Daten­schutz durch eine anony­me SIM-Karte?

Lese­dau­er 7 Minu­ten

Nun ist es auch mir pas­siert: Face­book hat mein Kon­to nach mehr als zehn Jah­ren Zuge­hö­rig­keit gesperrt. Ich soll eine Tele­fon­num­mer ange­ben um einen zu emp­fan­gen­den SMS-Code auf der FB-Web­site ein­zu­ge­ben – ansons­ten bleibt mein Kon­to gesperrt. Dies die­ne Aus­schließ­lich dem Schutz mei­nes Pro­fils. Kei­nes­falls woll­te Face­book noch mehr per­sön­li­che Daten von mir haben.
Am Pop­pes die Die­be! Der Herr Zucker­berg bekommt so wenig ech­te Daten von mir, wie möglich .

Was mache ich nun? 

In mei­nem Han­dy habe ich gleich zwei Pre­paid-Kar­ten: Eine für Gesprä­che, eine für Daten. Die für Gesprä­che hat eine sehr, sehr gei­le Tele­fon­num­mer und ist anonym, hat aber teue­res I‑Net. Die ande­re SIM-Kar­te hat kos­ten­lo­ses LTE (ab 100 MB lang­sa­mer, reicht für Whats & Co), aber eben irgend­ei­ne belang­lo­se, uncoo­le Tele­fon­num­mer und ist auf mei­nen ech­ten Namen regis­triert. Trotz­dem wer­de ich den Teu­fel tun und dem alten Sucker­berg die­se Num­mern mitteilen.

Okay, Ich habe nun genau zwei (recht beque­me) Mög­lich­kei­ten, eine sehr beque­me und eine ganz ande­re Lösung für mein Problem:

1.) kos­ten­lo­se Vari­an­te: die SIM-Kar­te wird aber an die per­sön­li­che Adres­se mei­ner Kat­ze gesen­det. Ich habe schon Kar­ten auf mei­nen Hund regis­triert (–>hei​se​.de). Gibt es wirk­lich kos­ten­lo­se SIM-Kar­ten? Frag halt die Ente! (–> duck​duck​go​.com)

2.) Ich kau­fe eine SIM-Kar­te bar im Laden und gebe bei der not­wen­di­gen Regis­trie­rung im Inter­net einen Fan­ta­sie­na­men unter einer rea­ler Adres­se an.
Natür­lich regis­trie­re ich die Kar­te nicht auf eine rea­le Per­son! Das ist unnö­tig und aso­zi­al. Es wird durch den Mobil­funk­an­bie­ter i.d.R. nur die Stra­ße und die Haus­num­mer geprüft, nicht die Personendaten.

3.) Benut­ze einen der vie­len frei­en SMS-Emp­fangs­ser­vices. Nach­teil: Die Num­mern sind meis­tens schon für Face­book „ver­brannt”, weil jemand damit bereits sein FB-Kon­to frei­ge­schal­tet hat – und Face­book ver­gisst doch kei­ne Daten, die wir ihm geben. „Alles könn­te irgend­wie und irgend­wann man wich­tig sein! (Extra­breit). Noch eine War­nung: Sol­che Diens­te nie für wich­ti­ge, daten­sen­si­ble Din­ge benut­zen! Die emp­fan­ge­nen SMS kann jeder Nut­zer die­ser Diens­te sehen!

Zu beach­ten ist, wenn man wirk­lich anonym blei­ben will: Im Laden die Kar­te natür­lich bar bezah­len. Die Kar­te in einem Weg­werf-Han­dy benut­zen. Die hän­gen meist mit bei den SIM-Kar­ten und kos­ten rund einen Zeh­ner. Gut, das ist für die wirk­lich para­no­iden Leu­te, denn der Absen­der einer SMS (Face­book in mei­nem Fall) bekommt nicht die IMEI-Num­mer des Gerä­tes ange­zeigt. Die IMEI-Num­mer ist (wie die MAC-Adres­se eines PCs oder eines Rou­ters) die ein­deu­ti­ge und (nor­ma­ler Wei­se) welt­weit ein­zig­ar­ti­ge Iden­ti­fi­zie­rungs­num­mer des End­ge­rä­tes (Han­dy, Note­book oder Surf­stick). Der Mobil­funk­be­trei­ber ver­knüpft (Stich­wort: anlass­lo­se Vor­rats­da­ten­spei­che­rung (–> hei​se​.de)) die IMEI mit der Tele­fon­num­mer in sei­ner Datenbank.

