Pican­to: Anhän­ger­kupp­lung einbauen

Lese­dau­er 12 Minu­ten

Jeder, der vor dem Ein­bau einer Anhän­ger­kupp­lung zurück­schreckt, dem sei gesagt, dass es weit­aus ein­fa­cher ist, als man denkt. Im Fol­gen­den beschrei­be ich den Ein­bau der Stan­dard-AHK (starr). War­um die star­re AHK? Nun­ja, die Abnehm­ba­re kos­tet rund 100.- EUR mehr. Wenn man die Kupp­lung aber nur spo­ra­disch benö­tigt, so kann man die Star­re wäh­len, weil bei die­ser der Kopf mit nur zwei Schrau­ben befes­tigt ist und so sehr schnell zu ent­fer­nen ist.

Um aber ehr­lich zu sein: In mehr als drei­zehn Jah­ren habe ich die Kupp­lung immer dran gelas­sen. Ich habe mir auch nur ein­mal das Schien­bein dar­an gesto­ßen. Da aber wirk­lich alle paar Mona­te jemand gegen das Auto fährt, bin ich froh, dass hin­ten ein „Abstand­hal­ter” am Fahr­zeug ist. 🙂

Was braucht man an Werkzeug?

  • Auf­fahr­ram­pen
  • Steck­schlüs­sel­satz
  • Dreh­mo­ment­schlüs­sel
  • Rat­schen­schlüs­sel 19er
  • Satz Schrau­ben­zie­her
  • Spach­tel
  • Bohr­ma­schi­ne
  • Stick­sä­ge (Holz- oder Metallblatt)
  • 25mm Stahl­boh­rer (Loch­kreis­boh­rer oder Stufenbohrer)
  • Akku­schrau­ber
  • Sche­re
  • U‑Schutz
  • Tube Tip­Top Handreiniger
  • Decke für die Stossstange
  • Kal­tes Bier für nachher

Ich habe sicher irgend­was ver­ges­sen, aber egal, das wer­det Ihr ja beim Lesen merken.

ACHTUNG!
Die­se Anlei­tung soll nicht die der Kupp­lung bei­lie­gen­den Anlei­tun­gen erset­zen! Sie soll die­se ergän­zen. Die­se Anlei­tung soll auch kei­ne Gehirn­funk­tio­nen der sie Befol­gen­den ersetzen.

Falls Euch die Bohr­ma­schi­ne, die Anhän­ger­kupp­lung oder das gan­ze Auto auf den Kopf fällt:

Ich bin nicht Schuld daran!

Eben­so bin ich nicht für irgend­wel­che Kabel­brän­de verantwortlich.
Jeder soll­te sel­ber wis­sen, was er kann und was er bes­ser sein las­sen sollte.

Legen wir los!

Hier ist das Objekt unse­rer Begierde:

Und hier unser Opfer:

Schritt eins: erst­mal hoch mit dem Arsch, damit man bes­ser dar­an rum­fum­meln kann.

Oh, jaaa! Baby, zeig’ ihm mir! Uuuh!

Gut, jetzt geht es an das Aus­zie­hen! Schön lang­sam! Die Schrau­ben kom­men in ein geeig­ne­tes Gefäß, damit man sie nach­her nicht suchen muss. Wäre doch ärger­lich, wenn Ihr mit blan­ken Hin­ter­teil zum KIA-Händ­ler eiern müsst, nur weil eine Schrau­be in den Gul­li gerollt ist.

Die gan­zen Schrau­ben müs­sen raus:
Je zwei von den Lam­pen, die vier unter der Gum­mi­leis­te, die vier im Rad­kas­ten (unten) die zwei Metall­schrau­ben unter den Lam­pen, die vier (Plas­tik) unter den Lam­pen, dann die fünf unten, unter der Stosstange.

