Restau­rie­rung eines Com­mo­do­re 64

Lese­dau­er 9 Minu­ten

Der Com­mo­do­re vom Floh­markt oder einer Online­auk­ti­on sieht meis­tens nicht gera­de tau­frisch aus. Fle­ckig, spe­ckig, kei­mig – das ist üblich. Oft klebt dann noch irgend­ein kleb­ri­ger brau­ner Schmod­der in den Rit­zen der Tas­ta­tur und den Joy­sticks. Kei­ne Sor­ge, das bekom­men wir wie­der hin. Schnell und effi­zi­ent. Die­se Anlei­tung wird eine völ­lig ver­gilb­te VC-20-Möh­re nicht wie­der in einen Prin­zen ver­wan­deln, aber die nor­ma­len Kata­stro­phen in Gerä­te ver­wan­deln, die man ger­ne anfasst.

Haf­tungs­aus­schluss

ACHTUNG! NICHT NACHMACHEN!

  1. Dies ist kei­ne Anleitung!
  2. Der Arti­kel dient der per­sön­li­chen Dokumentation!
  3. Die­ser Arti­kel soll nicht die bei­lie­gen­den Anlei­tun­gen, Ein­bau­hin­wei­se oder Instal­la­ti­ons­an­lei­tun­gen ersetzen!
  4. Die­ser Arti­kel soll einen gro­ben Über­blick über die anfal­len­den Arbei­ten ermöglichen.
  5. Der Arti­kel erhebt kei­nen Anspruch auf Voll­stän­dig­keit oder gar Korrektheit.
  6. Hier beschrei­be ich, wie ich die­se Arbei­ten als Laie erle­digt habe – nicht, wie man sie kor­rekt oder nach hand­werk­li­chen Stan­dards, Vor­schrif­ten oder Geset­zen erledigt.
  7. Ich leh­ne jede Ver­ant­wor­tung, Haf­tung und Gewähr­leis­tung ab. Jeder muss selbst wis­sen, was er macht.
  8. Eini­ge Arbei­ten sind durch Fach­frem­de nicht zuläs­sig, respek­ti­ve gesetz­wid­rig und bedür­fen teil­wei­se min­des­tens der Abnah­me durch einen aus­ge­bil­de­ten Berech­tig­ten.
  9. Eini­ge Hand­lun­gen und Arbei­ten sind im öffent­li­chen Bereich (Stra­ßen­ver­kehr, Strom­netz, Luft­raum, Inter­net, etc.) ver­bo­ten oder ver­sto­ßen gegen Lizenz­ver­ein­ba­run­gen, was straf- oder zivil­recht­li­che Kon­se­quen­zen nach sich zie­hen kann.
  10. 230 Volt sind töd­lich!
  11. Kein Back­up? Kein Mitleid!
  12. Mei­ne 3D-Model­le sind nur Mach­bar­keits­stu­di­en, kei­ne geprüf­ten, funk­ti­ons­fä­hi­gen Bau­tei­le.
  13. Die beschrie­be­nen Tätig­kei­ten sind in der Fol­ge rein aka­de­mi­scher Natur.
  14. Beden­ke, dass durch Dei­ne Arbei­ten Drit­te an Leib und Leben gefähr­det wer­den kön­nen und Du per­sön­lich dafür haf­test.

Mit dem Wei­ter­le­sen stimmst Du die­sem Haf­tungs­aus­schluss zu.

W A R N U N G !