Nach­teil
der ers­ten bei­den Vari­an­ten: Die sind anonym nur noch bis zum 01.07.2017 mög­lich. Bei der drit­ten Vari­an­te kennt der Dienst Eure IP und die emp­fan­ge­nen Daten. Viel­leicht also einen Pro­xy wie Hot­spot Shield ver­wen­den.

Nach dem 01.07.2017 wird es unbequem:

Ab dann müss­te man sich eine Pre­paid-Kar­te wäh­rend des Urlaubs im euro­päi­schen Aus­land kau­fen. Die­se Kar­ten kann man ganz ein­fach in das Tele­fon ste­cken und drauf­los tele­fo­nie­ren. Die muss man meis­tens nicht regis­trie­ren. Dank kos­ten­lo­sen Roa­ming kann man die Kar­te auch in Deutsch­land wei­ter­hin betreiben.

Pro­blem dabei:
Natür­lich wird der Nut­zer so einer Kar­te für die Schlapp­hü­te beson­ders inter­es­sant. Die  Tele­fon­num­mer der SIM-Kar­te wird mit der IMEI des End­ge­rä­tes ver­knüpft und lan­det im Vor­rats­da­ten­spei­cher­pool – auf den die Geheim­diens­te Zugriff haben. Klar soweit. Auf Face­book wird die­se Num­mer ggf. ver­öf­fent­licht (wenn Ihr die Pri­vat­sphären­ein­stel­lun­gen nicht anpasst). Auch dar­auf haben Geheim­diens­te Zugriff, macht Euch nichts vor. Wie gesagt: So eine Kar­te wür­de ich nur für die Zwangs­re­gis­trie­rung bei sozia­len Medi­en o.ä. benut­zen. Ein­fach in ein Bil­lig-Han­dy (ohne GPS!) ste­cken, Akku raus und in die Schub­la­de legen. Wird es benö­tigt, schal­te ich es ein. Vor­zugs­wei­se fern­ab mei­ner eige­nen Funkzelle.

„War­um (sind) wer­den anony­me Prea­pid-SIM-Kar­ten qua­si verboten?”

Vor­geb­lich wegen der Ter­ror­ge­fahr (–> hei​se​.de). Da darf ich doch mal sil­ber­hell lachen, lie­ber Herr Innen­mi­nis­ter de Mise­re! Wenn irgend­wel­che rechts­ra­di­ka­len Bun­des­wehr­sol­da­ten (ein Offi­zier!) mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund-Vor­na­men (Fran­co A.) sich als Asy­lan­ten regis­trie­ren (–> spie​gel​.de) kön­nen, dann hat doch ein ech­ter Ter­ro­rist alle Mög­lich­kei­ten der Welt, sich eine SIM-Kar­te auf fal­schen Namen und mit fal­schem Pass zu bestel­len! Oder er besorgt sich eine im belie­bi­gen Aus­land. Es gibt des­we­gen bereits eine Kla­ge (–> netz​po​li​tik​.org) vor dem euro­päi­schen Gerichts­hof für Menschenrechte.

„Ist die Benut­zung von anony­men SIM-Kar­ten wirk­lich verboten?”

Nein, bis­her nicht (—> tarn​kap​pe​.info). Aber der Betrei­ber kann so eine Kar­te jeder­zeit sper­ren. Jeden Tag wer­den in Deutsch­land durch die Behör­den rund 10.000 Tele­fon­num­mern abge­fragt (—> tel​eta​rif​.de). Momen­tan ist eine nicht kor­rek­te (voll­stän­di­ge) Prü­fung der Kun­den­da­ten nur für die Netz­be­trei­ber straf­bar (–> geset​ze​-im​-inter​net​.de).

„Ist jeder, der Pre­paid-Kar­ten auf sei­nen Hund regis­triert oder eine anony­me SIM-Kar­te benutzt, ein Terrorist?”