Bei­de Letz­te­ren sind aus Plas­tik, also Vor­sicht mit dem Akku­schrau­ber! Aber egal, die gehen frei­wil­lig sowie­so nicht raus. Ihr dürft ger­ne Gewalt anwen­den. Wenn Ihr genau hin­seht, dann ste­cken die­se Schrau­ben in einem Dübel. Mit einer geeig­ne­ten Zan­ge las­sen sich die Schrau­ben auch raus­zie­hen, statt sie rauszudrehen.

Damit die Lam­pen nicht an den Kabeln im Wege rum­bau­meln, legen wir die in den
Kof­fer­raum. Die Anschluss­ka­bel sind dazu lang genug.

Zum Warm­wer­den eine Fin­ger­übung. Wie bekom­me ich die­se Schrau­ben los, wenn das Rad noch ein­ge­baut ist? Neee, eine Rat­sche ist zu dick, selbst die klei­ne. Ich habe einen Kreuz­schlitz­bit mit den Fin­gern gedreht. Als die Schrau­ben dann etwas lose saßen, habe ich sie mit den Fin­gern ganz rausgedreht.

Jetzt wird es haa­rig! Am Ende mei­ner Ner­ven habe ich den Freund­li­chen (Sta­ab in AB – dan­ke!) ange­ru­fen. Der Meis­ter erklär­te mir dann, wie man die bei­den letz­ten Schrau­ben der Stoss­stan­ge rausbekommt.

Man sieht die von oben, wenn man unter der letz­ten Schrau­be, oben im Bild, seit­lich hin­ter die Stoss­stan­ge schaut:

Fürch­ter­lich, nicht? Irgend­wo da an die­sem schwar­zen Plas­tik­teil ist die Stosstange
dieb­stahl­si­cher befes­tigt. Ver­dammt! Seht Ihr es?

Nein? Genau, habe ich auch nicht gefun­den. Legt Euch auf den Boden neben das Hinterrad.
Nun seht zu, dass Ihr den inne­ren Rad­kas­ten, den Ihr nach der Anlei­tung der AHK eigent­lich abbau­en müss­tet (was aber nur auf einer Hebe­büh­ne geht, da dazu die Hin­ter­rä­der run­ter müssen).
Am obe­ren Ende, da wo der Stoss­fän­ger das Sei­ten­blech trifft, da müsst Ihr den inne­ren Rad­kas­ten ein­fach mal beherzt zur Sei­te bie­gen und mit einem Stück Holz (oder einer klei­nen Rat­sche) auf Abstand halten.
Dann seht Ihr, dass die Schrau­ben in einem unmög­li­chen Win­kel ange­bracht wur­den. Von schräg hinten!!

So was kön­nen sich nur Asia­ten aus­den­ken. Oder Inge­nieu­re! Argh!

Damit man sich etwas dar­un­ter vor­stel­len kann, habe ich die Schrau­be nach dem Ent­fer­nen der Stoss­fän­ger­hül­le wie­der rein­ge­schraubt. Wie soll man da ran­kom­men, ohne die inne­ren Rad­käs­ten ent­fernt zu haben? (fast gar nicht)

Hey! Wir sind aus dem Gröbs­ten raus! Wirklich!

Nein, das Bier bleibt ste­hen, wir haben noch etwas Arbeit vor uns! Wei­ter geht’s!
Nun sieht unser Pic irgend­wie böse nach letz­ter Hal­te­stel­le Recy­cling­hof aus. Die Nach­barn kom­men nun bestimmt mit schlau­en Sprü­chen und lau­ni­gen Kom­men­ta­ren. Neid der Nichts­kön­ner. Ein­fach igno­rie­ren. Alle Fra­gen mit „Ja, ja!“ oder „Sicher­lich“ beant­wor­ten. Die gehen von sel­ber wie­der weg.

Eigent­lich soll­te nach der Ori­gi­nal­an­lei­tung nun auch noch der inne­re Stoss­fän­ger ab (das schwar­ze Ding mit den bei­den ova­len „Trich­tern“ links und rechts). Aber der ist mit vier Schrau­ben befes­tigt, die sich mit kei­ner Rat­sche errei­chen las­sen, da hilft nur der Rat­schen­schlüs­sel, und selbst der hat nur Platz für einen „Klick“. Also ver­gesst das. Ich habe die bei­den Schrau­ben auf der lin­ken Sei­te gelöst, da ist mehr Platz als rechts neben dem Auspuff.

