Alles über smarte Katzenklappen

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Lesedauer 13 Minuten

Durch einige bevorstehende Änderungen der Zimmernutzung müssen die Katzen einen Zugang ins Haus bekommen. Möglichst mit einer smarten Katzenklappe.

„Wo ist Ugo?“, „Hast Du Adina gesehen?“, „Wann hast Du zuletzt Sita gesehen?“, „Kiki muss entwurmt werden, wo ist sie?“. Das kennt jeder Katzenbesitzer. Oft sucht man Katzen zu nachtschlafender Zeit und macht sich Sorgen um die Viecher, denn obwohl vor der Zufahrt Tempo 30 gilt, interessiert das 90 % der Autofahrer nicht.

Lastenheft

Ideal wäre also eine Katzenklappe, die nicht nur fremde Katzen aussperrt, das kann je, die RFID-fähig ist, sondern auch eine, die einzelne Katzen einsperrt und auch mitteilen kann, ob sich Katze XY im Haus oder draußen befindet.

  • Andere Katzen und Wildtiere aussperren
  • Einzelne Katzen einsperren
  • Anwesenheitskontrolle
  • Smarthome-Anbindung
  • Netzteilbetrieb

Die Durchgangsweite einer Katzenklappe interessiert uns sind sonderlich. Unsere Katzen sind in der Lage, sich unter einem 10 cm hohen Spalt hindurchquetschen. Wenn die wollen, kommen die überall rein. Wenn ich Rezensionen lese, in denen von „nicht für langbeinige Katzen geeignet“ gefaselt wird, denke ich immer an dieses Video: Unterwasserkatze 🙂

Leider quetschen sich die Katzen auch durch die gekippten Fenster im Keller, wenn die automatische Kellertrocknung sie öffnete.

Nachteile fast aller Katzenklappen

Entgegen der meisten Versprechungen der Hersteller haben Katzen aber auch Nachteile – gerade in der heutigen Zeit.

  • Verringern nur die Zugluft
  • Nicht für Passivhäuser geeignet
  • Nicht schlagregendicht
  • Oft keine Dichtungen zum Hausanschluss im Lieferumfang
  • Einbau in Isolierglasscheiben ist empfindlich teuer (meist vierstelliger Betrag)
  • Durch Katzenklappen hindurch können Tür- und Fenstergriffe mittels einer Drahtangel geöffnet werden

Einbau in eine Glasscheibe

Vorweg: Kein seriöser Handwerker oder Glaser wird Euch eine Katzenklappe in eine Isolierglasscheibe einbauen. Zwischen den Scheiben befindet sich meistens das isolierende Gas Argon, das beim Einbau natürlich entweicht.

Selbst bei sehr alten Isolierglasfenstern, bei denen sich nur Luft zwischen den Scheiben befindet, wird kein Glaser eine Katzenklappe einbauen wollen, weil Bruchgefahr besteht.

Es steht Euch natürlich frei, mit Eurem Eigentum zu tun und zu lassen, was Ihr wollt. Kauft Euch einen einfachen Glasschneider und legt los! Zerbricht die Scheibe oder blutetet Ihr den Teppich voll, beschwert Euch nicht. Ich habe Euch gewarnt!

Die einzig sinnvolle Lösung besteht im Kauf einer Scheibe mit Ausschnitt für eine Katzenklappe. Aber dies bedeutet bei einer Balkon- oder Terrassentür auch einen vierstelligen Materialpreis zuzüglich Einbaukosten. Hat man Glück, findet man ein gebrauchtes Angebot, das exakt in die eigene Tür oder das eigene Fenster passt.

Isolierung

Beim Einbau einer Katzenklappe in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit kann es in strengen Wintern passieren, dass sie Katzenklappe festfriert und die Katzen aus- / eingesperrt sind. Einige Haustierbesitzer behelfen sich damit, einen isolierten Vorbau vor der Klappe zu installieren.

Auch hochtrabend als Katzenklappen mit „isolierter Tür“ beworbene Produkte haben vielleicht eine Doppelstegplatte mit Bürstendichtung als Tür.