Leu­te, die hier zum Ein­satz kom­men­den Che­mi­ka­li­en sind kei­ne Kin­der­spiel­zeu­ge aus dem Che­mie­bau­kas­ten. Sie sind stark oxi­die­rend. H2O2 ist eine schwa­che Säu­re und in höhe­ren Kon­zen­tra­tio­nen explo­si­ons­fä­hig! Bit­te immer Schutz­bril­le, Gum­mi­hand­schu­he und alte Klei­dung sowie eine Gum­mi­schür­ze tra­gen! Den Unter­grund mit einem Tuch, einer Pla­ne, o.ä. schüt­zen. Drin­gend eine Schutz­bril­le tra­gen, wenn Ihr an Eurem Augen­licht hängt. Ein Unfall ist schnell gesche­hen, die Fol­gen sind aber blei­bend. Alles außer­halb von Kin­dern und Haus­tie­ren auf­be­wah­ren, anmi­schen und ein­set­zen! Vor dem ver­se­hent­li­chen Ver­schüt­ten sichern. Her­stel­ler­an­ga­ben und Ver­ar­bei­tungs­hin­wei­se fol­gen! Warn­hin­wei­se auf der Packung beach­ten! Che­mi­ka­li­en kei­nes­falls mischen!! Es kann unter Umstän­den Chlor­gas ent­ste­hen – wir wol­len doch nicht den Ers­ten Welt­krieg im Werk­raum nach­stel­len, oder?!? Da wird man sei­nes Lebens nicht mehr froh. Das ist bereits genü­gend Haus­frau­en mit ver­hee­ren­den Fol­gen passiert.

Schutz­aus­rüs­tung

Mate­ri­al

Wir benö­ti­gen nun noch ein gro­ßes Behält­nis (altes Aqua­ri­um, gro­ße Plas­tik­kis­te) mit einem halb­wegs dicht schlie­ßen­den Deckel. In die­sen sägen wir ein Loch hin­ein, das dem Licht­aus­tritt der UV-Lam­pe ent­spricht. Die Lam­pe muss auf dem Deckel sicher auf­lie­gen und trotz­dem unge­hin­dert in den Behäl­ter leuch­ten müssen.

Habet Ihr kei­ne Kis­te mit Deckel und auch kei­ne UV-Lam­pe, so wickelt die Tei­le in Cel­lo­phan-Folie ein und legt alles für min­des­tens einen gan­zen Tag in die Sonne.

Man kann als bes­se­ren(?) und bil­li­ge­ren Ersatz für Comair M:C oder Green Hero sich selbst Retr0bright anmischen.

Chim­ka­li­en für Retr0bright

Rezept:

  • 1 Liter Wasserstoffperoxid
  • 4 EL Xanthan
  • 2 EL Glycerin
  • 1/​2 TL Vanish

Schutz­klei­dung und Bril­le tra­gen! 1000 ml Was­ser­stoff­per­oxid in einen Rühr-Mess­be­cher mit Spritz­schutz geben, 4 Ess­löf­fel Xan­than zuge­ben und mit dem Mixer gut durch­mi­schen. Danach 2 Ess­löf­fel Gly­ce­rin ein­rüh­ren. Nun kann man es auf die zwei Behäl­ter auf­tei­len. Die­se Behäl­ter deut­lich beschriften.
Auf kei­nen Fall in Trink­ge­fä­ße fül­len! Unfall­ge­fahr! Schnell hat das jemand nichts ahnend ange­setzt und getrunken!

Behäl­ter dun­kel, tro­cken und kühl lagern. Vor dem Zugriff durch Kin­der sichern!

Kurz vor der Anwen­dung mischt man 1/​2 Tee­löf­fel­Va­nish (auch eine aggres­si­ve Che­mi­ka­lie!) mit ein wenig war­men Was­ser und rührt es um, bis es sich auf­ge­löst hat. In einer Schüs­sel mit dem ange­misch­ten Gel geben und gründ­lich ver­rüh­ren. Wie wei­ter unten auf­ge­führt verarbeiten.