Der Fän­ger ist dann auf der lin­ken Sei­te beweg­lich. Lasst Euch nicht von der Far­be täu­schen: die­ses Teil ist nicht aus Stahl, son­dern aus mas­si­ven Kunststoff!
Ach ja, der gan­ze Dreck stammt aus einem Stein­bruch. Wir hat­ten da mit dem Pic eini­ge Ton­nen Stei­ne geholt (nein, nicht mit einer Tour).

Wo waren wir? Ach ja, wir kön­nen nun etwas kaputt­ma­chen! Jahaa! Sinn­lo­se Gewalt zieht Dich hin­ab in den Stru­del des… äh, las­sen wir das. Fakt ist: die­ser pope­li­ge Stoss­fän­ger­hal­ter muss ab. Man könn­te zur Säge grei­fen. Oder zur Blech­sche­re. In bei­den Fäl­len hät­te man dann aber einen scharf­kan­ti­ge Steg überstehen.

Ich habe ein­fach das Blech solan­ge hoch und run­ter gebo­gen, bis es mür­be war und brach. Ganz sau­ber direkt an der Spritzwand!

Dann noch etwas Unter­bo­den­schutz drauf und gut ist. Ich hat­te aber nur noch Hohl­raum­ver­sie­ge­lung da. Die wird es auch tun. Das Zeug schäumt etwas wider­lich, so dass ich mit den Fin­gern die Schmie­re ver­tei­len musste.

So, nun kom­men wir zu dem Rad­kas­ten: da muss ein drei­ecki­ges Stück raus­ge­schnit­ten wer­den. Laut Anlei­tung soll­te das im aus­ge­bau­ten Zustand pas­sie­ren. Egal. Man sieht es lei­der auf dem Bild nicht, aber der obe­re hori­zon­ta­le Schnitt ist kin­der­leicht: KIA hat da sogar eine klei­ne Mar­kie­rung für die Schnit­te ange­bracht. Ich fing also erst­mal unten an zu schnei­den. Einen hal­ben Zen­ti­me­ter par­al­lel im Abstand von 10cm zu dem obe­ren Schnitt ein­schnei­den. Eine etwas robus­te­re Haus­halts­sche­re reicht vollkommen!

Schnipp! Schnapp! Ab!

Zwi­schen End­topf und Rad­kas­ten kommt nach­her die Anhän­ger­kupp­lung auf den dahin­ter lie­gen­den Längs­trä­ger geschraubt.

Nun kommt der irgend­wie schmerz­haf­tes­te Teil dran: wir sägen ein Loch in unse­ren Stoss­fän­ger! Gru­se­lig, nicht?

Wir müs­sen in der Mit­te einen Aus­schnitt von 75mm Brei­te und 125mm Län­ge dort hin­ein schnei­den. Wer jetzt zum Zoll­stock greift und nach­sieht, ob der mitt­le­re Hal­ter für den Stoss­fän­ger auch wirk­lich in der Mit­te sitzt, der han­delt wei­se: Er sitzt natür­lich nicht ganz in der Mit­te! Also Stoss­fän­ger aus­mes­sen und die Mit­te markieren!

Danach dann die 7,5cm (rund 3,8cm nach links und rechts von der Mit­te aus) anzeichnen:

Mit Gaf­fer­band mar­kie­ren und schüt­zen! Die 12,5cm bezie­hen sich auf die gesam­te Län­ge! Also ab dem Knick im Stoff­fän­ger 10,5cm nach oben abmessen!

Nun ein Loch (8mm) in die lin­ke obe­re Ecke der mar­kier­ten Flä­che boh­ren. Da ste­cken wir die Stich­sä­ge hin­ein, um den hori­zon­ta­len Schnitt vor­neh­men zu kön­nen. Alter­na­tiv kann man die Ecken sicher auch rund sägen. Das soll­te nicht im Weg der Kupp­lung sein.