Selbst diese Bürstendichtung ist bei vielen Modellen nur halbherzig entworfen worden, sodass noch mehrere Millimeter breite Spalten bleiben.

Einbruchsschutz

Ebenfalls wird Euch kein Handwerker eine Katzenklappe ohne Warnung in die Haus- oder eine Nebentür einbauen. Der Riegel einer Katzentür besteht aus Plastik und lässt sich ohne großen Lärm leicht eindrücken. Die Türklinke lässt sich bei einer unverschlossenen Haustür nun mit einem Draht herunterziehen.

Generell gilt eine Haustür, die nicht abgeschlossen wurde, versicherungstechnisch als offen, das sollte man immer bedenken. Aber man muss es Einbrechern ja nicht noch einfacher machen, als sie es ohnehin meistens haben.

Eindringendes Wasser

Nicht nur bei Schlagregen sind die meisten Katzenklappen nicht dicht, nein! Auch ganz normaler Regen kann zwischen die Katzenklappe und das Bauwerk gelangen, in dem die Klappe eingebaut wurde.

Ursache sind hier die meistens fehlenden Dichtungen am Rahmen der Tierklappen. Wasser sucht sich seinen Weg – eine alte Binsenweisheit, die immer noch Gültigkeit hat.

Unweigerlich wird die Elektronik der Katzenklappe dadurch zerstört, was aus Sicht der Hersteller nicht sonderlich schlimm ist, denn das steigert die Nachfrage, nicht wahr?

Aber auch Wasser in einer Dämmung ist kein Spaß. Sei es in einer Tür, einer Isolierglasscheibe oder in einer Fassadendämmung.

Ausnahmen

Es gibt Katzenklappen, die wirklich fast alles (bis auf Beuteerkennung) können, smart sind und auch eine gute Wärmedämmung bieten, aber dann befinden wir uns in deutlich vierstelligen Bereichen: Petwalk. Die Tür wird hier nicht durch das Tier aufgestoßen, sondern öffnet sich elektrisch angetrieben.

Diese Tiertüren sind aber auch deutlich größer als eine einfache Katzenklappe.

Smarte Katzenklappen?

Wirklich schlau ist keine bezahlbare Katzenklappe. Die Hersteller benutzen „smart“ aber gerne als Buzzword. Einige chinesische Hersteller bieten Klappen an, die mit „Chip“ funktionieren. Damit ist aber nicht ein RFID-Leser gemeint, sondern hier wird nur die Auswahl der „4-Wege-Technik“ mit vier Tasten/Schaltern realisiert. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Smart light?

Eine rudimentäre smarte Funktion ist ein eingebauter Dämmerungssensor. Einige bieten auch eine selektive Ausgangs- / Zugangskontrolle über eine Programmierung an. Diese erfolgt über ein einzeiliges LCD-Display mit kryptischen Codes und bestenfalls drei Tasten. Die Älteren unter uns erinnern sich noch an die Programmierung von Videorekordern, was ähnlich spaßig war. Wenn dann noch die Backup-Batterie versagt, kann man das alles wieder von vorn programmieren.

Will man nur eine einzelne Katze einsperren, weil diese zum Tierarzt muss, ist es leichter und angenehmer, diese einzufangen, als sich mit der Programmierung einer Katzenklappe auseinanderzusetzen. Deswegen kommen für einen solchen Einsatzzweck nur Katzenklappen mit App-Steuerung infrage.

Smart

Nach meinem Verständnis ist eine smarte Katzenklappe aber ein wenig mehr. Eine Rückmeldung über die Funktion, den Akkustand und den Aufenthaltsort der Katzen ist für mich erst smart. Beim Aufenthaltsort reicht natürlich eine Statusanzeige „drinnen“ oder „draußen“ für einzelne Katzen aus. Zur Ortung komme ich noch.

Es gibt meines Wissens nach nur eine einzige Katzenklappe, die man in ein Smarthome integrieren kann. Zudem ist hiermit die Programmierung der Zugangskontrolle relativ einfach, ohne kryptische Tastenkombinationen, möglich. Diese Katzenklappe ist allerdings mit über 300 EUR, inklusive LAN-Bridge, ein echter Schlag ins Kontor.