Alter­na­ti­ve Bezugsquellen

Was­ser­stoff­per­oxid (H2O2) könnt ihr auch in einer (rich­ti­gen) Dro­ge­rie kau­fen. Dro­ge­rie­ket­ten füh­ren es i. d. R. nicht. Es wird in Kon­zen­tra­tio­nen bis zu 35 % 11,9 %ange­bo­ten. Hier kam eine Lösung mit 30 % (nicht mehr erhält­lich!) zum Ein­satz, die von vie­len bereits als zu aggres­siv ange­se­hen wird – ich konn­te aber kei­ne schwä­che­re Kon­zen­tra­ti­on bei uns vor Ort erwer­ben. Alter­na­tiv kann man eine Was­ser­stoff­per­oxid­creme im Fri­seur­groß­han­del kau­fen, wel­che den Vor­teil einer grö­ße­ren Haf­tung und leich­te­ren Ver­ar­bei­tung hat. Beschleu­ni­gen kann man den Vor­gang im Som­mer dadurch, dass man die benetz­ten Gehäu­se­tei­le in die Son­ne legt. Im Win­ter kann man sie unter eine Höhen­son­ne legen – am bes­ten eine vom alten, ver­bo­te­nen(!!) Typ, die kurz­wel­li­ge UV-Strah­lung abgibt. ACHTUNG: die­se alten Lam­pen kön­nen Haut­krebs verursachen!

Anmer­kung

Im Fal­le die­ses CeVis reich­te die schnel­le Rei­ni­gung im Geschirr­spü­ler mit anschlie­ßen­den sanf­ten Blei­chen mit Dome­stos voll­kom­men aus. Die Tas­ten benö­tig­ten etwas mehr Bumms und erstrahl­ten nach der Behand­lung mit purem H2O2 nach kur­zer Zeit wie­der im alten Glanz. Trotz­dem erwäh­ne ich hier eben­falls die alter­na­ti­ve Behand­lung mit Was­ser­stoff­per­oxid-Gel oder Retr0bright für stark ver­gilb­te Geräte.

Anwen­dung

Als ers­tes Bei­spiel neh­men wir einen ech­ten Klas­si­ker, der mil­lio­nen­fach pro­du­ziert wur­de und folg­lich noch zu tau­sen­den in der Bucht auf­taucht: den C64. Mein Exem­plar hat­te ich vor Jah­ren vom Ikea-Floh­markt in Hanau. Nix Beson­de­res, ein völ­lig nor­ma­les Gerät im unver­bas­tel­tem Ori­gi­nal­zu­stand. Nicht wirk­lich ver­gilbt, eher leicht gebräunt. Dafür aber ordent­lich siffig:

Commodore
(Spe­cki­ger C64 auf einem Geschirrtuch)

Commodore
(Typen­schild des C64)

Vor­rei­ni­gung im Geschirrspüler

So weit, so schlecht. Nor­ma­ler­wei­se bin ich kein Freund davon, die Kis­te in den Geschirr­spü­ler zu ste­cken, aber Quark­beu­tel mein­te, dass er das immer so macht. Ich bin eher der Freund der guten alten Che­mie und grei­fe daher immer zum Kunst­stoff­rei­ni­ger für Gar­ten­mö­bel. Trotz­dem woll­te ich es bei die­sem Exem­plar wis­sen: Ver­trägt er die Tor­tur in einem aktu­el­len Geschirr­spü­ler? Vor­weg: Quar­ki hat mise­ra­ble Erfah­run­gen mit dem 30 Minu­ten Pro­gramm von Sie­mens gemacht. Sein Gehäu­se zeig­te ver­ätz­te Fle­cken und Strei­fen im Kunst­stoff. Er emp­fiehlt defi­ni­tiv die 70 Grad-Wäsche, da wür­den die­se Pro­ble­me nicht auf­tre­ten. Da wir bei­na­he iden­ti­sche Gerä­te besit­zen, eifer­te ich ihm nach.

