Com­mo­do­re-Gehäu­se­un­ter­schie­de

Lese­dau­er 5 Minu­ten

ch frag­te mich bereits sei­ner­zeit, war­um der C64 in D immer Brot­kas­ten genannt wur­de. Mein CeVi sah doch gar nicht wie ein Brot­kas­ten aus, aber mei­ner ist ja auch Made in Eng­land und damit deut­lich fla­cher – und was noch viel wich­ti­ger ist: Die vor­de­re Run­dung ist ein Halb­kreis. Beim Made in Ger­ma­ny ist der eher eine Superel­lip­se, also vor­ne abge­flacht. Nun, deut­sches Design hat ja noch nie jeman­dem vom Hocker geris­sen, der bri­ti­sche CeVi wirkt dage­gen direkt elegant. 🙂

Das Typen­schild auf dem bri­ti­schen ist falsch her­um auf­ge­klebt, d.h. es ist nicht les­bar, wenn man den Rech­ner vor­ne oder hin­ten anhebt, man muss ihn an den Sei­ten anhe­ben, um es lesen zu können.

Wer nun mut­maßt, dass das Her­stel­lungs­land ent­schei­dend für die Art des ver­wen­de­ten Gehäu­ses ist, der irrt. Die UK-Ver­si­on hat ein 14er MoBo, die D ein 25er, folg­lich soll­te der UK älter sein. Also sind die alten fla­cher? Klingt ein­leuch­tend, aber wer Com­mod­re-Rech­ner sam­melt, der weiß ganz genau, dass alles ver­baut wur­de, was beim Aus­fe­gen wie­der die Neon­son­ne der Lager­hal­le erblick­te. Aber das kennt man auch aus ande­ren Berei­chen, alles was greif­bar ist, wird auch ver­wen­det. Wer Renault fährt, der weiß genau, was ich meine. 😉

Quark­beu­tel nennt einen Aldi-CeVi sein eigen, der, ori­gi­nal ver­sie­gelt, noch eine Haupt­pla­ti­ne von 1983 enthielt! 🙂

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(C64 neben­ein­an­der von hinten)

Bei­de CeVis haben gleich hohe Füße, wie man hier deut­lich sieht.

Bei­de haben kei­ne Beschrif­tun­gen an den Schnitt­stel­len, so wie man sie bei spä­te­ren Exem­pla­ren fin­den kann.

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(C64 neben­ein­an­der von oben)

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(C64 neben­ein­an­der von vorn)

Da ist ein deut­li­cher Höhen­un­ter­schied zu sehen! Der bri­ti­sche hat die runde­re und fla­che­re Vorderkante.

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(Obe­re Lüf­tungs­schlit­ze im Detail)

Der bri­ti­sche hat ein wenig klei­ne­re Lüf­tungs­schlit­ze und ist hin­ter den Schlit­zen zudem kürzer.

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(Schrau­ben­lö­cher im Ver­gleich nebeneinander)

Der bri­ti­sche hat kei­ne „Knub­bel” als Ver­län­ge­rung für die MoBo-Schrau­ben. Der deut­sche C64 hat grö­ße­re Löcher für die Schrau­ben, was das ein­set­zen die­ser deut­lich erschwert! Lüf­tung ist grö­ßer und wei­ter vor­ne, Füße wei­ter zurück

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(Ver­gleich in der Seitenansicht)

Die Ober­scha­le ist beim UK ist deut­lich fla­cher, bit­te Abstand vom Anschluss­blech zur Gehäu­se­ober­kan­te beachten!

Um die Ver­wir­rung kom­plett zu machen, hier noch ein paar Bil­der von mei­nen bei­den VC20. Bei­de Gerä­te tren­nen knapp 100.000 Exem­pla­re in der Seri­en­num­mer, bei­de stam­men aus West-Ger­ma­ny. Das ist auch gut so, denn nur so ist ein Ver­gleich mög­lich, da Rech­ner von Com­mo­do­re jeweils die spe­zi­el­le Seri­en­num­mer des Her­stel­lungs­lan­des tru­gen und somit Gerä­te aus unter­schied­li­chen Stand­or­ten nur schwer zeit­lich ein­zu­ord­nen sind. Hier ist es aber ein­deu­tig: Der schlan­ke­re VC20 ist der neue­re. Hat­te Com­mo­do­re etwa die Gehäu­se ein wenig klei­ner gemacht, um Her­stel­lungs- und Trans­port­kos­ten zu ver­rin­gern? Zuzu­trau­en wäre es denen. 🙂

Inter­es­sant ist, dass der älte­re VC20 einen um die Tas­ta­tur auf­ge­rau­ten Bereich hat, der neue­re dort aber völ­lig glatt ist. Mein UK-C64 ist aber auch flach und dort auf­ge­raut! Klas­se, oder? 🙂

Schau­en wir uns mal die bei­den VC20 im Detail an:
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(Älte­rer, dicker (und sehr ver­staub­ter) VC20 mit Papier-Typenschild)

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(Neue­rer, fla­cher VC20 mit Metall-Typenschild)

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(Bei­de Gerä­te schräg von vorn mit deut­li­chem Unter­schied in der Höhe)

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(VC20 im Ver­gleich von hinten)

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(VC20 im Ver­gleich der vor­de­ren Rundung)

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(Im Ver­gleich nebeneinander)

Deut­lich fällt hier auf, um wie viel der neue­re VC20 fla­cher ist, als der alte.

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(Obe­re Lüf­tungs­schlit­ze im Vergleich)

Auch hier wie­der das glei­che Bild wie bei den 64ern: Der neue ist hin­ter den Lüf­tungs­schlit­zen erkenn­bar kürzer.

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(VC20 im Seitenvergleich)

Nicht nur die Ober­scha­le ist fla­cher, auch die Unter­scha­le ist ein wenig weni­ger stark als beim älte­ren Modell.

Hier eini­ge Bil­der der Gehäuseunterteile:

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(VC20 neben­ein­an­der von unten: Grö­ße und Posi­ti­on der Schrau­ben­lö­cher und der Füße sind erkennbar)

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(Der älte­re VC20 von unten: weni­ger „Knub­bel) für die Hauptplatinenschrauben)

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(Der neue­re VC20 mit mehr „Knub­beln”)

So, aber wie sieht denn nun der Unter­schied zum fla­chen C64 aus? Wir erin­nern uns, der hat­te ja gar kei­ne „Knub­bel” für die Schrau­ben. Hier also der neue­re VC20 und der fla­che C64:

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(Tier­fer gelegt: Der VC20 ist etwas fla­cher als der C64 in der schrä­gen Vorderansicht)

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(Auch die Unter­scha­len wei­sen ande­re Posi­tio­nen und Grö­ßen für Füße, Schrau­ben­lö­cher und Lüf­tun­gen auf)

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(C64-Ecke vor­ne rechts im Ver­gleich zur Ecke des VC20 im vor­he­ri­gen Bild)

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(Lin­ke vor­de­re Ecke des VC20 im Ver­gleich zur Ecke des C64 im vor­letz­ten Bild)

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(VC20 und C64: Unter­schie­de in Stär­ke und Form der obe­ren Ste­ge der Lüftung)

Wir sehen also, wir sind genau­so schlau wie vor­her. Das heißt also, dass ich die­sen Bericht immer wie­der aktua­li­sie­ren wer­de, sobald mir neue Erkennt­nis­se vorliegen.

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