Modi und Features

Schauen wir doch mal auf die verschiedenen Modi und Features, die beworben werden:

Nachtmodus

Dieser lässt Katzen nachts hinein, aber bis zur Dämmerung nicht wieder raus. Soll Verkehrsunfällen vorbeugen. dieser Modus wird durch Timer oder Lichtsensor gesteuert.

Tierarztmodus

Katze kann nur hineinkommen, aber nicht wieder hinaus.

Mechanische Zugangskontrolle

Das „Vier-Wege-System“ haben nahezu alle Katzenklappen. Das ist oftmals nur ein kleiner Drehschalter, der zwischen den vier Modi umschaltet. Diese Modi sind rein mechanisch gelöst:

  1. offen
  2. nur rein („Tierarztmodus“)
  3. nur raus
  4. gesperrt

Das ist auch schon der ganze Zauber und hilft uns nicht weiter, wenn die Katzenklappe auch noch „smart“ sein soll.

Elektronische Zugangskontrolle

Es gibt Katzenklappen mit folgenden Techniken der Zutrittskontrolle:

  • Infrarot-Tag
  • BLE-Tag
  • Magnet-Tag
  • RFID-Tag

Am einfachsten, gängigsten und zuverlässigsten sind vermutlich die Klappen, die mit RFID arbeiten. Das wäre wirklich die unterste Stufe von „Smart“.

RFID?

Gechippt?

In Deutschland (und der EU) werden Haustiere gewöhnlich mit einem ISO-konformen RFID-Tag gechippt. Dieser sendet auf 134,2 kHz und übermittelt einen 15-stelligen (3+12) Code. Die ersten drei Ziffern geben den Hersteller oder das Land an, die folgenden zwölf Ziffern die „Seriennummer“ an.

Nicht gechippt?

Für den schmalen Euro kann und sollte man seine frei laufenden Haustiere beim Tierarzt chippen lassen, da dies naturgemäß die sicherste Lösung gegen Verlust eines Zutritt-Tags ist. Alternativen wäre Halsbänder mit Infrarot-Sender oder einem Magnet-, oder RFID-Tag. Halsbänder sind bei Katzen allerdings eine eher schlechte Idee, Sollbruchstellen hin oder her, denn das Tier könnte sich damit strangulieren.

Technik

RFID-Sendefrequenzen variieren je nach Einsatzbereich und verwendeter Technologie. Die häufigsten RFID-Sendefrequenzen sind:

  • Low Frequency (LF): 125-134 kHz
  • High Frequency (HF): 13,56 MHz
  • Ultra High Frequency (UHF): 856-960 MHz
  • Microwave Frequency (MF): 2,45 GHz

Low Frequency RFID-Systeme werden häufig in Schlüsselanhängern, Hotelzimmer-Schlüsseln und Tier-Identifikationssystemen verwendet. High Frequency RFID wird oft in Zahlungskarten, Reisepässen und Bibliotheksausweisen eingesetzt. Ultra High Frequency RFID wird häufig in Lieferketten, Logistik und in der Landwirtschaft verwendet. Microwave Frequency RFID wird in der Regel in Industrie- und Militäranwendungen eingesetzt.

Tiertransponder

RFID-Transponder sind kleine Chips, die in Haustieren implantiert werden können, um sie zu identifizieren. Sie werden häufig in Hunden und Katzen verwendet, aber auch in anderen Haustieren wie Kaninchen, Meerschweinchen und Vögeln. Die Transpinder sind in der Regel etwa 12 mm lang und 2,1 mm breit. Sie sind so klein, dass sie unter die Haut implantiert werden können, ohne dass das Tier Schmerzen oder Unbehagen empfindet.