Aber halt! Was nützt es, wenn das Gerät noch hart­nä­cki­ge Fle­cken hat? Um eine Vor­rei­ni­gung kom­men wir nicht drum­her­um. Strei­fen, wie vom Gum­mi­ab­rieb beim Sta­peln der Gerä­te, kann man pri­ma mit einem wei­chen Radier­gum­mi weg bekommen.

Man kann ver­su­chen, das Typen­schild zu ent­fer­nen, muss aber abwä­gen, wel­che Gefahr grö­ßer ist: Ver­bie­gen oder Ver­ät­zen. Ich habe es dran gelas­sen, bin ein Grobmotoriker.

Zuerst soll­te man eine Pla­ne unter­le­gen. Das ver­hin­dert Krat­zer am Rech­ner und am Unter­grund und ver­hin­dert even­tu­el­le Ver­ät­zun­gen durch Rei­ni­gungs­mit­tel am letzteren.

Es gibt Exper­ten, die dar­auf schwö­ren, die gesam­te Kis­te in den Geschirr­spü­ler zu stop­fen. Ja, inklu­si­ve Tas­ta­tur und Pla­ti­ne! Wir machen das natür­lich nicht. Also grei­fen wir uns einen Schrau­ben­dre­her und zer­le­gen den guten alten CeVi in sei­ne Ein­zel­tei­le. Unten befin­den sich drei Schrau­ben, die wir lösen und sicher auf­be­wah­ren. Das Gerät lässt sich nun auf­klap­pen. Bit­te auf die Kral­len hin­ten am Deckel ach­ten, die bre­chen leicht ab.

Die metall­be­dampf­te Pap­pe, die als Abschir­mung fun­gie­ren soll, ist mit einer Klam­mer auf den Schirm des Expan­si­ons­s­lots geklemmt, bit­te abzie­hen und die Pap­pe nach vor­ne umklappen.

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(Eines der Schraubenlöcher)

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(Anschluss der Tastatur)

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(Anschluss der Power-LED)

Bei­de oben ange­führ­ten Ste­cker las­sen sich leicht abzie­hen, sodass wir den Deckel mit der Tas­ta­tur zur Sei­te legen kön­nen. Wie nicht anders zu erwar­ten, ist alles ordent­lich ver­staubt und dreckig.

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(ver­staub­tes Innenleben)

Die Haupt­pla­ti­ne ist mit sie­ben kur­zen Schrau­ben befes­tigt, wir lösen alle und bewah­ren auch die­se sicher auf. Pla­ti­ne und Papp-Abschir­mung legen wir zur Seite.

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(Eine der sie­ben Schrauben)

Wir ent­stau­ben die Pla­ti­ne mit einem gro­ßen, sau­be­ren und tro­cke­nen Pin­sel, absau­gen bringt nichts. Die Metall­tei­le und grö­ße­ren Chips polie­ren wir mit einem Baum­woll­tuch (kei­ne Kunst­fa­sern, sta­ti­sche Elektrizität!).

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(Leid­lich glän­zend: nach dem Polieren)

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(Wie­der schön sau­ber: Mainboard)

So, das Gehäu­se ste­cken wir in den Geschirr­spü­ler und küm­mern uns zwi­schen­zeit­lich um die Tas­ta­tur. Je nach Ver­gil­bungs­grad des obe­ren Aus­dru­ckes, kann die­se Akti­on ein, zwei Tage dau­ern. Zum Ein­satz kam bei mir dafür erst Dome­stos und als das Ergeb­nis nicht zufrie­den­stel­lend war, Was­ser­stoff­per­oxid. Bit­te dazu die o. a. Warn­hin­wei­se beachten!

