Das Gewicht von Zeitschriften

Ich bin gerade dabei, das KBZ (Katzenbegegnungszentrum) fĂŒr meine BedĂŒrfnisse umzubauen. DafĂŒr suchte ich Regale fĂŒr die Zeitschriften. Nur 
 was wiegt eigentlich ein Meter Zeitschriften?

DIN A4, richtig?

Geht man von einem DIN-A4-Blatt aus, so hat dieses eine Dicke von 0,1 mm und ein FlĂ€chengewicht von 80 g/mÂČ, also 4,99 g pro Blatt. Ein Paket mit 1.000 Blatt Kopierpapier wiegt knapp 5 kg und ist etwa 10 bis 10,5 cm dick. Auf einen Meter passen also bestenfalls zehn Packungen Kopierpapier nebeneinander. Ich muss also mit 50 kg pro Meter Zeitschriften rechnen?

Homecomputerzeitschriften
Homecomputerzeitschriften

Puh! Ich hatte doch 80 cm breite Billy-Regale, die maximal 30 kg pro Regalboden tragen sollten, voll mit alten Heimcomputerzeitschriften, und die haben sich nur minimal durchgebogen! Bei 50 kg (*0,8 = 40 kg) hĂ€tten sie die Hufe hochgerissen und HĂ€ngebrĂŒcke gespielt!

Da ich die Zeitschriften lose ins Regal stellen und nicht in eine hydraulische Presse einspannen wollte, muss ich wissen, wie viel Platz (und damit Gewicht) die Zeitschriften in einem Regal tatsÀchlich einnehmen. Wie viel Luft ist wirklich zwischen den Seiten?

Was wiegen Zeitschriften?

Aktuelle c’t

Laut Heise.de betrĂ€gt die Grammatur des Papiers einer aktuellen c’t 54 g/mÂČ. Zu Zeiten der Holzkrise wurde auf 52 g/mÂČ Papier gedruckt. Eine Seite ist 29,7 x 21 cm groß, hat also eine FlĂ€che von ca. 0,06237 mÂČ und wiegt damit ca. 3,36 g. Bei einer Dicke von 0,1 mm wĂŒrde ein Meter Zeitschrift ca. nur 33,6 kg wiegen.

JahrgÀnge der c't
JahrgĂ€nge der c’t

Das HĂ€ngeregal mit der c’t habe ich selbst gebaut. Ein Fach ist ca. 60 cm breit und die Böden bogen sich deutlich durch. Sind die Seiten etwa dĂŒnner? Ist Druckfarbe so schwer?

Da kann etwas nicht stimmen. Ich benötige Daten aus der RealitÀt.

c’t von 1986

Anhand der c’t vom Oktober 1986, die zufĂ€llig auf meinem Schreibtisch liegt und wohl reprĂ€sentativ fĂŒr alte Computerzeitschriften sein dĂŒrfte, bin ich zu folgenden Messergebnissen gekommen:

  • die Zeitschrift wiegt 440 g.
  • sie hat 188 Seiten
  • sie ist 7,62 mm dick
  • 29,7 x 21 cm ist eine Seite groß
  • 0,08 mm ist eine normale Seite dick
  • 0,15 mm sind die DeckblĂ€tter (2 StĂŒck)
  • 0,21 mm haben Bestellkarten (2 StĂŒck)

Diese Zeitschrift wĂŒrde – hochgerechnet auf einen Meter – tatsĂ€chlich nur 33,5 kg wiegen.

Reales Gewicht

Warum haben sich dann meine Regale durchgebogen? Ich habe alte c’ts aus verschiedenen JahrgĂ€ngen, von 1995 bis 2020, 9,7 cm hoch gestapelt und auf eine Waage gelegt, die sogleich 4,95 kg anzeigte. Uhhh, das sind sogar 51 kg auf einem Meter!

Das oben zu sehende Regal hat also rund 183,6 kg Zeitschriften getragen! Im Billy-Regal daneben stehen immerhin noch 102 kg c’ts und meine Sammlung war vor einigen Jahren noch 285 kg schwer. Zwar habe ich das Abo mittlerweile gekĂŒndigt, aber es werden mittlerweile sicher 300 kg insgesamt sein. Nur fĂŒr die c’t benötige ich daher knapp sechs Regalmeter. Das ist schon sportlich und eine Herausforderung.

Fazit

Die Theorie ist nicht so grau und man kann wohl grob von 50 kg pro Meter Zeitschrift ausgehen. Ich gehe davon aus, dass Zeitschriften, genauer gesagt Computerzeitschriften, aus den 1980er-Jahren leichter waren als spÀtestens die aus den 1990er-Jahren. 33 % leichter, um genau zu sein.

Fazit fĂŒr mich

Im GesprĂ€ch mit meiner Frau kam sie auf die vielen Ikea Ivar Regale zu sprechen, die noch im Keller lagern. Diese haben eine Höhe von 73 cm und passen somit ideal unter die ArbeitsflĂ€chen fĂŒr den 3D-Drucker, die Werkbank und den Schreibtisch!

Ein 80 cm breites Ivar-Regal hat eine Tragkraft von 45 kg, wobei die Zeitschriften nur 40 kg wiegen. Ich bin wirklich froh, eine Lösung gefunden zu haben. Und das sogar kostenneutral! Hurra!

Über den Autor

Hessi

Michael "Hessi" Heßburg ist ein ehemaliger Informatiker mit langjĂ€hriger Erfahrung und ein vielseitiger Technik-Enthusiast mit Interessen in Haus & Garten, Hausrenovierung, IT, 3D-Druck, Autoreparatur und Retrocomputing. DarĂŒber hinaus beschĂ€ftigt er sich auf seiner Website mit gesellschaftspolitischen Themen wie Datenschutz und Überwachung. Hessi betreibt diese Website seit ĂŒber 25 Jahren und ist seit 20 Jahren freiberuflicher Autor. In seinem Blog teilt er nicht nur fundierte Einblicke und praktische Tipps, um seine Leser bei ihren Projekten und Hobbys zu unterstĂŒtzen, sondern auch persönliche Erfahrungen und praktische RatschlĂ€ge. Von detaillierten Anleitungen bis hin zu informativen Artikeln bietet Hessi wertvolle Inhalte und legt großen Wert darauf, dass seine Themen sorgfĂ€ltig recherchiert und auch fĂŒr Laien verstĂ€ndlich aufbereitet sind.

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