(Tipp von Man­fred: Ecken immer rund sägen, um ein Aus­reis­sen zu verhindern!)

Ein Fest für die Stich­sä­ge (bit­te ein Metall­sä­ge­blatt oder gleich ein Kunst­stoff­sä­ge­blatt neh­men), aber ein wirk­lich dum­mes Gefühl. Übri­gens ist der Kunst­stoff sehr leicht zu sägen, da er recht dünn und weich ist.

Die Längs­trä­ger mit den bei­den Löchern (im Bild nur ein Loch zu sehen) müs­sen vom USchutz befreit wer­den. Dazu neh­men wir einen schar­fen Spach­tel und krat­zen das Zeug ab. Das ist ganz ein­fach. Die Dicke des Unter­bo­den­schut­zes kor­re­liert ganz ein­deu­tig mit dem Fahrzeugpreis.

So, das reicht, wir sind ja nicht der Pabst, oder?

Hier haben wir die Kupp­lung bereits unter der lin­ken Sei­te des inne­ren Stoss­fän­gers durch­ge­fum­melt. Das geht am bes­ten zu Zweit: jeder nimmt eine Sei­te und schraubt dann je die bei­den Schrau­ben in die Gewin­de in den Längsträgern.

Die Ver­ar­bei­tung der Kupp­lung ist per­fekt, das Teil pass­te wie ange­gos­sen. Auf den Mil­li­me­ter genau!

Die der inne­re Stoss­fän­ger kann nun wie­der fest­ge­schraubt werden.

Als Nächs­tes wird die Kupp­lung mit einer Rat­sche hand­fest geschraubt:

Oben sieht man ver­wa­schen die Ratsche!
Selbst ist die Frau! Ist mir nur recht, ist ja auch ihr Auto! Wenn das Teil abfällt, dann hat eben sie Schuld!

So als Letz­tes noch mit dem Dreh­mo­ment­schlüs­sel fest­zie­hen: 95 Nm! Nach 1000km Anhän­ger­fahrt noch­mals nachziehen!

Nun noch die blan­ken Stel­len wie­der mit U‑Schutz ein­sprü­hen. Ja, so sieht das mit
Hohl­raum­ver­sie­ge­lung aus. Eklig! Die Schrau­be soll­te aber nicht mit zuge­kleis­tert werden!

Die muss ja noch mal ange­zo­gen werden!

Ach ja: die Schrau­ben nicht wie­der lösen! Da sind sichern­de Unter­leg­schei­ben drun­ter! Naja, aber egal, in dem Gewin­de klebt soviel U‑Schutz, dass sich die­se Schrau­ben sowie­so nie wie­der von allei­ne lösen kön­nen. Ein Gum­mi­prop­fen ab Werk wür­de das Lackie­ren des Gewin­des ver­hin­dern, aber der kos­tet ja Geld!

Kom­men wir zum Elektrosatz:
Was muss raus? Die mitt­le­re Blen­de des Kof­fer­rau­mes. Die­se ist von außen mit zwei grau­en Plas­tikdü­beln gesi­chert. Ein­fach mit einem Schrau­ben­dre­her raus­he­beln. Auf dem Bild sieht man die vier gel­ben Schnappdü­bel. Das gan­ze Teil folg­lich nach oben hin abziehen.

Jetzt kommt die Stun­de unse­res 25mm-Boh­rers. Ich habe einen Loch­kreis­boh­rer genom­men, der kos­te­te „nur“ 23,- EUR. Ein Stu­fen­boh­rer wäre auf 42,- EUR gekom­men. Loch­kreis reicht voll­kom­men, das Blech ist in Nu durch!

Ent­gra­tet und noch den Stop­fen des E‑Satzes drauf gesteckt.