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(Zustand der Tas­ta­tur vor der Reinigung)

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(Grund­rei­ni­gung mit Dome­stos und einem Borstenpinsel)

Wir las­sen die Tas­ten­kap­pen auf der Tas­ta­tur. Die Gefahr, dass sie beim Abhe­beln abbre­chen, ist nicht von der Hand zu wei­sen. Kon­struk­ti­ons­be­dingt ist die­ses Ein­ga­be­ge­rät vor leich­ter Feuch­tig­keit geschützt, trotz­dem soll­ten wir es nicht über­trei­ben. Wir las­sen das Dome­stos trock­nen, bis nur noch die harm­lo­sen Salz­rän­der zu sehen sind und rei­ben die Kap­pen mit einem feuch­ten Tuch ab. Bei Bedarf den Vor­gang mehr­mals wiederholen.

Grö­ße­re Geschütze!

Haben wir kei­ne Geduld, grei­fen wir zu stär­ke­ren Geschüt­zen: pures H2O2, Retr0bright oder eines der o.a. Bleich­gels! Unbe­dingt die auf der Packung und o. a. Warn­hin­wei­se genau beachten!
Das Gel (oder H2O2)  tra­gen wir mit einem Bors­ten­pin­sel satt auf, sodass sich in den Tas­ten­kap­pen Pfüt­zen bil­den. Bit­te nicht mit dem Pin­sel in der Was­ser­stoff­per­oxid-Fla­sche rum­rüh­ren, son­dern etwas davon in eine Edel­stahl­schüs­sel geben.

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(H2O2 in Edelstahlschüssel)

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(Benetz­te Tastaturkappen)

Wir stel­len nun die Tas­ta­tur (und auch die ande­ren mit dem Gel ein­ge­stri­che­nen Gehäu­se­tei­le in unse­ren o.a. gro­ßen Behäl­ter mit Deckel, legen die Lam­pe auf und schal­ten sie ein! Regel­mä­ßig kon­trol­lie­ren, ob die che­mi­schen Reak­tio­nen kei­ne uner­wünsch­ten Effek­te ver­ur­sa­chen. Nach frü­hes­tens 12 Stun­den soll­ten die Gehäu­se­tei­le bereits merk­lich hel­ler gewor­den sein. Wär­me­zu­fuhr kann die Reak­ti­on beschleu­ni­gen, muss sie aber nicht. Es kommt immer auf den Ein­zel­fall an. Bei Bedarf ein­fach wei­te­re 12 (oder mehr) Stun­den war­ten. Vor­gang gege­be­nen­falls wie­der­ho­len, bis das Ergeb­nis zur Zufrie­den­heit ausfällt.

Nach der Trock­nung am bes­ten hoch­kant(!) unter flie­ßen­dem Was­ser abspü­len, bis alle Res­te des H2O2 ent­fernt wurden.

Kunst­stof­fe pflegen!

Wich­tig ist, ich wie­der­ho­le mich, dass alle Res­te des H2O2 rück­stands­los besei­tigt wur­den! Zum Schluss behan­deln wir die Tas­ten­kap­pen mit Kunst­stoff­pfle­ge aus dem Kfz-Zube­hör­han­del (Amo­rAll, o. ä.). Am bes­ten ein Mit­tel ver­wen­den, wel­ches kei­nem Silikon(?)-Film auf der Tas­ta­tur hin­ter­lässt, also ein „mat­tes“ Pro­dukt. Die Kap­pen nach Ver­ar­bei­tungs­hin­weis besprü­hen, lan­ge ein­wir­ken las­sen und dann nachpolieren.

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(Wie­der tacko: Die Tastenkappen)

Lohn der Mühen sind Tas­ten­kap­pen, wel­che wie­der wie neu aus­se­hen. Dass die Far­be leicht gelb­li­cher ist, als die der Son­der­zei­chen auf der Vor­der­sei­te, ist völ­lig nor­mal und auch vom Werk aus so gewesen.