Sie bestehen aus einem winzigen Chip und einer Antenne, die in eine kleine Plastikkapsel eingebettet sind. Der Chip enthält eine eindeutige Identifikationsnummer, die mit den Daten des Tieres in einer Datenbank verknüpft ist. Wenn ein RFID-Scanner den Transponder eines Tieres scannen, wird die Identifikationsnummer des Chips gelesen und an die Datenbank gesendet. Die Datenbank sucht dann nach der zugehörigen Information zum Tier und gibt sie zurück.

RFID-Transponder werden häufig verwendet, um die Identität von Haustieren zu bestätigen und zu überprüfen, ob sie geimpft oder gechippt sind. Sie werden auch verwendet, um verloren gegangene Tiere wiederzufinden und ihre Eigentümer zu informieren. In einigen Ländern ist es sogar gesetzlich vorgeschrieben, dass Haustiere mit RFID-Transpondern gekennzeichnet sind.

Reichweite Tiertransponder

Die Reichweite von RFID-Transpondern hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Art des Transponders und des RFID-Lesegeräts, die verwendet werden. Im Allgemeinen haben RFID-Transponder eine Reichweite von einigen Zentimetern bis zu einigen Metern.

Die Reichweite eines RFID-Transponders wird hauptsächlich von der Leistung des RFID-Lesegeräts und der Qualität der Antenne bestimmt. Ein Lesegerät mit einer leistungsstärkeren Antenne wird in der Regel in der Lage sein, Transponder aus größerer Entfernung zu lesen. Die Qualität der Antenne des Transponders spielt auch eine Rolle bei der Reichweite. Transponder mit hochwertigen Antennen haben in der Regel eine größere Reichweite als Transponder mit schlechteren Antennen.

Implantierte Transponder haben im Allgemeinen eine Reichweite von maximal 20 Zentimetern, je nach Leistungsfähigkeit des Lesegerätes. In den meisten Katzenklappen sind keine sonderlich leistungsfähigen Lesegeräte eingebaut, sodass sich das Tier entweder in (Tunnel) oder unter (Dach) dem Lesegerät unmittelbar vor der eigentlichen Klappe befinden muss.

Speicherkapazität

Tier-RFID-Transponder haben fünfzehn fest gespeicherte, unveränderliche Ziffern, also knapp zwei Byte ROM. Man kann folglich nichts auf ihnen speichern.

Kopierbarkeit

RFID-Transponder können tatsächlich kopiert werden, aber das übersteigt wohl die Fähigkeiten europäischer Hauskatzen, sodass man nicht mit ungebetenem Katzenbesuch rechnen muss.

Alltäglichkeit

Fast jeder trägt seit Jahrzehnten unwissentlich RFID-Transponder mit sich herum und benutzt sie täglich. Zum Beispiel im Auto, bei der Zeiterfassung am Firmeneingang oder in jeder gängigen Bezahlkarte. Diese Transponder haben einen Auslesebereich von in der Regel weniger als einem Zentimeter.
Bereits im Jahr 2004 war der Kia Picanto eines der ersten Fahrzeuge, dessen Einzelteile im Werk mit RFID-Tags markiert wurden, damit der Zusammenbau effizienter und schneller wurde.

Ortung von Haustieren

Man kann seine gechippte Katze nicht orten. Zumindest nicht außerhalb der Sichtweite. Niemand kann das. Nein, auch Bill Gates nicht, liebe Querdenker. Dies ist technisch bereits außerhalb weniger Meter nicht möglich und würde zudem Triangulation voraussetzen. Bisschen viel Aufwand für die Ortung einer Katze, die durch das Geräusch des Öffnens einer Futterdose auch noch in einer Entfernung von 3,58 km angelockt werden kann.

Man kann Haustiere nur mittels eines GPS-Trackers orten. Das sind klobige Teile mit einem Akku und einem Mobilfunkmodul, die an einem Halsband getragen werden müssen. <SARKASMUS> So ein Teil kann man sicher auch seiner Katze in einer Operation unter Vollnarkose alle paar Tage implantieren und zum Laden des Akkus wieder entnehmen lassen. </SARKASMUS>

Aber was anderes: Würdet Ihr Euch Euer Mobiltelefon den ganzen Tag über unter dem Kinn tragen wollen? Stichwort SAR?