Und kon­ser­viert:

Den Kabel­baum durchgesteckt:

Gum­mi­dich­tung der 13-poli­gen Buch­se drü­ber gescho­ben und die x‑Kabel gemäß Anlei­tung an die Klem­men geschraubt. Falls ein Kabel übrig blei­ben soll­te: das gehört in 2a, dies ist die Klem­me, die außen am Rand ist! Ent­ge­gen der Anlei­tung muss man das Kabel nicht durch das Hal­te­blech der Buch­se ste­cken, da die­ses einen seit­li­chen Ein­schnitt zum spä­te­ren durch­füh­ren hat.

Wir schlie­ßen nun die Mas­se an den lin­ken ISO-Fix-Hal­ter an. Das Teil abschrau­ben und die Unter­leg­schei­be weg­wer­fen. Dafür die Klem­me des Mas­se drun­ter legen. Vor­her aber das Blech an der Spritz­wand vom Lack befrei­en. Sonst haben wir kei­nen Massekontakt!

Beim letz­ten Ein­bau einer AHK hat­te ich mir bereits bewie­sen, dass ich auch uni­ver­sel­le Elek­tro­sät­ze anschlie­ßen kann. Das muss­te ich mir dies­mal nicht mehr geben und so habe ich zum Pican­to-spe­zi­fi­schen Satz gegrif­fen. Tol­le Sache! Ein­fach zwi­schen Kabel und Lam­pen­ge­häu­se klem­men: fer­tig! Das spart eine Stun­de Arbeit!

Dazu müs­sen wir die Sei­ten­tei­le lösen: die­se sind am Boden mit zwei Schrau­ben befes­tigt. Nach­dem die gelöst sind, zie­hen wir beherzt an dem Plas­tik­teil. Rechts klapp­te das gut, Links kam mir gleich freu­dig erregt die Ver­klei­dung der C‑Säule mit entgegen.

Da muss man eben durch…

Hier sieht man schön, wie der E‑Satz ein­fach zwi­schen Kabel und Leuch­te gesteckt wird. Den E‑Satz erkennt man dar­an, dass die Ste­cker und Buch­sen kei­nen Klap­per­schutz aus Schaum­stoff haben. Den kann man aber z.B. mit dem selbst­kle­ben­den Dämm­band aus dem Tro­cken­bau nach­rüs­ten. (damit kann man auch pri­ma das Num­mern­schild­ge­klap­per an der Heck­klap­pe abstellen!)

Der Kabel­baum des E‑Satzes läuft nun links und recht zu den Sei­ten­tei­len. Unten sieht man pri­ma die gro­ße Lücke, durch die er geführt wird.

Nun sind wir am Heck des Fahr­zeu­ges fer­tig! Wir bau­en das Auto nun wie­der zusam­men. Das ist wirk­lich kin­der­leicht! Dar­an den­ken, dass Ihr die Plas­tikdü­bel bit­te nicht mit der Schrau­be durch die Löcher würgt, son­dern erst den Dübel rein und dann mit der Schrau­be (ein­fach rein­ste­cken) sichern. Falls eine Schrau­be übrig bleibt: ist nor­mal! Ihr erin­nert Euch? Die Stoss­stan­gen­be­fes­ti­gung in der Mit­te wur­de ja von Euch entfernt!

Wenn Ihr fer­tig seid, soll­te es so aussehen:

O.k., da wir die Anhän­ger­kupp­lung nicht so oft benö­ti­gen, habe ich den Kupp­lungs­kopf nicht dran geschraubt, son­dern gleich in den Kof­fer­raum getan. Er ist ja nur mit zwei Schrau­ben befestigt.

Ich habe den Buch­sen­hal­ter an der unte­ren Schrau­be befes­tigt. Der steht dann nicht so weit über. Die obe­re Schrau­be kommt wie­der raus, weil man ohne den Kupp­lungs­kopf nur eine von bei­den Schrau­ben fest bekommt. Irgend­was wür­de also immer klap­pern. Bzw. wür­de die Buch­se nach unten abklappen.