Zwi­schen­zeit­lich ist auch das Gehäu­se wie­der sau­ber aus dem Geschirr­spü­ler gekom­men. Das Ergeb­nis ist aller­dings eher sub­op­ti­mal. Die Far­be im All­ge­mei­nen ist zwar wie­der sehr schön und natür­lich ist der Kunst­stoff auch wie­der sau­ber gewor­den, aber offen­bar stand mein Gerät mit der Rück­sei­te län­ge­re Zeit in der Son­ne. Jeden­falls sind dort immer noch strei­fen­för­mi­ge Ver­fär­bun­gen zu sehen. Mei­ner Mei­nung rüh­ren die­se von Res­ten des Trenn­mit­tels von der Spritz­guss­form, wel­che beim Pro­duk­ti­ons­pro­zess am Kunst­stoff ver­blei­ben und mit der Zeit zu einer che­mi­schen Reak­ti­on, gera­de unter Son­nen­licht, führen.

Die­se Ver­fär­bun­gen waren recht schwach aus­ge­prägt, wes­we­gen ich „nur“ zu Dome­stos griff. Ich habe eine Fla­sche von dem dick­flüs­si­gen genom­men und den Rei­ni­ger mit einem gro­ßen Bors­ten­pin­sel gleich­mä­ßig satt auf­ge­tra­gen. Nach dem Trock­nen wie­der gründ­lich abspü­len und den Vor­gang ggf. wie­der­ho­len. Bei der Rück­sei­te habe ich die Pro­ze­dur zwei­mal durch­ge­führt, bis ich mit dem Ergeb­nis zufrie­den war.

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(Satt auf­ge­tra­gen: Domestos)

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(Rück­sei­te geson­dert behandelt)

Auch das Gehäu­se sprü­hen wir satt mit Kunst­stoff­pfle­ge ein und rei­ben die­se nach einer län­ge­ren Ein­wirk­zeit mit einem sau­be­ren Tuch ab.

Die metall­be­schich­te­te Abdeck­pap­pe bit­te nicht feucht rei­ni­gen, son­dern nur mit einem mit der Kunst­stoff­pfle­ge besprüh­tem Lap­pen abreiben.

End­ergeb­nis

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(Wie neu: Abschirmpappe)

Der Zusam­men­bau geschieht in umge­kehr­ter Rei­hen­fol­ge: Pap­pe in das Unter­teil legen, Haupt­pla­ti­ne aus­rich­ten und mit den sie­ben kur­zen Schrau­ben wie­der befes­ti­gen. Tas­ta­tur mit acht lan­gen Schrau­ben im Ober­teil ein­set­zen und die Ste­cker für die Tas­ta­tur und die LED auf­ste­cken. Zum Schluss das Gehäu­se mit den drei lan­gen Schrau­ben wie­der zusam­men­set­zen. Fertig!

Hier noch ein­mal die Vorher-Nachher-Bilder:

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(Vor­her: siffig!)

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(Nach­her: sauber!)

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(Nach­her: wie neu!)

Vor­her-Nach­her-Ver­gleich

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(Poren­tief rein: F‑Tasten und der Kunststoff)

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(Typen­schild vorher)

SL735464
(Typen­schild nachher)

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(Tas­ten­kap­pen-Ober­sei­te vor­her: gelb)

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(Nach­her: fast so weiss wie die Son­der­zei­chen vorne)

Falls Ihr nun glaubt, das liegt an der Beleuch­tung, oder ich hät­te an den Wer­ten des Nach­her-Bil­des gefum­melt, so seht Euch bit­te den direk­ten Ver­gleich mit einem unge­rei­nig­ten Exem­plar an. Die Tas­ten­kap­pen wer­den durch die Kunst­stoff­pfle­ge wirk­lich dunkler!

SL735507
(Links alter C64, rechts der überarbeitete)

Ich fin­de, dass die Bil­der für sich spre­chen. Viel Spaß bei der Auf­ar­bei­tung Eurer Flohmarkfunde.
Übri­gens: Teil zwei wird von der Rei­ni­gung eines Spiel­mo­du­les handeln.

Hinweise
  1. Wer­bung[][][][][][][][][][][][][][]

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