Gott bewah­re! Auch wenn die ich-habe-doch-nichts-zu-ver­ber­gen-Frak­ti­on einem dies sofort unter­stel­len wird, so gehört die Mög­lich­keit zur anony­men Kom­mu­ni­ka­ti­on doch zu den digi­ta­len Grund­rech­ten und ist ein Akt der digi­ta­len Selbst­ver­tei­di­gung. Whist­leb­lower (–> vdw​-ev​.de) sind für die Gesell­schaft und die Demo­kra­tie von enor­mer Wich­tig­keit. Inter­net­aus­dru­cken­de Poli­ti­ker wie Gün­ther Oettin­ger (–> wiki​pe​dia​.de) oder Tho­mas de Mai­ziè­re (–> wiki​pe​dia​.de) sehen das aus diver­sen Grün­den etwas anders (–> hoch​rhein​-zei​tung​.de). 🙂 Wie lau­tet der Spruch doch gleich? „Lasst unser Inter­net in Ruhe, oder wir neh­men euch die Fax­ge­rä­te weg!” (–> sued​deut​sche​.de).

„Ist eine anony­me SIM-Kar­te auch sicher?”

Naja, über die IMEI-Num­mer, die gestoh­le­nen Schlüs­sel­codes (–> spie​gel​.de) und durch Tro­ja­ner auf Smart­pho­nes ist eine wirk­lich siche­re anony­me Kom­mu­ni­ka­ti­on schwie­rig. Mei­ne o.a. „anony­me” (nicht auf mich per­sön­lich regis­trier­te) SIM-Kar­te ist natür­lich nicht mehr anonym. War­um? Haupt­ur­sa­che ist, dass ich die­se Kar­te in mein Han­dy mit Dual-SIM-Funk­ti­on (mögen deut­sche Netz­be­trei­ber nicht –> tel​eta​rif​.de) gesteckt habe. Mein Leno­vo K3 Note hat natür­lich zwei IMEIs, aber ich habe defi­ni­tiv bereits bei­de Kar­ten in den Slots ver­tauscht und so wur­den bei Tele­fo­ni­ca bei­de IMEIs mit bei­den SIM-Kar­ten ver­knüpft. Das heißt, dass die anony­me Kar­te bereits mit mei­ner ech­ten Iden­ti­tät ver­knüpft wurde.

„Und in Zukunft? Kann ich die SIM für immer nutzen?”

Nein, Du müss­test Dei­ne SIM-Kar­te regel­mäs­sig auf­la­den und teil­wei­se auch nut­zen, sonst wird die Kar­te ein­fach gesperrt. Das Gut­ha­ben musst Du Dir dann zurück­ho­len. Wird inter­es­sant, wenn die Kar­te unter fal­schem Namen gebucht ist. Auch auch wenn Du die Kar­te immer wie­der auf­lädst, wirst Du sie bald nicht mehr in neu­en Tele­fo­nen nut­zen kön­nen. Die eSIM (–> hei​se​.de) kommt. Damit wird die gute alte, aus­tausch­ba­re und fest pro­gram­mier­te SIM-Kar­te über­flüs­sig. Das ist bequem für die Benut­zer, für die Netz­be­trei­ber und natür­lich für die Geheim­diens­te. Jedes Ding im Inter­net (IoT) wird eine eSIM haben. Toll (–> com​pu​ter​wo​che​.de fei­ert das), dann muss man es nicht mehr im eige­nem WLAN anmel­den und auch die Netz­be­trei­ber und der gan­ze Rat­ten­schwanz danach wird sich über eine Flut per­sön­li­cher Daten, teils aus der intims­ten Pri­vat­sphä­re freu­en. Ich rede gar nicht davon, dass die Schl­lüs­sel­codes die­ser Gerä­te sicher auch bald geknackt oder zum Kauf im Darknet bereit ste­hen wer­den. Damit hat jeder Ein­bre­cher direk­ten Zugriff auf die Haus­hal­te und kann sogar bequem abschät­zen ob sich der Bruch lohnt.

„Was ist jetzt mit dem Kampf gegen den Ter­ror und die orga­ni­sie­re Kriminalität?”

Tja, die gan­zen schö­nen Über­wa­chungs­ge­set­ze sind nur zum Nach­teil für eine Per­so­nen­grup­pe: dem unbe­schol­te­nen Bürger!
War­um ist das so?