Jetzt kommt die letz­te Klei­nig­keit dran. Der Gesetz­ge­ber schreibt nun ein­mal vor, dass man im Zug­fahr­zeug eine Über­wa­chung der Funk­ti­on der Blin­ker des Hän­gers braucht (und was ist mit den Brems­leuch­ten?). Dazu benö­ti­gen wir erst ein­mal wir einen 8er Boh­rer (Holz oder Metall).

Wir suchen uns einen Platz für die LED im Sicht­be­reich des Fah­rers. Ich habe ein­fach den von Jae­ger vor­ge­schla­ge­nen Platz genommen.

(ach ja, der Staub… wir sind nicht so die Autof­e­ti­schis­ten. Die Kis­te wur­de noch nie poliert (in nun­mehr 18 Mona­ten) und Staub­wi­schen müs­sen wir ja zu Hau­se genug, oder)

Sekun­den spä­ter haben wir dann da ein schö­nes Loch. Bit­te nicht zu tief boh­ren, da ist irgend­was hin­ter. Kei­ne Ahnung was, aber irgend­was konn­te ich durch das Loch sehen.

Dann noch fix die leuch­ten­de Diode hin­durch­ge­fum­melt! Die Kabel kom­men im Ide­al­fall im Fuß­raum wie­der raus. Soll­te das nicht pas­sie­ren, dann kann man sich auch unter das Arma­tu­ren­brett legen und mit der rech­ten Hand danach tas­ten. Man kommt doch fast bis an die Boh­rung, aber lei­der nur fast.

Nun öff­nen wir das Siche­rungs­fach um an das Blin­ker­re­lais zu kommen.
Ganz oben rechts kann man das Blin­ker­re­lais erah­nen. Es ist das gro­ße schwar­ze Teil neben den zwei blau­en Dingern.

Es ist oben und unten mit zwei Klam­mern befes­tigt. Wenn man die­se kurz über der Basis zusam­men­er­drückt, kann man das Relais recht leicht aus der Fas­sung zie­hen. Man soll­te dazu klei­ne Hän­de haben oder lei­dens­fä­hig sein.

Oben sieht man, dass der eine quer­ste­hen­de Kon­takt nach unten kommt.
Wir schlie­ßen nun die Kabel der LED an das neue Relais an: Rot kommt an C2!

Zu guter Letzt kommt das neue Relais an den Platz des Alten. Das Kabel rol­len wir
zusam­men uns sichern es mit einem Kabel­bin­der (liegt dem E‑Satz bei), damit es sich nicht an der Lenk­säu­le oder irgend­wo anders aufscheuert.

Nun tes­ten wir, ob das Kabel der LED rich­tig gepolt ist. Dazu schal­ten wir ein­fach den Warn­blin­ker an. Dann leuch­tet auch die Zusatz-LED mit. Auch wenn kein Anhän­ger dranhängt.

So das war es, wir kön­nen nun die Funk­ti­on der Elek­trik von einer Werk­statt tes­ten las­sen, die haben meist einen Prüf­ste­cker dafür.

Viel Spaß im Hängerbetrieb!
Euer Michael

5 Gedanken zu „Pican­to: Anhän­ger­kupp­lung einbauen“

  1. Hal­lo Micha­el,
    lese öfters Dei­ne Bei­trä­ge bei den Espace-freun­den und bin dadurch auf Dei­ne Sei­te gekom­men.
    Ein klei­ner Hin­weis zu dem Aus­schnitt in der Stoß­stan­ge:
    Dein Text:
    Nun ein Loch (8mm) in die lin­ke obe­re Ecke der mar­kier­ten Flä­che boh­ren. Da ste­cken wir die Stich­sä­ge hin­ein, um den hori­zon­ta­len Schnitt vor­neh­men zu kön­nen. Alter­na­tiv kann man die Ecken sicher auch rund sägen. Das soll­te nicht im Weg der Kupp­lung sein.