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Generelle Probleme vieler RFID-Katzenklappen

Katzenklappen von allen Herstellern haben in der Regel die gleichen Probleme:

  • Der Einbau in Metall beeinträchtigt / verlangsamt die Funktion einer RFID-Katzenklappe.
  • Alle RFID-Katzenklappen leiden ggf. am schlechten Empfang. Mögliche Lösung ist, beim Tierarzt einen größeren Chip (bessere Antenne) einpflanzen zu lassen.
  • Die Katze könnte nur den Kopf durchstecken, um zu schauen, was so los ist und dann doch draußen- / drinnenbleiben. Klappen mit Dual-Scan, also zwei Antennen, eine außen, eine innen, sollen dieses Problem nicht haben.
  • Die Angaben zu Laufzeit mit Batterien sind oftmals geschönt und beziehen sich auf die Benutzung durch nur ein Tier. Bei zwei Tieren halbiert sich diese Zeit bereits.
  • Benutzt man einen Netzteil-Batterieadapter, kann die RFID-Antenne möglicherweise dadurch gestört werden.
  • Bei einem Defekt des Netzteil-Batterieadapters ist eine Beschädigung der Elektronik (und eventuell sogar ein Brand!) durch Überspannung möglich.
  • Eneloop Akkus haben eine geringere Selbstentladung als normale NiMH Akkus. Die Spannung ist aber mit 1,2 Volt die gleiche und damit 0,3 Volt (1,2 Volt bei 4 Akkus) geringer im Vergleich zu Batterien. Daher funktionieren sie oft nicht in Katzenklappen.

Liste von Herstellern RFID-Katzenklappen

Wir schrauben unsere Erwartungen erst einmal ganz herunter. Wir wollen nur fremde Katzen und Wildtiere wie Waschbären aussperren. Was bietet der Markt?

Es gibt RFID-Katzenklappen u.a. von folgenden Herstellern

Die aktuell günstigste Katzenklappe mit RFID-Zugangskontrolle scheint mir die von PetSafe für 40 EUR zu sein. Erstaunlicher Preis, wenn man bedenkt, dass eine Midrange-RFID-Antenne mit Elektronik bereits 18 EUR kostet. Einen kompletten Tierchip-Scanner mit Display gibt es bereits ab 38 EUR.

Es gibt eine Kickstarter-Kampagne für eine Katzenklappe mit Mauserkennung oder Beuteerkennung (Kitty Flap). Diese Klappe soll verhindern, dass die Katze eine Maus mit ins Haus schleppt. Das kam bei uns zwar auch schon vor, aber das ist uns sicher den voraussichtlichen Einstiegspreis von über 400 EUR nicht wert.

Außerhalb jeder Konkurrenz laufen die Produkte von Petwalk aus Österreich. Die günstigste Katzentür fängt dort bei 1.900 EUR an und dürfte sämtliche Haustiere auch Eurer Enkel noch überleben.

Produkte

Mir ist vollkommen unklar, wie die Preise für die Katzenklappen entstehen. Zudem schwanken sie von Tag zu Tag teils erheblich.

Ich habe uns aber mal einige Katzenklappen herausgesucht, die infrage kommen könnten. Hierunter sind keine Katzenklappen, die schon ohne Einbau deutlich über 1.000 EUR kosten (Petwalk), sowie noch nicht erhältliche Produkte (Kitty Flap).


PetSafe „Mikrochip Katzentür“


Erhältlich bei Amazon oder Ebay für rund 55 EUR. Aus den Amazon-Rezensionen konnte ich folgende Informationen gewinnen:

Features

  • RFID-Zugangskontrolle nur von außen.
  • RFID-Antenne in einem Tunnel.
  • Mechanische Zugangskontrolle
  • Erkennt 40 verschiedene RFID-Chips / Tiere
  • Batteriebetrieben
  • Ausschnitt: ca. 16 x 17,5 cm, bzw. Durchmesser 21,5 bis 26 cm