Dunk­le Gestal­ten gleich wel­cher Cou­leur schrei­ben sich kei­ne Whats App, benut­zen kei­ne Face­book-Mes­sen­ger oder öffent­li­che Inter­net­fo­ren und sie las­sen sich durch Pre­paid-Regis­trie­rungs­pflicht auch nicht von ihrem Tun abhal­ten. Für uns ist ein Smart­pho­ne viel­leicht teu­er, aber für die Draht­zie­her fins­te­rer Machen­schaf­ten doch nicht.

Man­che Poli­ti­ker glau­ben viel­leicht an die Wirk­sam­keit die­ser Über­wa­chung, aber die glau­ben wirk­lich vie­les. Und die wol­len auch wider­sprüch­li­che For­de­run­gen durch­set­zen (–> deutsch​land​funk​no​va​.de). Bei die­ser Poli­ti­ker­ge­nera­ti­on ist Hop­fen und Malz ver­lo­ren. Die sind bis ins Mark ana­log und ver­ste­hen die Welt nicht, in der die Bür­ger leben. Sie haben Angst vor uns und wol­len uns nur durch ziel­lo­sen Aktio­nis­mus ein­lul­len (–> zeit​.de).

Gefah­ren der Überwachung

Wir bau­en momen­tan einen Über­wa­chungs­staat in einem nie erträum­ten Aus­maß auf. Hört Ihr das lei­se, schril­le Krei­schen? Ja, das ist Geor­ge Orwell (–> wiki​pe​dia​.de), der in sei­nem Grab rotiert! Mit 50.000 Umdre­hun­gen in der Minu­te! Freun­de, was glaubt Ihr eigent­lich, was pas­siert, wenn so ein Über­wa­chungs­ap­pa­rat in fal­sche (unde­mo­kra­ti­sche) Hän­de gerät?

„Kann nicht passieren?”

Unse­rer frei­heit­lich-recht­li­chen Demo­kra­tie und ‑Grund­ord­nung ten­den­zi­ell eher ableh­nend gegen­über ste­hen­de Par­tei­en (wie die AfD) wer­den in Deutsch­land nie an die Macht kom­men? (–> faz​.net)
Hal­lo?
Ist Donald Trump der 45. Prä­si­dent der USA geworden?
Aber egal, der deut­sche Michel hat ja nichts zu verbergen.

„Was spricht für Prepaid?”

„War­um Pre­Paid? Kannst Du Dir kei­nen ordent­li­chen Ver­trag mit einem iPho­ne oder einem Gala­xy leisten?”
Ich kau­fe mei­ne Han­dys nicht auf Pump!. Punkt, aus!
Ja, auch ein Han­dy­ver­trag zählt als Finan­zie­rung und belas­tet Euren Schufa-Ein­trag! Ich will nicht prot­zen, aber bei mei­nem Sco­ring bekam selbst der Bera­ter eines bun­des­weit bekann­ten Finanz­dienst­leis­ters gro­ße Augen und mein­te, dass kei­ner von den Kol­le­gen in sei­ner Fir­ma so ein gutes Sco­ring hät­te. Das soll auch so blei­ben, also kau­fe ich nichts auf Raten­zah­lun­gen und habe nur Prepaid-Karten.

Ist Dir egal?
Was mir das bringt? Im Fal­le eines Fal­les bekom­me ich deut­lich güns­ti­ge­re Kon­di­tio­nen bei einer Immo­bi­li­en- oder Kraft­fahr­zeug­fi­nan­zie­rung. Jedes Dei­ner „1‑Euro”-Handys kos­tet Dich nach­her meh­re­re Tau­send Euro für höhe­re Zin­sen bei einer Haus­fi­nan­zie­rung. Tol­les Geschäft, Kevin! Tol­les Geschäft!

Mal am Ran­de: Die Schufa ist einer der größ­ten Daten­samm­ler und ‑händ­ler in Deutschland.
Erwähn­te ich, dass ich gene­rell etwas gegen Daten­samm­ler habe?

„Wir haben in Deutsch­land doch total vie­le Mobil­funk­an­bie­ter und sind als digi­ta­ler Stand­ort tech­no­lo­gisch führend!”