    Ein Fest für die Stich­sä­ge (bit­te ein Metall­sä­ge­blatt oder gleich ein Kunst­stoff­sä­ge­blatt neh­men), aber ein wirk­lich dum­mes Gefühl. Übri­gens ist der Kunst­stoff sehr leicht zu sägen, da er recht dünn und weich ist.
    Mein Tipp:
    Die obe­ren „Ecken” grund­sätz­lich rund aus­füh­ren (durch boh­ren), dadurch wird ver­mie­den das sich ein Riss in den Ecken bil­den kann.
    Ist eigent­lich eine alte Hand­wer­k­er­weis­heit.
    mfg
    Man­fred

    Antworten
  2. Man­fred hat natür­lich gene­rell recht. Auch vor­han­de­ne Ris­se stoppt man, indem die Enden der Ris­se auf­ge­bohrt wer­den. Bei der Pican­to-Stoss­tan­ge ist das aber nicht ganz so tra­gisch, da die seeeehr weich ist. Gera­de­zu lab­be­rig. Trotz­dem soll­te man so vor­ge­hen, wie von Man­fred beschrie­ben. Ich ände­re das noch im Text.
    Gruß
    Micha­el

    Antworten
  3. Hal­lo Micha­el,
    eine wirk­lich gute Dar­stel­lung. Mein Elek­tro­satz hat am lin­ken Ende, an der Anschlüs­sen zwi­schen den Lich­tern und Kabel, noch einen wei­te­ren drei­po­li­gen Ste­cker. Davon soll­te eine Ver­bin­dung über das mit­ge­lie­fer­te Kabel direkt an den Plus­pol der Bat­te­rie geklemmt wer­den. Eine Siche­rung ist auch dazwi­schen. Es scheint aber auch so o.k. zu sein. hast Du eine Ahnung wofür das wei­te­re Kabel gut ist. Das Pro­blem ist, dass ich kei­nen Durch­gang vom KFZ-Innen­raum zur Bat­te­rie fin­den kann. 

    Antworten
  4. Hi Johann,

    das ist Dau­er­plus für einen Wohn­wa­gen. Bei einem Klein­wa­gen wür­de ich lie­ber dar­auf verzichten. 

    Ohne eige­ne Bat­te­rie im Wohn­wa­gen saugt der Kühl­schrank, o.ä. Dir bei einer län­ge­ren Rast die klei­ne Pican­to-Bat­te­rie leer. Wenn der WoWa eine eige­ne Bat­te­rie hat, dann belas­tet das Laden die Licht­ma­schi­ne Dei­nes Pican­tos gewiss mehr als ihr auf Dau­er gut tut. 

    Gruß
    Micha­el

    Antworten
  5. [b]Aus dem Gäs­te­buch:
    [/​b]
    Hal­lo Micha ich habe dei­ne Anlei­tung gele­sen zwecks anhän­ger­kupp­lung am Picanto…habe vor mei­ne heck­stoß­stan­ge abzu­bau­en und lackieren…nur schei­te­re ich an irgendetwas…wenn ich alle schrau­ben gelöst habe (auch die pro­blem­schrau­be im Rad­kas­ten, hängt die stan­ge noch irgend­wo fest und ich hab kei­ne ahnung wo.…kannst du mir da irgend­wie sagen, ob die da noch irgend­wo ein­ge­klickt ist oder so? habe angst da was kaputt zu rütteln…mfg Chris­ti­an ali­as Keuli

    A n t w o r t :

    Zitat: „Je zwei von den Lam­pen, die vier unter der Gum­mi­leis­te, die vier im Rad­kas­ten (unten) die zwei Metall­schrau­ben unter den Lam­pen, die vier (Plas­tik) unter den Lam­pen, dann die fünf unten, unter der Stosstange.”

    Viel­leicht hast Du ja das „face­ge­lif­tet” Modell und dort haben die noch ein paar Schrau­ben oder Clips mehr ver­baut?
    Der Stoss­fän­ger ist doch sehr fle­xi­bel, wenn Du den bewegst, soll­test Du doch sehen, wo es noch hän­gen könn­te.
    Viel Erfolg!

    Gruß
    Micha­el

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Ich bin mit der Datenschutzerklärung und der Speicherung meiner eingegebenen Daten einverstanden.