Pro

  • Günstiger Anschaffungspreis
  • RFID-Erkennung für bis zu 40 Tiere

Contra

  • Kein selektiver Zugang/Ausgang möglich (da mechanisch)
  • Fremde Katzen können die Klappe zu sich hin aufziehen
  • Kein Dual-Scan
  • Nur batteriebetrieben
  • Bein einigen Usern sehr hoher Batterieverbrauch
  • Keine smarte Funktionen

Cat Mate „Microchip Katzenklappe“


Erhältlich bei Amazon oder Ebay für rund 75 EUR. Aus den Amazon-Rezensionen konnte ich folgende Informationen gewinnen:

Features

  • RFID-Zugangskontrolle nur von außen.
  • RFID-Antenne in einem Tunnel.
  • Display
  • Timer
  • Mechanische Zugangskontrolle
  • Erkennt 30 verschiedene RFID-Chips / Tiere
  • Batteriebetrieben
  • Ausschnitt: ca. 17,3 x 19,8 cm

Pro

  • RFID-Erkennung für bis zu 30 Tiere
  • Display
  • Timer
  • Geringer Batterieverbrauch
  • Eneloop-Akkus funktionieren!
  • Robuste Konstruktion

Contra

  • relativ hoher Preis
  • Kein selektiver Zugang/Ausgang möglich (da mechanisch)
  • Motorbetriebener Riegel (defektanfälliger)
  • Kein Dual-Scan
  • Nur batteriebetrieben
  • Keine smarte Funktionen

Vorteile zur „Mikrochip Katzentür“ von Petsafe

  • Timer
  • Display
  • Akkus funktionieren

Ferplast „Swing Microchip“


Erhältlich bei Amazon oder Ebay für rund 120 EUR. Aus den Amazon-Rezensionen konnte ich folgende Informationen gewinnen:

Features

  • RFID-Zugangskontrolle nur von außen.
  • RFID-Antenne in einem Tunnel.
  • Katzenerkennung durch IR-Lichtschranke
  • Mechanische Zugangskontrolle
  • Richtungsindikator (bei Verwendung durch nur eine Katze sinnvoll)
  • Erkennt 32 verschiedene RFID-Chips / Tiere
  • Batteriebetrieben
  • Ausschnitt: keine Angaben, bzw. Durchmesser 21,6 cm

Pro

  • RFID-Erkennung für bis zu 32 Tiere
  • Geringer Batterieverbrauch durch IR-Lichtschranke

Contra

  • hoher Preis für das Gebotene
  • Kein selektiver Zugang/Ausgang möglich (da mechanisch)
  • Kein Dual-Scan
  • Schlechte Winddichtigkeit
  • Befestigungsschrauben von Außen
  • Klappe fällt sehr laut zu
  • Richtungsindikator blockiert teilweise die Klappe und sorgt für noch mehr Zugluft
  • Nur batteriebetrieben (6 Stück AAA!)
  • Keine smarte Funktionen

Vorteile zur Cat Mate „Microchip Katzenklappe“

  • Richtungsindikator (bei Verwendung durch nur eine Katze)

 


PetSafe „PetPorte“


Erhältlich bei Amazon oder Ebay für rund 135 EUR. Aus den Amazon-Rezensionen konnte ich folgende Informationen gewinnen:

Features

  • RFID-Zugangskontrolle von Außen
  • RFID-Antenne in einem Vordach
  • Bis zu 25 Tiere können programmiert werden
  • elektronische Zugangskontrolle
  • Netzteil oder Batterie (9V Backupbatterie)
  • Lichtsensor
  • Ausschnitt ist 18 x 17,1 cm, bzw. Durchmesser 21,2 cm

Pro

  • Netzteil im Lieferumfang enthalten
  • Elektronische Zugangskontrolle

Contra

  • Sehr umständliche Programmierung über Tasten
  • Keine Steuerung über eine App
  • (viel zu) teuer
  • Klappe schließt wohl manchmal nicht richtig. Eine Münze als Gewicht soll aber helfen
  • Wasser kann in die Elektronik laufen
  • Sporadische RFID-Ausleseprobleme