Nein, die haben wir nicht und wir füh­ren auch nichts an.
Wir haben genau drei Anbieter:
– Telekom
– Vodafone
– Telefonica
Die tei­len sich den Markt ein­trächt­lich zu je rund 33% auf und sind an einer Kon­kur­renz über­haupt nicht inter­es­siert. Wir zah­len also in Deutsch­land rund 10-fach über­teu­er­te Prei­se für mobi­les Inter­net wie im euro­päi­schen Vergleich.
Tech­no­lo­gisch führ­dend sind wir zudem abso­lut nicht. Wir sind weit abge­schla­gen auf einem der letz­ten Plät­ze (–> dfmo​ni​tor​.eu).

„Und was ist nun mit Dei­nem Facebook-Account?”

Mei­ne Kat­ze hat nun nicht nur ihren eige­nen Email-Account, son­dern auch noch einen eige­nen Mobil­funk­an­schluß. Mei­nen Glück­wunsch, Hugo.
Viel Spass mit der Num­mer, Zuckerberg!

katze hat vertrag gefressen
(Hugo und die AGB des Mobilfunkbetreibers)

Update

Nur weni­ge Stun­den nach der Sper­rung bekam ich Mails von Bekann­ten, dass mein Account wie­der online wäre. War­um war Zucker­berg mei­ne Tele­fon­num­mer nicht mehr so wich­tig? Weil er mich mehr braucht als ich ihn.

Mal ohne Scheiss und fal­scher Arro­ganz. Es kommt nicht auf die Men­ge der Freun­de an, son­dern auf die Inten­si­tät der Kom­mu­ni­ka­ti­on und der Wich­tig­keit der Per­son als Hub im Netz­werk. Immer dran den­ken: „Wir sind nicht die Kun­den von Face­book, wir sind die Ware.” Man wirft ja nicht eine Ware weg, wenn die noch gut ist, oder?

Zudem kommt sicher, dass ich bei der Fra­ge, war­um denn die Hil­fe­stel­lung bei der Face­book-Kon­to­sper­rung nicht hilf­reich gewe­sen sei, ant­wor­te­te, dass ich kein Mobil­te­le­fon mit SIM-Kar­te hät­te. Dass ich über­haupt ein Mobil­te­le­fon benut­ze, weiss Face­book natür­lich durch den User­agent bzw. die Nut­zung der FB-App. Lei­der hilft das nie­man­dem, der einen Face­book-Account neu bean­tra­gen will. Ich habe es durch­ge­tes­tet und nach eini­gen Stun­den wird einem der Account gesperrt, egal ob man wie­der rum­gam­melt, man hät­te gar kein Mobiltelefon.

Update 2021

Ich habe mei­nen Account bei FB gelöscht und auch die Frist ver­strei­chen las­sen, so dass mei­ne Daten auf Face­book… „gelöscht” – also für mich nciht mehr ein­seh- und reak­ti­vier­bar – sind. Aus rein „wis­sen­schaf­lti­chen” Grün­den habe ich dort aber noch zwei oder drei wei­te­re Accounts. Coro­na hat die Leu­te kom­plett durch­dre­hen las­sen und sie radi­ka­li­siert. Im Schut­ze der ver­meint­li­chen Anony­mi­tät süt­ten dort vor allem rech­te wei­ße Män­ner ihren Haß auf Ver­än­de­run­gen und gesell­schaff­t­li­chen Fort­schritt kübel­wei­se aus. Ich kann die Welt nicht ret­ten und Face­book will das augen­schein­lich auch nicht. Zwei­mal wur­de ich gebannt, das letz­te Mal, als ich ett­was über den Quer­den­ker-Rich­ter von einem klei­nen Amts­ge­richt (Wei­mar) schrieb, der sein Amt miss­brauch­te, wur­de ich wie­der für 24 h Stun­den gebannt. Ich schrieb nichts, was man spä­ter nicht auch in die­ver­sen Arti­keln und Fern­seh­be­rich­ten ver­öf­fent­lich­te. Auch vom Ton­fall her äus­ser­te sich zum Bei­spiel RA Chris­ti­an Sol­me­cke von der Kanz­lei WBS in sei­nem Video dar­über deut­lich har­scher. Hät­te ich mich so nicht getraut. Any­way: Ich wur­de mut­maß­lich von Quer­den­kern gemel­det, was bedeu­tet, dass Face­book also rech­te Demo­kra­tie­fein­de schützt. Solch eine Platt­form braucht weder die Welt, noch ich selbst.

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