­ran­tie) ist ja wahr­schein­lich alles kein grö­ße­res Pro­blem, blos die Zeit danach beschäf­tigt mich ein wenig.
    MfG Phil

    Antworten
  19. Wie­so ist die Zeit vor Garan­tie­en­de kein Pro­blem, aber die danach? Ver­schwin­den dann alle Ersatz­tei­le plötz­lich aus Deutschland? 😮 

    Schau doch ein­fach nach, ob die Tei­le, die Du für aus­fall­träch­tig hälst, beim Tei­le­dea­ler Dei­nes Ver­trau­ens lie­fer­bar sind.

    Die übli­chen Ver­schleiss­tei­le wie Brem­sen, Rie­men und Fil­ter sind natür­lich über­all sofort zu haben. Das AT-Getrie­be stammt von DB, da bekommst Du Ersatz bei jedem Benz-Dealer.

    Nach mei­nen Erfah­run­gen mit Korea­nern braucht man vor Ablauf von 100.000 Kilo­me­tern schlicht nur Verschleissteile. 

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  20. Hal­lo Hes­si, Vie­len Dank für dei­ne Ant­wort. Viel­leicht kannst du mir noch eine Fra­ge beant­wor­ten. Laut mei­nes Händ­lers kommt der All­rad des Rext­ons von Magna-Steyr, die 7‑Gang Auto­ma­tik von Mer­ce­des, und der Motor? Laut mei­nes Händ­lers eine Eigen­ent­wick­lung, habe aber auch mal gehört, dass es ein MB Lizenz­mo­tor sein soll, der unglaub­li­cher­wei­se ohne AbBlue die Euro 6 Norm erreicht. 🙄
    Btw, sehr infor­ma­ti­ve Sei­te. Falls es ein Rext­on wird, wer­de ich bestimmt eben­falls ein Navi nach­rüs­ten, eben­falls eine AHK. Dank dei­ner aus­führ­li­chen Anlei­tun­gen soll­te es kei­ne gro­ßen Pro­ble­me geben.
    MfG
    Phil

    Antworten
  21. Hi Phil,

    der Motor kommt wohl von AVL List – auch ein Österreicher.

    Sie­he auch:
    http://​diepres​se​.com/​h​o​m​e​/​w​i​r​t​s​c​h​a​f​t​/​e​c​o​n​o​m​i​s​t​/​4​9​8​4​6​3​9​/​O​e​s​t​e​r​r​e​i​c​h​-​s​t​e​l​l​t​-​w​e​l​t​w​e​i​t​-​d​i​e​-​m​e​i​s​t​e​n​-​M​o​t​o​r​e​n​-​her

    Die alten 2,7er Fün­fen­der waren von MB. SY hat­te die aber auch recht auf­wän­dig moder­ni­siert. Aber in Zei­ten des Down­si­zing war das wohl nicht mehr so angesagt.

    Gruß
    Micha­el

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