Vorteile zu den vorherigen Katzenklappen

  • Netzteil
  • elektronische Zugangskontrolle

SureFlap „DualScan Katzenklappe“


Erhältlich bei Amazon oder Ebay für rund 155 EUR. Aus den Amazon-Rezensionen konnte ich folgende Informationen gewinnen:

Features

  • RFID-Zugangskontrolle von außen und innen
  • RFID-Antenne in Tunneln
  • Bis zu 32 Tiere können programmiert werden
  • elektronische Zugangskontrolle
  • Batteriebetrieb
  • Ausschnitt ist 16,5 x 17,1 cm, bzw.

Pro

  • Elektronische Zugangskontrolle

Contra

  • Umständliche Programmierung über Tasten
  • Keine Steuerung über eine App
  • Recht teuer
  • Klappe schließt zu langsam und verriegelt zu langsam, sodass eine „gesperrte“ Katze noch mit hindurchschlüpfen kann
  • Klappe kann durch geschickte Katzen sowohl von außen, als auch von innen geöffnet werden
  • Trotz Dichtungen noch bis zu 3 mm Luftspalt offen

Vorteile zur PetSafe „PetPorte“

  • Dualscan

SureFlap „Mikrochip Haustierklappe Connect“

ACHTUNG! Es gibt zwei Versionen:

  • „Haustierklappe“ – normaler Ausschnitt für eine Katzenklappe
  • „Katzenklappe“ – geringer Ausschnitt von nur 14,2 x 12 cm!

Hier haben wir die einzige Katzenklappe, die sich in ein Smarthome einbinden lässt.

Erhältlich bei Amazon oder Ebay für rund 160 EUR. Wenn der Hub einmal lieferbar ist, kostet dieser fast 100 EUR on top! Damit ist der Endpreis bei etwas mehr als 260 EUR! Damit zahlt man nur für die App-Anbindung im Vergleich zur „Dual Scan Katzenklappe“ fast  110 EUR Aufpreis! Das ist eine echte Abzocke, anders kann man es nicht sagen!

Warum gibt es keine Tuya-Katzenklappe? 🙁

Aus den Amazon-Rezensionen konnte ich folgende Informationen gewinnen:

Features

  • RFID-Zugangskontrolle von außen und innen
  • RFID-Antenne in Tunneln
  • Bis zu 32 Tiere können programmiert werden
  • elektronische Zugangskontrolle
  • Batteriebetrieb
  • Appsteuerung
  • Ausschnitt ist 16,5 x 17,1 cm („Haustierklappe“)
  • Ausschnitt ist 14,2 x 12 cm („Katzenklappe“)

Pro

  • Elektronische Zugangskontrolle
  • App-Anbindung
  • ioBroker Adapter (privater Entwickler)

Contra

  • Extrem teuer
  • Einbindung in das Smarthome nur via einer absurd teuren und schlecht lieferbaren LAN-Bridge mit geringer Reichweite (kein WLAN!)
  • eigenes Funkprotokoll (an Zigebee angelehnt)
  • Kauft man erst später die absurd teure Bridge dazu, muss die Klappe noch einmal komplett neu eingerichtet werden
  • Nach Update der App war bei einigen Usern eine Neueinrichtung nötig
  • App benachrichtigt unzuverlässig
  • App hat nur 2,6 Sterne erhalten
  • viel zu kostspielig für die Qualität und Funktionalität
  • nur batteriebetrieben
  • Klappe schwergängig
  • Trotz Dichtungen noch bis zu 2 mm Luftspalt offen
  • Ausschnitt ist nur 14,2 x 12 cm (Version „Katzenklappe“)

Vorteile zur „SureFlap „DualScan Katzenklappe“

  • App-Anbindung
  • Smarthome-Anbindung

Beste Katzenklappe unter 100 EUR?

Ich würde mir die Cat Mate „Microchip Katzenklappe“ bei Amazon oder Ebay für 75 EUR kaufen.

  • Die hat ein Display, das die Programmierung vereinfacht
  • Die hat einen Timer
  • Die funktioniert mit Eneloop-Akkus

Die hat natürlich den Nachteil, nur eine mechanische Zugangskontrolle zu besitzen.

Beste Katzenklappe unter 200 EUR?

Am Ende sicherlich die bei Amazon oder Ebay für rund 160 EUR lieferbare SureFlap „Mikrochip Haustierklappe Connect“. Die ist bei Ebay relativ günstig, aber bei Amazon mit 220 EUR indiskutabel teuer. Bekommt man die also für einen guten Kurs, ist sie vermutlich die beste Katzenklappe unter 200 EUR.

Eventuell kann man noch hoffen, dass ein findiger Bastler eine Software schreibt, die diese Katzenklappe mit einem billigen Zigbee-Stick oder einer Zigbee-Bridge in das Smarthome einbinden kann. Der LAN-Adapter für diese Katzenklappen ist einfach viel zu teuer und kann nur via LAN kommunizieren.

Geld spielt keine Rolle?

Dann kauft Euch für ab ca. 2.000 EUR die qualitativ überlegene PetWalk oder die bald kommende Kitty Flap für Preise ab vermutlich 400 EUR aufwärts. Das ist aber augenscheinlich auch nur ein Plastikbomber.

Die beste Katzenklappe wäre eine PerWalk mit Beuteerkennung, keine Frage.

Entscheidung?

Ach. Echt jetzt! Einfach nur ach! Bei vier Katzen und einer Montage im Keller wäre eine Katzenklappe mit Smarthomeanbindung gut. Wir wüssten immer, welche Katzen sich im Haus befinden, könnten eine Ausgangssperre in der Dunkelheit verhängen und müssten nicht ständig in den Keller rennen, um die Batterien zu überprüfen.

Die Ausgangssperre bei Dunkelheit und die Verwendung eines Batterieadapter, bzw. wenigstens von Eneloop-Akkus bekomme ich bereits ab 75 EUR mit der Cat Mate. Bleibt nur die Anwesenheitskontrolle der einzelnen Katzen im Haus. Ist uns das 190 EUR Aufpreis wert? Definitiv nicht!

Verzichten wir auf einen Timer, bzw. einen Lichtsensor, liegt die Differenz bei satten 200 EUR zur eine Klappe, die man in das Smarthome einbinden kann.

Persönlich würde ich nun entweder zu der 75 EUR-Klappe greifen, oder auf ein Angebot bei Mydealz für die Connect-Klappe inklusive des Hubs warten. Persönlich wäre hier eine Schmerzgrenze von maximal 170 EUR zu ziehen, denn es gab dieses Set bereits für 135 EUR von Amazon Frankreich, bzw. bei Fressnapf für 165 EUR.

Unser Plan (Einbau)

Nach langen Überlegen, eine Idee war sogar eine Katzenklappe im Duschbad, entschieden wir uns für die leichteste und kostengünstigste Lösung:

Ich werde das Kellerfenster „ausbauen“, das ist ja nur geclipst, und in den Rahmen eine Konstruktion aus zwei 5 mm PVC-Schaumplatten und einer Dämmplatte kleben und schrauben. In diese kommt die Katzenklappe. Warum kein Metall? Na, aus Empfangsgründen. Die meisten Katzenklappen haben wohl Probleme beim Einbau in eine Metalltür – und sei es nur Aluminium!

Bildschirmfoto vom 2023 01 08 15 18 52
Außen
Katzenklappe Kellerfenster
Innen

Beuteerkennung DIY (manuell)

Ich könnte neben der Katzenklappe eine günstige WLAN-Outdoor-Kamera installieren. Man könnte damit eine Benachrichtigung auf das Handy schicken lassen. Der Alarmbereich eng definieren und bei einer Bewegung bekommt man ein Bild gesendet. Nun sieht man, ob die Katze ein Beutetier in das Haus geschleppt hat, oder nicht. Ja, dann ist es natürlich zu spät, aber man kann sich dann wenigstens auf die Suche machen und sich über mehrere Hundert EUR Ersparnis im Vergleich zu dieser Kitty Flap freuen.

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